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Richard von der Schulenburg: Über Orgelmusik

Richard von der Schulenburg ist als RVDS als Techno und House-DJ unterwegs – beherrscht aber auch die Orgel sehr gut und spielt im Rahmen des Kultursommers Hamburg ein Konzert mit dem besonderen Instrument

Text & Interview: Kevin Goonewardena

 

Vor mehr als zwanzig Jahren begann die Karriere des Musikers Richard von der Schulenburg in Hamburg an der Orgel – in der legendären Meanie Bar des alten Molotow spielte sich von der Schulenburg von ABBA bis Zappa je einen Abend durch das Werk bekannter Künstler:innen, deren Texte er vorher ins Deutsche übersetzt hatte.

Mittlerweile als DJ und House Music-Produzent RVDS, Mitglied der Jazz-Band 44HZ Trio von Jacques Palminger, Theatermusiker und sogar sein eigener italienischer Zwillingsbruder Riccardi Schola als Italo Disco-Musiker umtriebig unterwegs, kehrte Richard für einen Abend an die Orgel zurück. Auf dem Vorplatz der Hauptkirche St. Katharinen zeigte er am Abend des 19. Juli einmal mehr, dass er nicht nur ein versierter Musiker, sondern vor allem auch veritabler Entertainer Ist. Ein Gespräch über Orgelmusik.

 

SZENE HAMBURG: Richard, die Orgel taucht immer wieder in deiner Karriere auf. Deine erste Veröffentlichung überhaupt (Top Banana Richard – „Die Meanie Bar Orgel 7”) versammelt Orgel-Versionen bekannter Popsongs, auch die Musik der Hamburger Schule-Band Die Sterne, bei der du fast zehn Jahre aktiv warst, zeichnete den Einsatz dieses Instruments aus. Erinnerst du dich noch an deine erste Berührung mit der Orgel?

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Foto: Jérome Gerull

Richard von der Schulenburg: Mein Onkel hatte damals in den 1970er Jahren eine Heimorgel bei sich zu Hause rumstehen, zu der Zeit war das gar nicht so ungewöhnlich, viele Familien besaßen damals ein solches Instrument. Diese Heimorgel hatte einen Begleitcomputer, das heißt der Rhythmus war vorgegeben, dazu hat man dann improvisiert – das fand ich als kleines Kind natürlich sofort total super.

Hast du das Orgelspiel dann im Anschluss richtig erlernt?

Nein, nur Klavier. In einem konservativen Elternhaus hat man Klavier, Geige oder Cello gelernt.

1995 bist du aus dem Raum Bielefeld nach Hamburg gezogen, hast zuerst in Bands wie Top Banana Trio und Soup de Nüll gespielt, ab Ende der Neunziger dann Solo Musik gemacht und begonnen in der damals noch existierenden Meanie Bar im Molotow die schon angesprochenen Themenabende mit Coversongs an der Orgel zu organisieren. Wie kam es dazu?

In der Meanie Bar gab es damals eine Orgel und als ich die damalige Besitzerin fragte, ob ich auf der mal spielen könne, hat sie gesagt, ich solle doch ein Konzert mit der Orgel geben. Das habe ich dann auch gemacht, der Orgel ein Lied gewidmet und so kam dann eins zum anderen. Man muss dazu aber auch sagen, dass das Instrument damals noch viel präsenter bei den Leuten war. Die Siebziger waren noch nicht lange her, viele kannten die Heimorgeln von Zuhause. Es existierten mehr funktionstüchtige Orgeln. Ich erinnere mich auch an einen mittlerweile legendären Orgelwettbewerb in Hamburg.

Erzähl …

Das war 1999 und ich glaube, da haben auch alle gespielt, die man so kennt. Felix Kubin, Carsten (Erobique, Anm. d. Red.) Meyer, Viktor Marek …

Viktor Marek hat glaube ich den ersten Platz gemacht, ich wurde disqualifiziert weil ich mit der Nase gespielt habe. Es gab richtige Hürden, man musste ein Stück covern, ein Stück präsentieren und man hatte ein Pflichtstück, weclhes man spielen musste. Nixe von den Mobylettes hat das moderiert.

 

„Die Orgel ist eine Art analoger Synthesizer“

 

Was fasziniert dich an der Orgel?

