Beiträge

PHOXXI: Temporäres Kunsthaus der Deichtorhallen

Die Deichtorhallen Hamburg eröffnen am 2. September 2021 mit dem temporären Haus der Photographie PHOXXI ein neues Ausstellungshaus für Hamburg

Text: Felix Willeke

 

Das Haus der Photographie wird ab August 2021 grundlegend saniert. Damit fehlt für drei Jahre eine Ausstellungsfläche. Die Deichtorhallen Hamburg eröffnen daher am 2. September 2021 mit „PHOXXI. Haus der Photographie temporär“ ein neues Ausstellungshaus in Hamburg. Das PHOXXI präsentiert für die Zeit der Sanierung des regulären Haus der Photographie internationale zeitgenössische Fotografie.

Der an der HfbK Hamburg lehrende Künstler Anselm Reyle wird das 820 Quadratmeter große, mehrstöckige Gebäude gestalten. Im PHOXXI finden ein Ausstellungsraum, ein Auditorium sowie Büroflächen Platz.

Neben dem PHOXXI werden auch die Halle für aktuelle Kunst der Deichtorhallen sowie die Sammlung Falckenberg punktuell für fotografische Ausstellungen zur Verfügung stehen.


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Hamburger Kultursommer: Carsten Brosda im Interview

Der Senator der Behörde für Kultur und Medien, Carsten Brosda, über den Kultur-Neustart, den Hamburger „Kultursommer“ und die Vorfreude auf einen ganz bestimmten Live-Kultur-Moment

Interview: Erik Brandt-Höge

 

Zweiundzwanzig Millionen Euro ist dem Senat der Kultur-Neustart wert. Ein Teil davon fließt in den Hamburger „Kultursommer“, für den allerhand Veranstalter und Künstler gefördert werden und die Stadt vom 15. Juli bis 16. August mit kulturellen Leben fülle.

SZENE HAMBURG: Carsten Brosda, der „Kultursommer“ steht an. Welche Aufgaben haben Sie im Vorfeld zu erledigen?

senator-brosda-c-Bertold-Fabricius

Foto: Bertold Fabricius

Carsten Brosda: Erst mal haben wir uns im Senat darauf verständigt, dass wir einen „Kultursommer“ machen wollen. Jetzt kümmern sich die Kolleginnen und Kollegen in der Behörde zusammen mit Stadtkultur Hamburg und den zahlreichen Veranstaltern um die Umsetzung.

Ich freue mich, dass sich insgesamt über 200 Veranstalter beworben haben und über 100 Konzepte für eine Förderung ausgewählt wurden. Es geht nun darum, dass diese mehr als 100 Orte auch bespielt werden können, und darum Künstlerinnen und Künstler, die sich für die freien Slots beworben haben, mit den Veranstaltern zusammenzubringen.

Ich bin momentan vor allem damit befasst, die Rahmenbedingungen für den Neustart zu klären und allen Beteiligten Zuversicht zu vermitteln, dass es ein richtig praller, kulturvoller Sommer werden kann.

Wer hat denn bestimmt beziehungs­weise wer bestimmt noch, wer gefördert wird – und mit welchem Betrag?

Wir mussten mit einer relativ sportlichen Antragsfrist zur Bewerbung aufrufen, damit der Kultursommer kein Kulturherbst wird. Dann gab es eine Jury, die die Förderungen beschlossen hat. Darin saßen ein Vertreter der Kulturbehörde sowie Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen kul­turellen Sparten. Ziel war es, gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern zu entscheiden, die das kulturelle Leben in der Stadt gestalten. Den „Kultursommer“ haben wir uns auch ein bisschen aus Wien abgeguckt, wo es im vergangenen Jahr etwas Ähnliches gegeben hat.

 

Geldfluss

 

Vom Senat werden 22 Millionen für den Neustart der Kultur ausgegeben. Ist das in Ihren Augen ausreichend für eine so große Kulturstadt wie Hamburg?

Es ist ein Baustein von vielen. Seit Beginn der Pandemie haben wir allein in Hamburg rund 100 Millionen Euro ausgegeben, um Kultur zu fördern. Das betraf sowohl die Soforthilfen, als auch das Aufstocken von bestehenden Förderinstrumenten, den Defizitausgleich von Institutionen, und, und, und. Nach diesen Logiken wird auch weiter Geld fließen.

Die 22 Millionen sind jetzt dafür da, in diesem Sommer besonders darauf aufmerksam zu machen, dass kulturelles Leben wieder geht, und dieses auch zu ermöglichen. Von den 22 Millionen fließt ja nicht alles in den „Kultursommer“, sondern zum Beispiel auch in weitere Live-Veranstaltungen sowie in Festivals, die im August, September und Oktober stattfinden sollen, und das unter Umständen noch unter Pandemiebedingungen.

Wir wollen auch in diesem und im nächsten Jahr der Kultur dabei helfen, auch zu veranstalten, wenn die Bedingungen noch nicht so sind, dass es sich wie vor der Pandemie rechnet.

Waren und sind Sie auch mit der Schnelligkeit der Hilfen für Kulturschaffende zufrieden?

In Hamburg hatten wir das erste Förderprogramm bereits Ende März letzten Jahres fertig, dann begannen auch die Auszahlungen. Zu einem Zeitpunkt, als überall sonst in Deutschland noch darüber diskutiert wurde, wie Förderprogramme überhaupt aussehen könnten, hatten hier zum Beispiel schon Clubs und Theater die Zusicherung einer Förderung.

Zudem haben wir in Hamburg eine Sofort­hilfe von 2.500 Euro und eine Neustart-Prämie von 2.000 Euro für Künstler ausgezahlt sowie viele Einzelprogramme aufgelegt, etwa einen Gagenfonds für Musikerinnen und Musiker.

Kritisiert haben Sie hingegen Anfang des Jahres das Bundeswirtschafts­ministerium für dessen verspätete Hilfeleistungen.

Auch andere haben das Bundeswirtschaftsministerium damals etwas angezählt, weil das Programmieren der Überbrückungshilfen und die Möglichkeiten, diese zu beantragen, teilweise recht lange gedauert haben. Das hat zu existenzbedrohenden Lücken geführt.

Haben Sie die Wertschätzung von Kultur auf Seiten des Bundes manchmal angezweifelt?

Zunächst muss man sagen, dass der Bund für Kulturpolitik nicht primär zuständig ist. Insofern bin ich mit Vorwürfen vorsichtig. Unter an­de­rem mit seinen Neustart-Kultur­paketen, dem jetzigen Sonderfonds, den Überbrückungshilfen und der Neu­­startprämie von bis zu 7.500 Euro für Solo-Selbstständige hat der Bund viele wichtige und sinnvolle Instrumente geschaffen. Eine Sorge allerdings habe ich, nämlich dass Kultur in ihrem Eigenwert nicht immer richtig verstanden wurde.

 

„Kommen die wieder?“

 

Woher stammt diese Sorge?

Daher, dass der besondere Wert der Kultur zum Beispiel beim so genannten „Lockdown Light“ und bei der Notbremse nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Da bekommt man schon ein bisschen das Gefühl, dass Kultur für manche etwas ist, dass man mal mitmacht, wenn die Zeiten gut sind, und wenn sie schlecht sind, kann man’s auch lassen. Dieser Gestus hat einige aufgeregt, mich auch.

Ich erinnere mich noch gut an den Gottesdienst der Künste, den wir im Thalia Theater am letzten Tag der möglichen Öffnungen abgehalten haben. Es hat ein ganz buntes, genreübergreifendes Programm gegeben. Man spürte deutlich, dass sich viele Künstlerinnen und Künstler nicht ausreichend gesehen fühlten. Es wäre schön gewesen, wenn die Politik mehr reflektiert hätte, was bestimmte Entscheidungen bezüglich Kultur für die Gesellschaft bedeuten. Das müssen wir nachholen.

Fakt ist: Die Pandemie hat in der Hamburger Kulturlandschaft Spuren hinterlassen. Wo sehen Sie im Moment die größten Beschädigungen?

Tatsächlich wissen wir das noch nicht genau. Was wir wissen, ist, dass wir in bestimmten Bereichen, in denen wir sonst nicht fördern, weil wir dort in normalen Zeiten gar nicht gebraucht werden, in Krisenzeiten Hilfen geben konnten – aber eben nicht an jeder Stelle.

Wir bekommen ja oft auch erst in den Momenten des Wiederaufmachens mit, dass jemand nicht mehr da ist. In Berlin hat eine Umfrage gezeigt, dass ein Drittel der professionellen Musi­kerinnen und Musiker mittlerweile etwas anderes machen und möglicherweise nicht mehr in den Musikbereich zurückkehren werden. Es wäre dramatisch, wenn sich eine solche Zahl auch in Hamburg zeigen würde.

Die Beschädigungen sind sicherlich dort am größten, wo es nicht um Institutionen, sondern um einzelne, freie Künstlerinnen und Künstler geht. Die Frage ist: Kommen die wieder? Ich hoffe das sehr.

 

Glücksgefühle

 

Zeigt denn die Bewerbungsanzahl der Künstlerinnen und Künstler für den „Kultursommer“, dass in Hamburg viele weiterhin kulturell arbeiten möchten?

Ja. Sie zeigt, wie lebendig und vielfältig die Szene noch immer ist und wie sehr alle daraufhin gefiebert haben, dass es wieder losgeht. Es steht aber noch eine weitere Frage im Raum: Kommt das Publikum auch wieder? Ich hoffe sehr, dass die Begeisterung, die jetzt erkennbar ist, da etwa Theater und Museen wieder zu besuchen sind, auch anhalten und noch mehr werden wird.

