Tanzen unter freiem Himmel: 10 Open-Air-Locations

Die Temperaturen steigen und im Mai soll es noch bis zu 30 Grad werden. Es wird also Zeit die Sonnenbrille rauszuholen und wieder unter freiem Himmel zu tanzen! Hier kommen 10 Open-Air-Locations zum Trinken und Tanzen an der frischen Luft.

Text: Henry Lührs

Partys und Konzerte auf dem Knust Vorplatz

Von Frühling bis Spätsommer finden im Rahmen der „Knust Lattenplatz Open Air” jede Menge Konzerte, Partys und kleinere Festivals statt. Schon für kleines Geld oder sogar kostenlos können Spontanentschlossene hier warme Tage bestens mit einem kalten Bier in der Hand ausklingen lassen.

Ein Highlight sind jedes Jahr die zahlreichen „Knust Acoustic” bei denen Bands und Singer Songwriter akustische Konzerte unter freiem Himmel spielen. Hier haben zum Beispiel schon Jupiter Jones, Enno Bunger oder OK KID den sonnigen Platz zwischen Karostar und Schlachthofgebäude gerockt. Kommende Open-Airs im Mai sind zum Beispiel die Konzerte von Fazer, Lucas Laufen oder Ian Fisher und Band.

Public Viewing auf dem Lattenplatz beim Knust Foto: Knust
Kostenloses Konzert vor dem Knust (Foto: Lattenplatz Open Air)

Indie-Party im Backyard vom Molotow

Im Hinterhof des Molotows versteckt sich das legendäre Backyard. Hier finden im Sommer verschiedenste Gigs statt und auch Partys werden hin und wieder mit nach draußen verlegt. Neben der Möglichkeit an der frischen Luft zu verschnaufen oder eine (Raucher)Pause einzulegen, wartet außerdem eine kleine Bar mit kaltem Bier.

Das Backyard bietet Platz für Kleinere Festivals und hin und wieder wird der Hinterhof in einen Biergarten umgewandelt. Bis in den nächsten Morgen kann man sich hier die Sommernächte unter Lichterketten und Lampions um die Ohren hauen. Kommende Open-Air-Konzerte im Mai gibt es zum Beispiel von My Ugly Clementine oder Team Scheisse. Im Juni spielt außerdem Edwin Rosen unter freiem Himmel und das Booze Cruise Festival bespielt die Bühne des Backyards.

Tanzen wieder möglich: Molotow (Foto: Alexander Schliephake/www.instagram.com/_fox_on_the_run)
Tanzen wieder möglich: Molotow (Foto: Alexander Schliephake via Instagram)

Open-Air Raven im Edelfettwerk

Das Edelfettwerk ist bestens ausgestattet für die Open-Air-Saison. Hier kann nicht nur auf der großen BackYard-Terasse getanzt werden, sondern mit der Dachterasse und zwei Beachclubs gibt es gleich vier verschiedene Außenbereiche. Die ehemalige Fabrik für Edelfette hat bis heute ihren industriellen und urbanen Charme behalten.

Auf 400 Quadratmetern wird auf den verschiedenen Floors gefeiert – meistens zu Electro, House oder Drum’n’Bass. Techno-Highlights im Mai sind unter anderem die „Secret Garden“ Open Air oder die 16 Stunden Open Air „Yes we Dance”. Außerdem findet hier mit dem „Save the Summer Festival“ schon das erste Open-Air-Festival des Jahres statt.

Open-Air-Party (Foto: Edelfettwerk via Facebook)

Biergarten und Livemusik im Schroedingers

Direkt im Schanzenpark findet sich eine Mischung aus Kulturzentrum, Cafe, Restaurant und Eventlocation. In Corona-Zeiten hat sich vor allem der riesige Außenbereich als perfekter Ort für Konzerte und Live-Events bewährt. Jedes Wochenende werden hier verschiedene Partys gefeiert. Zu den Regelmäßigen Events gehören „Schrödingers Lichtung“ und „Schrödingers Tanzbar“, viele Veranstaltungen werden aber auch spontan über Social Media angekündigt.

Biergarten und After-Work Party kommen hier jedenfalls im modernen und zwanglosen Gewandt daher. Bei den Schrödingers Open Airs legen aber auch gerne mal renommierte DJs wie Oliver Schorries auf. Auf das Line-Up in diesem Sommer darf man daher gespannt sein!

Gesellige Sommerabende im Schanzenpark (Foto: Schroedingers via Facebook)

Open Air am Moorburger Elbdeich

Gute Partys gibt es nicht nur im Stadtkern! Gerade wenn es um Open Airs und elektronische Musik geht, lohnt sich generell der Blick auf die andere Elbseite. In Moorburg hat der Elbdeich e.V eine lebendige Plattform für Kunst, Musik und Feierkultur etabliert. Zwischen Autobahn, Hafenindustrie und Kraftwerk blüht hier das Leben bei den verschiedensten Veranstaltungen auf.

Im Sommer stehen natürlich auch Open Airs auf dem Programm. Die „Hofnarren Open Air“ lädt zum Beispiel am 28. Mai dazu ein, endlich wieder unter der Sonne zu tanzen. Auf die Ohren gibt es natürlich feinsten Techno. Aber auch das Swamp-Festival Ende Juni bringt Livemusik an den Moorburger Elbdeich.

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Foto: SZENE HAMBURG

Bootsparty auf der MS KOI

Was gibt es schöneres als auf der Elbe dem Sonnenuntergang entgegen zu schippern?! In Hamburg ist das möglich und zwar zu lauter Musik und ausgelassenen Partys auf der MS KOI. Vorbei an den vielen Kränen kann man hier auf drei Decks einmal quer durch den Hamburger Hafen tanzen. Die ersten beiden Touren für dieses Jahr hat das Party-Schiff schon angekündigt!

Am 21. Mai organisiert der Musikclub NOHO eine große 90er-Party. Auch die Sunset-Boatparty von Boris Dlugosch und Derrick White findet wieder statt, und zwar am 11. Juni 2022. Alle weiteren Partys und Events wird die MS KOI sicherlich in den nächsten Wochen ankündigen.

Auf der Elbe in den Sonnenuntergang tanzen (Foto: MS KOI via Facebook)

Livemusik auf dem Dockville Gelände

In den Sommermonaten ist auf dem Dockville-Gelände in Wilhelmsburg eigentlich immer etwas los. Auch wenn das MS Dockville Festival selbst natürlich das absolute Highlight der Open-Air Saison ist, lohnt sich der Ausflug auf die Elbinsel auch an anderen Tagen. Neben dem Dockville Festival findet beispielsweise auch das MS Artville Festival, das Spektrum Festival oder der Vogelball statt.

Neben diesen regulären Terminen gibt es aber auch noch einige weitere Konzerthighlights diesen Sommer. Am 27. August tritt der DJ und Produzent Boris Brechja bei einer großen Liveshow an der Alten Schleuse auf. Am 4. September kommt die Hamburger Techno Marching Band Meute für ein Konzert nach Wilhelmsburg. Es lohnt sich also die Augen offen zu halten und auf das Line-Up zu achten.

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Ekstase auf dem Dockville-Gelände (Foto: Andreas Hornoff)

Beach-Clubbing bei Strand Pauli

Der Beachclub Strand Pauli ist bereits im Sommermodus und hat den Laden komplett auf Vordermann gebracht. Mitten auf St.Pauli gibt es hier leckere Drinks mit Blick auf Elbe und Hafenpanorama. Bis Oktober ist die „Insel in der Stadt“, wie sich der Club selbst bezeichnet, sieben Tage die Woche geöffnet. Hier schmeckt das Feierabendbier an den geselligen Grillabenden besonders gut.

Aber natürlich kann im Strand Pauli auch regelmäßig gefeiert werden. Wer keine Lust hat, auf das nächste Event zu warten, kann die eigene Freundesgruppe anmelden und selbst einen drauf machen (ab 15 Personen) oder ganze Teile des Ladens für die eigene Party mieten (ab 50 Personen).

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Sonnenuntergang im Beachclub am Hafen (Foto: Strandpauli)

Drinks und DJs in der Sands Bar

Direkt am Dammtor Bahnhof befindet sich die Kult-Cocktailbar Sands Bar. Hier gibt es leckere Drinks in entspannter und schicker Atmosphäre. Die große Terrasse wurde für die Open-Air-Saison neu gestaltet und mit einer kleinen Eventfläche ausgestattet. Bei den Sands-Open-Airs wurde in der Vergangenheit bereits ausgelassen in laue Sommernächte gefeiert. Wer gute Cocktails zu schätzen weiss, wird sich hier über eine prächtige Bar freuen.

Buntes Treiben auf der Sonnenterasse (Foto Sands Bar via Facebook)

Über den Dächern feiern im Clouds

Ganz Hamburg im Blick und dabei eine Gin Tonic in der Hand haben? In der Clouds Heaven’s Bar ist das kein Problem! Gefeiert wird hier allerdings eigenen Angaben zur Folge auch in „uppereast-Manier“. Zum Beispiel am 21. Mai 2022 bei der achten Ausgabe der Partyreihe „Upperclouds“. Auf der Dachterrasse der Bar, dem heaven’s nest, lässt es sich gut über den Dingen stehen und bei dem Elbblick schmeckt der Schampus besonders gut. Beim Dresscode gilt: Dress to Impress!

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Lounge-Feeling über den Dächern der Stadt (Foto: Clouds Heaven Nest)

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10 schöne Blumenläden in Hamburg 

Über Blumen freuen sich fast alle! Doch jetzt sind aber erstmal die Mütter dran, denn am 8. Mai ist Muttertag. Zum Glück gibt es in Hamburg mehr als eine Handvoll grandioser Blumenläden und Florist:innen. Hier kommen 10 besonders schöne:

Grüne Flora

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Foto: @grueneflora via Instagram

Wer auf der Suche nach einem prächtigen Blumenstrauß ist, sollte unbedingt in der Grünen Flora am Schulterblatt vorbeischauen. Je nach Wunsch werden hier die unterschiedlichsten Sträuße gebunden. Die Florist:innen gehen auf persönliche Wünsche ein und kennen sich mit den verschiedenen Kombinationen für einen richtig schönen Blumenstrauß bestens aus. Unentschlossene werden fachkundig beraten und in dem liebevoll ausgewählten Sortiment findet sich eigentlich für jede:n etwas. Dass das Endergebnis hier nicht immer ganz günstig ausfällt, versteht sich daher von selbst.

