(22.6.) Nachleben, Lexer, Uebel & Gefährlich, 24 Uhr

Lexer (Foto) ist ein Freund elektronischer Tanzmusik und lädt alle anderen Freunde elektronischer Tanzmusik zur Party ins Uebel & Gefährlich. Seinen melodischen Deephouse Sound präsentiert das Ausnahmetalent in der heutigen Nacht an der Seite von FABS, Bek und Bruna & Paavo. Dies dürfte sogar sommerliche Clubvermeider in den Feldstraßenbunker locken, die sich bestenfalls früh anstellen: Karten gibt es nur an der Abendkasse.

/ OMA

Uebel & Gefährlich
22.6.18, 24 Uhr 

Nachhaltig und inklusiv – Was fürn Saftladen!

Die Idee ist so genial wie simpel: Äpfel, die normalerweise verderben würden, werden zu Saft verarbeitet. Das Geld fließt zurück in die Firma. Und die finanziert damit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. 23 Menschen haben so einen Job in der freien Wirtschaft bekommen – beim gemeinnützigen Unternehmen „Das Geld hängt an den Bäumen“.

Der Mann mit der Latzhose schüttelt den Kopf: „Warum stehst du nicht zu deinem Alter?“, fragt er. „Ich verstehe nicht, warum Frauen sich die überhaupt die Haare färben …“ Jan Schierhorn lacht laut auf. Er kennt diese Fettnäpfchen, in die Olaf gern mit vollem Anlauf springt. Schierhorn ist Gründer dieses Saftladens. Und in dem müsse man mit dieser „Abwesenheit von Diplomatie“ umgehen können, sagt er. Dann sei die Ehrlichkeit ein großes Geschenk.

23 Mitarbeiter zählt das Team um die beiden Geschäftsführer Jan Schierhorn und Svenja Weber mittlerweile. Fast jeder hat irgendeine Art von Behinderung. Asperger, taub, blind, lernverzögert, sozialphobisch. „Mich interessiert das aber erst mal nicht“, sagt Weber. „Ich muss wissen, was der­jenige kann, worauf man achten muss und wie man jemanden weiterentwickeln kann.“ Sie traut Menschen grundsätzlich erst einmal mehr zu, will Stärken fördern. Und das sei auch das Schöne: „Top ausgebildete Leute haben vielleicht noch ein Potenzial von fünf bis zehn Prozent“, sagt Jan Schierhorn. „Bei unseren Leuten liegt das bei 80-90 Prozent.“

Die Äfpel kommen aus den Gärten der Stadt und von Streuobstwiesen. Foto: ISADORA TAST

Dass er mit stolz geschwellter Brust einen Schluck vom selbst produzierten Apfelsaft nimmt, passiert eher unbewusst. Schierhorn ist keiner, der mit seinen Erfolgen protzen muss. Das „Ich“ hat er fast aus seinem Wortschatz verbannt, will nicht im Fokus stehen. Das war nicht immer so. Damals, als er sich noch über seinen Job in der Werbe- und Kommunikationsbranche definierte, wollte er gern beweisen, was er alles kann. Immer auf der Jagd nach Erfolg, immer mit dem Kopf bei der Arbeit. So richtig bewusst sei ihm das erst geworden, als seine dreijährige Tochter neben ihm auf dem Fußboden spielte und dabei immer vor sich hin brabbelte: „Papa nicht da, Papa nicht da.“ Da wusste Schierhorn: Er muss runter vom Gaspedal, Tempo aus dem Leben nehmen.

Foto: ISADORA TAST

An einem Sommerabend 2008 blickte er gedankenverloren in seinen Garten im Stadtteil Groß Borstel: Trotz unzähliger Apfelkuchen und Gläser voller Apfelmus trug der alte Apfelbaum noch immer viel zu viele Früchte. Beim Grübeln darüber, was man mit all den Äpfeln tun solle und dass sicher auch anderswo vieles auf dem Kompost lande, kam ihm eine Blitzidee: Die Äpfel alter Streuobstwiesen und aus Nachbars Gärten zu Saft verarbeiten und mit den Einnahmen Arbeitsplätze schaffen, vielleicht sogar für diejenigen, die es sonst nicht ganz so leicht haben – warum nicht Nachhaltigkeit und Soziales verbinden? Der Startschuss für „Das Geld hängt an den Bäumen“.

Dass das anfangs nicht gleich klappte, lag am Ich. „Ich habe versucht, die Idee im Habitus eines Unternehmers nach vorn zu bringen: ICH weiß das, ICH hab den Kontakt, immer nur Ich.“ Aber soziales Arbeiten funktioniert nicht, wenn einer ruft und alle anderen müssen springen. „Das ist wenig demütig“, weiß Schierhorn heute. Ein Lernprozess. „Das hat mich sehr geerdet.