Mit dem „Kultursommer“ wollen wir Lust machen, Kultur wieder im Alltag zu erleben und den Leuten zeigen, wie großartig es ist, vor einer Bühne zu sitzen oder zu stehen, auf der Leute spielen – und zwar in echt – und wenn man Teil des Ganzen ist.

Auf was freuen Sie sich persönlich beim Kultur-Neustart?

Ich freue mich darauf, wenn ich mal wieder in einem Club stehe und das passiert, was ich vor der Krise für mein Wohlbefinden nicht unbedingt immer gebraucht habe: Wenn man da ein­gezwängt vor der Bühne ist und sich links und rechts schwitzende Menschen an einem reiben. Ich kann mir vor­stellen, dass das enorme Glücks­gefühle in mir auslösen wird.

hamburg.de/bkm/hamburger-kultursommer


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Endlich wieder Kunst und Kultur!

Die Hamburger Museen haben seit dem 18. Mai ihre Türen wieder geöffnet. Nach monatelanger Schließung können jetzt etliche Ausstellungen wieder besucht werden. Aus diesem Anlass präsentiert SZENE HAMBURG die Sonderaktion: „Ausgestellt“. Hier zeigen wir aktuelle Highlights ausgesuchter Museen und Kunsthäuser der Stadt.

 „Die Chance ist glücklicherweise da, neben neuen Ausstellungen auch Präsentationen zu entdecken, für deren Wahrnehmung bisher noch viel zu wenig Gelegenheit war”, so Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Direktor und Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg. „Wir werden mit allem Engagement danach streben, dass der Besuch in unseren Einrichtungen wieder zu einem gewohnt angenehmen und zugleich sicheren Erlebnis werden kann.“

Saftey first:

  • Besucher müssen einen negativen Coronatest (PCR: nicht älter als 48 Stunden oder ein Schnelltest einer zugelassenen Testeinrichtung: nicht älter als 12 Stunden)  
  • oder einen Impfnachweis vorlegen. Kinder unter sechs Jahren sind von dieser Regelung ausgenommen.  
  • Zudem gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. 
  • Um Wartezeiten zu vermeiden, bitten die Häuser um eine telefonische Anmeldung. 
  • Terminvergaben sind auch digital über die Internetseiten der Museen möglich.  
  • Die Museumsgastronomien bleiben vorerst noch geschlossen. 
  • Die Kontaktverfolgung ist sichergestellt.

Museum für Hamburgische Geschichte

Der Fotograf Max Halberstadt. “… eine künstlerisch begabte Persönlichkeit.“
bis 3. Januar 2022

kunst-hamburg-max-halberstadt-wurststand-auf-dem-altonaer-fischmarkt-sammlung-rosenthal

Abb: Wurststand auf dem Altonaer Fischmarkt, Max Halberstadt, undatiert, Sammlung Rosenthal, USA

Max Halberstadt (1882-1940) war in den 1920er-Jahren einer der renommiertesten Porträtfotografen Hamburgs. Seine Popularität verdankte sich nicht zuletzt den Aufnahmen seines Schwiegervaters Sigmund Freud, die zu den bis heute weltweit publizierten Porträts des Vaters der Psychoanalyse avancierten. Doch auch wenn seine Freud-Porträts fortwährende Verwendung finden, ist der Name Max Halberstadt heute leider fast vergessen – in den einschlägigen Fotografenlexika sucht man ihn vergeblich.

Nach einer vielseitigen Karriere als Porträt- und Architekturfotograf, u.a. für die Jüdische Gemeinde in Hamburg, erfuhr Max Halberstadt nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Jahr 1933 und der damit einhergehenden antisemitischen Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik sehr bald eine dramatische Verschlechterung seiner wirtschaftlichen und sozialen Lebenssituation. Nach dem erzwungenen Verkauf seines Ateliers emigrierte er 1936 nach Südafrika. Im Exil gelang ihm zwar die Neugründung eines Ateliers, doch war es ihm nicht vergönnt, seine Karriere auch nur annähernd erfolgreich fortzusetzen.

Max Halberstadt starb im Alter von nur 58 Jahren in Johannesburg. Die von dem Literaturwissenschaftler und Publizisten Dr. Wilfried Weinke kuratierte Ausstellung will dem Fotografen die gebührende Würdigung und den verdienten Platz in der Fotogeschichte Hamburgs verschaffen. Ein Film zur digitalen Eröffnung bietet erste Einblicke in die Ausstellung: shmh.de

Museum für Hamburgische Geschichte
Holstenwall 24, 20355 Hamburg (Neustadt)
Telefon: 040 428132100
Öffnungszeiten: Mo, Mi–Frei 10–17 Uhr, Sa–So 10–18 Uhr, Dienstag geschlossen
Eintritt: 9,50 Euro, 6 Euro ermäßigt, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren


Museum der Arbeit

Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand
bis 18. Juli 2021

grenzenlos-museum-der-arbeit-c-diana-ejaita

Blick in die Ausstellung „Grenzenlos“ im Museum der Arbeit, Illustrationen von Diana Ejaita (Foto: SHMH)

Das Ziel der aktuellen Sonderausstellung ist es, einen Beitrag zur Debatte über den Umgang der Hansestadt Hamburg mit ihrer kolonialen Geschichte und zur Diskussion über die Folgen kolonialer Herrschaftsstrukturen für unsere globalisierte Ökonomie zu leisten. Den historischen Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Verarbeitung von Kautschuk, Palmöl und Kokosöl durch hamburgische Unternehmen, die unter anderem auf dem heutigen Gelände des Museums der Arbeit, der ehemaligen New-York Hamburger Gummiwaaren-Fabrik, aber auch in Harburg und Wandsbek ansässig waren.

Vor diesem Hintergrund stellt die Ausstellung dem gängigen und verharmlosenden Narrativ einer hanseatischen „Kaufmannsindustrie“ die gewaltvollen Realitäten des Kolonialismus, aber auch die Widerständigkeit der betroffenen Menschen gegenüber. Damit verbunden ist der Anspruch, einen eurozentristischen Blickwinkel auf das Thema konsequent herauszufordern und die Perspektiven der Menschen in kolonisierten Ländern sowie ihrer Nachfahren in die Ausstellung mit einzubeziehen.

Das Konzept und die Inhalte der Ausstellung wurden deshalb gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Expertinnen und Experten erarbeitet. Ihre Partizipation hat die Arbeit des Museumsteams um Wissensbestände und Erfahrungen ergänzt, die dort bisher noch unterrepräsentiert sind: eine intensive Beschäftigung mit der hamburgischen Kolonialgeschichte und deren Spuren in der Stadt, biographische Bezüge in die ehemalige Kolonialgebiete sowie Rassismus-Erfahrungen in einer weißen Mehrheitsgesellschaft. Zur Ausstellung wird ein umfangreiches digitales Begleitprogramm angeboten. Sämtliche Informationen dazu finden sich unter: shmh.de   

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3, 22305 Hamburg (Barmbek-Nord)
Telefon: 040 4281330
Öffnungszeiten: Mo 10–21 Uhr, Mi–Frei 10–17 Uhr, Sa–So 10–18 Uhr, Dienstag geschlossen
Eintritt: 8,50 Euro, 5 Euro ermäßigt, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren


Jenisch Haus

Werkmeisters Welt. Ein Künstler und seine Sammlung
bis 18. Oktober 2021

Werkmeister-hamburg-ausstellung-kunst

Wolfgang Werkmeister neben einem Gemälde von Benito Rebolledo Correa (Foto: Bertold Fabricius)

Wolfgang Werkmeister ist in der deutschen Gegenwartskunst in erster Linie als Meister der Radierung bekannt. In der Sonderausstellung des Jahres 2021 präsentiert das Jenisch Haus den in Altona tätigen Künstler als jahrzehntelangen Sammler. Anlässlich von Werkmeisters 80. Geburtstag wird seine umfangreiche Kunstsammlung gezeigt, in der sich zahlreiche Arbeiten befinden, die sein künstlerisches Schaffen maßgeblich inspiriert haben.

Seine Sammlung umfasst Gemälde und Grafiken aus dem 17. Jahrhundert bis heute, die mit anspruchsvollen Techniken und mit hoher gestalterischer Präzision ausgeführt wurden. Unter den Arbeiten sind Werke des Landschaftsmalers Ascan Lutteroth, des chilenischen Malers Benito Rebolledo Correa, des dänischen Künstlers Niels Simonsen und des Leipziger Grafikers Walter Zeising. Dazu gesellen sich in der Ausstellung Arbeiten von Zeitgenossen Werkmeisters wie die Grafiker Ralf Escher, Thomas Wüsten und Paul Wunderlich sowie Gemälde von Jan Peter Tripp, Michael Mau und Fritz Kreidt. Zum digitalen Atelierbesuch beim Künstler und Sammler lädt ein Film ein unter: shmh.de

Jenisch Haus
Baron-Voght-Straße 50, 22609 Hamburg (Othmarschen)
Telefon: 040 828790
Öffnungszeiten: Mo 11–18 Uhr, Mi–So 11–18 Uhr, Dienstag geschlossen
Eintritt: 7 Euro, 5 Euro ermäßigt, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren


Archäologisches Museum

„Gladiatoren – Helden des Kolosseums“
bis 17. Oktober 2021

gladiator-ausstellung-c-gallo-römisches-museum

Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ im Archäologischen Museum (Foto Gallo Römisches Museum)

Wer dachte, er hätte die Ausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ aufgrund der vorübergehenden Schließung des Museums leider verpasst, darf sich freuen: Das Museum konnte die erfolgreiche Schau verlängern. Besucher haben nun noch bis zum 17. Oktober die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen und damit einen spannenden Einblick in die Welt der antiken römischen Kampfarenen und ihrer Helden zu erhalten. Gezeigt werden originale römische Fundstücke und spektakuläre Rekonstruktionen. Lebensgroße Figuren, Filme und interaktive Stationen lassen das Römische Reich mit den Mitteln der Gegenwart zu neuem Leben erwachen und vermitteln dabei auch Überraschendes.

