(1.3.) Film, You Can’t Take It With You, Metropolis, 21.30 Uhr

Niemand – weder Cary Grant noch John Wayne – hat mehr klassische Hollywoodfilme gedreht als James Stewart. Das Metropolis Kino widmet dem 1997 verstorbenen Schauspieler nun eine Reihe, beginnend mit den frühen Filmen unter der Regie von Francis Capra, in denen Stewart den bodenständigen, idealistischen Gutbürger mimt. Erst später, unter Hitchcock („Cocktail für eine Leiche“ u.a.), zeigt sich auch die dunkle Seite Stewarts. Los geht es mit „You Can’t Take It With You“ (1938, OF). / MAS

Metropolis
1.03.17, 21.30/19 Uhr

 

(1.3.) Musik, Jools Holland, Fabrik, 20 Uhr

Die britische Musikkultur ohne Jools Holland? Längst undenkbar. Der 59-Jährige hat allein mit seiner Fernsehshow „Later with Jools Holland“ eine großartige Bühne geschaffen, die er für Newcomer offen hält, auf der aber auch bereits Superstars à la Muse, Jack White und Coldplay standen. Holland selbst war, ist und bleibt als Live-Act am Klavier natürlich ebenso gut. / EBH

Fabrik
1.3.17, 20 Uhr

(28.2.) Musik, FiDO plays ZAPPA, MS Stubnitz, 20 Uhr

Die Dirty Fingers Tour 2017! Zum 75. Geburtsjahr von Frank Zappa 2015 hat sich das Schweizer Tribute Orchestra Fido neu formiert und geht nun auf Dirty Fingers Tour. Die sieben-köpfige Formation greift dabei tief in die Repertoire- und Trickkiste des amerikanischen Komponisten, Gitarristen und stilbildenden Bürgerschrecks.

Geblieben ist die Mischung aus rotzig-rockiger Live-Show gepaart mit Schweizer Präzisions-Handwerk, mit der die bühnenerfahrenen Profis ihre Leidenschaft für die Musik des Great American Composer ausleben. Für Fans die Show! Eintritt: ab 15 Euro

MS Stubnitz
28.2.17, 20 Uhr

(28.2.) Musik, Julian Le Play, Gruenspan, 20 Uhr

Mit nunmehr drei Alben, die allesamt in die Top 5 der österreichischen Charts einstiegen, ist der Wiener Julian Le Play in Österreich kein Unbekannter mehr. Zahlreiche Tourneen an der Seite von Bands wie Revolverheld oder James Blunt machten ihn mittlerweile auch hierzulande ein bekannt. Seine musikalische Handschrift: Songwriting und Elektronik-Arrangements. Bisschen Pop, bisschen Herzschmerz…

Gruenspan
28.2.17, 20 Uhr

(27.2.) Film, Die letzten Männer von Aleppo, Abaton, 20 Uhr

Die Film „Die letzten Männer von Aleppo“ des syrischen Regisseur Feras Fayyad und seines dänischen Ko-Regisseurs und Cutters Steen Johannessen startet bundesweit am 16. MärzBeim diesjährigen Sundance Film Festival gewann der Beitrag den Preis für den besten Dokumentarfilm 2017 im Wettbewerb „World Cinema Documentary“, für den traditionell aus vielen tausend Eineichungen nur 12 Filme ausgewählt werden.

Regisseur Fayyad begleitet im Film fast zwei Jahre lang bis zum Herbst 2016 drei Männer der zivilen Hilfsorganisation “Weißhelme” bei ihren Rettungsversuchen in den Trümmern von Aleppo. Täglich kämpfen die Helfer ums Überleben und um ein Stück Menschlichkeit dort, wo der Krieg zur Norm geworden ist. Bewegend, tragisch, zutiefst menschlich. Im Abaton wird der Film im Rahmen einer Preview mit den Regisseure Feras Fayyad und Steen Johannessen sowie der deutsche Koproduzenten Stephan Kloos als Gast zu sehen sein.

Abaton
27.2.17, 20 Uhr

Foto: Rise And Shine Cinema

(27.2.) Theater, Fips Asmussen, Schmidts Tivoli, 20 Uhr

„Fips Asmussen live“ . Was die einen zum Augenrollen bewegt, lässt Fans dieses Old-School-Witze-im-Stakkato-Rezitierers liebevoll gluckern bis kichern.  Tatsache ist: Seit über 30 Jahren ist Fips Asmussen auf der Bühne. Heute tritt erneut mit alter Frisur und vielleicht auch neuen Witzen auf. Im Schmidts Tivoli. Karten gibt es ab 16,50 Euro.

Foto: Thomas Tiltmann

Schmidts TIVOLI
27.2.17, 20 Uhr

(26.2.) Theater, Das Schlaf, Fundus Theater, 16 Uhr

Kurz vorm Schlafen gehen drehen Kinder oft nochmal richtig auf. So auch der kleine Besserwisser Luca, der lieber mit der Zwille auf Nachbars Katze zielt, als den Matratzenhorchdienst anzutreten. Da kann nur noch das Schlaf helfen. Mit Aktentasche unterm Arm und den Worten „Ich bin dein Schlaf für heute Nacht“ klopft es an die Kinderzimmertür. „Schlaf? Wie dumm bist du denn? Das muss Schaf heißen. Schon mal in den Spiegel geguckt?“ kontert Luca keck.

