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Die Hamburger Tafel braucht Spenden

In Zeiten von Krieg und Inflation kommt besonders der Hamburger Tafel eine immer größere Bedeutung zu – doch die Spenden werden knapp. Der NDR ruft jetzt zusammen mit der Tafel zur großen Spendenaktion auf

Text: Felix Willeke

Schon vor dem Krieg in der Ukraine arbeitete die Hamburger Tafel am Limit. Vor dem Hintergrund der Hamsterkäufe waren besonders Konserven in den vergangenen Monaten immer wieder Mangelware. Jetzt steigen die Lebensmittelpreise in Hamburg, immer mehr Geflüchtete sind auf die Tafel angewiesen und der Verein ist dringender denn je auf Spenden angewiesen. Deswegen rufen der NDR und die Tafel für den 21. April 2022 zur großen Spendenaktion auf. 

Spenden: Was, wann und wo?

Dafür werden in Hamburg vier Zentren zur Abgabe von Lebensmittelspenden und Hygieneartikeln am 21. April 2022 eingerichtet:

Benötigt werden besonders folgende Lebensmittel:

  • Nudeln
  • Reis
  • Kartoffelprodukte
  • Mehl, Backpulver, Trockenhefe
  • Kaffee/Tee
  • Konserven (Erbsen, Bohnen, Mais, Möhren, …)
  • Gläser (Kirschen, Apfelmus, …)
  • H-Milch/H-Sahne/Kaffeesahne (keine Kühlprodukte)
  • Müsli/Cornflakes/Knäckebrot (kein frisches Brot/Brötchen)
  • Margarine (keine Butter)
  • Marmelade/Honig/Schoko-Aufstrich/Wurst/Käse (keine Kühlprodukte)
  • Gewürze

Und folgende Hygiene- und Reinigungsartikel:

  • Shampoo
  • Duschgel
  • Zahnpasta
  • Wasch- und Spülmittel
  • Toilettenpapier
  • Küchentücher
  • Taschentücher

Wer individuell Lebensmittel an die Tafel spenden möchte, kann hierfür unter 040 300 605 600 einen Termin vereinbaren. Darüber hinaus nimmt die Hamburger Tafel auch finanzielle Spenden entgegen.


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#StandWithUkraine – Aktuelles aus Hamburg

Die Ukraine wird von Russland angegriffen und in ganz Deutschland ist die Solidarität groß, auch in Hamburg. Seien es Spendenaktionen, Demonstrationen oder Links zu Portalen, die informieren. SZENE HAMBURG fasst die aktuellen Informationen für die Stadt in diesem Ticker zusammen

Spendenaktionen

Die aktuellen größeren Spendenaktionen in Hamburg:

Hanseatic Help ist eine der zentralen Anlaufstellen für Spenden für die Ukraine in Hamburg. Spendenannahme ist Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr. Auch beim Sichten und Sortieren der Bestände wird fast immer Hilfe gebraucht.

Eine Liste mit Sammelstellen und Informationen, was gebraucht wird, findet sich auch beim Ukrainischen Hilfsstab

Listen mit geprüften Organisationen, die Spenden-Aktionen organisieren finden sich beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen.

Wer Geld spenden möchte kann sich auch an den Hamburger Hilfskonvoi e.V., die Aktion Deutschland Hilft, Ärzte ohne Grenzen oder #LeaveNoOneBehind wenden

Grundsätzlich empfiehlt die Menschenrechtsorganisation medico International, vor allem Geld zu spenden. Hintergrund: Sach- und Materialspenden verursachen zum Teil hohe Kosten. Hinzu kommen zeitaufwendige Prozesse wie die Sortierung und die Zollabfertigung. Mit Geldspenden können notwendige Produkte im Land selbst gekauft werden, sofern das möglich ist. Außerdem empfiehlt der Hamburger Senat keine privaten Transporter an die Grenze der Ukraine zu organisieren, da laut den Hilfsorganisationen vor Ort diese Fahrten die humanitäre Arbeit vor Ort erheblich behindern. Diese Hilfsorganisationen beraten im Einzelfall auch Menschen, die dies trotzdem planen.