Wenn er heute von dem Projekt erzählt, spricht er darum vom Wir. Und das hat ganz schön viel erreicht: 50 Tonnen Äpfel wurden in der vergangenen Saison in einer Slow-Food-Mosterei zu Saft verarbeitet und in 120.000 0,5 l- und 88.000 0,75 l-Flaschen abgefüllt. Die Flaschen mit dem originellen Etikett, das die eigenen Mit­arbeiter zieren, werden hauptsächlich an Privatkunden, Gastronomen und Unternehmen in der Metropolregion verkauft, darunter auch das Rathaus und das Inklu­sionsbüro. Die neu aufgelegte naturtrübe Apfelschorle soll jetzt als erstes Produkt des Unternehmens bundesweit an den Start gehen. Rund 150.000 Flaschen werden in 2018 dafür voraussichtlich produziert.

Foto: ISADORA TAST

„Schmeckt immer immer anders“ lautet der Slogan und der ist wörtlich gemeint. „Wir wollen gar keine Revolution des Massenmarktes“, betont Schierhorn. Es sei einfach eine Haltungsfrage: „Warum müssen wir ein stetig gleich schmeckendes Produkt machen, wenn es das in der Natur gar nicht gibt?“ Wichtig ist: Nur reifes und ungespritztes Obst wird verarbeitet, vornehmlich alte Sorten. Anders als in den Anfangszeiten kommen die meisten Äpfel heute aber nicht mehr aus Omas Garten, sondern von Streuobstwiesen der Hansestadt und alter Höfe. Auch neue Streuobstwiesen legt das Team an. So werden Ende des Jahres 2.000 Bäume bewirtschaftet.

Experten sind Schierhorn und Weber aber noch lange nicht. „Wir lernen jeden Tag“, betonen sie. „Wir wissen, bei wie viel Grad die Biene fliegt, welche Schädlinge ­ es gibt und welche Äpfel gut schmecken. Aber wenn du mir jetzt drei Äpfel hinstellst, wüsste ich nicht, welcher lecker ist“, gibt Schierhorn zu. Er beschreibe das häufig mit Dilettantismus. Oder, um es positiver zu sagen: „Wir sind Generalisten.“ Alles wissen müsse man auch nicht: „Dafür gibt es Experten“, ergänzt Weber. „So können wir die Qualität sichern und ein Produkt auf den Markt bringen, an das wir einen sehr hohen Anspruch haben.“

Foto: ISADORA TAST

Lager, Etikettierung, Konfektionierung, Auslieferung, Garten- und Landschaftsbau, Büro – die Einsatzorte für die Mitarbeiter sind vielseitig. Als Kooperationspartner von den Elbe-Werkstätten bietet das gemeinnützige Unternehmen ausgelagerte Arbeitsplätze, andere werden über das Jobcenter oder das Arbeitsintegrationsnetzwerk Arinet besetzt. Über ein mehrstufiges Praktikum wird nicht nur geprüft, ob der Bewerber der Aufgabe gewachsen ist, sondern auch ins Team passt. „Es ist jedes Mal wieder eine Herausforderung, neue Kollegen zu integrieren.“ Schließlich hat jeder so seine kleine Macke, mit der auch alle anderen umgehen können müssen. „Es können nicht auf einen Schlag zehn Leute dazu kommen, wir müssen so wachsen, dass es für jeden machbar ist und das Team es auch aushalten kann.“

Wenn ein Kollege zum Beispiel montags erst mal die Mülltonnen sortieren muss, dann kostet das zwar Zeit und damit auch Geld. Aber es sei eben auch elementar wichtig, damit er sich hier wohlfühlen könne. Und wehe, da fehle mal eine Palette oder eine Tüte. Dann brenne die Luft. „Wir haben hier ganz andere Auseinandersetzungen und Emotionen als andere Unternehmen. Ganz andere Themen, die dazu beitragen, das kleinere Eklats entstehen.“ Das sei zwar aufwendig, doch dafür sei es auch ein großes Geschenk zu erleben, dass etwas passiert, was eigentlich nicht passieren kann: „Dass ein Autist plötzlich eine vertrauensvolle Nähe zulässt und vielleicht sogar Interviews gibt, ist fast unmöglich. Bei uns passiert so was aber“, erzählt Svenja Weber und betont: „Wir wollen hier niemanden umerziehen, aber die Stigmatisierung auflösen und Facetten zeigen, die bisher nicht so deutlich wurden.“ Klar ist: „Hier arbeiten Leute miteinander und als Team füreinander, die du normalerweise nicht zusammenarbeiten lassen würdest.“

Nachbars Garten heißt der Apfelsaft, weil die Äpfel genau daher kommen. Foto: ISADORA TAST

Dass sie das ganz erfolgreich tun, zeigt die steigende Nachfrage. Erst im Frühjahr konnte mit Eurest einer der größten Betriebsrestaurant-Betreiber als Kunde gewonnen werden. Muss der Saft aber nicht auch auf den Getränkekarten der Hamburger Gastronomie stehen, die Nachhaltigkeit und Soziales ganz großschreibt? „Ach“, wehrt Schierhorn ab. „wenn ein Saft 20, 30 Cent mehr kostet als der andere, dann ist das mit der Nachhaltigkeit so eine Sache.“ Er will niemandem etwas verkaufen. „Das würde bedeuten, dass ich jemanden von meinem Produkt überzeugen will“, wehrt er ab. Darum wird an den Preisen auch nicht geschraubt, lieber verzichtet Schierhorn auf einen neuen Kunden. „Kein Mensch braucht noch einen neuen Apfelsaft. „Aber wenn jemand von unserer Geschichte überzeugt ist, gibt es eine ganz, ganz große Kundenloyalität. Fluktuation ist nicht unser Problem“, sagt er.

