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„Das hat Hamburg noch nicht gesehen!“

Das erste internationale Spielbudenplatzfestival lockt im Juli mit Straßentheater auf den Kiez. Initiator und Schmidts Tivoli-Geschäftsführer Corny Littmann knüpft damit an die Historie des Platzes auf St. Pauli an

Text: Sören Ingwersen

 

Corny, seit wann schlummert die Idee in deinem Kopf, ein Spielbuden Festival auf die Beine zu stellen?

Die Idee, Straßentheater in Form eines Festivals auf dem Spielbudenplatz zu veranstalten, ist schon sehr alt. Wir haben ja vor etwa 15 Jahren schon mal eines gemacht, da war der Spielbudenplatz noch eine Sandfläche. Nur stellte sich immer die Frage, wie so etwas überhaupt organisatorisch und finanziell gestemmt werden kann.

Es gibt doch die Spielbudenplatz Betreibergesellschaft …

Diese Gesellschaft führt mit knapp 30 Angestellten tatsächlich alle Veranstaltungen auf dem Spielbudenplatz durch, bei denen aber kein Eintritt erhoben werden darf. Das ist ein schönes Ansinnen, aber welcher Künstler kommt schon ohne Gage nach Hamburg?

Vor über zwei Jahren habe ich meine Stiftung gegründet, die jetzt 100.000 Euro für das Festival zur Verfügung stellt. Für die notwendigen organisatorischen Corona-Maßnahmen unterstützt uns die Stadt zusätzlich mit 30.000 Euro.

Heißt das, Künstler, die sonst im Schmidt Theater und im Schmidts Tivoli auftreten, sind jetzt auf dem Spielbudenplatz zu erleben?

Im Gegenteil. Straßentheater ist eine ganz eigene Kunstform. Es wird für die Straße konzipiert und kann in der Regel auch nur dort stattfinden. Unser künstlerischer Leiter Bernd Busch ist selbst ein sehr erfahrener Straßentheaterkünstler mit vielen Kontakten zu Kollegen im In- und Ausland, die er für unser Festival gewinnen konnte. Insgesamt treten 25 Künstler und Gruppen auf, die – mit Ausnahme von „Die Buschs“ – in Hamburg noch nie zu sehen waren.

Kannst du ein paar Namen nennen?

Ein herausragendes Beispiel ist die spanische Gruppe Cia la Tal, deren Bühne ein aufgeklappter Lkw ist. Diese Mischung aus visuellem Theater, Magie und Clownerie ist der schiere Wahnsinn. Das hat Hamburg in der Form noch nicht gesehen!

 

Die Schaubude

 

Im Zentrum des Festivals steht eine Schaubude. Da denken viele jetzt wahrscheinlich an eine Unterhaltungssendung im Fernsehen. Die hat damit aber nichts zu tun … 

Einige erinnern sich vielleicht noch an die Schaubuden auf dem Dom vor zuletzt zehn oder fünfzehn Jahren. Da preist ein Ausrufer Kuriositäten an, wie „Die Frau ohne Unterleib“, und lockt das Publikum für ein 20-minütiges Programm in ein kleines Theater mit Holzbänken. Diese Schaubuden waren früher auf allen Volksfesten vertreten. Heute ist die Schaubude von Dominik Schmitz die letzter ihrer Art in Deutschland. Sie wurde übrigens in Elmshorn von der Firma Köhler Fahrzeugbau gefertigt und bietet normalerweise Platz für rund 150 Zuschauer. Neben der Kuriositäten-Show laufen dort auch andere gemischte Programme.

Corny Littmann wurde bundesweit bekannt durch die Schmidt Mitternachtsshow in den frühen Neunzigern; Foto: Stefan Malzkorn

Corny Littmann wurde bundesweit durch die Schmidt Mitternachtsshow in den frühen Neunzigern bekannt (Foto: Stefan Malzkorn)

Ein dunkles Kapitel der Schaubuden waren ja die sogenannten Freakshows, in denen Menschen mit körperlichen Fehlbildungen den voyeuristischen Blicken der Zuschauenden dargeboten wurden. Muss man sich Sorgen machen, wenn bei euch Sensationen wie „Die Spinnenfrau“ oder „Die Frau ohne Kopf“ angekündigt werden?