Auch die Ausstellung „Harburger Geschichten: Die 50er-Jahre“ ist weiterhin zu sehen. Die Schau zeigt mehr als 50 Schwarz-Weiß-Fotografien aus den reichhaltigen Sammlungsbeständen des Museums und ermöglicht einen lebensnahen und lebendigen Blick auf die Dekade in Hamburgs Süden. Das Archäologische Museum Hamburg lädt seine digitalen Besucher außerdem ein, nochmal einen Streifzug durch die letzte Hit-Sonderausstellung „hot stuff – Archäologie des Alltags“ zu machen. Von der heimischen Couch aus lassen sich Flokati-Teppich, Motiv-Tapeten und jede Menge technische Trends der letzten Jahrzehnte nun jederzeit online genießen. Einen Überblick zu den interaktiven Online-Angeboten des Museums und die aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter amh.de.

Archäologisches Museum
Museumsplatz 2, 21073 Hamburg (Harburg)
Öffnungszeiten: Di– So 10–17 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei


Freilichtmuseum am Kiekeberg

Kultur auf dem Land

tankstelle-freilichtmuseum-kiekeberg-c-FLMK

1950er Jahre Tankstelle in der Dämmerung (Foto: FLMK)

Einmal raus aus der Stadt, eintauchen in die ländliche Kultur: Das Freilichtmuseum am Kiekeberg südlich von Hamburg im idyllischen Rosengarten – nur 30 Minuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt. Vom Bauernhaus bis zur 1950er-Jahre-Tankstelle: Über 40 historische Gebäude und Gärten auf einem zwölf Hektar großen Freigelände erzählen von der Lebensweise der vergangenen 300 Jahre.

Das Museum ist einfach über die Autobahnen A7 und A 261 erreichbar, nur fünf Minuten von der Abfahrt HH-Marmstorf entfernt. Außerdem fährt der HVV-Bus 340 hält direkt vor der Tür. Reetdach-Bauernhöfe und Scheunen, Bauerngärten und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen zeigen das Leben der Bauern seit dem 17. Jahrhundert. Auf großen Acker- und Weideflächen wachsen alte Getreide- und Gemüsesorten. Die bunte Bauern- und Blumengärten, Streuobstwiesen und Weiden ergeben ein Bild vom früheren Leben auf dem Lande. Dazu machen unter anderem Ramelsloher Blaubeine, Bunte Bentheimer Schweine und Landschafe das Freilichtmuseum zu einem lebendigen Erlebnis.

Ein besonderer Hingucker: die rot-weiße Gasolin-Tankstelle von 1955. Sie steht in der neuen „Königsberger Straße“, in der Häuser aus der Nachkriegszeit in das aufkommende Wirtschaftswunder entführen – inklusive Quelle-Fertighaus, Siedlungshaus und Geschäftszeile mit Fotoladen und Textilgeschäft. Was gibt es noch: Das Agrarium, Deutschlands einzige Themenwelt zu Landwirtschaft und Ernährung, auf über 3.000 qm, die bezaubernde Ausstellung „Spielwelten“, die Erwachsene und Kinder in die letzten 100 Jahre Spielen zurückführt, die Ausstellungen zu alten und neuen Handwerken und zur Geschichte der Metropolregion.

Das große Ferienprogramm für jedes Alter: Beim „Sommerspaß am Kiekeberg“ (3. Juli bis 22. August) gibt es tägliche Aktionen zum Mitmachen, Probieren, Experimentieren, Zuhören und Genießen. Sieben Wochen Sommerspaß ohne Anmeldung, ohne Gebühr – einfach vorbeikommen und mitmachen.

Der Museumsladen zählt zu den besten Einkaufsadressen im Norden: Hier gibt es Altbewährtes und längst Vergessenes, wertvolle handgearbeitete Dinge von hausgemachter Marmelade bis zu feinster Seife, ausgewählte Literatur über Land- und Gartenthemen, Blechspielzeug und vieles andere mehr im Jugendstil- Ambiente. Die Museumsgastronomie bezaubert mit der passenden Ländlichkeit: Im Gasthaus „Stoof Mudders Kroog“ gibt’s norddeutsche Spezialitäten und ein bisschen „neemod’schen Kraam“. Im Rösterei-Café Koffietied kredenzt das Team geröstete Kaffeespezialitäten, selbst gebackene Kuchen und ein einmaliges Ambiente. Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter kiekeberg-museum.de

Freilichtmuseum Kiekeberg
Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten (Niedersachsen)
Telefon: 040 7901760
Öffnungszeiten: Di– Fr 9–17 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr
Eintritt: 9 Euro, bis 18 Jahre frei


Museum Kunst der Westküste

Ob auf der Insel Föhr oder von zuhause aus: Drei Ausstellungen im Museum Kunst der Westküste erleben

sjoerd_knibbeler_in_elements_sjoerd_knibbeler_vortex_2014_in_elements-c-lukas_spoerl

Sjoerd Knibbeler, In Elements, 2014 (Foto: Lukas Spoerl)

Rund um die Uhr ist das Museum Kunst der Westküste (MKdW) auf digitalem Weg über die Website via „MKdW-3D“ begehbar. Während des virtuellen Rundgangs durch die drei aktuellen Ausstellungen lassen sich sehr viele verschiedene Programmpunkte aus Kurzfilmen und Hörstationen über Meisterwerke oder Künstler*innen anklicken. Aber das MKdW lässt sich auch vor Ort auf der schönen grünen Insel Föhr erleben.

Beginnend mit der Schau „Neue Schätze im MKdW. Von Max Liebermann bis Jochen Hein“ wird eine Auswahl bedeutender neuer Werke, die in den vergangenen fünf Jahren in die Sammlung gekommen sind, gezeigt. Die Sammlung umfasst mehr als 900 Gemälde, Ölskizzen, Grafiken, Skulpturen, Videos, Objekte und Fotoarbeiten aus der Zeit von 1830 bis zur Gegenwart. Übrigens: rund 200 davon sind neuerdings auf der Website als „Sammlung Online“ zu erforschen.

Die Ausstellung „Sjoerd Knibbeler. In Elements“ ist wiederum die erste museale Schau des niederländischen Künstlers in Deutschland. Der in Amsterdam lebende Sjoerd Knibbeler (* 1981) war mehrere Male als Artist in Residence zu Gast am MKdW und hat auf Föhr eine ganz neue Werkserie begonnen. In seinen Arbeiten befasst er sich mit der Sichtbarmachung natürlicher Erscheinungen wie Wind oder Licht. Er fängt fotografisch ein, was sich vom menschlichen Auge für gewöhnlich nicht erfassen lässt.

Seit zehn Jahren lädt das Museum Kunst der Westküste aktiv Künstler*innen als Artists in Residence nach Alkersum ein. Die Ausstellung „Made on Föhr. Fotografie aus dem Artist-in-Residence-Programm: Nicole Ahland, Elina Brotherus, Thomas Wrede“ bildet als dritte aktuelle Schau den Auftakt zu einer neuen, das Programm zukünftig begleitenden Ausstellungsreihe. Die Gruppenschau zeigt eine Auswahl von überwiegend erstmals öffentlich gezeigten Fotoarbeiten von Nicole Ahland, Elina Brotherus und Thomas Wrede.

Das Museumsrestaurant Grethjens Gasthof rundet den Besuch bestens ab. Im schönen Rosengarten lässt sich in einem Strandkorb das hausgemachte Tagesgericht oder Kaffee und Kuchen genießen. Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter mkdw.de.

Museum der Künste
Hauptstraße 1, 25938 Alkersum/Föhr (Schleswig-Holstein)
Telefon: 04681 747400
Öffnungszeiten: Di–So 11–16 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, bis 18 Jahre frei


Auswanderermuseum Ballinstadt

2.500 Quadratmeter zum zeitlosen Thema Migration

auswanderer-museum-hamburg-ballinstadt-statue-of-liberty-c-patrick-lux

Die Statue of Liberty im Auswanderermuseum Ballinstadt (Foto: Patrick Lux)

Hamburg hat mehr Brücken als jede andere Stadt der Welt. Aber die längste und wichtigste Brücke ist die Verbindung zur Neuen Welt. Der Hafen der Stadt, der als Hafen der Träume bezeichnet wird, war die letzte Station von Millionen von Migranten, bevor sie vor allem nach Amerika reisten. Diese Reise über Hamburg führte ab 1901 auch über die Auswandererhallen der Hapag Reederei auf der Veddel, wo sich heute das Auswanderermuseum BallinStadt befindet – benannt nach Albert Ballin, einem der erfolgreichsten Geschäftsleute der Kaiserzeit. Ballin war ein echter Kosmopolit und eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Hamburger Geschichte.