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Demonstrationen

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Jeden Abend

„Hamburg blinkt mit den Fenstern für den Frieden“ – jeden Abend von 19:58 bis 20:00 soll ein solidarisches Zeichen für die Ukrainer:innen und gegen den Angriffskrieg Putins gesetzt werden. Ausgedacht hat sich die Aktion der Hamburger Holger Güssefeld.

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Aktionen in Hamburg

Ein Überblick über aktuelle (Benefiz-)Veranstaltungen:

Am 28. Mai um 12 Uhr gibt es mit „Allstars for Ukraine“ ein Benefiz-Fußballspiel zu Gunsten der Ukraine. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Peter Tschentscher und Wladimir Klitschko treten im Hamburger Volksparkstadion zwei Legenden-Fußballteams für Frieden und Solidarität gegeneinander an. Mit dabei sind neben ehemaligen HSV-Größen wie Marcell Jansen und Piotr Trochowski und Stig Töfting auch frühere Nationalspieler wie Timo Hildebrand, Patrick Owomoyela und Spielerinnen wie Conny Pohlers und Jennifer Meier. Für die Partie gibt es zwei Schiedsrichter:innenteams: Die erste Halbzeit leitet Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich zusammen mit Celina Böhm und Sascha Thielert. Die zweite Hälfte übernimmt der nach Hamburg geflüchtete ukrainische Schiedsrichter Denys Shurman.

„Seid dabei am 28. Mai im Volksparkstadion in Hamburg. Als Zuschauer, als Sponsor. Alles hilft uns“, sagte Wladimir Klitschko in einem Video:

Tickets gibt es für 5 bis 15 Euro.

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Quellen für aktuelle Berichterstattung

Wer sich über die aktuelle Lage in der Ukraine informieren will, der findet hier Ticker, Hintergrundberichte und aktuelle Einschätzungen:

Noch mehr und ausführlichere Einordnungen und Hintergrundinformationen gibt es beim Podcast „das Politikteil“ der Zeit, beim Podcast „Acht Milliarden“ des Spiegel und vielen anderen Formaten.

Grundsätzlich gilt: Bei Informationen zur Ukraine den oben genannten Medien und anderen großen Leitmedien vertrauen. Diese Informationen sind eingeordnet und überprüft. Bei Informationen via Social media gilt:

  • Möglichst Inhalte von glaubwürdigen und unabhängigen Medien konsumieren.
  • Fotos und Videos von Quellen, die man nicht einschätzen kann, sind mit Skepsis zu betrachten.
  • Man sollte sich sehr gut überlegen, was, von wem und ob man etwas selbst verbreitet.

Nachrichten aus Hamburg

Hamburg und Kyjiw haben eine strategische Städtepartnerschaft vereinbart. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko haben dazu einen „Pakt für Solidarität und Zukunft“ unterzeichnet. Der Pakt soll dabei nicht nur im Lichte des Angriffskrieges auf die Ukraine ein Zeichen setzen, er soll auch die Unterstützung für den Wiederaufbau sichern. Während die humanitäre Hilfe zusammen mit Handelskammer Hamburg und in Kooperation mit der Initiative #WeAreAllUkrainians sowie dem Verein Hanseatic Help umgesetzt wird, sollen in der zweiten Phase besonders wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Beziehungen gestärkt werden. „Diese Vereinbarung ist sehr wichtig für die Stadt Kyjiw. Ich bin der Stadt Hamburg dankbar, die für mich persönlich sehr viel bedeutet, für die weitere Bestätigung echter Freundschaft, Unterstützung und die Bereitschaft, der Stadt Kyjiw und der Ukraine zu helfen“, sagt Vitali Klitschko. „Mit dem Städtepakt schaffen wir jetzt ein offizielles und starkes Band zwischen Kyjiw und Hamburg, das zielgerichtet Hilfe leistet, aber auch ein Versprechen für die Zukunft ist“, ergänzt Peter Tschentscher.