Ich verstehe die Orgel als eine Art analogen Synthesizer. Die Pfeifen und die Register, die es bei der Orgel gibt, waren natürlich etwas total Neues und Spannendes. Etwas, das es beim Klavier nicht gibt, im Gegensatz zu den Tasten. Der Klang wird durch den Luftstrom, den der Organist durch die Pfeifen ziehen lässt, erzeugt. Das fasziniert viele Leute, wie etwa Phillip Sollmann (alias DJ & Produzent Efdemin, Anm. d. Red.), der zusammen mit Konrad Sprenger ein eigenes Orgelsystem entwickelt hat: Das Modular Organ System.

Du spielst sowohl Orgel, als auch Synthesizer. Wann greifst du zumm einen, wann zum anderen?

Das Instrument, das ich benutze, spielt für mich keine große Rolle. Genauso wenig wie das Musikgenre, das ich damit produziere. Es geht immer um das, was in mir drinnen ist, was ich sagen möchte, was raus soll. Was dann auf welche Weise entsteht ist das Richtige, wenn es sich gut anfühlt.

Was wirst du heute beim Konzert auf dem Vorplatz der Hauptkirche St. Katharinen spielen?

Ein paar Stücke meines Albums Moods&Dances und ich werde ein wenig improvisieren. Dafür habe ich ein paar Geräte dabei, die ich sonst nicht oder nur selten mithabe. Zum Beispiel eine Wersimatic-Orgel aus den 1970ern, also aus der Blütezeit der Heimorgel und ein paar andere. Das neueste Gerät ist übrigens eines des Herstellers Casio von 1983. 

Musstest du viel arrangieren und wie hast du dich vorbereitet?

Erst einmal musste ich mich darauf vorbereiten überhaupt wieder ein Konzert zu geben, ganz unabhängig von der Pandemie-bedingten Pause. Das ich als Bandmitglied oder Solo-Musiker in einem Konzertrahmen auf der Bühne stand, ist ja schon ewig her, ansonsten spiele ich live nur Techno. Durch das letzte Album und die Pandemie ist die Möglichkeit wieder ein bisschen entstanden, ein Indie-Konzert zu geben. 

Ich bereite mich auf jedes Konzert einzeln vor, probe die Stücke mit Original-Instrumenten. Wenn das nicht geht, verwende ich Playback-Aufnahmen. Die werden heute auch bei zwei Stücken zum Einsatz kommen, da mir die entsprechende Orgel kaputt gegangen ist. Das werde ich vorab auch kommunizieren. Und dann gibt es Sachen, die ich komplett frei auf der Bühne improvisiere.

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Richard von der Schulenburg beim Konzert auf dem Vorplatz der Hauptkirche St. Katharinen am 19. Juli 2021 (Foto: Jérome Gerull)

 

Richard von der Schulenburg ist im Rahmen des Kultursommer Hamburgs noch mehrmals auf der Bühne in der Hansestadt zu sehen. Zum Beispiel als Teil des Duos Cosmic Cars am 24. Juli 2021 beim Auftakt zur Pudel Open Air-Reihe „Pudel Garden Live“ oder im Rahmen von „Hans Resonanz: Decoder Ensemble“, als RVDS in der Hanseatischen Materialverwaltung am 13. August 2021.


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Meet the Resident – Usus

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Usus von Step2 und WobWob  – präsentiert von hamburg elektronisch

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

 

SZENE HAMBURG: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

UK Bassmusik: Wilde Mischung aus Garage, Jungle, Breaks, Dub(step), Halftime und am liebsten alles dazwischen.

Wann ist deine Lieblingsplaytime?

Die Abenddämmerung im Freien und sonst zwischen 2 und 5 Uhr.

Wann war dein letzter Gig vor Live-Publikum?

WobWob im Januar 2020.

Was war dein größter Moment als DJ?

Am schönsten waren immer spontane B2B-Sessions mit holprigen Übergängen am Ende der Nacht im Goldenen Salon (Hafenklang). Und natürlich der Fakt dieses Jahr mein erstes Vinyl Release in den Händen halten zu können!

 

Was ist für dich die Platte des Monats?

Proc Fiskal – Lothian Buses

Hast du einen Wochenend-Tipp im Club-Lockdown?

Lecker kochen, Musik machen oder anderweitig kreativ werden. Zum Beispiel mit Freunden ein eigenes Hörspiel kreieren.

 

Ein aktuelles Set von Usus hört ihr hier:


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2021. Das Magazin ist seit dem 29. April 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Meet the Resident – Xenaia

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Xenaia von female:pressure – präsentiert von hamburg elektronisch

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman 

 

SZENE HAMBURG: Wie würdest du dein Sound beschreiben?