Im Auswanderermuseum folgenden die Besucher den Spuren der Auswanderer. Sie entdecken bewegende persönliche Geschichten, genealogische Aufzeichnungen und eine erlebnisreiche historische Ausstellung. Auf rund 2.500 qm erfahren die Gäste an historisch authentischem Ort in Hamburg mehr über das zeitlose Thema Migration. Neben einem wichtigen Teil der Hamburger Geschichte erleben die Besucher die Etappen der Auswanderung über die Jahrhunderte hinweg. In 14 Themenräumen erfahren sie mehr über die Migrationsgeschichte. Die Besucher können in einer erlebnisreichen und interaktiven Ausstellung in verschiedenen Auswandererbiographien stöbern, Pull- und Push-Faktoren für Migration kennenlernen und in die Bedingungen der Reise und den Herausforderungen nach der Ankunft eintauchen.

Vom 18. September bis 30. Dezember 2021 ist zudem die Sonderausstellung „BallinStadt – Hamburger Hafen deutsch-jüdischer Geschichte“ im Rahmen des Jubiläumsjahres „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zu sehen. Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter ballinstadt.de

Auswanderermuseum Ballinstadt
Veddeler Bogen 2, 20539 Hamburg (Veddel)
Telefon: 040 31979160
Öffnungszeiten: Mi–So 10–16.30 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen
Eintritt: 13 Euro, ermäßigt 11 Euro, Kinder (5-12 Jahre): 7 Euro


Deutsches Salzmuseum

Auf den Spuren Lüneburgs ruhmreicher Vergangenheit

salzmuseum

Salz ist weiß, Salz macht durstig, Salz ist geruchlos, Salz kostet nicht viel. Salz ist ein unscheinbares weißes Körnchen. Doch erst dieses Körnchen ermöglicht das Leben auf der Erde. Als eines der ältesten Kulturgüter hat es die Geschichte der Menschheit entscheidend geprägt. Grund genug, es gebührend zu zeigen! Aber warum in Lüneburg? Lüneburg ist die Salzstadt im Norden. Über 1000 Jahre lang bestimmte das Salz das Leben der Stadt. Es machte sie reich und mächtig. In der Stadt hinterließ es viele Spuren. Erst 1980 schloss das Salzwerk seine Pforten. Es war einer der ältesten Industriebetriebe Europas. Das Deutsche Salzmuseum erinnert an seine ruhmreiche Vergangenheit. Wissenswertes, Interessantes, Spannendes und auch Kurioses zum Thema Salz erfährt der Besucher auf anschauliche und gar nicht „museale“ Weise. Fühlen Sie, riechen Sie, schmecken und sehen Sie selbst! Salz kennt nicht jeder! Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter salzmuseum.de.

Deutsches Salzmuseum
Sülfmeisterstraße 1, 21335 Lüneburg
Telefon: 04131 720 65 13
Öffnungszeiten: Di–So 10–17 Uhr, Montags geschlossen
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 18 Jahre frei


Museum Lüneburg

Archäologie entdecken, Natur erkunden, Geschichte erleben

museum-lüneburg-c-martin-baeuml-fotodesign

Foto: Martin Bäuml Fotodesign

Kinder und Erwachsene gehen in sieben großzügigen Abteilungen auf eine spannende Zeitreise durch die Natur- und Kulturgeschichte der Region, von der Eiszeit bis heute. Zu sehen sind besondere Stücke wie die monumentale Kopie der Ebstorfer Weltkarte aus dem 13. Jahrhundert, die einem großen Wimmelbild gleicht und auf der man immer wieder neue Details entdeckt.

Exponate wie der sieben Meter lange Falttisch aus der herzoglichen Burg erzählen spannende Geschichten. Auch die Tierwelt der Elbtalaue und Heide kann man sich im Museum aus nächster Nähe ansehen. Wechselnde Sonderausstellungen, Vorträge, Konzerte, (Puppen-)Theater gehören zu den rund 200 Veranstaltungen jährlich und machen das Museum zu einem besonderen Ort der Begegnung für Groß und Klein. Eine Stärkung erwartet die Gäste im Museumscafé LUNA, das leckeren Kuchen und Kaffee sowie Frühstück an den Wochenenden serviert – mit vielen regionalen Zutaten. Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter museumlueneburg.de

Museum Lüneburg
Willy-Brandt-Straße 1, 21335 Lüneburg
Telefon: 04131 7206580
Öffnungszeiten: Di+Mi+Fr 11–18 Uhr, Do 11–20 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr, Montags geschlossen
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 18 Jahre frei


Deichtorhallen Hamburg

Internationale Fotografie zum Thema Familie
bis 18. Juli

deichtorhallen-hamburg-elinor-carucci-three-generations-2016

Foto: Elinor Carucci, Three Generations, 2016

Mehr als 20 internationale fotografische Positionen greifen das Thema „Familie“ in der Ausstellung „Family Affairs – Familie in der aktuellen Fotografie“ im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg auf. Die Ausstellung zeigt aktuelle künstlerische Projekte, die sowohl die Diversität fotografischer Herangehensweisen als auch die Verschiedenartigkeit familiärer Modelle, Lebensweisen und komplexen Dynamiken sichtbar machen.

Der fotografische Blick durchbricht dabei das Alltägliche und stellt vorherrschende Normen infrage. Überkommene und neue Rollenbilder, intime Momente des Elternseins und des Älterwerdens, Überforderung und Chaos werden ebenso thematisiert wie Liebe, Halt und Verzweiflung an der eigenen Familie.

Die Gruppenausstellung „Family Affairs“ ist noch bis zum 18. Juli 2021 im Haus der Photographie zu sehen. Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter deichtorhallen.de.

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstraße 1 − 2, 20095 Hamburg (St. Georg)
Telefon: 040 321030
Öffnungszeiten: Di-So 11–18 Uhr, Montags geschlossen
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 7 Euro, bis 18 Jahre frei


Internationales Maritimes Museum Hamburg

Eine spannende Reise durch Hamburgs ältesten Kaispeicher

maritimes-museum-hamburg

Schon die Lage ist Programm – genau an der Grenze zwischen dem UNESO Welterbe Hamburger Speicherstadt und der modernen HafenCity lädt das Internationale Maritime Museum Hamburg zur Reise durch 3.000 Jahre Menschheits- und Schifffahrtsgeschichte. Im historischen Kaispeicher B, dem ältesten noch erhaltenen Speichergebäude Hamburgs, hält die weltweit größte maritime Privatsammlung auf neun Stockwerken – im Museum Decks genannt – viele einmalige Schätze bereit.

Im Mittelpunkt stehen natürlich die Schiffsmodelle. Von ihnen gibt es rund 1.000 große und 50.000 Miniaturmodelle aus aller Welt. Zu den Highlights zählt die „Santa Maria“ aus purem Gold, das Flaggschiff, mit dem Christopher Columbus 1492 Amerika entdeckte. Und die meterlangen Werftmodelle begeistern mit ihrer Detailtreue die großen und kleinen Schifffahrtfans gleichermaßen.

Neben dem Ausflug in die große maritime Welt steht natürlich der „Heimathafen Hamburg“ immer wieder im Fokus. Noch bis Ende August läuft die Sonderausstellung „Die Howaldtswerke in der Zeit des Wirtschaftswunders 1953 – 1967“. Die Fotoausstellung gibt recht ungewöhnliche und überraschende Einblicke in den Werftalltag. Anfang November präsentiert das Maritime Museum dann eine große Sonderausstellung anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Reederei Hamburg Süd.

Außer den Sonderausstellungen machen zahlreiche Führungen,  Familienveranstaltungen sowie ein professioneller Schiffsführungssimulator das Museum abwechslungsreich und lebendig. Schifffahrtsbegeisterte Besucher aus aller Welt sind der beste Beweis. Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter imm-hamburg.de

Internationales Maritimes Museum Hamburg
Koreastraße 1, 20457 Hamburg
Telefon: 040 300 92 30 0
Öffnungszeiten: täglich 10–18 Uhr
Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 11 Euro


Museum am Rothenbaum

Kulturen und Künste der Welt
bis 31. Dezember/ 7. November

Mantel-und-Wandbehang_Presse(c)Paul-Schimweg_MARKK

Foto: Paul Schimweg / MARKK

Mit der neuen Ausstellung „Hey Hamburg, kennst Du Duala Manga Bell?“ greift das MARKK  die Themen Rassismus, Kolonialismus und Erinnerungskultur für junge Besucher:innen und Familien auf. Erzählt werden die Lebensgeschichten der kamerunischen Königsfamilie Duala Manga Bell und die Auswirkungen des Kolonialismus auf persönliche Lebenswege, Familien und Gesellschaft sowie die Dynamiken von internationalen Widerstandsnetzwerken. In Kooperation mit Prinzessin Marilyn Douala Manga Bell, Urenkelin von Rudolf Duala Manga Bell, entstand diese experimentelle Ausstellung. Sie erzählt die tragische, aber wahre Geschichte von Rudolf Duala Manga Bell und seinen Mitstreiter*innen Rudolf Ngoso Din und Maria Mandessi Bell und deren friedlichen Widerstand gegen die Gier der Kolonialherren und Kaufleute. Die Skrupellosigkeit, mit der diese ihre eigenen Regeln brechen, wird Rudolf Duala Manga Bell zum Verhängnis. Bis zuletzt glaubten sie an die Gleichheit aller Menschen und wehrten sich gegen die Enteignungspläne der Deutschen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Graphic Novel „Die Vergangenheit ist ein Weg“ des nigerianischen Künstlers Karo Akpokiere. Darüber hinaus werden historische Archiv- und Fotobestände, zeitgenössische Kunstwerke, Objekte der Duala-Sammlung des MARKK und herausragende Leihgaben anderer Museen zusammengebracht. Eine Ausstellung von großer Relevanz: Denn die Geschichte ist nicht zu Ende. Menschen kämpfen weiter für ihre Rechte und eine neue Beziehung mit der Welt.