Grüne Flora: Schulterblatt 79, 20357 Hamburg

Tessa Petzold Blumentochter

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Foto: @tesapatzold_blumentochter via Instagram

Gleich fünf Blumentöchter gibt es in Hamburg rund um die Alster verteilt. Wir empfehlen vor allem den kleinen Tessa Petzold-Laden im Eppendorfer Weg. Hier verstopft gerne mal der Gehweg, weil Passant:innen stehen bleiben um sich die Blütenpracht am Straßenrand anzusehen. Von klassisch bis extravagant gibt es hier eine schöne, kleine Auswahl an Blumen, Sträußen und Zimmerpflanzen. Die netten Mitarbeiterinnen nehmen sich Zeit für die Zusammenstellung und das Binden von Sträußen und haben immer eine gute Idee parat. Besonders schön: Blumen, die am Ende des Tages nicht verkauft wurden, werden zum verschenken nach draußen gestellt. Die Preise liegen hier verhältnismäßig im mittleren Bereich.

Blumentochter: Eppendorfer Weg 195, 20253 Hamburg

Pflanz Kafka

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Foto: @pflanzkafka via Instagram

Für alle Pflanzenfans, die Vintage lieben, ist Pflanz Kafka in Ottensen ein absolutes Muss. Erst vor knapp zwei Jahren hat Lisa Meinen ihren Laden im Othmascher Kirchenweg eröffnet. Wegen Corona und einer Babypause hat sie 2021 pausiert und ist 2022 mit einem kleinen Pop-Up-Laden in Ottensen zurück. Alle zwei Wochen gibt es hier am Wochenende neben ausgewählten Blumen und Pflanzen auch verschiedene Vintage Vasen, Töpfe und Trockenblumen. Für jedes Event und jeden Feiertag denken sich die Betreiber:innen nette florale Specials aus. Pflanz Kafka ist definitiv einer der besondersten Blumenläden in Hamburg und jederzeit einen Besuch wert!

Pflanz Kafka: Bahrenfelder Str 51, 22763 Hamburg

Das kleine Grüne

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Foto: @daskleinegruene via Instagram

Das kleine Grüne ist der Anlaufpunkt für bunte Blumensträuße in Eimsbüttel. Im Gegensatz zum Namen des Ladens fallen die Sträuße weder klein noch nur grün aus, sondern sind bekannt dafür besonders groß und Farbenfroh zu sein. Praktisch ist hier, dass die Blumen auch geliefert und in wenigen Stunden an der eigenen Haustür angenommen werden können. Nachhaltigkeit und eine regionale Auswahl sind hier außerdem Programm. Wer sich in dem Handwerk des Floristen aber auch selbst mal probieren möchte, kann hier zum Beispiel einen Blumenkranz-Workshop buchen oder verschenken.

Das kleine Grüne: Bismarckstraße 88, 20253 Hamburg

Blumen Barthels

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Foto: Blumen Barthels via Facebook

Bei Blumen Barthels in der Fuhlsbütteler Straße gibt es eine große Auswahl an Schnittblumen und Pflanzen aller Art. Auf Bestellung werden auch besondere und ausgefallene Wünsche erfüllt. Auch hier können individuell gebundene Sträuße für einen Aufpreis direkt nach Hause geliefert werden. Ein Geheimtipp ist Blumen Barthels aber vor allem für alle Kurzentschlossenen oder die, die es eilig haben: Eine große Auswahl fertig gebundener Sträuße steht hier immer bereit um abgeholt oder geliefert zu werden.

Blumen Barthels: Fuhlsbüttler Str. 781c, 22337 Hamburg

Himmel und Erde

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Foto: @himmelunderdemeisterfloristik via Instagram

Die Meisterfloristik in Uhlenhorst zeichnet sich durch Minimalismus und Eleganz aus. Hier gehen selbst an Feiertagen, Sträuße nicht als Massenware und im Akkord über die Theke. Jeder Strauß wird einzeln und mit einem hohen künstlerischen Anspruch gebunden. Sich selbst bezeichnet die Meisterfloristik als Team von Kreativen, Illusionisten und floralen Gestaltern. Gut aufgehoben sind hier alle, die bereit sind, für makelloses, floristisches Handwerk auch etwas mehr Geld auszugeben.

Himmel und Erde: Hofweg 11, 22085 Hamburg

Blütenrausch

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Foto: Blütenrausch Hamburg via Facebook

Blütenrausch in der Herderstraße bietet neben vielen verschiedenen Schnittblumen, eine ganze Reihe an Besonderheiten für Balkon und Garten an. Das Versprechen von Blütenrausch: „Floristik der besonderen Art“. Hier gibt es immer mal wieder Blumen und Pflanzen zu entdecken, die man bisher noch nicht so häufig gesehen hat.

Blütenrausch: Herderstraße 41, 22085 Hamburg

Cassou Greenery

Foto: @cassou_hh via Instagram

Bei Cassou Greenery am Eppendorfer Baum gibt es gute Qualität auch noch für den kleinen Preis. Die Besitzerin arbeitet noch selbst als Verkäuferin und legt großen Wert darauf, für jede:n das Passende zu finden. Schnittblumen findet man hier eher weniger, dafür umso mehr Langlebiges. Der gesamte Laden mit viel Herz eingerichtet und die außergewöhnlichsten Pflanzen verstecken sich an Wand, Decke und Boden. Hier gibt es außerdem alles, was das Urban-Jungle-Herz bedarf: Keramik- und Upcycling-Arbeiten, nachhaltige Töpfe und Körbe und jede Menge anderer kleiner Geschenkideen.

Cassou Greenery: Haynstraße 25a, 20249 Hamburg

Hortensia

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Foto: unsplash/Peter Bucks 

Im Stadtteil St.Georg ist das Blumengeschäft Hortensia in der Langen Reihe seit Jahren fest etabliert! Besonders für hochwertige, individuell gebundene Sträuße, ist man bei Hortensia an der richtigen Adresse! Die Floristen zaubern kreative aber auch edle Blumensträuße. Die Auswahl ist besonders groß und beraten wird man von Expert:innen. Wer also auch an Feiertagen auf Nummer sicher gehen möchte, macht hier nichts verkehrt. Die gute Qualität spiegelt sich dafür aber auch in den nicht ganz günstigen Preisen wieder.

Hortensia: Lange Reihe 86, 20099 Hamburg

Blumenladen Susannenstraße

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Foto: unsplash/Waldemar Brandt 

Seit über 20 Jahren gilt der Blumenladen in der Susannenstraße ohne Namen und ohne feste Öffnungszeiten als absoluter Insider-Tipp in Hamburg. Und wie es mit Insider-Tipps halt so ist, hat sich die liebevolle Auswahl an Blumen und Pflanzen natürlich schon vor langer Zeit rumgesprochen. Schlange stehen lohnt sich allerdings, denn das reduzierte Angebot hat den Effekt, dass immer auf beste Qualität geachtet werden kann! Alle Pflanzen werden direkt aus Holland importiert. Wer Schnickschnack und Schickimicki sucht, ist hier allerdings falsch. Hier gilt das Motto: bodenständig, preiswert, hübsch!

Blumenladen Susannenstraße: Susannenstraße 30, 20357 Hamburg


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Hamburg von oben

Der Sommer kommt, die Sonne scheint, höchste Zeit für neue Perspektiven. Hamburg ist zwar sehr flach, doch es gibt Möglichkeiten, die Stadt „von oben“ zu betrachten. Welche? Hier kommen die zehn besten Spots:

Auf Müll gebaut

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Rundum Grün: der Energieberg Georgswerder (Foto: Felix Willeke)

Der Energieberg Georgswerder ist die höchste Erhebung im Bezirk Mitte. Mit fast 40 Metern Höhe überragt er sogar die historische Windmühle Johanna, die man von hier sehen kann. Wo ehemals Trümmer aus dem zweiten Weltkrieg und später Sondermüll aufgeschüttet wurden, ist der als „Giftberg von Georgwerder“ bezeichnete Hügel 2013 im Rahmen der internationalen Bauausstellung zugänglich gemacht worden. Mittlerweile ist er einer der schönsten Spots, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Alternativ kann man dieser Tage bei bestem Wetter auf dem 900 Meter langen Horizontweg die Aussicht genießen.

Energieberg Georgswerder
1. April–31. Oktober; Di–So jeweils 10–18 Uhr; bei Gewitter (und -warnung) ist das Außengelände geschlossen

Aus drei mach eins

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Einer der schönsten Ausblicke der Stadt: der Müllberg in Hummelsbüttel (Foto: Felix Willeke)

Fast 80 Meter hoch, nahezu komplett freistehend, das garantiert eine tolle Aussicht. Der Müllberg Hummelsbüttel existiert seit den 1970er-Jahren. Seitdem wurde hier Müll abgelagert, zuerst auf drei und später auf einem Hügel. Irgendwann hatte sich ein Berg von fast 80 Metern Höhe aufgetürmt. Seit den 2000er-Jahren darf hier kein Müll mehr abgeladen werden. Seitdem grünt es auf und um den Berg. Dazu kommen viele, die hier eine einmalige Aussicht auf Hamburg und Schleswig-Holstein genießen wollen: Egal ob die Mundsburg-Türme, die Hauptkirchen, die Elbphilharmonie oder das Planetarium, hier hat man alles im Blick. 