Meinen Sound würde ich mittlerweile als technoid, hypnotisch beschreiben. Ich arbeite mit repetitiven Elementen und baue gerne alte Klassiker in meine Sets ein. Grundsätzlich finde ich es aber schwierig in Schubladen zu denken und halte es mir offen, während eines Sets im Club anders zu reagieren, als ich es vielleicht geplant hatte.

Wann ist deine Lieblingsplaytime?

Main-Time und Closing.

Wann war dein letzter Gig vor Live-Publikum?

8. März 2020, im Rahmen des Weltfrauentages im Bahnwärter Thiel (München) mit Elliver und Nadine von Qualitytime Booking in Berlin. Die Veranstaltung bestand aus einer Podiumsdiskussion zum Thema Awareness Strukturen in Deutschland und einer Nacht mit viel guter Musik.

Was ist für dich der (DJ-) Stream des Monats?

Das kommt ganz auf die Stimmung an. Aber an dieser Stelle empfehle ich mal meine Freunde von der Bladehouse Crew die jetzt ihre zweite Platte rausgebracht haben und einen stabil groovigen Output an Podcasts haben. Außerdem erwähnenswert ist das Label „ohne kommerziellen Wert“. In der Lockdown Zeit habe ich wohl aber am meisten Sets von Jan Kinsey gehört.

Welche ist deine Platte des Monats?

Ich höre momentan viele Musikrichtungen. Corona made me do it! Aber mein absoluter uplifiting Track ist: „Bonobo & Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Heartbreak (Kerri Chandler Remix)“

Was war dein größter Moment als DJ?

Schwierig zu sagen, da ich so ungern vergleiche. Es war mir eine Ehre 2014 nach Sven Väth den Club übernehmen zu dürfen. Selten so viel Aufregung vor einem Gig gehabt. Außerdem spiele ich immer wieder gerne im Südpol und hänge dort sehr an unserer Crew.

Hast du einen Wochenend-Tipp im Club-Lockdown?

Hamburg hat schöne Ecken die man mal erkunden sollte. Außerdem Projekte anfangen, die liegen geblieben sind: Musik machen, sortieren, entdecken und in Rave-Erinnerungen schwelgen, um die Zeit bis zum nächsten Club Besuch zu überbrücken.
 

Ein aktuelles Set von Xenaia hört ihr hier:

 


SZENE-März-2021 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2021. Das Magazin ist seit dem 26. Februar 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Meet the Resident – Crew Ombrelle

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Crew Ombrelle – präsentiert von hamburg elektronisch

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman 

 

SZENE HAMBURG: Wie beschreibt ihr euren Sound?

Elektronische Viervierteltakte bei 124 bpm, die Euphorie lostreten. Genregrenzen durchbrechen – von flauschigen Klängen bis technoider Abfahrt. Raum zum Freisein.

 Was war die bisher schrecklichste Gastfrage, die ihr erlebt habt?

„Spielt mal was von Fettes Brot! Oder habt ihr auch ‚I will survive‘?“

Was war euer größter Moment als DJ?

Da gibt es zwei Momente, die uns immer noch flashen. Wir wurden nach einem spontanen Fusion-Set 2019 von Caterina Panesi aka Baud eingeladen, im Januar 2020 zwei Gigs in Italien zu spielen – in Livorno und Pisa. Die Einblicke in die italienische Feier- und Kulturszene und die Gastfreundschaft waren umwerfend.

Baud setzt sich dafür ein, die elektronische Subkultur in ihrer Region zu stärken und die Italiener/innen für die Arbeit von FLINT-DJs – lokal und international – zu sensibilisieren.

Ein weiterer Höhepunkt war das Habitat Festival 2019, bei dem wir mit unserem FLINT-Kollektiv Kosmos&Krawall in Form von DJ-Sets, Performances und einer Sekt-Bar mitgewirkt haben. Wir zwei haben bei steilen 32 Grad die Hauptbühne eröffnet. Das war der Shit!

 

Diversität

 

Welche ist eure Platte des Monats?

Die Save-The-Night-Compilation von unserem Kieler Herzensclub Luna. Die Bande hat zu ihrer Rettung ein Musiklabel gegründet und jede einzelne EP schockt. Lokale und international renommierte Acts solidarisieren sich und steuern Tracks bei.

Auf wen sollte man momentan ein Auge haben?

Auf alle Künstler/innen, für die es momentan besonders hart ist. Wir wünschen uns, dass nach der Krise alle wieder an die Decks kommen, die auch vor der Krise für musikalische Vielfalt und Individualität gesorgt haben, und zudem die Gender-Diversität in der Musikbranche nicht in den Hintergrund gerät. Wir brauchen mehr Bewegung in der Szene, mehr FLINT-DJs in den Line-ups und mehr Safe Spaces, um sich auszuprobieren!