Weitere Infos aus der Stadt

Für Ukrainer:innen die in Hamburg ankommen ist die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung im Bargkoppelweg 66a die erste Anlaufstelle. Hier wird die Registrierung vorgenommen und sich um Versorgung und Unterbringung der Geflüchteten gekümmert. Des Weiteren können sich Ukrainer:innen beim Call-Center des Ukrainisches Hilfsstabs melden. Die Nummer lautet: 0800 504 562 (und für Anrufe aus der EU: 00800 38 38 38 00). Helfer:innen können sich unter 00800 38 38 38 00 melden.

Geflüchtete die privat unterkommen, können sich auch zur Registrierung im Amt für Migration in Wandsbek (Hammer Straße 32-34) melden. Geöffnet ist es zu diesem zweck ab sofort täglich (auch am Wochenende) von 8 bis 17 Uhr.

Der Ethem Yilmaz Verlag hat zusammen mit tabmag und der niedersächsischen Lotto-Stiftung zur Zeit an einen Sprachguide für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine entwickelt. Dieser ist unter wegbegleiter-ukraine.de zu finden.

Wer sich um Geflüchtete kümmern möchte oder private Unterkünfte anbieten will, kann sich beim Bündnis Hamburg Flüchtlingsinitiativen, der Aktion #LeaveNoOneBehind, der Initiative #Unterkunft für Menschen aus der Ukraine oder dem Verein Mission Lifeline melden.

Für Ehrenamtliches Engagement gibt es ebenfalls einige Anlaufstellen in der Stadt. Eine Liste mit Organisationen aus Hamburg und Norddeutschland, die immer ehrenamtliche Helfer:innen suchen, findet sich bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Hamburg.

Während Geflüchtete aus der Ukraine schon seit ein paar Tagen mit der Bahn kostenlos nach Deutschland kommen können, können Schutzsuchende aus der Ukraine jetzt auch den gesamten hvv weiterhin bis mindestens Ende Mai kostenfrei nutzen.

Wer nicht direkt vom Krieg in der Ukraine betroffen ist, sich aber trotzdem Sorgen macht oder Ängste hat, kann sich an die Telefonseelsorge wenden. Unter 0800 / 111 01 11 oder 0800 / 111 02 22 ist diese 24 Stunden am Tag erreichbar.
Ein für Eltern, Kinder und Jugendliche spezialisiertes Anbot bietet die Nummer gegen Kummer. Kinder und Jugendliche können unter der Nummer 116 111 von montags bis Samstag von 14 bis 20 Uhr Hilfe in Anspruch nehmen. Für Eltern ist dies montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und dienstags und donnerstags bis 19 Uhr unter 0800 / 111 05 50 möglich.

Dieser Ticker erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer noch Tipps und Informationen zu Demos, Spendenaufrufen oder anderen Aktionen in der Stadt hat, kann sich gerne via Instagram oder Facebook an SZENE HAMBURG wenden.


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„Wir haben eine Verantwortung“

Die Solidarität mit der Ukraine und mit den vor dem russischen Angriffskrieg fliehenden Menschen ist groß. Auch aus der erst kürzlich wieder hochgefahrenen Club- und Veranstaltungsszene gibt es Hilfe. John Schierhorn vom Schrødingers im Schanzenpark berichtet

Interview: Ole Masch

Benefiz-Flohmarkt im PAL, Ukraine Fundraiser-Party im Edelfettwerk oder der „Peace Please Soli-Rave“ am 1. April 2022 im Fundbureau sind nur einige Beispiele, wie innerhalb der Clubszene geholfen wird. Auch die Crew um John Schierhorn vom Schrødingers packt kräftig mit an. Bereits im letzten Jahr wurde das Kulturzentrum mit dem Sonderpreis des Club Awards geehrt. Diverse Soli-Veranstaltungen, unter anderem für Sea Watch, eine wöchentliche Essensausgabe für bedürftige Menschen oder im Winter Platz für ein Zeltlager, um Obdachlosen einen Ort zum Verweilen zu ermöglichen, waren Gründe für die Auszeichnung. In der aktuellen Situation, wo täglich Tausende Geflüchtete in Hamburg ankommen, konnte das Schrødingers sein Netzwerk ebenfalls nutzen, um Menschen direkt zu unterstützen.