Überm Wasser und den Sternen

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Vom Planetarium Hamburg gibt‘s zu jeder Jahreszeit einen tollen Ausblick (Foto: Felix Willeke)

1916 gebaut gehört das Planetarium Hamburg zu einem der bekanntesten Gebäude der Stadt. Mitten im Stadtpark diente der 64,5 Meter hohe Turm einst der Wasserversorgung der Stadt. Heute ist es das mit Abstand das bestbesuchte Planetarium im deutschsprachigen Raum. Neben dem Sternensaal gibt es auch noch eine Aussichtsplattform. Auf über 40 Metern Höhe kann man nicht nur den Helmut Schmidt Flughafen überblicken, sondern hat auch noch einen 360 Grad Rundumblick über einen Großteil der Stadt. Wer eine Veranstaltung im Planetarium besucht, für den ist die Plattform kostenlos, alle anderen zahlen 2 Euro (ermäßigt 1 Euro).

Planetarium Hamburg
Di. 9–13.30 Uhr, Mi.–Do. 9–21 Uhr, Sa. 12–22 Uhr, So. & Feiertags 10–20 Uhr

Hamburgs Höchster

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Direkt um die Ecke vom Hasselbrack gibt‘s im Wildpark Schwarze Berge nicht nur Tiere, sondern auch den Blick von ganz oben auf die Stadt (Foto: Wildpark Schwarze Berge/K. Bugenhagen)

Im Vergleich zu den anderen deutschen Millionenstädten ist Hamburg wirklich flach. Selbst Berlins höchster Punkt liegt höher als der in der Hansestadt. Doch trotzdem kann man sich auch in Hamburg in ein Gipfelbuch eintragen. Dieses liegt auf Hamburgs höchsten Punkt, dem Hasselbrack. Mit über 115 Metern höhe überragt dieser „Berg“ sogar die Elbphilharmonie. Mitten im Wald der Hamburger Berge kann man zwar keine atemberaubende Aussicht genießen, jedoch gibt es diese Gelegenheit gleich um die Ecke. Im Wildpark Schwarze Berge steht der 45 Meter hohe Elbblickturm, von dem aus man doch noch einen Blick über die Baumwipfel wagen kann.

Wildpark Schwarze Berge
April-Oktober: 8–18 Uhr, November–März: 9–16.30 Uhr

Über den Wolken

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Segelfliegen in Hamburg – Mitflug möglich (Foto: unsplash/Max Nüstedt)

Hamburg ist groß, wie groß, das lässt sich häufig erst beim Anflug auf den Helmut Schmidt Flughafen erahnen. Noch besser geht das vielleicht nur mit einem Rundflug über die Stadt. Gab es bis vor ein paar Jahren noch die Möglichkeit, mit dem Wasserflugzeug die Stadt zu überfliegen, geht das heute nur noch mit dem Kleinflugzeug oder Hubschrauber. Gestartet wird am Helmut Schmidt Flughafen und vom Flugplatz Uetersen-Heist. Die Flugdauer variiert von zehn Minuten bis zu 1,5 Stunden. Der Spaß kostet zwischen 100 bis zu 500 Euro. Die etwas sanftere Variante gibt es am Stadtrand in den Boberger Dünen oder in der Fischbeker Heide. Hier sind zwei Segelflugclubs zu Hause und bieten Mitflüge an. Für die Rund 15 Minuten in der Luft kosten pro Person ab 40 Euro.

HAC Boberg & Segelflug-Club Fischbek

Hoch und lecker

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In Hamburg gibt es viele Gelegenheiten für einen Cocktail mit Ausblick (Foto: Empire Riverside Hotel)

Wer weit oben ist, darf mehr als nur den Blick genießen. Hamburg hat so einige Bars, die einen großartigen Blick über die Stadt bieten: Da gibt es die alteingesessene Tower Bar im Hotel Hafen Hamburg, mit zwei Stockwerken voller guter Drinks und einem tollen Weitblick. Wer es noch ein bisschen schicker mag, der findet nur 500 Meter weiter mit dem 20up gleich die nächste schöne Bar mit Ausblick hoch über den Dächern der Stadt. Wem das nicht reicht und wer noch mehr Anregungen braucht, für den gibt es beim Genuss Guide Hamburg die schönsten Dachterrassen der Stadt im Überblick.

Die Kirchen

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Den Blick vom Michel kennen die meisten, doch was ist mit den anderen Kirchen? (Foto: pixabay/norberthentges)

Hamburg hat viele Gotteshäuser, egal ob christlich, muslimisch, jüdisch oder anderweitig religiös. Doch nur wenige ragen in der Stadt so hervor wie die Hauptkirchen in der Innenstadt. Den Michel (St. Michaeliskirche) kennen dabei vermutlich alle. Auch auf dem 132 Meter hohen Turm waren schon viele. Besonderes Highlight hier: der Nachtmichel. Hierbei kann man das abendliche Hamburg vom Turm der bekanntesten Kirche aus erleben. Dazu kommen allerdings noch die weniger bekannten Aussichtspunkte. Zum einen die Plattform im Mahnmal der St. Nikolai (73 Meter) und zum anderen der Turm der St. Petri Kirche. Hier versteckt sich sogar mit 123 Metern der (noch) höchste Aussichtspunkt der Stadt.

Michel-Turm: November–März tägl. 10–18 Uhr; April & Oktober tägl. 9–19 Uhr; Mai–September tägl. 9–20 Uhr; Nachtmichel tägl. ab 18.30 Uhr
Mahnmal St. Nikolai: Mi.–So. 10–18 Uhr
St. Petri Kirche (Turm): Mo.–Sa. 10–16.30 Uhr, So. 11.30–16.30 Uhr

Gegen die Höhenangst

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Hoch hinaus im Kletterwald Hamburg (Foto: Kletterwald Hamburg)

Auch für die sportlich Ambitionierten gibt es die Möglichkeit, Hamburg von oben zu sehen. Klettern ist nicht nur Trendsport, sondern auch außerhalb der Halle an vielen Orten in der Stadt möglich. In Wilhelmsburg gibt es den Hanserock, im Norden der Stadt den Kletterwald im Volksdorfer Wald und im Süden den Kletterpark im Sachsenwald. Spektakulär hoch hinaus geht es zudem auf der Rickmer Rickmers im Hafen. Und wer schon Erfahrung hat, für den gibt es in der Stadt viele Outdoor-Kletterwände wie am Kilimanschanzo oder dem Kletteraugust

Kletterwald Hamburg, täglich 10–19 Uhr, Preis: 26 Euro (Kinder 20 Euro)
Klettern im Sachsenwald, Fr. 14-20, Sa.&So. 10–20 Uhr (in den Ferien länger), Preis: 27 Euro (Kinder 21 Euro)
Klettern auf der Rickmers Rickmers, Samstags nach Online-Reservierung, Preis: 39 Euro pro Person

Erinnerungen an die Vergangenheit

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Nicht nur die Aussicht ist immer wieder beeindruckend – der Energiebunker in Wilhelmsburg (Foto: Jérome Gerull)

58 Meter hoch, 20 Meter mehr als ursprünglichen Nutzung, so sieht der Flakturm auf St. Pauli heute aus. Mit den Jahren wurde aus dem NS-Bunker ein Ort der Kultur. Neben Übel&Gefährlich und dem resonanzraum gibt und gab es hier etliche Proberäume für Bands und lange Jahre war im Bunker St. Pauli auch das legendäre Musikgeschäft von JustMusic zu Hause. Seit 2019 wird der Bunker aufgestockt und bekommt mit der Georg-Elser-Halle – benannt nach dem Widerstandskämpfer Georg Elser – unter anderem eine Konzerthalle. Mitte bis Ende 2022 soll alle fertig sein und der alte Nazi-Bau dann dank viel Bepflanzung in Grün statt Grau erstrahlen.

Schon lange „grün“ ist der Energiebunker in Wilhelmsburg. Von außen ist der ehemalige Flakbunker immer noch als solcher zu erkennen, doch im Inneren sorgt ein modernes Öko-Kraftwerk, das große Teile Wilhelmsburgs mit Strom und Wärme versorgt, für das grüne Image. Oben auf dem alten Turm befindet sich neben der Photovoltaikanlage auch das Café Vju. Auf 30 Meter höhe bietet es einen tollen 360 Grad Blick über den Süden der Stadt. 

Vju im Energiebunker
Sa. 14–18 Uhr, So 11–18 Uhr

Der Blick in die Zukunft

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Bald wieder offen für die Hamburger:innen: der Fernsehturm (Foto: Felix Willeke)

Erinnert sich noch jemand an den Dezember 2000? Stimmt, das ist lange her, aber es waren die letzten Tage, an dem der Fernsehturm in Hamburg noch zugänglich war. Seitdem ist die Gastronomie- und Aussichtsplattform geschlossen. Das soll sich jetzt ändern. Seit 2020 ist bekannt, dass ein Team aus Online Marketing Rockstars (OMR), dem Immobilienentwickler Home United und der Hamburg Messe den Turm 2023 wieder für das Publikum öffnen will. Dann ist es wieder möglich, die Stadt aus 130 Metern Höhe zu überblicken. 


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Marathon in Hamburg erleben – und mehr

Es wird wieder gelaufen in der Stadt. Am 24. April 2022 startet der 36. Hamburg-Marathon. Rund um die Strecke können dabei nicht nur die Läufer:innen angefeuert werden, es gibt auch viel zu erleben. Hier kommen zehn Tipps für den Marathonsonntag

Während beim diesjährigen Hamburg-Marathon fast 30.000 Läufer:innen an den Start gehen, werden sie von deutlich mehr Menschen an der Strecke unterstützt. Was es drumherum zu erleben gibt, zeigen wir hier: 

Start & Ziel an den Messehallen

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Auf der Marathon-Messe können sich Sportler:innen nochmal mit allem Notwenigen versorgen (Foto: unsplash/Hobi industri)

Die Ersten und die Letzten kommen und gehen sehen, das geht natürlich am besten an Start und Ziel direkt unterm Fernsehturm. Während sich die Läufer:innen um 9:30 Uhr auf den Weg machen, kann man von hier aus wunderbar auf einen Kaffee ins Karolinenviertel schlendern und ist pünktlich um 11:30 Uhr zurück, wenn die ersten im Ziel erwartet werden.
Kleiner Tipp: Auf der Marathon-Messe gibt es kurz vor dem Marathon rund um den Lauf alles, was Läufer:innen brauchen – insbesondere günstige Laufschuhe.