Was sind Hamburgs Stärken?

Hamburgs Räume der elektronischen Subkultur, die auch politisch Stellung beziehen, wie zum Beispiel die Rote Flora, der Südpol oder das Gängeviertel, wo unser Kollektiv im Rahmen von female:pressure zusammengefunden hat und wo wir einen Proberaum nutzen können, den wir – wenn nicht gerade Kontaktbeschränkungen gelten – für FLINT-DJs öffnen.

 Und die Schwächen?

Die zunehmende Gentrifizierung und Baumaßnahmen (siehe Sternbrücke), die eine vielfältige Clublandschaft einschränken, wenn nicht sogar unmöglich machen. Lärmbeschwerden neuer Anwohner/innen machen es selbst eingesessenen Clubs schwer.

 

Ein aktuelles Set von Crew Ombrelle hört ihr hier: 

 


Cover_SZ0121 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Januar 2021. Das Magazin ist seit dem 22. Dezember 2020 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Scooter: Hyper! Hyper! Wicked!

Manche lieben sie, manche nicht – ein Phänomen ist sie in jedem Fall: Die Techno-Band Scooter um Frontmann H.P. Baxxter.

Text: Marco Arellano Gomes
Foto: Philip Nurnberger

 

Wer an Scooter und den Frontmann H.P. Baxxter denkt, dem fallen unweigerlich die Worte „Hyper! Hyper!“ ein. Keine Ahnung, was das heißt. Keine Ahnung, was Scooter uns damit sagen wollten. Aber dieser Song stammt aus einer Zeit, in der die Welt noch nicht aus den Fugen geraten war. Damals, 1994, trafen sich viele Menschen einfach nur, um zu feiern. „Hyper! Hyper!“ drückte eine Euphorie des Augenblicks aus. Keiner wusste so genau, was es zu feiern gab, aber das war auch egal. Es war das Gefühl, dass alles irgendwie gut läuft, die Welt voller Möglichkeiten steckt.

Die Menschen kamen Woche für Woche in einem der vielen Tanztempel zusammen und zappelten sich, zu Elektrobeats, die vom Alltag strapazierten oder unterforderten Nervenbahnen frei. Auf diesen Trend setzte auch H.P. Baxxter, bürgerlich Hans Peter Geerdes. Entgegen der Bedeutung vom griechischen „hyper“, war damals wenig „übertrieben“, abgesehen vielleicht von eben jener Techno- und Ravebewegung, zu der Scooter zwar gehören wollten, von der H.P. Baxxter und seine Truppe aber eher belächelt wurden.

Die Discos jener Zeit entsprachen in gewisser Weise den heutigen Escape-Rooms, da sie die Möglichkeit boten, der Realität zu entfliehen. Nur dass es keine Rätsel zu lösen gab, bis auf dieses eine große Menschheitsrätsel: Was zur Hölle machen wir hier? In diesem Universum, auf diesem Planeten, diesem Kontinent, diesem Land, dieser Stadt, diesem Tanzklub? H.P. Baxxter hatte keine Antwort. Wenn überhaupt hatte er Fragen: „Is everybody on the floor?“, „How much is the fish?“, „The Question is: What is the Question?“ und: „Are you ready for the sound of Scooter?“ Die Welt war ready.

 

Über 30 Millionen verkaufte Tonträger

 

Seit 1993 konnte die Band national wie international über 30 Millionen Tonträger verkaufen. Die Bandmitglieder wechselten zwar alle paar Jahre, aber H.P. Baxxter blieb. Er und seine Band haben alle Rave-Kollegen und -kolleginnen überlebt. Scooter schrieben kontinuierlich Hits, während viele Raver ihre besten Zeiten hinter sich hatten. Scooter gehören inzwischen zu den erfolgreichsten deutschen Bands – und doch wird Scooter noch immer genauso belächelt wie gemocht.

Aber das trifft auf die Kirmes und den Autoscooter, von dem sich der Name der Band herleitete, nicht weniger zu. Sitzt man in einem drin, geht die wilde Fahrt los – und selten hat man so viel Spaß wie in jenen Momenten, in denen die Karosserien gegeneinander knallen und doch keine Versicherung konsultiert werden muss. Es geht einfach weiter, voller Adrenalin, voller Schwung, bis zum nächsten Knall.