„Erst einmal muss es meist schnell gehen“

SZENE HAMBURG: John, woher kommt der Antrieb immer wieder zu helfen?

John Schierhorn: Es wird halt gerade einfach Hilfe gebraucht. Wir sind ja nicht nur Konzertort, sondern vor allem auch Stadtteilkulturzentrum. Als solches haben wir eine Verantwortung. Und wir wissen: Die Welt wird nicht besser, wenn nicht alle daran mitarbeiten. Also begreifen wir uns als Team und Ort, an dem jeder Mensch mithelfen kann!

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„Es wird gerade einfach Hilfe gebraucht“ sagt John Schierhorn vom Schrødingers (Foto: ohne Credit)

Welche Hilfsaktionen habt ihr im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine initiiert?

Wir unterstützen die Helfenden an der Registrierungsstelle in Wandsbek. Dort sind jeden Tag mehrere Hundert Menschen. Wir haben ein kleines Logistikzentrum gebaut und koordi­nieren die Versorgung mit warmen und kalten Speisen, Hygieneartikeln, Decken et cetera mit. Zusätzlich werden wir ab dem Monatswechsel im Schrødingers eine Kinderbetreuung einrichten, damit die geflüchteten Kids ein wenig auf andere Gedanken kommen und die Eltern sich um Orga und so weiter kümmern können.

Wie baut man so eine Hilfsaktion auf ?

Erst einmal muss es meist schnell gehen. Dann aber geht es viel um Logistik. Es braucht eine gewisse Infrastruktur vor Ort, das erleichtert jeden weiteren Schritt erheblich. Dazu zählt auch allerhand Organisation. Dabei ist die freiwillige Mitarbeit von Menschen, die idealerweise eine solide Vorbildung haben, megawichtig. Insbesondere Menschen aus dem Veranstaltungsbereich haben natürlich einen guten Überblick, wie viele Menschen zu versorgen und die Abläufe zu planen sind.

Wie schafft ihr das neben dem eigent­lichen Betrieb?

Wir teilen uns auf, arbeiten richtig viel und haben Mut zur Lücke.

„Kriege einfach nicht mehr führen, wäre ganz geil“

Wie schätzt du die Solidarität inner­halb der Club­ und Veranstaltungs­szene ein?

Die Clubs sind gerade alle mitten in der Eröffnung. Aber viele stellen zum Beispiel ihre Bandappartements zur Verfügung und die Mitarbeitenden vor Ort sind oft Clubmenschen. Lieblingskommentar gerade gestern: „Eigentlich fehlt hier nur noch der DJ.“

Wie kann man sich als Einzelperson beteiligen?

Es gibt an allen Hilfsorten mittler­weile Orgateams, die über Facebook, Padlet und Whatsapp vernetzt sind. Im Zweifel einfach vor Ort vorbeischauen und dort fragen, wie man in die Gruppen kommt.

Was sollte man vermeiden?

Einfach mit irgendwelchen Sachen kommen. Insbesondere Klamotten­ spenden werden fast nirgends mehr angenommen. Vor Ort oder in den Gruppen nach den tagesaktuellen Bedarfen fragen. Oder gerne auch einfach Geld spenden, damit kann meist am schnellsten auf die aktuellen Bedarfe reagiert und in großen Mengen eingekauft werden.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Kriege einfach nicht mehr führen, wäre ganz geil. Und dafür sorgen, dass alle Menschen ein Dach über dem Kopf und genug gesundes Essen haben. Das kann verdammt noch mal nicht so schwer sein, wenn alle mitmachen!

schroedingers.hamburg/spenden

Eine Übersicht über weitere Hilfsaktionen, Soli-Veranstaltungen der Kultur, Demonstrationen und Informationen für Geflüchtete und Helfende gibt es im Ukraine-Ticker der SZENE HAMBURG.