Es beginnt ein Kräftemessen im Pupsen und in die Augen starren. Alles nur ein Spiel, Kampf oder doch eine Fantasie? Das Stück „Das Schalf“, angelehnt an das gleichnamige Kinderbuch aus der Feder des Comiczeichners Flix, ist neu im Repertoire der vielfach ausgezeichneten Theatertruppe „Theater am Strom“. Die hat sich gewohnt liebevoll, poetisch und musikalisch der Geschichte angenommen. Ihre feinfühlige Adaption zeigt das Tourneetheater jetzt zum ersten Mal im Fundus Theater. (ali)

Fundus Theater Hamburg
26.2.17, 16 Uhr

(27.2.) Stadtleben, Social Media Week, div. Locations

#Esgehtwiederlos! Groß ist die Vorfreude auf die Social Media Week, Deutschlands größte kostenfreie Digitalkonferenz mit etwa 150 kostenfreien Veranstaltungen. Über 3.500 Teilnehmer werden zu den Einzelveranstaltungen an wechselnden Locations erwartet. Bis zum 3. März wird eine eine vielfältige Themenwoche mit zahlreichen Highlights und Fokusthemen rund um das globale Motto „Language and the Machine – Sprache trifft Technologie: Algorithmen und die Zukunft der Kommunikation”.

Mit einem Grußwort eröffnet der neue Kultursenator Dr. Carsten Brosda heute, am 27. Februar um 10.30 Uhr, im Handelskammer InnovationsCampus (HKIC) die SMWHH 2017. Im Anschluss startet die Konferenzwoche passend zum globalen Motto mit dem Thema „Chatbots – Modeerscheinung oder ,must have’ für Unternehmen“. Am Nachmittag geht es um 16.30 Uhr in der Markthalle im Themenfokus „Business & Brands“ dann um eines der derzeit aktuellsten Branchenthemen: „What´s hot in Content Marketing? – live nachgefragt“ bei den Content Marketing Spezialisten Dr. Kerstin Hoffmann, Klaus Eck und Sascha Stoltenow. Nur ein Anreißer. Mehr über die Veranstaltungen gibt es auf der Homepage.

Social Media Week
27.2. – 3.3.17

BierSZENE. Learning by brewing – Auf ein Bier mit Natalie von Von Freude

Ein grauer Schietwettertag in Hamburg – der perfekte Zeitpunkt für ein großes bisschen Freude! Deshalb habe ich mich mit Natalie Warneke von der Hamburger Craft-Beer-Brauerei Von Freude getroffen, um mehr über sie und ihr Bier zu erfahren.

BierSzene. Learning by brewing – Auf ein Bier mit Natalie von Von Freude

Bereitet Freude an einem dunklen Wintertag. Schmackhaftes Craft Beer. Foto: Sybille Fischer + Jennifer Meyer

Daniel: Vom Job in der Modebranche hin zur Bierdesignerin, was für ein Karrierewechsel! Warum bist du Brauerin geworden?

Natalie: Das ist eigentlich ganz einfach: Ich liebe gutes Essen und gutes Trinken. Und ich liebe Bier. Ich bin an der belgischen Grenze zwischen belgischen Bier und Kölsch aufgewachsen. Als ich für meinen früheren Job in der Modebranche nach Hamburg gezogen bin, habe ich ehrlich gesagt aufgehört, Bier zu trinken. Denn Supermarktpils war nie meins und die Vielfalt hier oben ziemlich mau. Dann kam mir und meinem Mitgründer Martin der Gedanke: Bier kann man ja auch selber machen und zwar in lecker und ohne Kunststoffe zum Filtrieren. Also haben wir am heimischen Herd unser erstes Bier gebraut.

Aufregend – das erste eigene Bier. Wie seid ihr das angegangen?

Die Ideen für den Sud haben wir uns ganz einfach in amerikanischen Heimbrauforen angelesen – und uns dann für ein ­Düsseldorfer Alt entschieden. Martin und ich finden: So muss Altbier sein. Außerdem war uns bei einem obergärigen Bierstil, der nicht gekühlt werden muss, klar, dass wir den in unserer heimischen Küche hinkriegen könnten. Von da an ging das große Experimentieren los, mit Hopfen, mit Malzen, mit neuen Techniken. Unser Bierwissen haben wir uns also Stück für Stück erlesen und zusammengebraut.

BierSZENE Von Freude

Foto: Von Freude

Learning by brewing, also. Sehr schön! Und an welchen Bieren arbeitet ihr gerade?