Bei Scooter und Frontmann H.P. Baxxter verhält es sich ähnlich: Viele belächeln die Musik, bis man sie hört und sofort damit beginnt, mit den Füßen und Beinen, im Beat zu wippen, die Hände und Arme in der Luft umherschwirren zu lassen. Die Musik packt einen, sobald sie ertönt – egal wie simpel oder plump die einzelnen Zeilen zu sein scheinen, die H.P. Baxxter durch ein Megafon hinausbrüllt. Bei genauerer Betrachtung scheint es aber auch, als hätten Scooter eine eigene Sprache erfunden. Und das ist dann irgendwie auch ganz schön „wicked!“

 

Scooter ist ein Phänomen

 

Nichts zeigt die Ambivalenz in der Beurteilung dieser Band besser, als eine auf Youtube zu sehende Episode aus der „Tonight Show“. Moderator Jimmy Fallon stellt darin eine Reihe von Songs vor, die man nicht hören sollte und macht sich über den Bandnamen und das Cover von Scooter lustig. Das Publikum lacht vergnügt. Es wird der Song „How much is the fish?“ abgespielt, es kommt zur titelgebenden Zeile, das Publikum lacht jetzt noch lauter.

Dann geschieht das Unglaubliche: Die Musik läuft weiter, das Publikum fängt an, zum Beat zu Klatschen, das Studio wird abgedunkelt, Fallon lässt zwei lila leuchtende Stäbchen über seinen Schreibtisch schwirren – das Studio brüllt vor Begeisterung. Für wenige Sekunden eroberte Scooter die „Tonight Show“. Auch Jimmy Fallon merkt nun, dass er es mit einem Phänomen zu tun hat. Im kommenden Jahr, am 21. August 2021, gibt es dieses Phänomen wieder live in Hamburg-Bahrenfeld auf der Trabrennbahn zu erleben. Selbstverständlich: „FASTER, HARDER, SCOOTER!“


Cover_SZ1020 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Oktober 2020. Das Magazin ist seit dem 27. September 2020 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Open Air: In Hamburg City herrscht Tanzverbot

Veranstaltungen unter freiem Himmel sind unter strengen Auflagen erlaubt. Doch was bedeuten diese Einschränkungen für die Technoszene und wie ergeht es freien Veranstaltern ohne festen Club? SZENE HAMBURG sprach mit Jörn Behrens, der seit 2011 mit Tekkno ist Grün elektronische Freiluft-Partys verantwortet

Interview: Ole Masch

 

SZENE HAMBURG: Jörn, vom kleinen Rave zum großen Techno-Festival. Im nächsten Jahr feiert ihr Zehnjähriges. Wie hat sich Tekkno ist Grün seit der Gründung entwickelt?

Jörn Behrens: Unser erstes Open Air war Tanzen & Pflanzen gegenüber der alten Schule Neuhof in Wilhelmsburg. Heute ist der Bolzplatz dort leider abgesperrt, weil danach zu viele unangemeldete Partys stattgefunden haben. Ab 2012 gab es das Hafengrün Festival auf dem ehemaligen Werftgelände am Neuhöfer Damm 98. Seitdem haben wir mit der Oster Air, dem Liebe Bass Freiheit Festival oder Tekkno am Teich weitere Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Und es gab es zahlreiche Gastproduktionen wie die Stil vor Talent, Katermukke oder Senso Sound Festivals.

Welche Highlights fallen dir spontan ein?

Die Oster Air 2016 und 2019 waren die besucherstärksten mit vielen Tausenden Menschen. Für mich persönlich war das Liebe Bass Freiheit Festival 2018 unsere schönste und aufwendigste Produktion, an denen über 200 Menschen mitgewirkt haben.

Unser Konzept war es immer, eine gesunde Mischung aus angesagten und etablierten Künstlern zu präsentieren, aber auch recht frische Locals, und ein paar interessante, auch internationale, Gast-Acts einzuladen. Durch die Gastproduktionen haben in den letzten Jahren sehr hochkarätige Künstler auf unserer leider nun ehemaligen Location performt.

Wieso ehemalig?

Die Hamburg Port Authority (HPA) hat sehr plötzlich und unerwartet im letzten Winter das Gelände gekauft. Dahinter stecken kurz-, mittel-, und langfristige Planungen. Die kurzfristige Absage kam unerwartet und hat uns überrumpelt. Wir sind von längerfristigen Planungen ausgegangen, welche mit dem Abriss der Köhlbrandbrücke und der Neuentwicklung des gesamten Quartiers zusammenhängen.

Nun ist aber ein konkreter Flächenbedarf für ein bestimmtes Hafenunternehmen entstanden. Alles etwas kompliziert, und die Tatsache, dass wir uns im Hafengebiet befinden, macht es rechtlich unmöglich, Einspruch einzulegen.