Das Minus auf dem Konto dagegen ist eines. Bei 450.000 Euro Umsatz klafft am Ende ein Loch in Höhe von 150.000 Euro. Trotz all des Erfolgs, der Förderprogramme und der Zuschüsse ist das Unternehmen darum auf Spenden angewiesen. Aber: ­ „Ich kann unsere Arbeit hier nicht in Geld messen“, sagt Schierhorn fast entschuldigend. Doch auch hier lernt er dazu: „Ich weiß, dass das Blödsinn ist. Unsere gesellschaftliche Arbeit ist viel wert. Wir entlasten das System: Jeder, der hier ist, wird vom Hilfeempfänger zum Steuerzahler – das ist eigentlich eine ziemlich coole Sache. Und für den Menschen und die Natur sowieso, da kann man eigentlich schon mal irgendwo klopfen und um Hilfe bitten.“

Wenn er einen Wunsch frei hätte, würde er genau das tun: Um 150.000 Euro bitten. „Wir haben im letzten Jahr 14 Leute eingestellt. Wir haben sehr große Kunden dazugewonnen, aber wir haben alle Reserven aufgebraucht“, so Schierhorn. Es gehe da­rum, agieren zu können statt immer nur zu reagieren. „Wir haben nie Luft, um mal in Ruhe zu testen, was noch so geht“, sagt auch Svenja Weber. Sie würde am liebsten auch einen Sozialpädagogen einstellen. „Die Professionalität, die jedes Unternehmen braucht, wenn man diesen Wachstumsschritt gemacht hat, lässt sich bei uns noch nicht von allein finanzieren.“ Ideen haben die beiden noch viele. Zum Beispiel Strandkörbe aus alten Obstkisten produzieren. „Jetzt müssen wir uns aber erst mal fokussieren und optimieren.“

Was die beiden als Arbeitgeber auszeichnet und warum die Mitarbeiter mit viel Leidenschaft dabei sind? „Woanders wird nicht gelobt, da wird nur gesehen, dass man schnell die Arbeit fertig macht – zack, zack“, sagt Olaf und bekommt ein zustimmendes Nicken von Samuel, der seit 2011 dabei ist: „Hier ist das komplett anders. Hier achtet man aufs Tempo. Einige sind schneller, andere langsamer. Und man hilft sich gegenseitig.“

Text: Ilona Lütje
Beitragsbild: Ana Maria Arevalo

Um die Arbeitsplätze finanzieren zu können, die Olaf und seinen Kollegen ein unabhängiges Leben ermöglichen, ist das Projekt auf Spenden angewiesen: IBAN: DE78 2005 0550 1002 1182 38; www.dasgeldhaengtandenbaeumen.de

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 Dieser Text stammt aus der Beilage „Vielfalt Leben“, dem gemeinsamen Magazin von SZENE HAMBURG (Juni 2018) und dem Inklusionsbüro. Das Magazin ist seit dem 26. Mai 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Frankenstein – „Ohne Liebe existierst du nicht“

Der Berliner Regisseur Philipp Stölzl ist in vielen Welten zu Hause. Er dreht Kinofilme, Musikvideos und bringt nun eine düstere Oper auf die Kampnagel-Bühne.  

SZENE HAMBURG: Philipp, du bringst deine Baseler Frankenstein-Theateraufführung nach Hamburg, und zwar als Oper. Was ist passiert? 

Philipp Stölzl: Das Baseler Schauspiel war glaube ich auf ein Art sehr musikalisch und – im guten Sinn – große Oper auf kleinen Raum. Liegt sicher auch daran, dass der Autor Jan Dvorak nicht nur Literat sondern eben auch Komponist ist und sehr musikalisch schreibt.  Als Georges Delnon von Basel nach Hamburg wechselte hat er uns dann gefragt, ob wir aus dem Abend nicht eine richtige Oper machen könnten. Jan hat dann das Video der Aufführung genommen und seinen eigenen Text vertont, quasi 1:1, eine Übermalung mit Musik.

Warum habt Ihr Euch für Kampnagel entschieden, nicht für die große Opernbühne?