Marathon-Messe
22. April 2022 12 bis 19 Uhr & 23. April 9 bis 19 Uhr

Nach der Party-Nacht Marathon gucken

Kilometer 2 & 11

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Nach der langen Kiez-Nacht auf den Fischmarkt und dabei auch noch Marathon gucken, das geht nur in Hamburg (Foto: Johanna Zobel)

Samstagabend auf dem Kiez, Sonntagmorgen für Kaffee und Fischbrötchen auf den Fischmarkt – ein Klassiker. Doch an diesem Sonntag geht noch mehr: Beseelt von einer guten Nacht kann man auf dem Heimweg noch die ersten Sportler:innen anfeuern. Zwischen 8:30 Uhr (Rollstuhlfahrer:innen) und 10:15 Uhr (die letzten Läufer:innen) führt der Marathon über die komplette Reeperbahn. Und wer besonders viel Ausdauer hat, kann bis 11:30 Uhr auch noch an den Landungsbrücken Athlet:innen abfangen.

An den Landungsbrücken raus

Kilometer 11

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Die Landungsbrücken: Ein beliebter Spot zum Marathon gucken (Foto: unsplash/Christian Lue)

„An den Landungsbrücken raus, dieses Bild verdient Applaus“, ist zwar eine der bekanntesten Liedzeilen der Hamburger Band Kettcar, doch hoffentlich nicht das Motto der Läufer:innen. Aber egal was man hier tut, die Landungsbrücken sind und bleiben einer der beliebtesten Orte in Hamburg – nicht nur für Tourist:innen. Beim Marathon ist hier fast immer gute Stimmung. Schließlich sind die Landungsbrücken einer von 23 Spots, an denen Bands die Marathonis nach vorne treiben. Traditionell ist dabei am Alten Elbtunnel Samba angesagt. 

Neue Eindrücke im Museum für Kunst und Gewerbe

Kilometer 14

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DRIFT: Shylight, 2006 im Museum für Kunst und Gewerbe (Foto: Henning Rogge)

Sport ist ein Kulturgut, genauso wie das gute alte Museum. Wer nach dem Läufer:innengucken noch im mehr Eindrücke sammeln will, für den lohnt sich ein Ausflug ins Museum für Kunst und Gewerbe. Aktuell werden hier mit „Die Sprache der Mode“ und „Dressed“ gleich zwei Ausstellungen zum Thema Mode und Textil gezeigt. Hinzu kommt mit „Drift“ eine Installation anlässlich des fünften Geburtstags der Elbphilharmonie. Und natürlich setzt auch das MK&G ein Zeichen gegen den Angriffskrieg auf die Ukraine. Im ganzen Haus sind daher Plakate und Fotografien zu sehen, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit dem Wunsch nach Frieden und dem Land Ukraine auseinandersetzen.

Museum für Kunst und Gewerbe
Sonntags von 10 bis 18 Uhr, Eintritt 12 Euro (ermäßigt 8 Euro), alle unter 18 Jahren haben freien Eintritt

Brunch im Café Paris

Kilometer 15,5

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Perfekt zum brunchen: Das Café Paris (Foto: Café Paris)

Es ist 10:15 Uhr, die Spitze der Läufer:innen ist gerade durch und jetzt wartet man noch auf die oder den Liebste:n, aber dann muss auch mal was gefrühstückt werden. Wieso nicht genau hier der Strecke den Rücken zuwenden und im Café Paris direkt hinterm Rathaus richtig lecker brunchen? Das gemütliche Café gehört dabei zu den besten Spots der Stadt für einen gemütlichen Brunch

Café Paris
Geöffnet ab 9:30 Uhr

Alsterspaziergang

Kilometer 16 – 20 & 38,5 – 39,5

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Nichts geht über einen gemütlichen Sonntagsspaziergang an der Alster (Foto: Isabel Rauhut)

Und er sah, dass das Wetter gut war – hoffentlich. Der April in Hamburg hält zwar immer die ein oder andere Überraschung bereit, doch aktuell verspricht der Sonntag zumindest nicht, verregnet zu werden. Daher lohnt parallel zum Marathon auch immer ein Spaziergang an der Alster. Während sich die Läufer:innen 10 bis 12:30 Uhr (Ostseite) und von 11:30 bis 15:00 Uhr (Westseite) an Hamburgs blauer Mitte entlang quälen, können sich diejenigen, für die das Café Paris nicht gepasst hat, gemütlich schlendern oder sich im Literaturhaus Café verwöhnen lassen. 

Literaturhaus Café
Geöffnet ab 9:30 Uhr (Reservierung empfohlen)

Neue Perspektive auf die Stadt

ab Kilometer 22

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Auf dem Wasser durchs Grüne – eine ganz neue Perspektive auf die Stadt (Foto: Felix Willeke)

Sonntag in Hamburg ist auch immer Familienzeit. Für viele geht es deswegen zum Fußball spielen, Minigolfen oder einfach zum Spazieren in den Stadtpark. Für die etwas andere Perspektive lohnt ein Abstecher auf die Liebesinsel. Am hiesigen Bootsverleih lassen sich neben Tretbooten auch Ruderboote und Kanus leihen, um Hamburg vom Wasser aus zu erkunden. 

Bootsvermietung auf der Liebesinsel
Geöffnet bei gutem Wetter ab ca. 9:30 Uhr

Familiäre Atmosphäre

Kilometer 30,5

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Frisches vom Grill und gute familiäre Stimmung gibt‘s in Ohlsdorf fast in jedem Jahr (Foto: pixabay)

Marathon in Hamburg und Ohlsdorf, das ist eine wahre Liebesbeziehung. Während die Strecke in den vergangenen Jahren immer wieder angepasst wurde, blieb der nördlichste Punkt immer gleich: Die Querung der Alster „am Hasenberge“. Direkt am S- und U-Bahnhof Ohlsdorf trifft sich der Hamburger Norden zum Marathon gucken. Hier gibt es frisch Gegrilltes von der Freiwilligen Feuerwehr und dem THW, dazu extrem viel gute Laune und familiäre Stimmung. 

Eppendorf und der „Mann mit dem Hammer“

Kilometer 36 – 38

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Wenn am Eppendorfer Baum die Beine brennen, helfen gute Stimmung und grüße von oben (Foto: Alice von der Laden)

Wenn der sprichwörtliche „Mann mit dem Hammer“ kommt, dann braucht es erst recht Unterstützung. Spätestens ab Kilometer 37 setzen bei vielen Marathonis Krämpfe und Erschöpfung ein. Gut, dass der Hamburg-Marathon hier sein stimmungsmäßiges Epizentrum bereit hält: den Eppendorfer Baum. Geht es bei Kilometer 36 an der Eppendorfer Landstraße um 11:15 Uhr schon mit den ersten Bands los, erreicht die Stimmung an der U-Bahn Eppendorfer Baum ihren Höhepunkt. Bis kurz vor drei werden hier auch die letzten Läufer:innen nach vorne gepeitscht.

Eine Ruheoase kurz vor dem Ziel

Kilometer 41

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Direkt neben Start und Ziel liegt mit Planten un Blomen eine Oase der Ruhe (Foto: Berndt Andresen)

Man hat schon über 40 Kilometer in den Beinen, läuft bei der Spielbank Hamburg um die Ecke und vor einem taucht der Gorch-Fock-Wall auf, die letzte „Steigung“ beim Hamburg Marathon. Auch wenn das Wort Steigung hier wohl kaum ernsthaft verwendet werden sollte, tut den Läufer:innen jeder Schritt weh und jeder Höhenmeter nervt. Deswegen brauchen sie gerade hier besonders viel Unterstützung. Und wer keine Lust aufs Anfeuern hat, für den wartet mit Planten un Blomen eine echte Ruheoase direkt um die Ecke.

Wer sich selbst nochmal orientieren möchte: Den Strecken- und Zeitplan sowie alle Infos rund um den Marathon gibt es auf haspa-marathon-hamburg.de


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Hamburg zu Wasser

Hamburg, die Stadt am Wasser. Sobald es wärmer wird, zieht es viele raus auf‘s kühle Nass. Wo es besonders viel Spaß zu Wasser macht, sagen wir euch hier:

Paddeln

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Paddeln auf der Alster, ein echter Klassiker (Foto: Felix Willeke)

Das gut alte Kanu ist ein echter Klassiker: Egal ob bei „Zur Gondel“ am Stadtpark oder beim Supper Club, Kanuverleihe gibt es rund um die Alster reichlich. Doch auch abseits der bekannten Spots gibt’s noch einiges zu entdecken. So lassen sich bei Paddel-Meier in den Vier- und Marschlanden die Dove Elbe, beim Bootshaus Bergedorf die Bille oder nördlich der Fuhlsbüttler Schleuse auch die verwunschenen Abschnitte der Alster erkunden. Ps: Bei „Der Anleger“ in Eppendorf kann man sogar Drachenboote mieten – perfekt für das nächste Firmenevent oder das Teambuilding nach langer Zeit im Homeoffice.

diverse Kanuverleihe
Saisonbeginn zwischen Ostern und dem 1. Mai

Segeln

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Die Alster – ein Traum für Segler:innen (Foto: unsplash/Steffen B.)

Neues Jahr bedeutet neue Vorsätze. Wer die zum Frühling schon über Bord geworfen hat, kann sich ja für den Sommer das Segeln vornehmen. Mit der Alster hat Hamburg eines der schönsten Segelreviere zu bieten. Um sich jedoch vom Wind übers Wasser treiben zu lassen, braucht man einen Segelschein.