 

Dann kam Corona

 

Dass es an dieser Stelle irgendwann nicht weitergeht, war aber keine Überraschung, oder?

Wir wussten, dass es ein Ende auf der Location geben wird, aber nicht so plötzlich. Wir waren immerhin acht Jahre vor Ort, hatten mit drei bis fünf weiteren Jahren gerechnet. Ironischerweise ist uns ein sehr netter Mensch aus der Bauprüfabteilung der HPA in all den Jahren viel entgegengekommen. Und nun ist es auch die HPA, eine andere Abteilung, die es beendet, ohne Chance auf weitere Verhandlungen.

Und dann kam die Pandemie … Welche eurer Veranstaltungen sind durch Corona ausgefallen?

Im Grunde ist uns die Möglichkeit genommen worden, unser Finale auf dem Neuhöfer Damm zu zelebrieren. Das ist wirklich schade. Wir haben den ganzen Winter lang mit der Kulturbehörde und der HPA verhandelt und hatten einen letzten Deal für eine Nutzung der Fläche bis zum 30. Juni. Insgesamt ist die Oster Air 2020 ausgefallen, das neun Jahre alte Tekkno ist Grün Festival und drei Gastproduktionen.

Konntet ihr eure laufenden Kosten überbrücken?

Zum größten Teil sind dies Gelände- und Lagerkosten. Feste Mitarbeiter gab es in Form von 450-Euro-Jobs über den Sommer. Wir arbeiten viel mit Freiberuflern und privaten Freunden. Daher trifft es uns nicht ganz so hart, da keine weiteren Verpflichtungen bestehen. Die Mietkosten und ein paar weitere Kosten für die Saisonvorbereitung konnten durch die Soforthilfe gedeckt werden. Wie es finanziell weitergeht ist noch nicht ganz klar, aber wir nutzen die Zeit, um uns auf die Zukunft vorzubereiten.

Habt ihr weitere Hilfen in Anspruch genommen? In der Clubszene gab es ja zahlreiche Spendenaktionen.

Nein, daran hatten wir kein Interesse. Wir schätzen das Engagement dahinter, auch die Streaming-Aktionen, richten unseren Fokus aber lieber darauf, wie es draußen weitergehen kann. Das würden wir uns im Clubkontext auch mehr wünschen: Vorhandene Kapazitäten mehr in diese Richtung bündeln.

Für Tekkno am Teich in Harburg hattet ihr ein umfangreiches Corona-Konzept ausgearbeitet. Wie sähen Technopartys im Sommer 2020 aus?

Getrennte Platzbereiche für jeweils mehrere Menschen, ähnlich eines Bestuhlungsplans mit Mindestabstand und allen geforderten Hygieneanforderungen. Inklusive Besucherführung im Einbahnwegesystem, ausreichend Wartezonen, Kontaktdatenaufnahme, viel Sicherheitspersonal, durchgehende Desinfektion von sanitären Einrichtungen und Bereitstellung von Desinfektionsspendern.

Für die Tanzfläche haben wir uns an einem Konzept aus Münster orientiert, was dort vor ein paar Wochen stattfinden konnte. Es basiert auf kreisförmigen Bodenmarkierungen für jeweils eine Person als Tanzbereich und ebenfalls mit Mindestabstand. So hätten abwechselnd über 70 Personen tanzen können. Die gesamte Flächenkapazität war für maximal 550 Gäste ausgelegt, entsprechend der maximalen Kapazität der Platzbereiche.

 

„Wir müssen uns alle gemeinsam trauen wieder etwas zu wagen“

 

Warum habt ihr euch am Ende dagegen entschieden?

Wegen des allgemeinen Tanzverbots, welches auch nach den Lockerungen am 1. Juli seine Gültigkeit hat. An sich hätte die Veranstaltung stattfinden können. Man darf auf seiner Decke sitzen oder mit mehreren Personen stehen – aber nicht tanzen. Nicht unbedingt logisch, aber es ist nun mal im Moment noch so.

Wir hatten dann eine Umfrage auf Facebook gemacht. Das Ergebnis war sehr konstruktiv und zahlreich, aber klar mit der Tendenz, dass es keinem Menschen wirklich Spaß machen würde. Dann lieber abwarten und auf den September hoffen. Wir haben noch eine Terminreservierung für den 12. September auf der Freilichtbühne im Harburger Stadtpark.

Was müsste passieren, damit eine nächste Veranstaltung stattfindet?