Überhaupt nicht. Das sind ja alles nur Tricks. Es gibt keine Freakshow oder kleinwüchsigen Menschen, die zur Schau gestellt werden.

Wollen wir kurz über das leidige Thema Corona sprechen?

Der Ablauf wird von uns unter den heutigen Bedingungen vorbereitet. Wir erwarten, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt nur eine bestimmte Menge von Menschen auf dem Platz zulassen können. Es wird also Tickets mit einem wohl dreistündigen Zeitfenster für den Ein- und Auslass geben. Die können vorab kostenlos über das Internet erworben werden. So bekommt man im Verbund mit einem Corona-Schnelltest – etwa von „Corona Freepass“ nebenan – Zugang zum Platz. Anfang Juli wird das alles definitiv festgelegt und unter www.spielbudenfestival.de kommuniziert.

Für Essen und Trinken ist sicher auch gesorgt …

Dafür ist die Betreibergesellschaft zuständig.

Eigentlich sollte die Festival-Premiere ja schon im letzten Jahr stattfinden, musste aber wegen Corona verschoben werben. Konnte das Programm trotzdem beibehalten werden?

Fast alle Künstler, die wir im letzten Jahr dabei haben wollten, werden auch dieses Jahr dabei sein.

 

Viele Highlights

 

Auf welche Künstler können wir uns denn noch freuen?

Auf die klassische Seiltänzerin Silea aus Berlin und einen irischen Straßenclown: Shiva Grings. Der ist einfach toll, weil seine Programme vollständig improvisiert sind. Jede Show ist anders und hängt von der Reaktion des Publikums ab. Es gibt eine Clowns-Frau mit dem schönen Namen Anna de Lirium und „Das kleinste Varieté der Welt“ mit normalerweise nur vier bis sechs Zuschauern im Zelt und einer sehr witzigen zehnminütigen Show. Wir überlegen noch, wie wir das unter den Corona-Bedingungen anbieten können.

Außerdem wird Roc Roc-it bei uns auftreten. Er ist der Punk unter den Straßenkünstlern, spielt viel mit Feuer, spickt sein Gesicht mit Wäscheklammern und durchsticht sich die Wangen. Das ist ein total schräger und ausgeflippter Typ.

Eine Puppenspielerin und ein Papierreißer stehen auch in der Ankündigung … 

Wir haben darauf geachtet, dass möglichst viele Künstler eine Verbindung zur Tradition herstellen. Das Papierreißen ist ja eine sehr alte Kunstform. So wollen wir auch an die Geschichte des Spielbudenplatzes anknüpfen, wo es solche Attraktionen in Spielbuden ja schon vor über 200 Jahren gab. Hagenbeck hat mit einer Show mit Seehunden dort angefangen.

Außerdem gibt es in Hamburg seit den 1970er-Jahren das „Alstervergnügen“, das anfangs eines der größten Straßentheaterfestivals in Deutschland war. Heute ist nur noch die Gastronomie übrig geblieben. Diese Traditionen wollen wir wiederbeleben.

Macht ihr den historischen Bezug für die Besucher auch transparent?

In der Konzeption für das letzte Jahr war das vorgesehen. Da hatten wir schon mit Mitarbeiterinnen des Sankt Pauli Museums gesprochen, die uns Stellwände zur Verfügung stellen wollten, auf denen die Geschichte des Platzes dargestellt wird. Nun gibt es das Museum leider nicht mehr, und unsere kleine Mannschaft wäre mit einer solchen Dokumentation überfordert. Ich hoffe aber, dass wir diese Idee in einem der nächsten Festivals wieder aufgreifen können.

Das heißt, es wird noch weitere Spielbudenplatzfestivals geben?