Segelschule & -verleih Pieper

SUP

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Schon lange mehr als nur Trend: Stand-Up-Paddling (Foto unsplash/Peter Csipkay)

Stand-Up-Paddling (SUP) ist jetzt kein allzu neuer Trend, doch gerade in Hamburg gibt es auf den Kanälen und Wasserflächen unglaublich viele Gelegenheiten für das Ganzkörper-Workout. Egal ob Stadtpark, Alster oder Eppendorfer Mühlenteich: überall sieht man Supper:innen auf’s Wasser gehen. Neben dem SUP CLUB oder dem Sup Port gibt es dazu in der Stadt etliche Anbieter, um sich zum ersten Mal auf dem Board auszuprobieren.

SUP Club Hamburg

Surfen

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Surfen in Hamburg: Es muss nicht immer Meer sein (Foto: unsplash/Joshua Chai)

Surfen in Hamburg? Ja, das geht! Und zwar Windsurfen auf dem Oortkatener See. Der See im Südosten der Stadt ist schon ein etablierter Spot für Windsurfer:innen. Besonders für Anfänger:innen gibt es hier gute Bedingungen. Deswegen bietet Windsurfing Hamburg hier auch regelmäßig Kurse an. Für 185 Euro kann man an nur einem Wochenende den international anerkannten VDWS-Grundschein erwerben. Damit kann dann in allen scheinpflichtigen Revieren gesurft werden – auch außerhalb Hamburgs.

Windsurfing Hamburg
Wochenend-Surfkurse ab dem 23. April 2022

Tauchen

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Abtauchen in Hamburg, das geht beim dive team (Foto: unsplash/Joseph Northcutt)

Während die einen über den Oortkatener See gleiten, üben die anderen das Fortbewegen Unterwasser. Der See ist einer der Spots für Tauchkurse des dive team Hamburg. Seit mehr als 15 Jahren bildet die Schule neben Anfänger:innen auch Tauchlehrer:innen aus. Zur praktischen Ausbildung im See oder Schwimmbad gehört selbstverständlich auch die theoretische Grundlage. Wer also im Sommerurlaub die Unterwasserwelten entdecken möchte, kann sich in Hamburg perfekt darauf vorbereiten. 

dive team Hamburg

Wasserski & Wakeboard

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Wakeboard und Wasserski mit Neoprenanzug geht das fast immer (Foto: unsplash/Joel Meyer)

Ein Ruck, ein Schreck und schon liegt man vorne über mit dem Gesicht im Wasser. So ging es vermutlich fast allen, die sich das erste Mal auf Wasserski oder ein Wakeboard gewagt haben.

Neben dem Neuländer See in Harburg kann auch vor den Toren der Stadt bestens übers Wasser geflitzt werden: Etwa im Spotz Wakeboard Park in Norderstedt oder in der Cablesport Arena in Pinneberg. Und da besonders Anfänger:innen mit Neoprenanzug unterwegs sind, sind Wassertemperaturen unter 20 Grad alles, nur keine Ausrede.

diverse Spots in und um Hamburg

Green Kayak

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Green Kayak: Sinnvoll for free paddeln in Hamburg (Foto: Florian Besser)

Wer sich auf dem Wasser bewegen und gleichzeitig noch etwas für die Umwelt tun will, ist bei Green Kayak genau richtig. Die NGO aus Kopenhagen kämpft gegen die Müllverschmutzung von Gewässern. Hamburg war die erste Stadt außerhalb Dänemarks, die sich der Idee anschloss: Man leiht sich einen Green Kayak for free und sammelt dafür Müll in den Hamburger Gewässern. Was früher in Hamburg traditionell die Aufgabe der Fleetenkieker war, können heute alle machen: die Gewässer der Hansestadt sauber halten. Green Kayaks können bei fünf Hamburger Bootsverleihern gemietet werden, einfach online unter greenkayak.org buchen.

Green Kayak
in Hamburg bei Paddel-Meier, Zur Gondel, Sub Club, Bootshaus Bergedorf und Seehaus Hamburg

Schwimmen

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Viele Freibäder sind das ganze Jahr geöffnet, wie das Bille-Bad (Foto: Bäderland Hamburg)

Draußen ist es zwar angenehm warm und es fühlt sich nach Frühling an, doch sobald die Sonne weg ist, wird es immer noch empfindlich kalt. Deswegen ist auch an die Öffnung der Naturfreibäder in der Stadt nicht zu denken. In Hamburg gibt es dennoch viele Freibäder, die das ganze Jahr über betrieben werden. Und wenn es dann die ersten Tage mit mehr als 20 Grad gibt und es nachts nicht kälter als 12 Grad wird, ist auch die klassische Freibadsaison nicht mehr in weiter Ferne. 

Hamburger Freibäder
zum Teil ganzjährig geöffnet, ansonsten je nach Wetter (ab 20 Grad)

Rudern

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Rudern geht romantisch, aber auch sportlich (Foto: unsplash/Clay Banks)

Rudern geht in Hamburg immer, ob als romantisches Freizeitvergnügen auf einem alten Holzkahn oder als Sport wie Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz morgens auf der Alster. Neben dem romantischen langsamen Rudern ist der Sport ähnlich wie auch Tennis, Segeln oder Golf als Elitesport verschrien. Dass das auch anders geht, zeigt der RC Protesia von 1907. Der kleine Club gegenüber Kampnagel bezeichnet sich selbst als der FC St. Pauli unter den Ruderclubs. Hier sind alle jederzeit willkommen, um mal auszuprobieren, ob der Sport auf den schmalen Booten etwas für einen ist.

RC Protesia
Probetermine und Kurse für Anfänger:innen auf Anfrage

Schlafen

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Schlafen im Hafen, da ist der Name Programm (Foto: Schlafen im Hafen)

Neben üblichen Hausbooten gibt es in Hamburg auch immer mehr Unterkünfte auf dem Wasser. Zum Beispiel im Harburger Binnenhafen bei Schlafen im Hafen. Egal ob man Besuch bekommt oder selbst eine Staycation braucht, auf dem Wasser übernachten lässt es sich in Hamburg prima.

Schlafen im Hafen


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Top 10: Events über Ostern in Hamburg

Ostern 2022 findet nicht mehr im kleinsten Kreis und mit nächtlicher Ausgangssperre statt, deswegen gibt es auch wieder mehr zu Erleben. Die besten Events in Hamburg gibt’s hier:

Freitag, 15.04. | Theater | Don Carlos | Ernst Deutsch Theater

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Sebastian Eggers als Don Carlos (mitte) und Hannes Hellmann als König Philipp II. (rechts) am Ernst Deutsch Theater (Foto: Oliver Fantitsch)

Drei Stunden spanischer Hof, das ist Don Carlos im Ernst Deutsch Theater. Regisseurin Mona Kraushaar bringt Schillers Klassiker auf die Bühne. Während Sebastian Egger als Kronprinz Don Carlos mit dem Liebeskummer ringt, spielt Hannes Hellmann einen König zwischen verletztem männlichen Ego und der Macht des Einzelnen. Im Stück wird dabei nicht weniger als die Zukunft Europas verhandelt. Durch die aktuellen Ereignisse hat dieses Thema nur noch mehr an Relevanz gewonnen. Noch bis zum 16. April ist die Inszenierung an der Mundsburg zu sehen.

Don Carlos im Ernst Deutsch Theater
15. & 16. April 2022, jeweils 19:30 Uhr

Freitag, 15.04. | Nachtleben | Friday I’m in love | Molotow

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Molotow: Getanzt wird immer (Foto: Erik Brandt-Höge)

Tanzverbot an Karfreitag? Gibt‘s auf‘m Kiez nicht! Deswegen lädt das Molotow ab 23 Uhr auch zu einem „Feuerwerk aus 60 Jahren Rock’n’Roll und Pop“. Bei Friday I’m in love legen die DJ‘s Axelmania und Jet Boy alles auf, was das Tänzer:innenherz begehrt. Der Eintritt kostet 5 Euro für alle Floors und das Ganze ist eine 2G-Plus-Veranstaltung.

Friday I’m in love
15. April 2022, 23 Uhr

Samstag, 16.04. | Musik | Dan Gotthalls‘s – Artful Earfull | Birdland

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Steht bei Dan Goothall’s – Artful Earful mit auf der Bühne: Die Hamburgerin Sandra Hempel (Foto: Natascha Protze)

Altehrwürdig und ein Klassiker, das ist das Birdland in Hamburg. Seit 1985 gibt es im Kellerclub in der Gärtnerstraße besten Jazz, so auch am Ostersamstag. Bei „Dan Gotthalls‘s – Artful Earfull“ geben sich fünf außergewöhliche Künstler:innen die Ehre. Neben dem Posaunisten Dan Gottshall sind unter anderem die Hamburger Gitarristin Sandra Hempel und der Kieler Pianist Buggy Braune mit von der Partie. Das Konzert ist eine 2G-Plus-Veranstaltung und kostet 19,90 Euro.

Dan Gotthalls‘s – Artful Earfull
16. April 2022, Einlass 19 Uhr und Beginn 20:30 Uhr

Samstag, 16.04. | Sonstiges | Osterfeuer | Ganz Hamburg

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2022: Die Osterfeuer sind zurück in Hamburg (Foto: pixabay/floerio)

Egal ob im eigene garten, bei Freunden oder am Elbstrand: Das Osterfeuer gehört zu Ostern wie das Eiersuchen. Dieses Jahr ist es auch wieder möglich, denn die Kontaktbeschränkungen wie 2021 gibt es nicht mehr. Neben den traditionsreichen Feuern in Blankenese gibt es noch viele weiter öffentliche, zum Beispiel im Strandbad Farmsen oder an der Kreuzkirche in Stellingen.

Osterfeuer in Hamburg
16. April 2022, diverse Orte, Beginn meistens zum Sonneruntergang

Samstag, 16.04. | Nachtleben | Hip-Hop | Chief Brody

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Im Chief Brody gibt‘s zu Ostern was zum Tanzen (Foto: unsplash / Sam)

Auch im Kellerclub auf der Schanze darf zu Ostern natürlich getanzt werden. Im Fokus: Richtig guter Hip-Hop. Während sich Karfreitag Ticklish & Buzz-T die Ehre geben, gibt es am Ostersamstag von Dipped in Colors & Draft X was auf die Ohren. Los geht‘s um 23 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro und das Ganze ist eine 2G-Plus-Veranstaltung.