Ganz klar: Aufhebung des Tanzverbotes mit der neuen Corona-Verordnung ab September. Die aktuelle Formulierung ist einfach zu allgemein ausgeführt. Man hätte in jeden Bereich genauer reingehen und differenzierte Lösungen finden müssen.

Was wünscht ihr euch von den Behörden?

Mehr Flexibilität und die Bereitschaft, ebenfalls Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen uns alle gemeinsam trauen wieder etwas zu wagen. Wir bedauern sehr, dass unsere Veranstaltung im Juli nicht stattfinden konnte. Alle anderen Punkte des Konzepts wurden ohne Beanstandung durch das Gesundheitsamt freigegeben.

Gescheitert sind wir an der für Deutschland leider so üblichen verhärteten Bürokratie, da Tanzen gerade grundsätzlich verboten ist. Auch dann, wenn man sich die Mühen gemacht hat, ein absolut sicheres Konzept auszuarbeiten. Das ist ein sehr starres und hinderliches Verhalten für den gesamten Entwicklungsprozess.

Gibt es trotzdem weitere Pläne für den Sommer?

Das ist ein spannendes Thema. Bisher sind die Aussichten, einen gleichwertigen Platz innerhalb Hamburgs zu finden, mehr als schlecht. Es gibt einfach keine freien Flächen. Das hat der Senat leider verschlafen und die Situation immer noch nicht erkannt. Letzte verbleibende Freiflächen werden der Kultur ersatzlos entzogen. Gerade in jetziger Hinsicht absolut unverständlich, da Open-Air-Flächen wegen Corona nun einen besonderen Stellenwert bekommen, um erste kulturelle Öffnungskonzepte zu ermöglichen.

Wir möchten unsere Projektaktivitäten innerhalb Hamburgs gerne weiterhin halten und versuchen, die Oster Airs in den nächsten Jahren auf einer anderen Location fortzuführen, sowie auch weiterhin die Tekkno am Teich in Harburg. Aber das alles hat uns dazu gebracht, den Blick etwas weiter zu werfen. Tatsächlich haben wir nun etwas gefunden. Etwas abseits von Hamburg, Richtung Osten. Der Plan ist es, auf dem Grundstück langfristig zu wohnen, zu arbeiten und auch Veranstaltungen und Projekte durchzuführen. Wir haben noch kein finales Go, aber bereits ein gutes Stück geschafft und sind optimistisch.

 

 

facebook.com/tekknofanpage


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Juli 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Meet The Resident – Wrangel

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Wrangel, 25 (Symbiosis) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

 Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

 

SZENE HAMBURG: Dein Sound?

Techno mit Trance-, Hypno-, EBM- und Acid-Einflüssen.

Wie lautet die schrecklichste Gastfrage, die du mal bekommen hast?

Dieses mit der Handynotiz vor den Decks rumfuchteln.

Was war dein bisher größter Moment als DJ?

Das war das PAL-Debüt Anfang des Jahres. Aliha und ich haben das Closing gespielt und es ist nochmal richtig voll geworden. Es waren viele Freunde da, die alle mit uns diesen Moment gefeiert haben.

Welche ist für dich die Platte des Monats?

„Body changes are natural“ auf Mama told ya und natürlich die OHNED001 (auch wenns keine Platte ist).

Auf wen sollte man momentan ein Auge haben?

Aliha, aitch, Lucinee, Lifka, Vuuduu, Obverso und blutrot.

Hamburgs Stärken?

Die Szene ist noch recht klein und man hat schnell die Möglichkeit aktiv daran mitzugestalten.

Und die Schwächen?

Es gibt kaum Auswahl was die Clubs angeht und dadurch oft wenig Platz für Neues.

 

Hört hier ein aktuelles Set von Linus


Szene_Juli_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2020. Das Magazin ist seit dem 27. Juni 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Meet The Resident – Linus

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Linus (Catchy Collective) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

 Interview: Louis Kreye & Jean Djaman

 

SZENE HAMBURG: Dein Sound?

Linus: Minimalistisch, Housey und meistens mit irgendeinem Bezug zum Soul und Jazz.

Wie lautet die schrecklichste Gastfrage, die du mal bekommen hast?

Nicht unbedingt schrecklich, aber Leute die immer sagen, dass man schneller oder doller machen soll, sind schon anstrengend manchmal.

Welcher Hamburg-Gig ist bisher dein Favorit?

Alle unsere Catchy-Veranstaltungen waren Bombe, aber auch die Gigs im Südpol und das Anderswelt-Opening waren hammer.

Dein Lieblingsort?