So ist die Planung. Wir treten jetzt mit der Stiftung sozusagen in Vorleistung und hoffen auf so viel positive Resonanz, dass wir für das nächste Jahr verschiedene Unternehmen oder private Sponsoren gewinnen können, die die Finanzierung übernehmen.

Spielbudenfestival: 23.–25. Juli 2021


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Live und in vielen Farben: Das Reeperbahn Festival 2021 findet statt

Das 16. Reeperbahn Festival findet statt! Vom 22. bis 25. September 2021 gibt es wieder viele Kulturveranstaltungen rund um die Vergnügungsmeile

Text: Felix Willeke

 

Das 16. Reeperbahn Festival darf – auf Basis von aktuellen Corona-Entwicklungen – vom 22. bis 25. September 2021 stattfinden. Natürlich gibt es entsprechende Hygienekonzepte und Auflagen, aber das Line-Up steht zum großen Teil schon fest.

Auf rund 35 Bühnen, darunter die ARTE Concert Stage im Festival Village auf dem Heiligengeistfeld und drei Open-Air-Bühnen auf dem Spielbudenplatz, gibt es im September über 120 bereits bestätigte Live-Acts.

 

Erste Highlights

 

Bisher bestätigt sind unter anderem der österreichische Rapper Mavi Phoenix und die Indie-Kombo Fortuna Ehrenfeld aus Köln. Außerdem haben sich die niederländischen Indie-Elektroniker Weval II angekündigt, wie auch die Songwriter:innen Antje Schomaker und William Fitzsimmons.

2021 gibt es im Rahmen des Reeperbahnfestivals auch wieder Konzerte in der Elbphilharmonie. Neben den  Musikpreisgewinner:innen des ANCHOR Award von 2020, ÄTNA in gemeinsamer Sache mit der NDR Bigband, treten auf der Bühne des Konzerthauses am Hafen auch internationale Künstler:innen aus Südafrika und Australien auf. Der ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award 2021 findet am 25. September im St. Pauli Theater statt.

Neben dem Besuch des Festivals können Musikfans auch auf die öffentliche Reeperbahn Festival-Streamingplattform zugreifen, wo Livestreams und Konzertaufzeichnungen digital abrufbar sein werden.

Neben dem Publikumsfestival gibt es auch wieder ein Programm für Fachbesucher:innen mit rund 100 Programmpunkten und 300 Sprecher:innen.

 

Seht hier das Musikvideo zu „Fck It Up“ von Mavi Phoenix:


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Good Peppa: Clubretter werden mit Soli-Likör

Das Clubkombinat Hamburg will mit dem Getränk Good Peppa die Clubszene stärken

Text: Felix Willeke

 

Die Corona-Pandemie trifft die Hamburger Clubszene schwer. Seit März 2020 sind die Musikclubs nahezu durchgehend geschlossen. Doch es könnte bald wieder losgehen. Damit der Neustart gelingt, hat das Clubkombinat Hamburg das Motto „Werde Clubretter:in mit Good Peppa!“ ausgerufen. Mit ihrem neuen Pfefferminzlikör wollen sie die Clubs beim Neustart unterstützen.

Doch bevor angestoßen werden kann, braucht es das nötige Startkapital. Dafür gibt es seit dem 3. Juni 2021 eine Crowdfunding-Kampagne: Unter startnext.com/good-peppa sollen bis zum 5. August 30.000 Euro gesammelt werden, um die ersten 5.700 1-Liter-Flaschen zu füllen. Der Likör gelangt damit zunächst in die Hausbars, Wohnzimmer und mit den Wiedereröffnungen auch an die Club-Tresen.

Das Clubkombinat ist der Interessenverband der Hamburger Clubbetreiber, Veranstalter, Booker und Agenturen. Good Peppa soll der Startschuss für ein neues Social Business sein. Mit der clubeigenen Getränkemarke „Club Goods“ will das Kombinat die Clubszene in Hamburg langfristig stärken. Daher geht auch der komplette Erlös aus dem Verkauf von Good Peppa direkt an das Clubkombinat.