Dipped in Colors & Draft X im Chief Brody
16. April 2022, jeweils 23 Uhr

Sonntag, 17.04. | Sonstiges | Street Food Festival | Landhaus Walter

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Es geht auch mexikanisch beim Street Food Festival am Landhaus Walter (Foto: unsplash)

Ostern kann man fein dinieren, brunchen oder einfach mal neues Ausprobieren. Viel Neues gibt es beim Street Food Festival am Landhaus Walter unter dem Motto „New Yorker Food Klassiker“. Von Süßem über mexikanische Leckerbissen bis zum klassischen Hot Dog ist für jede:n etwas dabei. Der Eintritt kostet 5 Euro, alle unter 12 Jahren kommen gratis rein.

Street Food Festival
17. April 2022, 11:30 bis 18:30 Uhr

Sonntag, 17.04. | Sonstiges | U96 mit Claude-Oliver Rudolph | Planetarium

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Führt als Nautilus durch die Jules Verne Experience: Claude Oliver-Rudolph (Foto: The Jules Verne Experience)

Jules Vernes Science-Fiction-Romane haben Millionen fasziniert. 150 Jahre nach der Erstausgabe von „20.000 Meilen unter dem Meer“ haben die Elektronik-Band U96 daraus ein bild- und klanggewaltiges Unterwasser-Erlebnis geschaffen. Schauspieler Claude-Oliver Rudolph entführt das Publikum als Kapitän Nemo an Bord der Nautilus in eine fantastische Unterwasserwelt – eine 360-Grad-Tauchfahrt in nie gehörte und nie gesehene phantastische Welten. Das 60-minütige Erlebnis kostet 14 Euro und ist für Menschen ab 10 Jahren empfohlen.

U96 mit Claude-Oliver Rudolph – 20.000 Meilen unter dem Meer
17. April 2022, 17:30 Uhr & weitere Termine

Sonntag, 17.04. | Nachtleben | Soul Allnighter | Mojo Club

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Ein Klassiker kehrt zurück: Der Soul Allnighter (Foto: unsplash/Vishnu R Nair)

Corona ist gefühlt schon fast vorbei. Höchste Zeit, das Nüske & Berge aus der Corona-Pause zurückkehren. Beim mittlerweile traditionellen und fast schon legendären Soul Allnighter legen die beiden wieder so lange auf, bis alle tanzen und jede Sohle qualmt. Am 17. April ab 22 Uhr darf also wieder bester Soul genossen werden, für 10 Euro Eintritt und natürlich unter 2G-Plus-Bedingungen.

Soul Allnighter
17. April 2022, 22 Uhr

Montag, 18.04. | Sonstiges | Kulturflohmarkt | Museum der Arbeit

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Flohmarkt geht immer (Foto: pixabay)

Feiertag, Zeit zum Stöbern, Feilschen und Entdecken. Am besten geht das auf einem der vielen Flohmärkte der Stadt. Ein guter alter Bekannter ist dabei der Kulturflohmarkt am Museum der Arbeit. Am Ostermontag ist Start für die Saison 2022. Bei hoffentlich bestem Wetter lässt es sich auf dem Gelände nach Lust und und Laune verweilen, schlendern und echte Schätze entdecken.

Kulturflohmarkt am Museum der Arbeit
18. April 2022, 9 bis 16 Uhr

Montag, 18.04. | Musik | Soulounge | Fabrik

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Soulounge in der Fabrik: Ein Live-Erlebnis für die Seele (Foto: Marcus May)

Wie kommt man am besten raus aus dem Osterwochenende? Mit Musik für die Seele! Genau das gibt es am Ostermontag in der Fabrik. Hier feiern Soulounge ihr 20-jähriges Bandjubiläum. Alle, die die Band schonmal erlebt haben wissen, Soulounge ist ein ganz besonderes Live-Erlebnis – auch nach 20 Jahren. Einlass für das Konzert in der Fabrik ist um 19 Uhr, Konzertbeginn um 20 Uhr und die Tickets kosten 19 Euro im Vorverkauf. Auch dieses Konzert ist eine 2G-Plus-Veranstaltung.

Soulounge in der Fabrik
18. April 2022, 20 Uhr


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Schöne Flohmärkte zum Stöbern

Egal ob strahlender Sonnenschein, oder typisches Hamburger Schietwetter. Egal ob Hipster-, Familien- oder Touriausflug: Auf diesen Flohmärkten findet  jede:r Flohmarktlieberhaber:in den passend Trödelmarkt.

Text: Katharina Stertzenbach

Hof-Flohmarkt am Goldbekhaus

Direkt am Winterhuder Goldbekkanal gelegen, lockt der Hof-Flohmarkt nicht nur mit schönen Flohmarktdingen, sondern auch mit Bratwürstchen und Kaffee. So treffen sich Besucher:innen  auch zum gemütlichen Samstags-Schnack auf dem schönen Markt. 

Moorfuhrtweg 9 (auf dem Hof am Goldbekhaus in Winterhude) Sa 11-16 Uhr; nächste Termine 23.04, 7.05, 21.05 & 5.06;  alle weiteren Infos gibt es hier goldbekhaus.de  

Bücherflohmarkt in den Bücherhallen  

Bücherwürmer aufgepasst: Direkt neben dem Hauptbahnhof in der schönen Zentralbibliothek am Hühnerposten, findet unter der Woche ein fortwährender  Bücherflohmarkt  mit Unterstützung ehrenamtlicher Medienbot:innen statt. Hier findet man von Fach- bis Kinderliteratur, alles was das Leser:innenherz begehrt.  

Hühnerposten 1 (Hammerbrook) Mo & Do 11-18 Uhr; Di, Mi & Fr. 11-17 Uhr; jeden 1. Und 2. Sa im Monat 11-17 Uhr; es gilt FFPs-Maskenpflicht; alle weiteren Infos gibt es unter buecherhallen.de 

Hamburger Klassiker: Flohschanze 

Seit über 20 Jahren findet der Trödelmarkt „Flohschanze“ an der Alten Rindermarkthalle zwischen Karoviertel und St. Pauli statt. Jeden Samstag bringen private und professionelle Flohmarkthändler ihre Waren an die Trödelmarktbesucher:innen. Die Flohschanze ist ganz einfach mit der Ringlinie U3 zu erreichen – einfach an der Haltstelle aussteigen und dann liegt das Marktareal auf der gegenüberliegenden Seite. Ideal also nach einer ausgiebigen Partynacht in   

Neuer Kamp 30 (Karolinenviertel), Sa 8-16 Uhr, es gilt Maskenpflicht auf dem Flohmarktgelände

Flohmarkt mit Blick auf den Michel

Bereits seit den 70er Jahren findet der Flohmarkt auf dem Großneumarkt Blick auf eines von Hamburg ältesten Wahrzeichen, der Hauptkirche St. Michaelis (im Volksmund auch liebevoll „Michel“) genannt, statt. Viermal im Jahr lockt der Markt seine Besucher:innen mit Antiquitäten, Hausrat und Secondhand-Bekleidung.

Wochenmarktplatz am Großneumarkt (Neustadt) in der Nähe vom Bahnhof Rödingsmarkt; 8.05, 12.06, 7.08 &11.09; 9-16 Uhr, es gilt medizinische Maskenpflicht auf dem Flohmarktgelände; alle weiteren Infos gibt’s unter marktundkultur.de 

Kulturflohmarkt am Museum der Arbeit

Er gilt als „Hamburger Muss“ in der Flohmarktszene, der Kulturflohmarkt auf dem Gelände des Museum der Arbeit, dieses erstreckt sich vom Bahnhof Barmbek bis zum Osterbekkanal. Auftakt für den Barmbeker Flohmarkt ist jedes Jahr am Ostermontag und Schluss ist immer am Tag der deutschen Einheit.

Besonders an dem Konzept dieses Flohmarkts ist die Konstellation aus Markt und Museum, die „die Qualität des Sammler-Angebots“ zu unterstreichen versucht. Auf dem Kulturflohmarkt findet man daher keine Sonderposten und Ramschware, sondern „echten Trödel“.  

Wiesendamm 3 (Barmbek) Saisonbeginn Mo 18.04; Saisonschluss 3.10;  an diversen Samstagen und Sonntagen;  immer von 9-16 Uhr, weitere Infos gibt’s unter marktundkultur.de 

Flohdom Bahrenfelder Trabrennbahn

Der Flohmarkt an der Bahrenfelder Trapprennbahn gilt als echter Revolutionär unter den Flohmärkten. Denn es heißt, dass der Markt einst mit der Tradition brach, Flohmärkte immer sonntags stattfinden zu lassen. So können die Besucher:innen jeden Mittwoch und Samstag in den Trödelmarktgenuss kommen.  

Luruper Chaussee 30 (Bahrenfeld); Sa 7-15 Uhr; Mi 9-15 Uhr; weitere Infos gibt’s unter kreaktiva.de 

Eimsbüttler Anwohnerflohmarkt 

Ein Flohmarkt organisiert vom Kulturverein Else-Rauch-Platz e.V. Hier herrscht immer eine familiär Atmosphäre, nicht zuletzt, weil das Stadtteilleben und die Nachbarschaftshilfe im Vordergrund stehen. An den Ständen können die Besucher von Spielzeug, über Fahrradteile bis hin zu Büchern und Klamotten eigentlich alles finden.  

Else-Rauch-Platz (Eimsbüttel direkt bei der U-Bahn-Haltestelle Lutterrothstraße); nächster Termin So, 24.04, 10:16 Uhr; weitere Infos gibt’s unter else-rauch-platz.de 

Nachbarschaftsflohmarkt in  der Altona-Altstadt

Im HausDrei findet jeden zweiten Sonntag im Monat ein Flohmarkt statt. Auch hier herrscht eine entspannte und sehr familiäre Stimmung, das liegt ebenfalls daran, dass ausschließlich private Händler:innen für den Flohmarkt zugelassen sind.  