Im Moment arbeiten wir unter anderem an einem Weizenbier, denn viele Kunden haben uns danach gefragt. Jetzt geht es also darum, wie ein Von-Freude-Weizen schmecken kann und muss. Natürlich aufregender und spannender als das klassische …

Eine gute Idee! Schließlich ist die Auswahl an Weizen in Hamburg noch ziemlich gering.

Ja, das stimmt. Grundsätzlich ist es aber auch so, dass wir immer an einer ganzen Reihe von Bieren gleichzeitig arbeiten, da die Testsude mehrere Wochen brauchen, bis sie fertig sind. Da hat man zwischendurch Zeit, andere Ideen zu entwickeln und auszuprobieren.

Wie sehen denn eure Zukunftspläne aus?

 Wir möchten unsere Bierbasis ausbauen. Momentan sind drei Biere dauerhaft erhältlich, dass sollen mehr werden. Wir wollen außerdem weiter experimentierfreudig bleiben und mit Limited Editions testen, was gut ankommt und was nicht. Zudem planen wir mehr saisonale Biere, wie unser alljährliches Frischhopfenbier und unser Winterbier.

Was macht ihr denn anders als andere Craft-Beer-Brauer?

Wir denken oft anders, da wir eigentlich aus anderen Berufen kommen. Bei der Rezeptentwicklung habe ich zum Beispiel eine ganz eigene Herangehensweise: Ich entwickle meine Rezepte eher wie ein Koch und nähere mich neuen Kreationen von der Aromenseite. Ich überlege, welche Aromen ich spannend finde und baue um diese Aromen dann passende Hopfensorten oder auch einen Hefestamm. Deshalb ist bei mir am Anfang oft nicht klar, welcher Bierstil am Ende rauskommt – und darum passen unsere Biere auch oft nicht eindeutig in eine ‚Bierstil-Schublade’.

Von Freude

Beim Hopfen zählt Regionalität. Oder Vielfalt. Da muss man sich entscheiden.

Das Thema Nachhaltigkeit ist euch sehr wichtig. Was macht euer Bier nachhaltiger als andere Biere?

Bierproduktion ist an sich ziemlich ressourcenintensiv, deshalb fängt Nachhaltigkeit bereits bei den Zutaten an. Für uns heißt das: Wir arbeiten direkt mit den Bauern und Lieferanten zusammen. Wir wissen, wo die Felder für unsere Zutaten sind und können dort auch jederzeit hinfahren. Nur beim Hopfen ist reine Regionalität echt schwierig, denn die Hopfenauswahl vor unserer Haustür ist begrenzt. Da muss man sich also entscheiden: Setzt man auf eine spannende Geschmacksvielfalt oder auf größtmögliche Regionalität. Wir haben uns für die Vielfalt entschieden, das heißt, wir beziehen unseren Hopfen weltweit, achten aber auch dabei auf Nachhaltigkeit im Anbau.

Ist Craft Beer denn grundsätzliche nachhaltiger gebraut als Industriebier?

Als Craft-Beer-Brauer verkauft man seine Biere an Menschen, die sich sehr mit Nachhaltigkeit und Genuss beschäftigen. Das merkt man vor allem daran, dass unsere Kunden oft Fragen zu unseren Produkten und zur Herstellung stellen. Deshalb gehen wir ganz offen mit diesen Themen um und machen uns viele Gedanken dazu.

BierSZENE

Das Auge trinkt mit. Foto: Von Freude

Wenn Bier so ressourcenintensiv ist, müssten wir der Natur zu Liebe also eigentlich ganz aufhören, Bier zu trinken?

Oh nein, bitte nicht. (lacht) Es stimmt, Bier ist ressourcenintensiv, aber an sich ein sehr natürliches Produkt; anders als stark verarbeitete industriellen Lebensmittel, die eher einem bunten Chemiebaukasten ähneln und bei dem die Menschen gar nicht mehr wissen, was alles drin steckt. Unser persönliches Reinheitsgebot lautet: Unser Bier ist Natur pur. Natürlich dürfen auch mal Gewürze ein Bier verfeinern, aber die sind dann auch natürlich und auf dem Etikett ausgezeichnet. Also: Bitte weitertrinken!

Mehr über Von Freude erfahrt ihr auch hier.  / Fotos: hfr / Jennifer Meyer + Sybille Fischer


Who the fuck is…Daniel?

Szene Hamburg

Daniel Elich (33) ist Biersommelier im Alten Mädchen. Seit 10 Jahren in Norddeutschland, seit 3 Jahren in den Schanzenhöfen, seit 2 Jahren Biersommelier: Das Leben von Daniel Elich dreht sich um Bier – jeden Tag. Ab sofort trinken wir mit ihm die besten Biere, besuchen mit ihm befreundete Brauer und erkunden mit ihm die Bierszene. Alle 14 Tage neu. Alle 14 Tage anders. Wein kann ja jeder.

Ps: Auf Instagram trägt Daniel den Namen Bieronkel und postet beharrlich rund ums Thema Bier. Macht Spaß!  @bieronkelHH_

(26.2.) Musik, Rival Sons, Docks, 20 Uhr

26.2.17, 20 Uhr