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2021. Das Magazin ist seit dem 26. Juni 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Kunst auf dem Kiez: Artwalk von Viva con Agua ARTS

Vom 14. bis 30. Juni präsentiert der „Johnnie Walker X Viva con Agua ARTS Artwalk“ die Werke von jungen Künstlerinnen auf der Reeperbahn

Text: Felix Willeke

 

Der „Johnnie Walker Artwalk“ führt vom 14. bis 30. Juni 2021 auf Digitaldisplays entlang der Reeperbahn durch die Welt von jungen Künstlerinnen. Johnnie Walker und Viva con Agua ARTS präsentieren die Werke von Anabelle von Georg, Danika Arndt, Evgenia Chuvardina, Lerke Nennemann und Melanie Gandyra. Das Thema der Ausstellung ist der positive Neuanfang – jetzt, wo das Leben auf die Straßen zurückkehrt.

Ziel ist eine es Plattform für junge Künstler:innen zu schaffen und natürlich die Unterstützung der vielen Projekte von Viva con Agua. Darum stehen die Originale der Werke auch im Onlineshop von Viva con Agua ARTS zum Verkauf. Der Erlös kommt zum Teil den Projekten von Viva con Agua zu Gute.


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Peppi: „Ich lebe seit 30 Jahren auf der Reeperbahn“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Begleitet von hvv switch fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Peppi begegnet.

Protokoll: Max Nölke

 

„Mich kennt hier jeder. Ich lebe seit 30 Jahren auf der Reeperbahn. Ich habe gesehen, wie sie das Schmidt Theater neu gebaut haben, den Abriss vom Schwimmbad am Spielbudenplatz und wie die Esso Tankstelle verschwand. Ich habe das alles aus erster Reihe erlebt. Sogar die Polizisten kenne ich alle. Und sie mich. Ich glaube, ich bin ganz schön kompatibel, kann mich gut unterhalten. Mehr zwar nicht. Aber das reicht doch fürs Erste.

1969 bin ich geboren, meine Mutter hat mich 1971 an eine Adoptivfamilie abgegeben. Ich hatte Angst vor ihnen, weil sie mich geschlagen haben. Also bin ich abgehauen und auf der Straße gelandet. Meiner richtigen Mutter habe ich irgendwann verziehen. Meinen Adoptiveltern nie.

Das Leben auf der Straße ist okay, die Leute mögen mich. Momentan schlafe ich in der U3. Irgendwann kommt Hilfe. Das sage ich mir zwar seit einer Ewigkeit, aber ich glaube immer noch dran. Manchmal kam die Hilfe auch schon, aber dann habe ich wieder irgendeinen Fehler gemacht. Neulich hatte ich einen Job, da habe ich für “Zwischenstopp Straße” gearbeitet. Dann habe ich was getrunken, jetzt sitze ich wieder hier. Sie haben mir daraufhin Dante weggenommen, meine französische Bulldogge. Bevor ich Dante bekommen habe, hatte ich einen Hund, der 17 Jahre bei mir gelebt hat. Sie war meine beste Freundin, immer an meiner Seite. Bis sie vor ein paar Jahren eingeschläfert werden musste.

 

Mit zwei Shetland Ponys an der irischen Küste

 

Meinen ersten Hund habe ich 1978 bekommen, ich weiß es noch genau, das war der schönste Tag in meinem Leben. Er hieß Asta, ich war neun und Asta war mein erster wirklicher Freund. Zu der Zeit habe ich noch bei meinen Adoptiveltern im Sauerland gelebt. Ich war jeden Tag mit Asta im Wald und er hat mir ein Gefühl gegeben, als würde er mich in den Arm nehmen und sagen „Ey Peppi, es ist alles gut!“

Aber wirklich gut ist es nur dann, wenn ich träume. Dann stelle ich mir vor, zwei Shetland Ponys zu haben und mit ihnen an der irischen Küste zu leben. Eins links, eins rechts und ich liege dazwischen im Gras. Mehr möchte ich gar nicht. Ich würde keinen Menschen vermissen, denn ganz ehrlich: Ich mag sie nicht. Es gibt tolle Menschen, aber ich kann mit ihnen nicht umgehen. Bei mir wurde eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt. Und obwohl ich mitten auf der Reeperbahn sitze, mich die Leute alle kennen, meine Brüder und Schwestern mich in den Arm nehmen, habe ich eine unheimliche Angst vor ihnen. Ich weiß, dass das paradox ist, aber ich habe so eine Angst vor Gewalt, das kannst du dir gar nicht vorstellen.