Hospitalstraße 107 ( Im August-Lütgens-Park; Altona-Altstadt); jeden 2. Sonntag im Monat; 10-16 Uhr; alle weiteren Infos gibt’s unter haus-drei.de

Antik- und Flohmarkt an der Rindermarkthalle in St. Pauli

Im Herzen von St. Pauli findet an drei Sonntagen im Jahr der Antik- und Flohmarkt an der Rinderhalle statt. Hier wird jede:r fündig der/die nach Trödel, Kunst oder Antiquitäten Ausschau hält. (Nicht zu verwechseln ist der Markt mit dem „Flohschanzen“ Markt der immer Samstag direkt gegenüber bei der Alten Rindermarkthalle stattfindet).  

Neuer Kamp 31 (St. Pauli); am 30.10; 11.12;  9:16 Uhr; weitere Infos gibt’s unter: marktundkultur.de 

Flohdom auf der Horner Rennbahn

Auf dem Horner Pendant des Flohdoms können Besucher:innen auch beim typsichen Hamburger Schietwetter feilschen und bummeln, denn er findet stets im überdachten Tribünengebäude der Galopprennbahn statt. Seit 2009 kommen hier immer samstags Flohmarktbegeisterte zusammen. 

Rennbahnstr. 96 (Horn); Sa 7-15 Uhr; weitere Infos gibt’s unterkreaktiva.de 


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Hier wird Fahrradkultur zelebriert

Endlich – es wird Frühling in Hamburg! Die Sonnenstrahlen kommen raus und und die Lust nach luftigen Tagesausflügen steigt. Der Weg zur Arbeit könnte auch wieder vergnügt mit dem Rad zurückgelegt werden. Bei diesen Adressen könnt ihr klapprige Drahtesel wieder flott machen, euch Tipps abholen oder Workshops machen und das eigene Traumfahrrad basteln.

Text: Fabio Zamboni

The #Brake

The #Brake ist eine kollektiv organisierte, für jeden offene Community im Gängeviertel, wo sich alles um DIY-Kultur und Fahrräder dreht. Es gibt eine Selbsthilfewerkstatt, in der man sich mit Anderen austauschen kann und ein Café, in dem immer wieder Events wie Vorträge, Open-Air-Filmvorführungen oder Release-Partys stattfinden.

Valentinskamp 28 A-B (Gängeviertel); brake.ilmondoegran.de

Fahrradhafen Hamburg

Christian und Ralph sind so verrückt nach Fahrrädern, dass sie sich dazu entschlossen haben, neben ihren eigentlichen Berufen spendenbasierte Workshops zum Fahrradselbstbau anzubieten. In einer alten Kakaolagerhalle auf dem Grasbrook haben sie dazu eine Werkstatt eingerichtet. Da man jedes einzelne Teil nach seinem Geschmack konfigurieren kann, ist dies wohl der beste Weg zum persönlichen Traumrad. Für Individualist:innen, die es lieben selber Hand anzulegen.

Am Windhukkai 5 (Kleiner Grasbrook); fahrradhafen.hamburg

XYZ CARGO

XYZ CARGO bauen individuell konfigurierbare, super robuste Lastenfahrräder. Nutzlasten bis 400 kg sind möglich. Ein XYZ-Fahrrad erkennt man sofort als solches, dank der Riffelblech-Optik, die einige Modelle auszeichnet, und dem typischen schlanken, minimalistischen Aluskelett. In Kopenhagen hat das kleine Unternehmen einen zweiten Laden.

Stockmeyerstraße 43, Halle 4K (Oberhafenquartier); xyzcargo.com

Le Vélo

Bei Le Vélo gibt es komplett generalüberholte Retrobikes. Wert legt Inhaber Senad Sarac insbesondere darauf, an den Oldtimern so wenig Teile wie möglich auszutauschen – sonst wären es ja keine Oldtimer mehr. Das ladeneigene Coffee Bike, das man zum Beispiel für Hochzeiten mieten kann, wartet mit frisch gebrühtem Kaffee.

Große Bleichen 31 (Neustadt); levelo-bikes.de

Suicycle

Bei den zwei Meistern und mehreren Angestellten sind reparaturbedürftige Bikes in guten Händen. Es werden auch Fahrräder nach Wunsch individuell aufgebaut und Workshops angeboten. Auf der Seite findet sich eine beeindruckend lange Fotogalerie aller als Unikat aufgebauten Fahrräder. Es gibt ein umfangreiches Ersatzteillager, das auch über den eigenen Onlineshop einsehbar ist. Der Laden ist mittlerweile so kultig, dass sie auch eigenen Merch verkaufen. 

Wohlwillstraße 12 (St. Pauli); suicycle-store.com

Fahrradzentrum Hoheluft

Das Fahrradzentrum in der Gärtnerstraße beinhaltet gleich 3 Fahrradläden: Der Name Brompton steht für kompakte Falträder, die Filiale im Center ist die größte Norddeutschlands.Gazelle, eine der beliebtesten und tradtionsreichsten Hollandradmarken, ist ebenfalls dort vertreten, der offizielle Store umfasst auch eine Serviceabteilung und Werkstatt.

Gärtnerstr. 18e (Hoheluft-West); fahrradzentrum-hoheluft.com


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Top 10: Hamburg-Filme

Vom blonden Hans über drei junge Giganten bis zur Geschichte des Serienmörders Fritz Honka – die Liste der Hamburg-Filme ist lang und reicht weit in der Zeit zurück. Hier kommen zehn Kultstreifen und ihre Szenen, die nach Elbe, Astra und Fischmarkt schmecken

Text: Andreas Daebeler

 

Große Freiheit Nr. 7

 

Den Gassenhauer „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ kennt jeder Kiezianer. Dudelt schließlich ständig aus Boxen am Millerntor, in den Kneipen rund um die Davidwache und in Bars am Hamburger Berg. Gesungen wurde das Lied einst von Hans Albers in seine Rolle als Hannes Kröger, der sich in „Große Freiheit Nr. 7“ als Sänger und Anreißer in Hamburgs Rotlichtviertel durchschlägt. Gedreht im Jahr 1943, bekommen die Deutschen den ersten Agfa-Farbstreifen der Terra-Film erst nach dem Krieg zu sehen. Grund: Den Nazis passt die Darstellung eines ziemlich abgehalfterten Seemanns nicht, Großadmiral Karl Dönitz nennt ihn sogar „wehrkraftzersetzend“. Das ändert nichts daran, dass „Große Freiheit Nr. 7“ nach dem Krieg zum Klassiker wird und Hamburg ein Denkmal setzt. Übrigens mit vielen Szenen, die tatsächlich gar nicht an der Elbe gedreht wurden. Der Film von Helmut Käutner entstand weitgehend in Prag.

„Große Freiheit Nr. 7“, erschienen 1944, Regie: Helmut Käutner, mit Hans Albers, 109 min

 

Supermarkt

 

Der Film von Roland Klick zeichnet ein oft tristes und hoffnungsloses Bild vom Kiez der 1970er-Jahre. Auf dem gaunert sich der junge Willi, gespielt von Charly Wierzejewski, durch seine Tage, bis er die Prostituierte Monika (Eva Mattes) kennenlernt und sich verliebt. Doch St. Pauli ist nicht für ein Happy-End gemacht und so gipfelt die Geschichte in einem Mord und dem gnadenlos misslungenen Raubüberfall auf einen Supermarkt, der dem Film den Titel gibt. Der Streifen gilt als schonungslose Milieustudie ohne Zeigefinger und übertrieben sozialkritischen Ansatz. Zu sehen gibt es 84 Minuten konzentrierte Wirklichkeit zwischen Landungsbrücken und Reeperbahn. Gedreht wurde „Supermarkt“ fast ausschließlich rund um den Hamburger Hafen. Das Lied „Celebration“, das im Film eine Rolle spielt, steuert ein noch weitgehend unbekannter Marius Müller-Westernhagen bei.

„Supermarkt“, erschienen 1974, Regie: Roland Klick, mit Charly Wierzejewski und Eva Mattes, 84 min

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Die Wilhelmsburger Hochhaussiedlung in „Nordsee ist Mordsee“ (Foto: Andrea David)

 

Nordsee ist Mordsee

 

Der Film ist die Geschichte von zweien, die ausziehen, weil sie zu Hause nur das Fürchten lernen. So heißt es im Trailer zu „Nordsee ist Mordsee“ von 1976. Die Geschichte des 14-jährigen Uwe, der in einer Wilhelmsburger Hochhaussiedlung lebt, vom Vater verprügelt wird und sich mit dem gleichaltrigen Dschingis mit einem selbst gebauten Floß in Richtung Meer aufmacht, ist Hark Bohms vierter Spielfilm. Gedreht hat der Regisseur unter anderem an der Neuenfelder Straße und am Veringkanal, der vom Reiherstieg abgeht. Viele der im Film zu sehenden Schauplätze sind heute verschwunden, da Wilhelmsburg sich stark verändert hat. „Nordsee ist Mordsee“ gilt Mitte der 1970er-Jahre als eine Art moderner Abenteuerfilm, Freiheit und Freundschaft sind die Hauptmotive. Die Dialoge kommen auf den Punkt, das gesprochene Hamburgisch ist im Kino heute fast ausgestorben. Und Udo Lindenbergs Textzeile „Ich träume oft davon, ein Segelboot zu klauen und einfach abzuhauen’“ kann wohl fast jeder Hamburger mitsingen.