Prachtvolle Stoffe und Ikatwebereien aus Seide, Tee und „Wilde Äpfel“ fanden über die mythenumwobenen, oft romantisierten Handelsrouten der Steppen und Seidenstraßen ihren Weg nach Europa. Heute sind die Transport- und Handelsverbindungen unter anderen Vorzeichen von Interesse. Großangelegte Infrastrukturprojekte prägen die asiatischen Regionen der Steppen und Seidenstraßen und fördern nicht nur Staub, sondern auch Rohstoffe wie Kohle und Gold an die Oberfläche.

Ausstellungsstücke aus verschiedenen Museumssammlungen sind in einer weiteren Ausstellung im MARKK, „Steppen & Seidenstraße“, Zeugnisse der historischen Verbindungen und des Austauschs zwischen Ost und West und spiegeln die Interessen der Reisenden, die sie nach Europa gebracht haben. Eindrucksvolle Film und Fotoaufnahmen, Interviews und Reisenotizen aus aktueller Forschung setzen die historischen Betrachtungen und Themen in Beziehung zu heutigen Fragestellungen und Lebenswelten.

In dieser Verbindung aktueller Perspektiven mit historischem Material – ethnografischen sowie archäologischen Objekten und alten Fotografien – sowie zeitgenössischen Kunstwerken werden überraschende und kaum beachtete Geschichten erzählt. Die als begehbare imaginäre Karte gestaltete Ausstellung lädt Besucher*innen ein, Wege und Bewegungen zwischen Ost und West nachzuvollziehen und neue Verbindungen zwischen Themen und Orten herzustellen. Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter markk-hamburg.de.

Museum am Rothenbaum
Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg (Harvestehude)
Telefon: 040 42 88 79 0
Öffnungszeiten: Di-So 10–18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Montags geschlossen
Eintritt: 8,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro


Dialoghaus Hamburg

Einmal die Welt wechseln

dialog-im-dunkeln-hamburg

Im bekanntesten Erlebnis des Dialoghaus Hamburg sind die blinden Gastgeber die „Sehenden“. Sie führen die Teilnehmer in kleinen Gruppen mit maximal 8 Personen durch den lichtlosen Ausstellungsparcours. Ausgestattet mit einem Langstock entdeckt man hier eine scheinbar gewohnte Welt neu. Man hört, fühlt, und orientiert sich in nicht-visuellen Alltagssituationen: bei einem Spaziergang durch einen Park oder dem Überqueren einer Straßenkreuzung in einer Stadt. Nun möchten wir noch nicht zu viel verraten, aber die Gastgeber sorgen dafür, dass man sich in diesem ungewohnten Szenario sehr wohlfühlt. Die Tour endet in der Dunkel-Bar. Bei einem Getränk kommt man ins Gespräch. Viele Fragen tauchen während der Tour auf, die die Guides an dieser Stelle beantworten werden. Mit diesem Austausch klingt dieses ungewöhnliche Erlebnis nach 60 Minuten aus und man betritt langsam wieder das Licht des Foyers.

Ich schmecke was, was Du nicht siehst!

Das Dinner in the Dark ist mindestens genauso bekannt wie die Ausstellung und es wird oft versucht zu kopieren. Im Dialoghaus gibt es das Original DINNER IN THE DARK zu erleben! Bei diesem Dunkel-Erlebnis steht nicht einfach nur ausgewähltes und erstklassiges Essen auf der Karte. Es ist vielmehr eine außergewöhnliche Erfahrung, die voll und ganz aufs Sehen verzichtet – und dadurch andere Sinne wie Riechen, Fühlen und vor allem Schmecken noch intensiver anregt. Das Dinner ist für jeden Teilnehmer eine ganz besondere und intensive Erfahrung und ein unvergessliches Geschmackserlebnis.

Das besondere Geburtstags-Event für kleine Geburtstagkinder

Im Dunkeln lässt sich gut munkeln, das wusste man schon in Kindheitstagen, deshalb feiern Geburtstagskinder und Ihre Gäste hier ihre ganz eigene Tour! Ausgestattet mit einem Langstock und geführt von einem sehbehinderten Guide entdeckt die kleine Geburtstags Gang eine neue Welt. Der Klangraum und einige kleine Herausforderungen sind die Überraschungen, auf die sich Alle freuen können. So ein außergewöhnlicher Geburtstag bleibt auf jeden Fall in guter Erinnerung, weil er einfach mal ganz anders gefeiert wurde. Am Ende der Geburtstagstour gibt es noch ein kleines Geschenk für das Geburtstagskind! In Kürze im Ticketshop buchbar. Derzeit auf Anfrage info@dialog-im-dunkeln.de 

Dialog im Stillen – Die beeindruckende Welt der Gehörlosenkultur

Mit den Händen sprechen und den Augen hören? Geht das. Na klar! Mit schalldichten Kopfhörern ausgestattet erlebt man hier die Welt der Menschen, die nichts oder wenig hören können. Gehörlose Guides führen die Teilnehmer durch mehrere Erlebnisstationen mit sehr lebendiger Kommunikation. Das Erlebnis im Stillen ist ein sehr lebhafter und ausdrucksstarker Austausch in nonverbaler Kommunikation – mit den Experten in Körper- und Gebärdensprache.

Man kann dort die Kraft und Eleganz der Gebärden lieben lernen. Wenn man sich auf den Kontakt zwischen der Welt der Hörenden und der Gehörlosen einlässt und in sie eintaucht werden Berührungsängste abgebaut. Diese Erfahrung gibt einem die Möglichkeit mutiger, toleranter und offener zu werden.

Einen Überblick zu den aktuellen Regelungen zum Besuch des Museums finden sich unter dialog-in-hamburg.de

Dialoghaus Hamburg
Alter Wandrahm 4, 20457 Hamburg (HafenCity)
Telefon: 040 3096340
Öffnungszeiten:Fr-So 9:30–16 Uhr, Sa 12–18:30 Uhr, Mo-Do geschlossen
Eintritt: 13,50 Euro


Rindermarkthalle St. Pauli

Dauerausstellung zeigt die Geschichte der Rindermarkthalle, des Schlachthofes und der sie umgebenden Viertel

 rindermarkthalle-hamburg-ausstellung-geschichte

Wussten Sie, dass bis Ende der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts am U-Bahnhof Feldstrasse eine pittoreske Windmühle stand? Oder, dass vom Heiligengeistfeld bis zum Bahnhof Sternschanze einstmals eine Bahnlinie verlief, und an der Rindermarkthalle die Rinder und Schweine die Feldstraße mittels eines Trifttunnels unterquerten? Oder, dass die am 16. Juni 1951 eröffnete Rindermarkthalle als größte freitragende Hallenkonstruktion in Europa galt? Anlässlich der Fertigstellung der Rindermarkthalle vor jetzt genau 70 Jahren zeigt ab dem 4. Juni eine Dauerausstellung Geschichte und Geschichten der Halle und des ehemaligen Schlachthofes. Zu finden ist die in einer Koproduktion vom St. Pauli Archiv und dem Schaff Verlag entstandene öffentliche Ausstellung im Seiteneingang der Rindermarkthalle St. Pauli (neben dem Restaurant Marktkönig).

„Die Rindermarkthalle und der Schlachthof haben den Charakter des Schanzen- und des Karoviertels entscheidend geprägt. Wer die Viertel wirklich verstehen will, sollte den Zusammenhang zwischen Leben und Arbeiten einmal im historischen Kontext erlebt haben. Die Geschichte der Menschen und der Gebäude ist so toll, dass wir sie unbedingt erzählen wollten“, erklärt Martin Bo Ahlers, Centermanager der Rindermarkthalle. Finanziell ermöglicht wurde das Projekt von der Edeka Nord.

Die Ausstellungsmacher:innen: „Rund um Schlachthof und Rindermarkthalle siedelten sich Lokale an. Seit 1904 gibt es schon die Schlachterbörse, die früher übrigens „Zum gemütlichen Schlachterheim“ hieß. Erikas Eck ist das einzig erhalten gebliebene Frühlokal. Hier geht man seit jeher nach der Spät und Nachtschicht hin, um sich zu stärken. Diese Tradition wurde weitergeführt, und neben den alten Lokalen sind im Schanzen- und Karolinenviertel zahlreiche neue hinzugekommen.

Die Veränderung des gesamten Areals hat viel Leben in die ehemaligen Industriedenkmäler gebracht. Das sorgt aber bis heute auch für soziale Kontroversen. Uns ist wichtig, in dieser Ausstellung auch die Schattenseiten der Umwandlung zu thematisieren.“ Mehr Informationen gibt es im St. Pauli Archiv.

Über die Rindermarkthalle St. Pauli

Umgeben vom Schanzen- und Karoviertel bietet die 12.500 Quadratmeter große Rindermarkthalle St. Pauli eine aufregende Reise durch die nationale- und internationale Küche. Getreu dem Claim „Hier schmeckt das Leben“, gibt es über 30 individuelle Konzepte rund um das Thema Genuss und Frische mit Läden wie „Brot und Stulle“, der Confiserie Paulsen, der Fleischmanufaktur „Metzgers“ oder dem Zero Waste Laden „Stückgut“.