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MenscHHamburg WG

Zweite Heimat für Geflüchtete durch Spenden und Verkauf von #MoinMoinRefugees-Buttons

Text: Katharina Stertzenbach

MenscHHamburg e. V. sorgt dafür, dass rund 20 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in einer Wohngemeinschaft Zuflucht finden. Unter dem Motto „Voneinander lernen, miteinander leben“, wohnen die Vertriebenen für ein Jahr unter einem Dach. Dabei helfen ihnen Mitglieder und Freundinnen des Vereins bei der Bewältigung des WG-Alltags, hier in ihrer vorübergehend neuen Heimat. Die Unterstützung geht hier über die gewöhnlichen Hilfestellungen wie Behördengänge oder Arztbesuchen hinaus. So unternehmen die Unterstützer auch freizeitliche Aktivitäten mit den ukrainischen Refugees. Zusammen statten sie zum Beispiel dem FC St. Pauli einen Besuch im Millerntorstadion ab, oder sie organisieren gemeinsame Spielabende.


Stand with Ukraine

Die Ukraine wird von Russland angegriffen und in ganz Deutschland ist die Solidarität groß, auch in Hamburg. Seien es Spendenaktionen, Demonstrationen oder Links zu Portalen, die informieren. SZENE HAMBURG fasst die aktuellen Informationen für die Stadt in diesem Ticker zusammen.


Unterstützt werden kann die MenscHHamburg-WG durch Spenden an den Verein sowie durch den Kauf der #MoinMoinRefugees-Buttons im Ukraine-Design. Firmen erhalten gegen eine Spende von 100 Euro an MenscHHamburg e. V. 50 Buttons. Einzelne Buttons sind im Büro des Vereins für einen Euro erhältlich.

Seit 2011 ruft MenscHHamburg e. V. mit außergewöhnlichen Aktionen wie zum Beispiel MauMauMasters oder dem Welttrinkgeldtag zum sozialen Engagement in der Stadt auf. Mit der Kampagnen wie „Keiner kommt, alle machen mit“ oder #TeamHamburg hat der Verein während der Pandemie über eine Million Euro für Kulturschaffende gesammelt und sorgte damit bundesweit für Aufmerksamkeit.

Susannenstraße 26 (Mo–Do 11–18 Uhr, Fr 11–16 Uhr), mensch.hamburg, @MenscHHamburgWG


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Kleiderspende: Hier könnt ihr Altkleider abgeben

Ihr habt euren Kleiderschrank aussortiert? Gut erhaltene Textilien könnt ihr bei diesen Stellen in Hamburg abgeben.

Text: Michelle Kastrop

 

Die Stadtreinigung hat alle 120 Altkleider-Container in der Stadt abgebaut, auch das Deutsche Rote Kreuz sperrte seine Container. Die Hauptgründe: Die Tatsache, dass unbrauchbare Textilien gespendet werden und die hohe Menge, weil die Hamburger während der Corona-Pandemie ihre Schränke ausgemistet haben. Wer trotzdem helfen oder die Kleidung aus Umweltgründen länger im Kreislauf halten möchte, sollte sich die Frage stellen: Würde ich es meinem besten Freund geben? Wenn die Antwort Nein ist, gehören die Textilien auf Recyclinghöfe. Wenn sie Ja lautet, nehmen folgende Stellen die Ware entgegen.