Dabei weiß ich ja eigentlich, dass mir keiner etwas tut. Ich tue ja auch keinem etwas. Vor mir braucht keiner Angst zu haben. Auch wenn das manche haben, weil ich so groß bin und vielleicht manchmal auch ein bisschen komisch. Die meisten wissen aber, wie nett ich bin. Deswegen akzeptieren sie mich. Wollen wir noch eine rauchen, bevor du gehst?”


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Im Schulterschluss mit Schwurblern

Hamburger Veranstaltungsstätten schreiben offenen Brief an das Docks und die Große Freiheit 36

Text: Anna Meinke

 

Mit einem offenen Brief und klaren Worten wenden sich zahlreiche Konzertveranstalter an die etablierten Hamburger Veranstaltungsstätten Docks und Große Freiheit 36. Der Grund: In Infokästen und an Stellwänden vor den zwei Veranstaltungsstätten tauchten Flugblätter und Plakate mit Inhalten auf, die die Corona-Pandemie relativieren oder sogar leugnen.

 

Das DOCKS und die Grosse Freiheit 36 sind schon seit Beginn der Pandemie komplett auf Schwurbler-Kurs. Die Wände der…

Gepostet von Audiolith Records am Donnerstag, 11. März 2021

 

Der Vorwurf von unter anderem FKP Scorpio und Karsten Jahnke Konzertdirektion lautet, die Spielstätten böten bereits seit Monaten gefährlichem und demokratiefeindlichem Gedankengut ein Forum. Im Kollektiv wird eine Stellungnahme gefordert sowie eine unmittelbare Entfernung besagter Flugblätter und Plakate. Außerdem kündigen die Veranstalter an, erst nach Klärung der Angelegenheit wieder Konzerte im Docks und in der Großen Freiheit 36 zu buchen.


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Corona-Rückblick: Was bisher geschah

Zwölf Monate Corona liegen hinter uns – und damit allerhand pandemisches Stadtgeschehen. Wir fassen einmal per Fotostrecke zusammen

Texte: Marco Arellano Gomes, Ulrich Thiele, Erik Brandt-Höge
Fotos: SZENE HAMBURG

 

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April
Ab 27. April 2020 gilt: Wer in den Öffis und im Einzelhandel unterwegs ist, muss eine Maske tragen. Genauer: eine Mund-Nasenbedeckung. Seitdem hängen die Stofffetzen, die das Infektionsgeschehen eindämmen sollen, in selbst genähten Varianten in jedem Kiosk. So weit, so gut. Allerdings führte der Erlass der Gesundheitsbehörde bei einigen Bürgern zu, nun ja, eigenwilligen Interpretationen. Während sich manche auf grobgestrickte Wollschals mit münzgroßen Luftlöchern verließen, vergaßen andere einfach mal die „Nasen“ in Mund-Nasenbedeckung. Erst seit 22. Januar dieses Jahres wurde dem ein Ende bereitet, als das Tragen von medizinischen Masken Pflicht wurde.

 

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Mai
Im Mai 2020 war – wie in fast allen Monaten des Jahres – nicht nur sprichwörtlich alles neu. Trotz des Topwetters gab es keine großen Open-Air- Sausen, keine Grillerei in XXL-Runde, ja schlichtweg nichts, was mit großen Menschenansammlungen zu tun haben könnte. Immerhin: In kleinen Grüppchen und mit Abstand ließ sich die Sonne noch genießen, so wie hier an der Alster nahe des Winterhuder Fährhauses.