Neben einem BUDNI, ALDI und der Bio Company, befindet sich im Erdgeschoss der historischen Halle Hamburgs größtes EDEKA Frischecenter, das auf seinen 4.500 Quadratmetern neben regionalen Produkten über 3.000 internationale Produkte, eine Getränkeabteilung mit über 50 Sorten Craft-Beer sowie eine besonders große Auswahl an veganen und glutenfreien Produkten präsentiert.

Zusätzlich zu vielfältiger Kulinarik finden die wöchentlich rund 70.000 Besucher hier auch Handcrafted Design oder Hamburgensien wie den Troyer oder echte Fischerhemden. Daneben locken jährlich wiederkehrende innovative Events wie die Fahrradmesse Kunst- und Antikflohmarkt, der Festland Designmarkt oder der „Wintergarten St. Pauli“.

Rindermarkthalle St. Pauli
Neuer Kamp 31, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Telefon: 040 3096340
Öffnungszeiten:Mo-Sa 10–20 Uhr, So geschlossen


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Corona in Hamburg: Kultur im Käfig

Seit fast einem Jahr leiden die Kulturbetriebe unter den Coronabeschränkungen. Nach den Lockerungen im Sommer wurden sie im Herbst wieder geschlossen – doch der künstlerische Betrieb läuft vielerorts eingeschränkt weiter

Text: Sören Ingwersen

 

Die Welt werden nicht gleich untergehen, wenn die Theater mal ein paar Monate geschlossen sind, ließ Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard jüngst verlauten. Die Schauspiel-, Opern- und Konzerthäuser stehen derzeit zwar vor ihrer größten Herausforderung der Nachkriegszeit. Aber kann die Kunst an Herausforderungen nicht auch wachsen? Keine attraktive These in einer Zeit, in der der direkte Faden zwischen Schauspielern und Publikum radikal durchtrennt ist, in der die kulturellen Räume, in denen gesellschaftliche Debatten unter künstlerischen Vorzeichen öffentlich geführt werden, schmerzlich fehlen und in denen nicht zuletzt viele Kreativschaffende in eine existenzbedrohende finanzielle Schieflage geraten.

 

Menschenleere Säle

 

Ein gruseliges Panorama – wie jene menschenleeren Säle, Räume, Gänge und Treppenhäuser des Deutschen Schauspielhauses, die derzeit als Filmkulisse für die Online-Streaming-Serie „Haus der Geister“ dienen: In kurzen Episoden entfesseln einzelne Ensemblemitglieder einen Spuk, von dem nach altem Aberglauben vorzugsweise verlassene Theatergebäude heimgesucht werden. Wie auf den Internetseiten des Thalia Theaters, der Staatsoper oder Kampnagel sind auch abendfüllende Aufführungen als Stream abrufbar, im November gab es sogar eine Online- Premiere: Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“. Hier ließ Regisseurin Heike M. Goetze vermummte Menschen auftreten, die ihre sozialen Distanzen nicht überwinden können. Kommt einem irgendwie bekannt vor.

Und zwischen den beiden Lockdowns? „Ab Anfang Mai hatte ich Proben für die Saisoneröffnung ,Reich des Todes‘, und ab da lief es für mich fast wieder normal“, berichtet Ensemblemitglied Markus John. „Nach der Sommerpause hatte ich dann in kurzer Zeit mit den Wiederaufnahmen schon wieder sieben, acht Stücke laufen, nur dass eben sehr viel weniger Zuschauer im Saal sitzen durften und dass die Vorsichtsmaßnahmen auf und hinter der Bühne eine große Rolle spielten.“

 

„Nicht frei und normal-menschlich“

 

Noch stärker – aufgrund der kleineren Räumlichkeiten – schlugen die Sicherheitsvorkehrungen in den Privat- und Off-Theatern zu Buche. „Man spürte, dass man in eine Art Käfig gestellt wurde, und dadurch nicht frei und normal-menschlich auf der Bühne agieren konnte“, erinnert sich Mezzosopranistin Feline Knabe an ihre Proben zu „Carmen“ am Allee Theater. Auf der engen Bühne blieb den Liebenden nichts anderes übrig, als sich „wie Tiger auf Abstand“ zu umkreisen, wobei die Sängerinnen und Sänger auch dem mit nur drei Musikern besetzten Orchestergraben nicht zu nahekommen durften.

In Händels Barockoper „Alcina“ verzichtete man ganz auf eine Inszenierung, ließ die drei Sänger einzeln mit ausgewählten Arien auftreten, während Lutz Hoffmann als Erzähler durch die Handlung führte. In der Vorweihnachtszeit wollte man dann Humperdincks „Hänsel und Gretel“ auf die Bühne bringen: „Als der Lockdown losging, waren wir gerade mit den Proben fertig. Wir waren voller Enthusiasmus, endlich loszulegen. Dann wurde der Premierentermin gestrichen.“ Für Knabe, die hier als Hexe im Einsatz war, eine doppelte Enttäuschung: „Meine sechsjährige Tochter spielte den Engel. Sie war so aufgeregt und wollte so gerne vor Publikum auftreten. Dass es dann keine Aufführung gab, war für sie ganz schwer zu akzeptieren.“

Schwer umzusetzen waren die Hygienevorschriften auch von den räumlich noch begrenzteren Off-Theatern. Umso mehr zeugt es von künstlerischer Leidenschaft, wenn etwa das Theater das Zimmer als kleinstes Theater der Stadt seinen Spielbetrieb im September mit vier Inszenierungen wieder aufnahm, wobei die regulären 40 Sitzplätze auf 12 reduziert wurden und auf der winzigen Spielfläche bis zu drei Darsteller den Mindestabstand einhalten mussten.

 

Digitaler Raum

 

Das Lichthof Theater konnte dagegen während der Pandemie seinen Zuschauerkreis sogar erweitern. „Wir haben schon den ersten Lockdown genutzt, um mit dem #lichthof_lab Schritte in den digitalen Raum zu machen und Projekte entwickelt, die speziell für dieses Format entstanden sind“, erzählt Matthias Schulze-Kraft, der künstlerische Leiter des Hauses. Mit dem Hilfsprogramm des Bundes „Neustart Kultur“ habe man die nötige Streaming-Technologie angeschafft, sodass auch für die Zeit der Corona-bedingten Theaterschließungen Projekte ausgeschrieben und realisiert werden konnten.

Als virtuelle Bühne und digitaler Experimentierraum bietet das #lichthof_lab Streams und Live-Streams von Veranstaltungen und Gesprächsrunden mit Künstlern etwa zum Thema „Theater, Digitales und Präsenz“. Das Lichthof Theater möchte mit seinem digitalen Angebot nicht bloß einen medialen Ersatz für das Live-Erlebnis im Theatersaal schaffen, sondern die ästhetisch-theatralen Möglichkeiten des Digitalen selbst ins Blickfeld rücken. Mit Erfolg: Die Online-Aufführung von Jane Austens Klassiker „Stolz und Vorurteil“ wurde von Zuschauenden aus ganz Deutschland und weltweit sogar bis nach Kanada begleitet: „Nur noch 30 Prozent der Tickets wurden in Hamburg verkauft. Das heißt, unser kleines Haus erweitert sich gerade enorm, und wir haben die Möglichkeit, unsere Produktionen einer viel größeren Öffentlichkeit zu zeigen.“

Auch bei der vorübergehenden Wiedereröffnung der Theater im Herbst wurde das Streaming-Angebot des Lichthof Theaters genutzt. Während bis zu 30 Leute im Zuschauerraum saßen, haben zeitgleich bis zu 120 Zuschauerinnen und Zuschauer das Bühnengeschehen online verfolgt. Das neue virtuelle Foyer soll zudem eine Plattform bieten, auf der Zuschauende sich austauschen und im Anschluss an den Live-Stream die beteiligten Künstler treffen können.

Das parallele Angebot von Präsenztheater und Online-Übertragung möchte Schulze-Kraft über Corona hinaus beibehalten, wobei die Digitalisierung auch neue Möglichkeiten der Theatervermittlung biete. Vielleicht kann man tatsächlich sagen, das Lichthof Theater sei an der Krise gewachsen. Trotzdem erwartet man auch hier sehnlich den Moment, an dem der Corona-Spuk ein Ende hat und sich die realen Theatertüren wieder öffnen. Schließlich ist und bleibt Theater vor allem eines: ein Ort der körperlichen Nähe und Begegnung.


SZENE-März-2021 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2021. Das Magazin ist seit dem 26. Februar 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

Welcome back: Kunstverein öffnet seine Türen wieder

Ab Donnerstag, 7. Mai, können wieder Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten besucht werden. Auch der Kunstverein ist zurück und öffnet seine Türen für Besucher

 

Endlich geht es los und Hamburgs Kultur erwacht wieder ein Stück. Nachdem sich Bund und Länder auf weitere Lockerungen geeinigt haben, hat der Hamburger Senat am Dienstag, 5. Mai, die Beschlüsse in einer neuen Rechtsverordnung umgesetzt. Unter Einhaltung der notwendigen Hygienevorschriften wird die Öffnung in vielen Kulturbereichen wieder möglich sein. Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Galerien sowie Bibliotheken und Archive werden jetzt wieder schrittweise für Besucher öffnen.

