(26.5.) Reise um die Welt: Lange Nacht der Konsulate, 18 Uhr

Wusstet ihr’s? Hamburg ist einer der größten Konsularstandorte Europas und der Welt. Aber wann haben wir schon Gelegenheit, uns in den Vertretungen weit entfernter Länder umzuschauen? Am 26. Mai 2016 öffnen 23 Konsulate und Kulturinstitute ihre Türen. Von 18 bis 22 Uhr können wir so quasi in der eigenen Stadt um die Welt reisen. Das Programm ist kulturell reichhaltig:

Unter anderen können wir chinesischer Lyrik lauschen, original bulgarische Bohnensuppe kosten oder uns von mongolischen Bierspezialitäten beschwipsen lassen. Auch Belarus, Chile, Griechenland, Lettland, Neuseeland, Polen, Russland, Serbien, Spanien, Tadschikistan, Tschechien, die Türkei, die Ukraine, Uruguay und viele Kulturinstitute bieten Kultur, Kulinarik und Informationen. Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Langen Nacht der Konsulate.

Programm in 23 Konsulaten Hamburgs
26.5., 18–22 Uhr

(21.5.) Hallöchen, Kraftwerk Bille, 15 Uhr

Neue Räume für Hamburger Künstler und Kulturmacher – das wollen die „Hallo-Festspiele“. Ein solcher Raum ist zum Beispiel das leerstehende Kraftwerk Bille, in dem das kleine alternative Festival im Herbst 2015 zum ersten Mal stattgefunden hat. Im Spätsommer kehren die Festspiele zum zweiten Mal an die Bille zurück. Die eintägige Auftaktveranstaltung „Hallöchen“ wartet bereits im Mai zwischen Brombeerbüschen und Backstein mit Musik, Performances und kühlen Getränken auf. (NAT)

Kraftwerk Bille
Anton-Ree-Weg 50
21.5., 15–21 Uhr

(7.5.) SPAM-Lesung mit Hafenfeuerwerk, Energieberg Georgswerder, 20 Uhr

Hamburg von oben

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde massenhaft Trümmerschutt aus der zerstörten Stadt auf der Elbinsel Georgswerder aufgehäuft. Später kamen Hausmüll und Industrieabfälle hinzu. Die Mülldeponie wurde 1979 stillgelegt. Vier Jahre später erlebte die Hansestadt einen seiner größten Umweltskandale: Aus dem Müllberg war giftiges Dioxin ausgetreten. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht: 1986 wurde der Hügel saniert. 200.000 Tonnen chemische Abfälle schlummern in seinem Inneren. Die Methangase, die dort entstehen, erhitzen die Schmelzöfen der Kupferhütte Aurubis. Dank Windkrafträdern und einer Photovoltaikanlage versorgt der ehemalige Schandfleck zudem über 4.000 Haushalte mit sauberem Strom. Seit 2013 ist das Gelände zwischen April und November für Besucher geöffnet. Eine Treppe und ein barrierefreier Weg führen zur begrünten Bergkuppe, die von einem 900 Meter langen Weg umrundet wird. Die Aussicht auf die Stadt ist fantastisch. Während des Hafengeburtstags hat der Energieberg auch bei Nacht geöffnet. Bei der SPAM-Lesung sorgt der Hamburger Aktionskünstler Andreas Lang für absurde Unterhaltung – er liest kuriose Junk-E-Mails, passenderweise der Müll unserer digitalen Postfächer. Nach der Lesung kann man vom Energieberg das Feuerwerk am Nachthimmel beobachten. (NAT)


Energieberg Georgswerder
Fiskalische Straße 2
7.5., 20 Uhr Uhr

(2.5.) Stadtmacher-Session „Willkommensstadt Hamburg“, Betahaus, 19.30 Uhr

Unsere Stadt wächst und gedeiht und das so rasant wie lang nicht mehr. Besonders jetzt sollte Hamburg also zu einer Paradestadt für Willkommenskultur werden. Wem Ideen und Projekte im Kopf umherschwirren, wie das geschehen kann, für den bietet die Stadtmacher-Session „Willkommensstadt Hamburg“ die perfekte Plattform. Stellt eure Ideen von Urban Gardening über Kochabende bis kreativer Zwischennutzung vor, diskutiert die der anderen und macht Hamburg oder eure Nachbarschaft zu einem Ort, der immer die Arme offen hält für neue Bewohner.

Betahaus
Eifflerstraße 43
2.5., 19.30 Uhr

(29.4.) Streetfood Festival: El Meson, Kolbenhof, 16 Uhr

Empanadas, Choripanes, Chicharrón, Tacos, Arepas, Ceviche: Für den weit gereisten Menschen, dürften die meisten dieser Speisen aus Lateinamerika ein Begriff sein. Aber egal, ob man die Küche bereits kennt und liebt oder noch das eine oder andere Unbekannte probieren will, die Aromen und Geschmäcker von Limette, Knoblauch, Avocado und Koriander können am Freitag ganz in der Nähe genossen werden. Im Kolbenhof soll es, laut Veranstalter, gesellig, laut und lecker werden. So wie man es eben liebt, wenn man in die Ferne schweift – wie schön, dass wir dank Speis, Trank und Gesang dafür nicht einmal unser schönes Hamburg verlassen müssen. (AW)

Kolbenhof Halle 5
Friedensallee 128
29.4., 16 Uhr

(25.4.) Poetry Slam: Lautsprecher U20 Slam, Jolly Jumper, 20 Uhr

“Wir sind nicht Generation Amok, Generation Facebook, Generation Porno. Wenn ihr das Lebensgefühl einer Generation erleben wollt, hört ihr einfach nur zu: Wir sind die Generation Poesie.” Das zumindest trifft sicher auf die U20-Lautsprecher zu. In Kooperation mit dem Kampf der Künste kommen jeden vierten Montag im Monat im Haus 73 die jungen Poeten an die Reihe, um uns von ihrer und unserer Welt zu erzählen. Und auch hier wird es so vielfältig, wie das Leben eben ist. Ein guter Montagabend! (AW)