Die Basler Aufführung hatte eine Art Arena-Bühne, man saß um einen großen Käfig herum, das war intensiv und irgendwie auch brutal. Das kann man auf Kampnagel genau so wieder herstellen. In dem Käftig ist eine überlebensgroße Puppe zu sehen, die von drei Spielern geführt wird, das Monster. Die Nähe zu diesem Wesen und das Mitleid mit ihr ist essentiell für die Inszenierung, das würde in einer großen Guckkastenbühne auf die Distanz so nicht funktionieren.

Ihr nennt das Stück eine „Gothic Oper“ – früher hast du unter anderem Musikvideos für Rammstein gedreht. Kommt da etwas von dieser Vergangenheit wieder zurück?

Kann sein. Man selber denkt ja da nicht so drüber nach. Tatsächlich habe ich meinen ersten Opernauftrag durch einen Freund bekommen, der Fan meiner Rammstein-Videos war. Das war Webers „Freischütz“, auch so ein Art deutscher „Goth“

Was hat dich am Frankenstein-Stoff gereizt?

Es ist ein starker Stoff, der mich tatsächlich schon lange beschäftigt. Ich hab als Bub die alte Verfilmung mit Karloff gesehen, viel zu früh, ich war ziemlich traumatisiert danach,  später dann den Roman gelesen. Das Buch ist ja ganz anders als die Genre-Verfilmungen, die auf Grusel und Horror abzielen, total psychedelisch, surreal, am ehesten mit E.T.A Hoffmann verwandt, entfesselte schwarze Romantik. Und eben auch politisch, was man so nicht vermuten würde. Mary Shelly hat ihn zwar als junge Frau geschrieben, aber sie behandelt darin sehr erwachsene Fragestellungen, es geht um ganz essentielle Bausteine des Menschseins. Was macht uns eigentlich aus?

Und? 

In einem Wort: Die Liebe. Ohne Liebe existieren wir nicht. Das Monster, oder die Kreatur, wacht am Anfang der Geschichte im Wald auf und weiß nichts über die Welt, kann sich selbst auch nicht einordnen. Dann lernt sie: Kälte, Hunger, Schmerz, die Sprache der Tiere. Dann trifft es auf Menschen, die sich fürchten, ihm gewaltsam begegnen. Dann begreift es: Jedes Lebenwesen hat Eltern. Und sucht seine Herkunft, seinen Schöpfer und erfährt, dass es das einzige Wesen seiner Art ist. Es kommt aus dem Nichts und geht ins Nichts. Darum bittet es seinen Schöpfer ihm eine Gefährtin zu bauen. Es will nicht allein sein. Es will auch Liebe erfahren. Als ihm sein Schöpfer das versagt, nimmt es fürchterliche Rache. Es bringt die Verlobte seines Schöpfers um. Wenn es auf ewig allein sein muss, soll es sein Schöpfer auch sein. Am Ende verfolgen sich das Monster und sein Schöpfer um den ganzen Erdball, es geht in die Arktis, an den Rand der Welt. Die Geschichte hat eine biblische Wucht, fängt auf eine Art bei Adam und Eva im Paradies an und endet mit Kain und Abel.

Du bist auch Regisseur von großen Kinofilmen wie „Nordwand“ und „Der Medicus“, verwendest du Film denn auch als Stilmittel auf der Bühne?

Manchmal schon, bei „Frankenstein“ nicht. Es ist trotzdem eine sehr filmische Aufführung. In dem Sinne, dass sie ein sehr schlüssiges und geschlossenes Narrativ hat und rasant-suggestiv, mit vielen Szenenwechseln erzählt. Außerdem ist die Inszenierung auch ein Stück weit Unterhaltung, es gibt jede Menge Nebel und einen Wald mit Bäumen, die Arktis, sogar ein bisschen Action, Sie ist,  wenn man so will, „breit“ verständlich, so wie Kino eben meistens ist. Ich bilde mir ein, dass man damit möglicherweise auch Theaterfremde begeistern könnte.

Eine letzte Frage, die dich vermutlich fast jeder fragt. Du hast in der Vergangenheit einmal ein Musikvideo für Madonna gedreht und sie hat dich angerufen. Wie war sie?  

Immer wieder diese Frage! Na gut: Sie war nett und sehr professionell. Aber das ist einfach schon sehr lange her. Eine Lebensstation unter vielen anderen. Für einen Künstler ist es glaube ich gut, nach vorne zu gucken. Ruhm ist etwas sehr Vergängliches. Mein älterer Sohn hat vor ein paar Jahren seinem kleineren Bruder von meinem Madonna-Moment erzählt. Der Kleine darauf hin: „Madonna, wer ist das?“ Der Große darauf: „Naja, sie ist so eine Art Katy Perry der Vergangenheit“…

Interview: Stefanie Maeck 

Internationales Musikfest zeigt: „Frankenstein“ auf Kampnagel, 20.-21.5., 25.-27.5.2018


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2018. Das Magazin ist seit dem 28. April 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Dieses Wochenende: Fahrraddemo

Anfang des Monats ist erneut eine Radfahrerin tödlich verunglückt. Am Samstag, den 19.5.18 um 14 Uhr, werden Hamburgs Radfahrer in Eimsbüttel für sichere Straßen demonstrieren. Treffpunkt: Kaifu-Ufer.