Mit dabei ist auch der Kunstverein. Die Laufzeit für die aktuellen Ausstellungen „ars viva 2020 – Karimah Ashadu“, „Thibaut Henz & Cemile Sahin“ und „Matheus Rocha Pitta – The Curfew Sirens“ werden bis zum 31. Mai 2020 verlängert. Auch wenn es vorerst keine Veranstaltungen in den Räumen des Kunstvereins geben wird, digital bleibt man weiterhin verbunden. Auf den Sozialen Medien und der Website finden sich vielfältige Inhalte, wie insbesondere auch die Führungen zu den Ausstellungen. Alle Fragen und Antworten rund um die Wiedereröffnung und einen Ausstellungsbesuch gibt es ebenfalls auf der Homepage.

 

Maske auf

 

Die aktuelle Lage fordert ein neues Miteinander während des Ausstellungsbesuchs. Damit ein sicherer und reibungsloser Ausstellungsbesuch im Kunstverein ermöglicht werden kann, wurden in Abstimmung mit den zuständigen Behörden umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen entwickelt, die auf der Webseite und im Eingang zum Kunstverein nachgelesen werden können. Insbesondere das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist für den Besuch natürlich notwendig.

kunstverein.de


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Das Sankt Pauli Museum zieht um

Eine Kiez-Institution zieht um: Das Sankt Pauli Museum wechselt den Standort

Text: Erik Brandt-Höge

 

St. Pauli zieht um! Nein, natürlich nicht der Stadtteil im Ganzen. Aber eine nicht unwichtige Institution: das Sankt Pauli Museum. Der Sitz in der Davidstraße 17 ist dem Trägerverein, der ehrenamtlich geführt wird, mittlerweile zu teuer (aktuelle Miete für die Räume: rund 6.300 Euro). Ausstellungsfläche, Büroräume, Archiv und Lager wechseln den Standort. Wo genau das neue Heim der derzeit 79 Vereinsmitglieder sein wird, ist zu Redaktionsschluss unklar, Ideen gibt es laut Vorstand aber schon einige. Zwischen- oder Dauerlösungen sollten bald gefunden sein. Die Macher haben schließlich Erfahrung mit Situationen wie dieser. In den mehr als 30 Jahren seines Bestehens ist das Museum mal geschrumpft und mal erweitert worden, fand sich im Container oder gar auf der Straße wieder.

Keine Notlage war groß genug, um das Sankt Pauli Museum kleinzukriegen. Im Gegenteil: Die Mitgliederzahlen stiegen, und die Niederlassung in der Davidstraße, einem der trubeligsten St. Pauli-Zentren, zieht Besucher geradezu magnetisch an.

 

Travestiekünstler und die „Nutella“-Bande

 

Im Inneren gibt es ja auch einiges zu bestaunen. Die Geschichte von St. Pauli wird mit zahllosen Bildern und Exponaten nachgezeichnet, vom Mittelalter bis ins Hier und Jetzt. Nach einem kurzen Stopp an der Museumsbar kann mit einem Kaltgetränk der Rundgang gestartet werden. Wer sich für die Originalkostüme berühmter Travestiekünstler interessiert, die „Nutella“-Bande kapieren oder ein Erinnerungsfoto vor der Fassade des legendären Star-Clubs knipsen will, kommt dabei voll auf seine Kosten. Zumindest bis zum 31. März. Dann zieht das Sankt Pauli Museum einmal mehr weiter.

Sankt Pauli Museum: Davidstraße 17 (St. Pauli)


Szene_Hamburg_Februar_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Januar 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Junge Malerei bei Feinkunst Krüger

Wo junge Malerei beginnt: Charmanter Feinkunst-Krüger-Coup mit den Deichtorhallen Hamburg

Text: Sabine Danek

 

Schon der Titel lässt einen glücklich lächeln. „Heute ist morgen schon vorbei“ heißt die Schau bei Feinkunst Krüger, die augenzwinkernd Bezug auf die Wander-Ausstellung „Jetzt!“ nimmt, die in den Deichtorhallen eröffnet wird. Nach Stationen in Bonn, Chemnitz und Wiesbaden wird dort „Junge Malerei in Deutschland“ gezeigt und zwar gleich 50 aktuelle Positionen.

 

Der Weg der jungen Kunst

 

Weil junge Künstler ihren Weg aber in der Regel in Galerien starten, in Off-Räumen und Studios, bevor sie von Museen entdeckt werden, hat Feinkunst Krüger sich etwas überlegt. Gemeinsam mit den Künstlern Stefan Vogel und Sebastian Gögel hat die Galerie 22 der jungen Maler, die in den Deichtorhallen zu sehen sind, zu einer zusätzlichen Galerie-Ausstellung eingeladen und macht folgenden Vorschlag: Am 8.2. zur Eröffnung zu Feinkunst Krüger kommen, am 13.2. zur Eröffnung der tollen Schau in die Deichtorhallen gehen – und dann bis zum 29.2. zu Feinkunst Krüger zurückkehren, um sein Lieblingsbild zu kaufen.

Ob von Viola Bittl, Dana Greiner, Sumi Kim, Moritz Schleime oder einem der vielen anderen jungen Künstler, die ja schließlich nicht allein von Luft, Liebe und Museumsausstellungen leben können. Macht Sinn!

Feinkunst Krüger: Heute ist morgen schon vorbei, Eröffnung: 8.2., 20 Uhr; Deichtorhallen: Jetzt! Junge Malerei in Deutschland, Eröffnung: 13.2., 19 Uhr


Szene_Hamburg_Februar_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Januar 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Zeitreise: Metropolis Kino feiert 40. Jubiläum

Das kommunale Kino ist mehr als ein Leinwandtempel: Es ist ein Ausstellungsraum für Filme, die sonst nicht in Hamburg zu sehen sind. Und das seit 40 Jahren

Text: Maike Schade

 

Es war Mitte der 70er Jahre. Eine Gruppe avantgardistischer Filmemacher aus Hamburg gründete eine Initiative. Das Ziel: ein kommunales Kino, um zum einen das eigene Filmschaffen, vor allem aber auch Filme abseits des Mainstreams – aktuell wie historisch – der Allgemeinheit zugänglich zu machen. „Zunächst wurde das von Seiten der Politik misstrauisch beäugt. Filmemacher, experimentelle noch dazu. Was für ein linker Haufen mochte das sein, und wer weiß, was sie wirklich vorhatten?“, erinnert sich Martin Aust, heute Geschäftsführer des Metropolis Kino.

Es wurde ein exemplarisches Filmprogramm zusammengestellt und gezeigt, verhandelt, geredet – „und plötzlich war das Geld da“. Auch ein Geschäftsführer wurde gefunden: Heiner Roß, damals tätig im Arsenal Kino in Berlin, das mit seinem Programm Vorbild für das Hamburger kommunale Kino war.

 

Martin-aust-c-Kinemathek-Hamburg

Von Anfang an dabei: der heutige Geschäftsführer Martin Aust (Foto: Kinemathek Hamburg)

 

Auch ein Raum für das neue Kino war bereits anvisiert: das (seit 1982 geschlossene) Programmkino Klick auf St. Pauli, in dem die Initiative schon seit Jahren seine Programme gezeigt hatte. „Aus irgendeinem Grund platzte die Vereinbarung aber. Und nun stand das kommunale Kino da: mit Geld, mit einem Plan und einem Geschäftsführer – aber ohne Räume.“ Heiner Roß, so erzählt Martin Aust, hat sich damals auf die Suche gemacht.

Irgendwann landete er im Kino am Dammtor, seinerzeit noch Aktualitäten­ und Neuheitenkino. „Er ging hinein, kaufte eine Eintrittskarte und sah sich einen Film an. Danach kaufte er eine weitere, sah noch einen Film. Und noch einen. Danach ging er zur Kassiererin und sagte: Ich möchte das Kino mieten. Die Kassiererin war konsterniert, fürchtete um ihren Job. Heiner Roß sagte: Sie miete ich mit. Haben Sie keine Sorge. Und er bekam das Kino – und die Kassiererin, Frau Herta Prigge, blieb noch viele Jahre bei uns.“ Zumindest, so Aust, sei das die Geschichte, die Roß erzählte.

Eines ist definitiv eine Tatsache: Mitte Oktober 1979, vor rund 40 Jahren, wurde das Me­tropolis Kino – benannt nach dem gleichnamigen Film von Fritz Lang, der zur Eröffnung ge­zeigt wurde – eingeweiht.

 

 

Martin Aust war von Anfang an dabei. Eher zufällig, wie er heute sagt: „Ich kam als Student nach Hamburg und hatte einen Job beim Filmfest. Da lernte ich Heiner Roß kennen, und er fragte mich, ob ich nicht in dem neuen Kino arbeiten wollte. Klar wollte er. „Ich habe alle möglichen Jobs da gemacht, zum Beispiel die Filmrollen, die tagtäglich am Bahnhof Dammtor per Express ankamen oder losgeschickt werden mussten, mit dem Auto hin-­ und hergefahren.“ Nach und nach war er aber immer mehr in die Programmgestaltung eingebunden, und als der bisherige Programmchef im Jahr 1986 das Kino verließ, bekam er den Job. Seit 2005 ist er Geschäftsführer. Das Programm macht er noch immer.