 

Stilbruch

Als Tochterunternehmen der Stadtreinigung Hamburg ist Stilbruch bekannt für Gebrauchtwaren, die sonst auf dem Müll landen. Auch Privatpersonen können ihre ausrangierten, aber noch brauchbaren Sachen zu Stilbruch bringen – natürlich auch Klamotten. Die Kleidungsstücke müssen allerdings in absolutem Topzustand und eigentlich zu schade zum Wegwerfen sein. Dann nehmen die Gebrauchtwarenkaufhäusern von Stilbruch sie gerne entgegen. Die Stores sind übrigens der perfekte Ort für Schnäppchenjäger.

Ruhrstraße 51 (Altona)
Helbingstraße 63 (Wandsbek)
Lüneburger Straße 39 (Harburg)
stilbruch.de

 

Oxfam Shops

Mittlerweile gibt es 54 Oxfam Shops in Deutschland. In den drei Hamburger Filialen können gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben werden. Doch es geht nicht nur um die Qualität der Secondhand-Artikel, sondern aktuell auch um die Quantität: eine Tasche oder eine kleine Kiste mit Kleidung, die zur Saison passen, reichen aus. Die Oxfam Shops stehen außerdem für nachhaltigen und bewussten Modekonsum und nehmen keine Artikel aus der Fast-Fashion-Industrie an. Die erwirtschafteten Finanzmittel kommen der Nothilfe, den Entwicklungsprojekten sowie der Kampagnenarbeit von Oxfam Deutschland e. V. zugute.

Bahrenfelder Straße 130 (Ottensen)
Hoheluftchaussee 58 (Hoheluft-Ost)
Wandsbeker Marktstraße 10 (Wandsbek)
shops.oxfam.de

 

Hanseatic Help

Im August 2015, als die Flüchtlingsströme in Europa ihren Höhepunkt erreichten, brachten viele Hamburger ihre Spenden zu der Kleiderkammer in den Messehallen. Aus dieser Aktion entstand zwei Monate später der Verein Hanseatic Help. Seit 2016 hat der Verein seinen neuen Standort am Fischmarkt. Es werden alltagstaugliche, saubere und intakte Spenden benötigt und derzeit nehmen die Helfer nur maximal zwei Taschen, Kartons oder Säcke pro Person an. Welche Textilien besonders gebraucht werden, steht auf der Homepage. Da die Festival-Sammelaktion von Hanseatic Help dieses Jahr nicht stattfinden kann, fehlt es insbesondere an Schlafsäcken und Isomatten.

Große Elbstraße 264 (Altona)
hanseatic-help.org

 

Kleiderkammer Caritas

Bis Anfang Oktober öffnen die Caritas im Norden nur die „Kleiderkammer to go“ am Mariendom 5 für Spendenausgaben. Danach nimmt sie wieder Altkleiderspenden entgegen. Die benötigten Klamotten sind: Jeans, Kapuzenpullis und Sportschuhe für junge Männer. Wichtig bei allen Artikeln ist neben der 1A-Qualität, dass sie passend nach Saison abgegeben werden. Kurze Sachen zum Frühling und Sommer, Winterjacken und Pullis zum Herbst und Winter. Also: Im September anfangen auszumisten und Anfang Oktober spenden!

Danziger Straße 66 (St. Georg)
caritas-im-norden.de

 

Nutzmüll

Nutzmüll e.V. wirkt aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität von sozial benachteiligten Menschen mit. Die Stärke des Vereins ist die Verknüpfung von Beschäftigung, Qualifizierung sowie beruflicher und sozialer Integration von Langzeitarbeitslosen und Schwerbehinderten. Zugleich praktiziert Nutzmüll Umweltschutz durch Müllvermeidung, Wiederverwendung und Upcycling. Die Abgabe von Spenden ist in Bahrenfeld, Wandsbek und Billstedt möglich.