Am 7. Mai 2018 wurde eine Hamburger Radfahrerin von einem LKW überrollt. Sie verstarb an den Folgen des Unfalls. Auf ihren Tod folgte eine Mahnwache, bei der sich am Unglücksort niederlegten. Außerdem wurde ein sogenanntes Ghost Bike aufgestellt. Die weiß gestrichenen Fahrräder weisen weltweit auf tödlich verunglückte Radfahrer hin. Eine Demonstration ist nun für Samstag, den 19.5. geplant.

Mehr Sicherheit für Radfahrer

Organisator ist der Verein „Kurs Fahrradstadt“, der sich seit mehreren Jahren für die Sicherheit von Radfahrern einsetzt. Dieser kritisiert die Mobilitätspolitik des Hamburger Senats und fordert  ihn zum Handeln auf. An der Demonstration am kommenden Samstag (19.5.2018) beteiligen sich auch der ADFC, Radentscheid Hamburg und Politiker der Grünen (Anjes Tjarks und/oder Martin Bill) und Linken. Sie fordern eine Tempo-30-Zone im Eppendorfer Weg und auf der Osterstraße sowie eine umfassende Wende hin zu einer fahrradorientierten Verkehrspolitik.

Auf ihrer Facebookseite schreiben die Veranstalter: „Bastelt Tempo 30 Schilder, lasst eure Kinder Bilder malen, wie sie sich ihre Straßen in Eimsbüttel wünschen und bringt – wer mag – gerne auch Blumen mit, die wir an den Unfallstellen ablegen werden. Damit auch wirklich alle dabei sein können, gilt diesmal: Wer sein Rad liebt, der schiebt.”

Demo:
Sa. 19.5.18, 14 Uhr; Bundesstraße – Wiese hinter der Haltestelle Kaiser-Friedrich-Ufer; Kursfahrradstadt.wordpress.com

Critical Mass:
jeden letzten Freitag im Monat, 19 Uhr (nächster Termin: 25.5.18; Treffpunkt: Kaifu Ufer) https://criticalmass.hamburg/

Text: Sabrina Pohlmann
Foto: Kurs Fahrradstadt

Mehr Artikel über’s Radfahren in Hamburg:


Radfahren ist ein Schwerpunkt der SZENE HAMBURG, April 2018. Das Magazin ist zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Flashdance – Das Musical: Die Hauptrolle steht fest!

(Sponsored) Der 80er-Jahre Filmhit „Flashdance“ kommt ab 20. September 2018 nach Hamburg ins Mehr! Theater und die Spannung war groß: Wer wird die neue Alex Owens?

Auf der Bühne des First Stage Theaters in Altona gaben Kasper Holmboe, Kommunikationschef von 2Entertain Germany, und Thomas Gehle, Chef der Stage School, diese Woche die Hauptdarstellerin bekannt. Huch! Bei so viel Aufregung passierte ein Versprecher und das große Geheimnis wurde sogar einen Ticken zu früh gelüftet: Hannah Leser hat die Hauptrolle in der Erstbesetzung bekommen. Danach war die Anspannung weg – alle nahmen es mit Humor.

Hannah wer?

Auf der anderen Seite der Elbe tritt Hannah Leser (23) zurzeit als Mary Poppins auf. Die steifen Manieren der Mary müsse sie sich noch abgewöhnen, erzählt sie lachend. Ohja, Alex Owens und Mary Poppins sind zwei ganz unterschiedliche Charaktere. Hannah wird on stage von der Eurovision-Song-Contest-Teilnehmerin Ann Sophie begleitet. Die 27-Jährige spielt Alex Owens beste Freundin Gloria – ihr Musical-Debüt. Beide freuen sich darauf in das Pittsburgh der 80er eintauchen zu dürfen. Es wird eine Herausforderung sein aber für die zwei ausgebildeten Tänzerinnen, Sängerinnen und Schauspielerinnen ganz sicher ein Kinderspiel.

Text: Julika Kott

Bis auf die Klassiker wie Maniac, What a Feeling und I love Rock’n’Roll wird das Musical auf deutsch aufgeführt.

Mehr! Theater am Großmarkt
20.9. – 7.10.2018 

Mode-Revolutionistas stürmen Hamburg

Neues von unserem liebsten Modelabel Kluntje, das sich seit dem letzten Update umtriebig zeigt.

Kurzzeitprojekt

Einen Monat lang können wir die nachhaltigen, lokalen Produkte von Kluntje und anderen live in der Innenstadt bestaunen: Am Neuen Wall eröffnet mit „The Hub“ ein Pop-Up Store voll nachhaltiger Marken. Eine edle Adresse, die faire Mode aus der spießigen Ökoecke herausholt. Fette Eröffnungsfeier ist am 3.5.2018. Zu Kluntje gesellen sich tolle Labels mit Taschen, Kerzen, Schmuck, Schuhe und Accessoires. Endlich mal wieder shoppen mit reinem Gewissen!