 

Zeitzeugnisse und Kunst

 

Und das unterscheidet sich fundamental von dem anderer Hamburger Kinos. Denn ein solches im eigentlichen – kommerziellen – Sinne sei das Metropolis nicht, sagt Aust: „Ich sehe uns mehr als Ausstellungsraum für Filme.“ Eine Art Museum, im dem das ansonsten nicht zugängliche Werk Filmschaffender aus über einem Jahrhundert für alle zu sehen ist, vom Stummfilm mit Live­-Musik der 1920er Jahre bis hin zum utopischen Experimentalfilm der Gegenwart, digital, aber auch auf 8, 16 und 35 Millimetern, abgespielt von zwei Filmprojektoren.

Dafür hat das Metropolis Kino ein eigenes Archiv aus mittlerweile rund 5.500 Fil­men, die in einem Keller in St. Georg fachgerecht verwahrt werden. Darunter befindet sich das Belegarchiv der Filmförderung Hamburg Schleswig-­Hol­stein plus eine große Sammlung aus Werken von US-­amerikanischen Exil­-Hamburgern aus den 1940er Jahren, die vor den Nazis nach Amerika geflohen waren – Zeitzeugnisse und Kunst zugleich, wie Aust sagt.

Die Relevanz des kommu­nalen Kinos – oder der Kine­mathek, wie sich der Verein, der Kino und Archiv betreibt, nennt – sei in der Politikaner­ kannt, sagt Aust. Zu zwei Dritteln wird das Kino von der Stadt subventioniert, ein Drit­tel spielt es selbst ein.

Das Pu­blikum sei dabei so bunt wie das Programm. Tendenziell älter, ja, „aber ich bin überzeugt, das wächst nach. Irgendwann ha­ben die Leute genug vom Pop­corn-­Kino und wollen mehr sehen.“ Die Auslastung sei konstant und in Ordnung. Reichen tut das Geld trotzdem nie. „Wir zeigen die Filme ja nur zwei oder drei Mal, und die Ausleihe der Filme kostet manchmal horrend viel Geld.“ Ganz zu schweigen von der nötigen Digitalisierung der Archiv­Schätze – irgend­wann wird das Filmmaterial auf den Rollen mürbe. Und ir­gendwann, auch wenn das lange dauert, ist es unbrauchbar und für immer verloren.

 

Originalzustand der 1950er Jahre

 

Nicht nur die gezeigten Filme entführen in vergangene Zeiten. Auch das Kino selbst: Der Saal ist (bis auf brand-­ und sicherheitstechnische Kleinigkeiten) im Originalzustand der 1950er Jahre. Dabei stand das auf der Kippe, als das Gebäude im Jahr 2008 von Investoren auf­gekauft wurde und abgerissen werden sollte. Doch der Kino­saal wurde unter Denkmal­schutz gestellt und Stuhl für Stuhl, Schraube für Schraube sorgfältig abgebaut, eingela­gert und absolut originalgetreu wieder aufgebaut.

https://szene-hamburg.com/wp-content/uploads/2019/11/metropolis-kino-Eingang-alt-c-Kinemathek-Hamburg.jpg

Im Filmtheater Dammtor fand das Metropolis sein Zuhause (Foto: Kinemathek Hamburg)

Nicht im Erd­geschoss, wie früher, sondern ein Stockwerk tiefer im Keller. Aber dennoch. Der Besuch einer Filmvorführung im Metropolis Kino ist wie eine Zeitreise – in die längst verflogene Vergangenheit, in die jüngere, manchmal auch in die Zukunft. Eine Er­fahrung ist es immer.

Das Jubiläum feiert das Metropolis Kino für die Öf­fentlichkeit (plus den 30. Ge­burtstag des Hamburgischen Filmforschungszentrums Cine­ Graph) ab dem 26. Oktober mit einem vielseitigen Programm, unter anderem mit einer vir­tuellen Reise ins Archiv. Mehr Infos dazu auf der Homepage.

metropoliskino.de


szene-hamburg-november-2019Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, November 2019. Titelthema: Sexualität. Das Magazin ist seit dem 27. Oktober 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.


Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Top 10 – Was ist los in Eppenhude?

Zwischen trendigen Cafés und mondänen Boutiquen finden sich viele Orte, die man in Eppendorf und Winterhude kennen sollte.

1) Für Kaffeeliebhaber: Elbgold

Das Elbgold ist bei Hamburgern so bekannt wie beliebt. Das Café serviert fair gehandelten Kaffee, der frisch aus der Rösterei in der Schanze geliefert wird. Neben dem Heißgetränk gibt es auch Snacks und süße Leckereien wie Bagels und den Cheesecake.

Eppendorfer Baum 26 (Eppendorf); www.elbgold.com

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von elbgold (@elbgoldkaffee) am

2) Für Schwedenfans: Frau Larsson

Das schwedische Café beglückt seine Gäste mit einem wechselnden Mittagstisch, und nicht nur die berühmten Fleischbällchen stehen hier auf der Karte. Sondern einiges mehr, was die Heimat von Astrid Lindgren zu bieten hat. Zu vorgerückter Stunde wird hier die Fika eingeläutet, die tradi- tionelle und von den Schweden heißgeliebte Kaffeepause mit Kuchen. Schwedenherz, was willst du mehr?!

Peter-Marquard-Straße 13 (Winterhude); www.fraularsson.de

3) Für Kinder: Bauspielplatz

Mitten im Eppendorfer Park liegt der Baui. Ein Ort, der auf 2.000 Quadratmeter ein Tierhaus, ein Tiergehege und eine Blockhütte beherbergt. Aber auch zwei Container voll mit Kinderfahrzeuge, eine Feuerstelle und einen Bauwagen als Fahrradwerkstatt beherbergt. Neben unterschiedlichen Programmpunkten können sich Kinder hier so richtig austoben.

Frickestraße 1 (Eppendorf); www.baui-eppendorf.de

4) Für Ruhesuchende: Garten der Alma de L’aigle

In dieser kleinen Oase wachsen seit 1888 Apfelbäume und bildschöne Rosen. Gründer des Gartens ist die Familie de l’Aigle. Seit den frühen 1990er-Jahren ist das Areal im Besitz der Stiftung Anscharhöhe und wird von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg betreut. Der Park ist öffentlich zugänglich.

Zugang über Lokstedter Weg 102 (Eppendorf)

5) Für Geschichtsinteressierte: Medizinhistorisches Museum

Hier wird die Geschichte der modernen Medizin sichtbar: Zum Beispiel ist der Kampf um sauberes Trinkwasser eng verknüpft mit der Entwicklung der Krankheitsbilder. Die Ausstellung „Aus dem Krieg. Feldpostkarten aus dem Lazarett, 1914-1918“, die am 19.10. eröffnet wird, zeigt Bildpostkarten, die vvon verwundeten Soldaten verfasst wurden. Diese dokumentieren das Leben im Lazarett.

Martinistraße 52 (Eppendorf); www.uke.de

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Tobias Markard (@tobiasmarkard) am

6) Für Kulturinteressierte: Kulturhaus Eppendorf

Das Kulturhaus gibt es seit den späten 80er Jahren. Vom Kabarett über Theater und Konzerten bis hin zu Lesungen bietet diese Stätte regelmäßig an. Darüber hinaus treffen sich hier 40 Kultur-Gruppen um sich auszutauschen.

Julius-Reincke-Stieg 13a (Eppendorf)

7) Für Kabarettfans: Alma Hoppes Lustspielhaus

Das Kabarett-Duo, Jan-Peter Petersen und Nils Loenicker, eröffneten ihr eigenes Kabarett im März 1994. Politische Satire, bissig und ehrlich, kommt hier regelmäßig auf die Bühne. Im Oktober wird „Die Schöne und das Biest“ in einer Comedy-Edition gezeigt.

Ludolfstraße 53 (Eppendorf); www.almahoppe.de

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von LaLeLu a cappella comedy (@laleluacappella) am

8) Für Naschkatzen: Die Lakritzerie

Lakritz-Liebhaber aufgepasst! Hier findet man internationale Spezialitäten und alles, wofür das Lakritz-Herz schlägt. Zudem bietet die Besitzerin Barbara Matthias auch Pralinen aus deutscher Manufaktur an.

Barmbeker Str. 189 (Winterhude); www.lakritzerie.com

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Jens (@der_ideealist) am

9) Für die gute Einrichtung: Holzconnection

„Möbel nach Maß – für jeden Raum“ – das Motto der Tischlerei seit über 35 Jahren. Statt konformer Massenproduktionen, findet man hier ausschließlich Unikate. Natürlich können auf Wunsch auch individuelle Möbel entworfen und gebaut werden.

Eppendorfer Landstraße 90 (Eppendorf); www.holzconnection.de

10) Für die Freizeit: Porzellanfräulein

In dem Atelier können Talentierte und auch weniger Kreative ihr eigenes Porzellan herstellen. Mit vorgefertigten Schablonen oder frei nach Schnauze kann hier geknetet und geformt werden, egal ob ein Klassiker wie der Becher oder der Händeabdruck vom Nachwuchs. Nach dem Bemalen kommt das Geschirr in den Ofen, um anschließend auf dem Frühstückstisch zu landen oder an der Wand.

Preystraße 8 (Winterhude); www.porzellanfraeulein.de

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Porzellanfräulein (@porzellanfraeulein) am

Beitragsbild: Suse Multhaupt

Die komplette Liste ist zu finden in der Printausgabe SZENE HAMBURG, Oktober 2018.



 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Oktober 2018. Das Magazin ist seit dem 29. September 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


Du magst Toplisten? Wir auch!


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.