Ganz klar die Sofas im Südpol Backstage.

Auf wen sollte man momentan ein Auge haben?

Man sollte die Bladehouse Crew im Auge behalten. Dringend!

Platte des Monats?

Bladehouse 001.

Was sind für dich Hamburgs Stärken?

Keine Ahnung (lacht). Fischbrötchen.

Und die Schwächen?

Wir haben auf jeden Fall einen anständigen Club zu wenig.

 

Hört hier ein aktuelles Set von Linus


Cover Szene Juni 2020 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Mai 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Meet The Resident – Hendrik Bahr

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Resident-DJs vor, diesmal: Hendrik Bahr (KDK / Schmetterball) – präsentiert von Hamburg Elektronisch.

Interview: Louis Kreye / OMA
Foto: Hamburg Elektronisch 

 

SZENE HAMBURG: Dein Sound?

Hendrik Bahr: Elektronisch. Technoid.

Welches war dein größter Moment als DJ?

Mein Gig im letzten Jahr in Rumänien, den ich mit meinen Jungs von KDK erleben durfte. Eine Tour mit einem Boot auf der Donau. Eine dicke Void Acoustics. Und bei bestem Wetter, 400 feiernde und tanzende Gäste. Wahnsinn!

Wo gehst du hin, um Spaß zu haben?

Zum Feiern meistens ins PAL. Im Südpol hatte ich aber auch schon nette Abende.

Welchen Act würdest du gerne mal (wieder) in Hamburg sehen?

Job Jobse und Roman Flügel

Platte des Monats?

Garden Party von Roman Flügel

Hamburgs Stärken?

Man hört ja oft, dass die Menschen im Norden eine besonders harte Schale haben. Allerdings habe ich das in Clubs oder Bars noch nicht oft erlebt. Im Gegenteil: Ich bin der Meinung, dass man häufig sehr herzlich und lieb empfangen wird.

Und die Schwächen?

Hamburg hat meiner Meinung nach einige Gebiete in denen das Genre und auch die Veranstaltungen in gewisser Hinsicht festgefahren sind.

 

Hört hier ein aktuelles Set von Hendrik Bahr

 


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, April 2020. Das Magazin ist seit dem 28. März 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Ökotechno: Dominik Eulbergs Klang-Biotop

Dominik Eulberg bietet Nachhilfe in Sachen Naturschutz und tanzbaren Käfergeräuschen

Text: Levke Marie Nielsen

 

Er ist ein Mensch, der sich nicht zwischen zwei großen Leidenschaften entscheiden will: Natur und Musik. Und genau deshalb spielt sich sein Leben zwischen Vogelgezwitscher und Technobeat ab. Dominik Eulberg ist DJ, Produzent und Ökologe mit Vorliebe für die Vogelkunde. Umgeben von Bäumen oder Tanzenden, erforscht er die heimische Fauna und Sound­landschaften.

Besucht man seine Website, führt einen der Wiedehopf zu seiner Diskografie: Field Recordings kombiniert mit Klängen aus Synthesizern und Co. ergeben Minimal­-Techno, mal sphärischer in Rich­tung Ambient oder kräftigem Drum-­Antrieb. Unter dem gelb­-schwarzen Gefieder des Pirols verbergen sich Interviews, in denen er erläutert, warum er seine Professionen zusammenbringt.

 

Die Musik der Natur

 

Im Gespräch mit der SZENE HAMBURG sagte er 2017 etwa: „Ich möchte bei den Leuten etwas zum Schwingen bringen, sie sensibilisieren, mehr rauszugehen und sich an der Schönheit der Natur zu erfreuen.“

Blindem Hedonismus im Feiern verabreicht Eulberg eine Dosis Informationen über Artenviel­falt und Artensterben und bie­tet auf Festivals schon mal Outdoor­-Führungen an. Auf seiner aktuellen Platte „Mannigfaltig“ widmet er jeden Track einem Tier und beschreibt dessen faszinierende Eigenschaften im Booklet.

Der Naturschutzbund-­ und UN­-Botschafter sollte mit Klubnacht und Filmvorführung ins Uebel & Gefährlich zurück, dies wurde aufgrund des sich aktuell verbreitendem Coronavirus abgesagt. Auf Album­-Tour hätte er dem Publikum sein „Biodiversitäts-­Techno“ präsentiert. Das geht zum Glück auch online.

 

Seht hier das Video zum Song „Goldene Acht“:

 

 

Hört hier Dominik Eulbergs Tracks:

 


Szene-Cover-März-2020 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2020. Das Magazin ist seit dem 27. Februar 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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