The Hub, Neuer Wall 72 (Innenstadt), 2.-30.5. Mo-Sa 10–18 Uhr
3.5. Eröffnungsparty

Stylischer Umbruch

Kluntjes meinen es ernst mit dem Thema Fair Fashion und deswegen geht ihr Einsatz über den Verkauf der eigenen Produkte hinaus. Ende April stellen sie mit anderen die Fashion Revolution Week in Hamburg auf die Beine. Mit diversen Events setzen sie das Thema nachhaltige Modeindustrie in Hamburg auf die Karte. Vom Filmscreening bis zum Kleidertausch mit 2000er-Musik – hier ist ordentlich was los.

  •  24.4. Expertentalk „Herausforderungen von Ethical Fashion im Massenmarkt“ 19–21 Uhr, Avodadostore (Lerchenstr.16a)
  • 25.4. „Vom Kleiderschrank zum Reißwolf – Neue Wege für alte Kleider“ 19–21 Uhr Podiumsdiskussion in der Hauptkirche St. Katharinen (Katharinenkirchhof 1)
  • 25.4. Filmscreening: „The True Cost“ 25.4. 18.30–21.30 Uhr, Pin Thought Works (Großer Burstah 46-48)
  • 26.4. Abtanzball/Kleidertausch/Millenium Party Betahaus 19–23

Ein Sack voll Aktionen, die zeigen, das in Sachen fairer Mode in Hamburg gerade richtig was passiert.

/ Sabrina Pohlmann


Was bisher geschah

Start up

Kluntje hat 2017 den Nordstarter-Contest gewonnen.

Im August 2017 haben die Mädels vom Kluntje-Team den Nordstarter Crowdfunding Contest gewonnen, den die SZENE HAMBURG gemeinsam mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft organisierte. Kluntje hat sich nach dem Kandiszucker im Tee benannt und druckt plattdütsche Sprüche auf ihre Kleidung, die sie in Deutschland produzieren. Die Materialien sind fair gehandelt oder geupcycelt.


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FoodSZENE: Veggie-Wunder aus dem Food-Labor

Jasmin unterwegs #8: Mehr Fleisch, mehr Soja, mehr bio. Wir brauchen gute Alternativen, um langfristig alle satt und glücklich zu machen. Wie zukunftsfähig ist Fleischersatz?

Es gießt in Strömen, als ich an einem Mittwochnachmittag in die Banksstraße einbiege. Zu meiner Linken das Großmarkt-Areal, rechts der Oberhafen. Ich laufe an Farmers Cut, Frischepost, Leev sowie an zig Obst- und Gemüselieferwagen vorbei, bis ich nach gefühlten Stunden das Deutsche Zusatzstoffmuseum erreiche. „Den Umweg hätten Sie sich sparen können“, begrüßt mich der Leiter des Museums in sachlichem Ton. Stimmt, der S-Bahnhof Hammerbrook liegt näher. Aber die Strecke entlang des Oberhafens ist zur Einstimmung sehr zu empfehlen. Da ich heute die einzige Besucherin bin, lässt sich Christian Niemeyer spontan auf eine ausgiebige Fragestunde ein. In meinem Beutel habe ich Fleischersatz-Produkte dabei, darunter ein brandneues auf der Basis von Erbsenprotein. Ich möchte wissen, ob sie eine echte Alternative zu tierischem Eiweiß bieten. Als sogenannte Flexitarierin greife ich darauf hin und wieder zurück. Die Klassiker Hülsenfrüchte, Saaten und Nüsse sind zwar weniger fancy, aber immerhin altbewährt. Sie gehören neben Fleisch auf den Ernährungsplan eines jeden Leistungssportlers.

Pflanzliche Ernährungsstile liegen im Trend.