73/Jolly Jumper
Schulterblatt 73
25.4., 20 Uhr

(24.4.) Film-Aktion: Absolute Giganten, 13 Kinos

Eine Stadt sieht einen Film

Ein formidabler Film-Sonntag steht am 24. April an: 13 Hamburger Arthouse- und Programmkinos haben sich zusammengetan und lassen die „Absoluten Giganten“ hochleben. Unter dem Motto „Eine Stadt sieht einen Film“ zeigen sie über den ganzen Tag verteilt Sebastian Schippers 90er-Jahre Kultfilm um drei beste Freunde, die in Hamburg einen unvergesslichen letzten gemeinsamen Abend verleben. Schon gesehen? Egal, den kann man nicht oft genug gucken. Außerdem gibt’s drum herum ein fettes Begleitprogramm, vom Kickerturnier über ein Filmquiz und Kaffeeklatsch bis hin zum Filmbingo. Eine Fotoausstellung im Metropolis Kino erinnert zudem an den mittlerweile verstorbenen Hauptdarsteller Frank Giering. Bei einigen Vorstellungen kommen Regisseur Schipper und viele andere Darsteller, darunter Florian Lukas, Gustav Peter Wöhler und Guido A. Schick, auch persönlich zum Schnacken vorbei. Abends steigt auf dem Hamburger Berg 13 im Headcrash eine After-Cinema-Party mit Livemusik von „Die Vögel“. Rockt! (MAS)

Eine Stadt sieht einen Film
verschiedene Kinos
verschiedene Zeiten

(15.4.) Markt für schöne Dinge: Frühjahrsmesse, Koppel 66, 11 Uhr

Als Haus für Kunst & Handwerk steht die Koppel 66 im Dienst der Hamburger Kulturschöpfung. Diesem Ziel verschreibt sich auch die alljährliche Frühjahrsmesse, die 2016 mit extravaganten Novitäten aus Kunsthandwerk, Gastronomie und Mode aufblüht. An drei Tagen wollen Brillen aus Holz, Hamburger Craftbeer, gewebte Wischlappen und viele andere schöne Dinge entdeckt, genossen und bestaunt werden. (JVW)

Haus für Kunst und Handwerk Koppel 66
Koppel 66 (St. Georg)
15.–17. April, 11–19 Uhr

(9.4.) Schlaflose Kultur: Lange Nacht der Museen Hamburg, 18 Uhr

Wie viele Museen hat Hamburg eigentlich? Auf jeden Fall mindestens 60! So viele Häuser zeigen im Rahmen der Langen Nacht der Museen, was sie kulturell und künstlerisch zu bieten haben. Die Kuratoren unserer Hansestadt entwickelten rund 700 Veranstaltungen unter dem Motto „Vermitteln“. Denn ein Künstler sammelt, bewahrt, forscht – und vermittelt schließlich seine Erfahrungen, Ideen und Perspektiven dem Bewusstsein des Betrachters . Diesen Aspekt kann man gut und gerne als kulturellen Auftrag betrachten. Indem das künstlerische Vermitteln von Inhalten dem gesellschaftlichen Verständnis politischer, ästhetischer und moralischer Fragen auf die Sprünge hilft, wird es auch zu einem Gegenstand von Museumspädagogen. Diese wollen durch das Programm der 16. Langen Nacht eine engere Beziehung zwischen Menschen und Museen schaffen. In diesem Sinne ist das Angebot mehrsprachig und barrierefrei zu erreichen. Mit Erfolgskonzepten aus der Hamburger Kunstszene will man zudem ganz eigene Zugänge s78chaffen: so zum Beispiel die Erlebnisausstellung Dialog im Stillen, die die Deutsche Gebärdensprache zu vergegenständlichen versucht. (JVW)

Lange Nacht der Museen Hamburg
9.4., 18–2 Uhr

Foto: Altonaer Museum – Museumsdienst Hamburg, Mario Sturm

(3.4.) FlohZinn meets “anonyme Metrophobiker”, Zinnwerke, 10 Uhr

Am Sonntag wird endgültig zum Frühling geblasen. Nicht nur, dass einem beim Stöbern beim FlohZinn in den Wilhelmsburger Zinnwerken mittlerweile nicht mehr die Hände abfrieren, die stets wechselnde musikalische Begleitung fällt diesmal besonders herzerwärmend aus. Die „Anonymen Metrophobiker“ reisen aus Hannover an und spielen lebensbejahende Balkan-Brass-Polka-Musik in noch lebensbejahenderen Fantasieuniformen.

Neben bester Laune dank Live-Kapelle erwarten den Besucher vom Festland und die herbeiströmenden Insulaner Vinylschätze, Buchklassiker, Comics, Biogemüse oder ein Vorverkauf der ersten 100 Tickets für das diesjährige Daughterville am 16. Juli – der Tochter des Dockville Festivals. Zum einmaligen Supersonderpreis von nur sieben Euro, versteht sich.

Und wer noch etwas entdecken will, checkt die neue Gastro in der Veringstraße aus, die Ende März eröffnet hat: Schwester Kumpir, das beste, was einer Kartoffel passieren kann.

Die Schatzsuche in Wilhelmsburg kann losgehen! (AW)

Wilhelmsburger Zinnwerke
Am Veringhof 7
3.4., 10 Uhr