„Nordsee ist Mordsee“, erschienen 1976, Regie: Hark Bohm, mit Uwe Enkelmann, 87 min

 

Der Amerikanische Freund

 

Der von Dennis Hopper gespielte Amerikaner Tom Ripley lebt in Hamburg. Ein zwielichtiger Typ, der sein Geld mit Kunstgeschäften verdient. Ripley überredet den todkranken Jonathan, einen von Bruno Ganz gespielten Bilderrahmen-Macher, zu zwei Auftragsmorden. Es entwickelt sich ein undurchsichtiges Spiel mit ungewissem Ausgang. Einen großen Teil des Films „Der amerikanische Freund“ drehte Regisseur Wim Wenders von Oktober 1976 bis März 1977 in Hamburg. Vor allem der Hafen und St. Pauli dienten als Kulisse. Zu sehen sind auch der Alte Elbtunnel und die Strandperle. Kritiker lobten die Atmosphäre des manchmal düsteren Films, dessen Produktion wegen des schlechten Gesundheitszustands von Hauptdarsteller Hopper zeitweise am seidenen Faden hing. Für Wim Wenders zahlten sich die Dreharbeiten in Hamburg aus: „Der amerikanische Freund“ wurde zu seinem bis dahin erfolgreichsten Streifen. Die Vorlage für den Film lieferte ein im Jahr 1974 erschienener Kriminalroman der britischen Autorin Patricia Highsmith.

„Der Amerikanische Freund“, erschienen 1977, Regie: Wim Wenders, mit Bruno Ganz und Dennis Hopper, 127 min

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Die beliebte Strandperle als Kulisse für den leicht düsteren Film „Der amerikanische Freund (Foto: Andrea David)

 

Bandits

 

Emma (Katja Riemann), Luna (Jasmin Tabatabai), Angel (Nicolette Krebitz) und Marie (Jutta Hoffmann) sind vier weibliche Knackis, wie sie unterschiedlicher eigentlich kaum sein können. Eines jedoch verbindet das Quartett – die Liebe zur Musik. Unter dem Namen „Bandits“ gründen sie die Band des Frauengefängnisses, in dem sie einsitzen. Und geraten musikalisch auf die Überholspur.

Auf dem Weg zum ersten Gig außerhalb der Mauern ergreifen die Frauen dann die Flucht. Gejagt von der Polizei, Musikfans und sensationshungrigen Medien beginnt eine irre Reise durch Hamburg. Regisseurin Katja von Garnier nimmt uns in die Hafenstraße, auf die Köhlbrandbrücke und an andere Schauplätze unserer Stadt mit. Auf der Flucht SZENE HAMBURG LICHTSPIELE 37 nimmt das Quartett zwischenzeitlich nach einem Gig in einem Club sogar eine Geisel. Kommissar Schwarz, gespielt von Hannes Jaenicke, bleibt den „Bandits“ immer auf den Fersen – bis zum furiosen und etwas surrealen Finale. Katja Riemann heimste für diesen Hamburg-Film 1998 den deutschen Filmpreis ein. Und der Soundtrack war sehr erfolgreich.

„Bandits“, erschienen 1997, Regie: Katja von Garnier, mit Katja Riemann, Jasmin Tabatabai, Nicolette Krebitz und Jutta Hoffmann, 108 min

 

Absolute Giganten

 

Vielleicht der Hamburg-Film einer ganzen Generation. Die Story von drei Freunden, die ihre letzte gemeinsame Nacht verleben, weil einer von ihnen auf einem Frachter angeheuert hat, ist nicht nur wegen den grandiosen Soundtracks von The Notwist längst Kult. Und das obwohl der Streifen 1999 an der Kinokasse zunächst floppte. Regisseur Sebastian Schipper schafft eine dichte Atmosphäre, indem er abgerockte Ecken unserer Stadt zu Schauplätzen macht. Frank Giering, Florian Lukas und Antoine Monot Jr. düsen im Ford Granada durch den Freihafen, chillen vor Industriebrachen und kickern sich durch düstere Kaschemmen. Großes Kino mit vergleichsweise kleinem Aufwand.

Das Motto der Nacht, durch die wir die drei Freunde Floyd, Ricco und Walter begleiten, bringt eine Szene des Films auf den Punkt. „Einmal alles bitte“, lautet die Bestellung beim Burger-Brater auf dem Kiez. Die volle Portion Hamburg eben. Dass der Film heute noch funktioniert, zeigte sich 2016, als 14 Kinos „Absolute Giganten“ nochmals spielten – und fast alle Vorstellungen ausverkauft waren.

„Absolute Giganten“, erschienen 1999, Regie: Sebastian Schipper, mit Frank Giering, Florian Lukas und Antoine Monot Jr., 76 min

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Als „Absolute Giganten“ gedreht wurde, war die Elphi noch nicht in Sicht (Foto: Andrea David)

 

Fleisch ist mein Gemüse

 

Heinz Strunk als Heinz Strunk – das funktioniert. In der Verfilmung seines 2004 erschienenen Bestsellers „Fleisch ist mein Gemüse“ stellt sich das Mitglied von „Studio Braun“ selbst vor die Linse. Und erzählt seine Geschichte, die hauptsächlich im Hamburger Stadtteil Harburg und dem Umland spielt. Regisseur Christian Götz nimmt uns mit auf Schützenfeste, in Dorfdiscos und miefige, mit reichlich Gedöns vollgestopfte Wohnstuben, wie sie in den 1980er-Jahren nicht selten waren. Der Spaß beim Zuschauern wird immer weder kunstvoll gestört, etwa wenn die Resignation beim scheiternden Musiker Heinz die Oberhand gewinnt und einem das Lachen im Halse stecken bleibt. „Fleisch ist mein Gemüse“ zeigt einen Teil Hamburgs, der nicht ständig im Kino gewürdigt wird. Fernab von Alster, Mö und Landungsbrücken. Rocko Schamoni als Schützenkönig und die wunderbare Susanne Lothar als Strunks Mutter sind ein Gedicht. Ein lebensnaher Hamburg-Film zwischen Komödie und Tragödie.

„Fleisch ist mein Gemüse“, erschienen 2008, Regie: Christian Görlitz, mit Heinz Strunk, 101 min

 

Soul Kitchen

 

„Soul Kitchen“ setzt Wilhelmsburg ein Denkmal. Die Halle, in der der von Adam Bousdoukos gespielte Zinos sein vom Abriss bedrohtes Lokal betreibt, steht in der Nähe des Reiherstieg-Hauptdeichs. Mit Moritz Bleibtreu, Jan Fedder, Wotan Wilke Möhring, Maria Ketikidou, Peter Lohmeyer und Udo Kier hat Regisseur Fatih Akin so ziemlich alles am Start, was 2009 die deutsche Filmszene rockt.

Die straff inszenierte Story ist mal urkomisch, mal rührend und strotzt nur so vor Leben. Birol Ünel als exzentrischer und mit Messern bewaffneter Koch Shyan ist ein Highlight von „Soul Kitchen“. Monica Bleibtreu hat kurz vor ihrem Tod ihren letzten Auftritt auf der Leinwand. Akin soll den Film selbst mal als einen modernen Heimatfilm bezeichnet haben. Für Hamburger ist das kaum zu bestreiten. Gedreht wurde schließlich nicht nur im Hafen, sondern auch an der Alster, im Mojo und in der Astra Stube an der Sternbrücke. Wie auch im Gängeviertel. Viel mehr Hamburg geht kaum.

„Soul Kitchen“, erschienen 2009, Regie: Fatih Akin, mit Adam Bousdoukos, Birol Ünel, Moritz Bleibtreu und Anna Bederke, 100 min

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Die Soul Kitchen-Halle in Wilhelmsburg: Kultfilm, Kult-Location (Foto: Andrea David)

 

Taxi

 

Alex fährt Taxi. Im Hamburg der 1980erJahre. Eigentlich hat sie gerade eine Ausbildung in einer Versicherung machen wollen. Aber das kann doch nicht das Leben sein. Also ab ins Auto. Und so nimmt Regisseurin Kerstin Ahlrichs uns mit durch de Straßen unserer nächtlichen Stadt. Mit Alex treffen wir Freaks, Betrunkene, einen Mann, der einen wilden Affen im Schlapptau hat – und ihren späteren Liebhaber Marc, der von Peter Dinklage gespielt wird. Wir erleben den Niedergang des kleinen Taxiunternehmens namens Mergolan. Und dessen Rettung durch einen Crash, den Alex verursacht.

Hauptdarstellerin Rosalie Thomass liefert uns herrliche Schnodderigkeit. Die Kultschauspieler Eisi Gulp und Armin Rohde haben skurrile Auftritte. Robert Stadelober gibt den öden Bildungsbürger, mit dem Alex irgendwie im Bett gelandet ist. Alles ist herrlich lakonisch erzählt und das Zeitgefühl der Achtzigerjahre, irgendwo zwischen sinnsuchend und verloren, wird in vielen Szenen greifbar. Vorlage zu dem Film ist der gleichnamige, 2008 erschienene Roman von Karen Duve.

„Taxi“, erschienen 2015, Regie: Kerstin Ahlrichs, mit Rosalie Thomass, Peter Dinklage, Stipe Erceg und Robert Stadlober, 94 min

 

Der Goldenen Handschuh

 

Wer sich Fatih Akins Fim „Der Goldene Handschuh“ anschaut, sollte nicht zu zart besaitet sein. In der Geschichte von Serienmörder Fritz Honka gibt es Szenen, die für manch einen Grenzen des Erträglichen überschreiten. Gedreht wurde auf St. Pauli und an anderen Schauplätzen in unserer Stadt. Für Innenaufnahmen aus der legendären Kiez-Kneipe wurde der „Handschuh“ im originalgetreuen Maßstab in den Hallen des ehemaligen Überseezentrums nachgebaut.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen und 2016 erschienenen Roman von Heinz Strunk, für den der Autor sich im Zuge der Recherche manche Nacht in der einst von Honka besuchten und noch heute geöffneten Spelunke um die Ohren geschlagen hat. Die Handlung spielt in den frühen 1970ern, als Honka sich seine Opfer auf dem Kiez suchte, um die Frauen zu ermorden und dann in seiner Wohnung in Ottensen zu zerstückeln und die Leichenteile zu verstecken. Fatih Akin bescherte dieser Hamburg-Film nicht nur Nominierungen für Preise, sondern auch Kritik für zu drastische Bilder.

„Der Goldenen Handschuh“, erschienen 2019, Regie: Fatih Akin, mit Jonas Dassler, 110 min


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