Pflanzliche Ernährungsstile liegen im Trend. Aus gutem Grund: Die Weltbevölkerung wächst und wächst, während die Produktivität vieler Agrarflächen abnimmt. Monokulturen und Überweidung belasten die Umwelt. Aber womit die Fleischgewöhnten sättigen? Bei Rügenwalder Mühle heißt die Antwort Soja, Eier und Rapsöl. Auf das vegetarische Schnitzel schwören viele, der Unterschied sei kaum zu schmecken. Bei der Firma Quorn kommt als Eiweißquelle das Pilzgeflecht Myzel zum Einsatz, die niederländische Marke Valess nutzt Milcheiweiß. An zweiter Stelle liest man dann schon die Aromastoffe. Außerdem: Trockeneiweiß für die Bindung, Gerstenmalzextrakt für die Farbe, texturiertes Weizeneiweiß für die Struktur, Methylcellulose als Füllstoff. Puh, ganz schön viel drin. „Das zeigt einfach, dass es sich um Spezialprodukte handelt, die ganz bestimmte Anforderungen erfüllen müssen“, erklärt Niemeyer, während er die Produkte in der Hand dreht. „Die Veggie-Schnitzel müssen ja in der Pfanne ihre Form behalten, um sie anbraten zu können. Dahinter stecken komplizierte Herstellungsprozesse.“ Der studierte Biologe räumt allerdings ein, dass einige Zusatzstoffe kritisch gesehen werden müssen. Methylcellulose beispielweise fördere bestimmte Bakterien im Darm, die Entzündungsprozesse auslösen können. Und preislich? Zwei vegetarische Schnitzel kosten durchschnittlich 2,99 Euro. Im Vergleich zur erzielten Gewinnspanne der Unternehmen sei das aber nicht günstig, meint Niemeyer. Die verwendeten Inhaltsstoffe kosteten kaum etwas. „Nur deshalb ist Fleischersatz für die Industrie so interessant geworden“, stellt er trocken fest.

Das Food-Start-up Amidori setzt auf die Erbse

Dann ist da aber noch die Sache mit den Sojabohnen. Zeitweise herrschte der Irrglaube, gentechnisch veränderte Sojabohnen von südamerikanischen Monsterplantagen würden im Tofu verwendet. Stimmt aber nicht. Die landen im Tierfutter (ob es das besser macht?). Unsere Tofu-Sojabohne hingegen wird in Europa angebaut. Friedrich Büse, Gründer des Food-Start-ups Amidori, will aber trotzdem nichts von der asiatischen Wunderbohne wissen. Für seine Produkte setzt er auf eine heimische Hülsenfrucht: die Erbse. Laut eigener Aussage wird sie ressourcenschonend und ohne chemische Zusatzstoffe zu Fleischähnlichem – Crunchlets, Sticks oder Pulled – verarbeitet. „Der Einsatz von Erbsenprotein ist keine Neuheit“, weiß Niemeyer. Das erste Fertiggericht, die Erbswurst, wurde schon 1866 erfunden. Als Trekkingfutter findet sie noch heute Verwendung.

Wer wissen möchte, was man mit den Produkten von Amidori alles anstellen kann, schaut am 25. März 2018 beim Pottkieker Festival in der Rindermarkthalle vorbei. Auf jeden Fall aber empfehle ich einen Besuch im Zusatzstoffmuseum. Hier kann man sich spielerisch darüber informieren, was Etiketten verschweigen. Zu meiner Recherche gehörte übrigens noch eine weitere Proteinquelle: Insekten. Sie sollen das Nahrungsmittel der Zukunft sein. Meine Kollegin Alessa Pieroth hatte ich schon so weit, sie mit mir bei Salt & Silver zu testen. Da waren sie aber gerade aus. Das holen wir nach!

Deutsches Zusatzstoffmuseum, Banksstraße 28 (Hammerbrook), Telefon 32 02 77 57

 


Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. „Sie hängen eng miteinander zusammen und befinden sich im ständigen Austausch“, sagt sie. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online und in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG.

jasmin.shamsi@vkfmi.de


Februar-Ausgabe SZENE Hamburg

 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, März 2018. Das Magazin ist seit dem 24. Februar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

 

 

 

Zero Waste – Noch mehr Stückgut

Knapp ein Jahr nach der Eröffnung hauen sie die gute Nachricht raus: Stückgut eröffnet eine zweite Filiale. Schon bald lässt sich auch in der Rindermarkthalle unverpackt einkaufen.

Die Welt versinkt im Müll. Allein die Deutschen produzieren laut Bundesumweltamt jährlich 45 Millionen Tonnen, das sind rund 559 Kilo pro Einwohner. Um hier ein grünes Zeichen zu setzen, hat im Januar 2017 mit Stückgut Hamburgs erster Unverpackt-Laden in Ottensen seine Türen geöffnet. Per Crowdfunding hatten Christiane Bors, Insa Dehne, Sonja Schelbach und Dominik Lorenzen zuvor rund 43.000 Euro gesammelt, um ihren Traum von einem nachhaltigen Supermarkt zu verwirklichen. Hier gibt es (fast) alles – außer: Verpackungen. Und das kommt an. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, freut sich Geschäftsführerin Insa Dehne. „Offenbar sehnen sich die Menschen danach, ihren Plastikverbrauch einschränken zu können.“

Jetzt planen die Macher ihre zweite Filiale. Im Frühjahr soll sie in der Rindermarkthalle eröffnen. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Auf rund 100 Quadratmetern soll es auch dort Lebensmittel sowie Kosmetik und Haushaltsprodukte geben – alle verpackungsfrei und möglichst aus der Region. Denn schließlich geht es um Nachhaltigkeit und dafür braucht man keine weiten Wege. Wer einkaufen möchte, bringt sich seine Verpackungsbehälter mit – oder erwirbt einfach welche im Laden. Abfüllen, wiegen, fertig.