Boschstraße 15b (Altona) 
Am Stadtrand 56 (Wandsbek) 
Billbrookdeich 266, Zufahrt Berzeliusstraße 95f (Mitte) 
www.nutzmuell.de

 


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Jingle Wells: Der Viva con Agua Spendenmarathon

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Während in vielen TV-Sendern Prominente am Telefon hocken, lässt Viva con Agua am 21. Dezember 2021 die Korken knallen

Text: Felix Willeke

 

Jan Delay, Bela B, Antje Schomaker, Fynn Kliemann, Lena Meyer-Landrut – das Line-Up des ersten Viva con Agua Spendenmarathon liest sich wie das eines großen Festivals. Am 21. Dezember 2021 gibt es mit weiteren bekannten Gesichtern aus Punk und Fernsehen ab 18 Uhr insgesamt fünf Stunden Live-Programm mit einem Ziel: So viele Spenden wie noch nie für Wasser- und Hygieneprojekte zu sammeln. „Der Spendenmarathon ist die größte Live-Produktion, die Viva con Agua bisher gestemmt hat”, sagt Micha Fritz, Mitgründer von Viva con Agua.

Das Netzwerk will mit diesem Spendenmarathon seine Reichweite nutzen, um die weltweit 771 Millionen Menschen ohne Zugang zu einer Basisversorgung mit sauberem Trinkwasser, oder die 1,7 Milliarden Menschen ohne sanitäre Grundversorgung unterstützen. Alle Spenden und Erlöse des Abends gehen an das One WASH-Projekt in Uganda.

 

Noch mehr Programm

 

Neben den musikalischen Gästen gibt es eine große Auktion, bei der persönliche Sachen von Freunden des Netzwerks versteigert werden. Darunter die Fußballprofis David Alaba, Mats Hummels und Julian Brandt, Musiker Bill Kaulitz und Influencerin Caro Daur. Dazu gibt es eine Koch-Quizshow und natürlich kommt auch das Thema Kunst im Rahmen einer weiteren Auktion nicht zu kurz.

Zu sehen ist das breit gefächerte Programm auf verschiedenen Kanälen: Modertorin Aminata Belli führt auf jinglewells.org durch den Hauptstream, darüber hinaus wird das Live-Programm via TikTok und Streams auf twitch.tv und Instagram zu sehen sein.

vivaconagua.org


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Untreue in der Fabrik? Neue Entwicklungen

Am Vormittag des 31. Mai 2021 hatte die Hamburger Polizei und Staatsanwaltschaft die Fabrik Hamburg und die Privaträume ihrer Geschäftsführerin durchsucht. Der Verdacht der Veruntreuung von Stiftungsgeldern und Spenden steht seitdem im Raum. Jetzt hat sich Kultursenator Carsten Brosda zu den Vorfällen geäußert  

Text: Felix Willeke

Laut dem Hamburger Abendblatt gibt es neue Entwicklungen rund um die Fabrik in Altona. Das Blatt hatte schon im Juli 2021 von einer Razzia im Mai 2021 berichtet, die auf den Vorwurf der Untreue zurückgeht. Der Fabrik-Leiterin wurden die Veruntreuung von Stiftungsgeldern und Spenden vorgeworfen. Konkret geht es bei den Anschuldigungen laut dem Abendblatt um die Abrechnung von vermeintlich privaten Flug- und Zugreisen, von Wohnungsumzügen und anderen vermeintlich privaten Ausgaben. Jetzt hat sich der Kultursenator zu diesem Sachverhalt geäußert.

Brosda fordert Veränderungen

Laut dem Abendblatt fordert Kultursenator Carsten Brosda Veränderungen in der Fabrik. „Die im Raum stehenden Vorwürfe wiegen schwer, und ich hoffe sehr, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bald abgeschlossen sind“, so zitiert das Abendblatt Brosda. Man habe der Fabrik und seinem Stiftungsrat „geraten, die Aufsichtsstrukturen zu verändern“. Jetzt bleibt das Ergebnis der Ermittlungen abzuwarten. Unterdessen geht der Konzert- und Veranstaltungsbetrieb in der Fabrik weiter. Das Kulturzentrum wird zwar von der Stadt gefördert, trägt sich aber zum größten Teil selbst.


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