Der bestehende Laden in Ottensen bleibt von den neuen Plänen unbeeinträchtigt. Aktuell sucht das Stückgut-Team bereits nach Verstärkung für die neue Filiale. Es gibt viel zu tun: „Wir müssen die Ladeninneneinrichtung fertigstellen, Behälter und Ware bestellen und und und“, sagt Insa Dehne. „Aber diesmal wissen wir ja schon viel besser, wie es geht und was wir brauchen; das macht es etwas leichter.“ Auf Startnext hat das Stückgut- Team bereits ein neues Crowdfunding gestartet.

Text: Ilona Lütje

Unterstützt Stückgut auf Startnext unter www.startnext.com/stueckgut2

 


 Dieser Text ist ein Auszug aus SZENE HAMBURG, Februar 2018. Das Magazin ist seit dem 26. Januar 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!

Social Innovation Challenge: Social Start-ups für ein nachhaltiges Hamburg

Hamburg im Jahr 2030: Welche Social Media und App gestützten Innovationen könnten die Stadt bereichern?

Genau dieser Frage möchte die „Social Innovation Challenge“ auf der Social Media Week Hamburg (SMWHH) nachgehen. Das Startup-Camp sucht innovative Ideen, die helfen, gesellschaftliche Herausforderungen in Hamburg zu meistern. Es fragt: Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie wird Hamburg 2030 bewohnbar, attraktiv und lebenswert für alle sein?

Diese Challenge wird von Innovative City, einem Think Tank für Herausforderungen eines sozialen Wandels und Accelerator für Start-ups durchgeführt. Innovative City hilft Social Start-ups bei einer Platzierung im Markt und vermittelt zwischen Gründern und Unternehmen.

Beispiel: Frischepost

Das moderne Think Tank ruft die Hamburger dazu auf, soziale Innovationen zu entwickeln. Die Geschäftsideen sollten einen wirtschaftlichen Ansatz haben, aber auch gesellschaftlichen Mehrwert bieten. Ein Beispiel dafür ist Frischepost. Das ist ein Online-Hofladen, der regionale und nachhaltig erzeugte Lebensmittel ausliefert. Da nicht jeder diese Lieferung tagsüber Zuhause empfangen kann, ist Frischepost 2017 eine Kooperation mit Budnikowsky eingegangen. Die Kunden können nun ihre Lieferung auch in Budni-Filialen abholen. Somit ist eine Zusammenarbeit zwischen stationärem Handel und Online-Shop entstanden. Budni Geschäftsführer Christoph Wöhlke sagt dazu: „Wir von Budni arbeiten gerne mit Start-ups zusammen. Im besten Fall wie bei der Kooperation mit Frischepost können beide Seiten voneinander lernen. Start-ups sind agiler und können schneller auf Entwicklungen am Markt reagieren, größere Unternehmen wie wir können mit jahrzehntelanger Erfahrung dazu beisteuern, das Start-up erfolgreich in den Markt einzuführen.“ Andere Beispiele aus Hamburg sind die Getränkemarken Viva con Agua, Lemonaid oder die Modemarke Bridge & Tunnel.

Was passiert bei der Challenge?

In 48 Stunden (28. Februar bis 2. März) können interdisziplinäre Teams ihre Idee weiterentwickeln und Geschäftsmodelle erstellen. Am ersten Veranstaltungstag lernen die Teilnehmer bei einem Podiumsgespräch von 16-17 Uhr „Soziale Innovationen aus Hamburg“ kennen. Am Abend werden dann die ersten Pitches vorgestellt und die Jury von Innovation City trifft eine erste Vorauswahl. Danach können sich die Teams zum ersten Brainstorming zusammenfinden. Der erste März steht als Erarbeitungsphase zur Verfügung, ebenso wie der letzte Veranstaltungstag bis zum Mittag. Am Nachmittag werden dann die Startup-Ideen vorgestellt und um 17 Uhr verkündet die Jury, wer von Innovative City aufgenommen und gefördert wird. Die Jury setzt sich zusammen aus Gründern, Experten und Partnern von Innovative City: Dannie Quilitzsch (Innovative City), Joko Weykopf (Innovative City / Help Here e.V. / Polycore Werbeagentur), Benjamin Adrion (Viva con Agua de Sankt Pauli), Christoph Wöhlke (Budnikowsky), Jakob Berndt (Co-Founder Tomorrow), Dr. Christian Salzmann (Startup Dock / TU Hamburg), Michaela Schirrmann (DuMont Media GmbH), Jannes Vahl (Polycore Werbeagentur / clubkinder e.V.) und Gottfried Eich (BSB Hamburg).

Text: Melina Seiler

Wie könnt Ihr mitmachen?

Na so:

E-Mail senden an saghallo@innovativecity.eu oder über das Online-Bewerbungsformular.

Einsendeschluss: 16. Februar 2018.