 

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August
Im August war eine gewisse Gelassenheit zu spüren. Erstmals war es wieder möglich, Veranstaltungen zu besuchen. Die obligatorischen Masken durften am Platz sogar abgenommen werden, wie hier bei einer Filmvorführung historischer Hamburg-Werbefilme aus den 1920er Jahren mit dem Titel „Roaring Twenties“ im überdachten, aber luftdurchlässigen Hof des Museums für Hamburgische Geschichte. Im Rückblick zeigten Abende wie dieser, wie sehr es den Menschen fehlt zusammenzukommen, um gemeinsam etwas zu erleben.

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September
„Was wir fürs Reeperbahn Festival vorbereitet haben, ist sehr vernünftig“, so RBF-Geschäftsführer Alexander Schulze im Vorfeld des Club- Festivals, das vom 16. bis 19. September stattfand – dank eines tatsächlich ziemlich ausgeklügelten Sicherheits- und Hygienekonzepts. In kurz: Weniger Besucher, die sich überall ein und auscheckten, sich die Hände desinfizierten und Abstand hielten.

 

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November
2. November: Der zweite Teil-Lockdown mit Schließungen in Gastronomie und Kultur beginnt. Clubs, die mit mühevoll erarbeiteten Sicherheits- und Hygienekonzepten im August wieder eröffnet hatten, müssen nun wieder alles runterfahren. Acht Wochen lang hatte etwa der Nochtspeicher Konzerte vor einem sitzenden Publikum von 60 Personen veranstaltet – jede Show war ausverkauft. Rentiert hat sich das nicht, doch Nochtspeicher-Chef Constantin von Twickel ging es vor allem darum, endlich wieder Kultur stattfinden zu lassen. „Das zeigt das große Interesse an Kunst und Kultur, das Vertrauen in uns und den Bedarf daran! Kultur ist lebenswichtig und Balsam für die Seele“, resümierte der Club auf seiner Facebook-Seite einen Tag vor dem erneuten Lockdown.
Andere Clubs haben gar nicht erst wiedereröffnet. Für Logo-Geschäftsführer Eberhard Gugel zum Beispiel kam es überhaupt nicht in die Tüte, Konzerte unter Pandemie-Bedingungen wieder stattfinden zu lassen. „Rock ’n’ Roll und Sitzplätze – das passt für mich nicht zusammen“, sagte er damals SZENE HAMBURG im Interview. Dank Spenden, Überbrückungshilfen und Rücklagen können Clubs wie das Logo überleben, aber wie lange noch gespendet wird und der Staat einspringt, steht in den Sternen. „Ich glaube, wenn im Laufe des nächsten Jahres kein Impfstoff gefunden wird, dass man sich von Clubkonzerten ernsthaft verabschieden muss“, sagte Gugel im November. Also, 2021: Let there be Impfstoff!

 

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Februar 2021
Plötzlich Sonne, über 15 Grad, bestes Shoppingwetter – aber es gibt keine Shoppingmöglichkeiten. Die City ist dicht. Menschenleer. Während an Nicht-Corona-Samstagen die Läden gestürmt werden, bleiben sie an diesem, Ende Februar, komplett leer. Eine Geisterstadt, möchte einer meinen, der aus einer fernen Galaxie eingeflogen kommt. Leider normal derzeit, wissen Hamburger. Der Einzelhandel muss weiterhin auf Kundschaft warten.


SZENE-März-2021 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2021. Das Magazin ist seit dem 26. Februar 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Das Sankt Pauli Museum zieht um

Eine Kiez-Institution zieht um: Das Sankt Pauli Museum wechselt den Standort

Text: Erik Brandt-Höge

 

St. Pauli zieht um! Nein, natürlich nicht der Stadtteil im Ganzen. Aber eine nicht unwichtige Institution: das Sankt Pauli Museum. Der Sitz in der Davidstraße 17 ist dem Trägerverein, der ehrenamtlich geführt wird, mittlerweile zu teuer (aktuelle Miete für die Räume: rund 6.300 Euro). Ausstellungsfläche, Büroräume, Archiv und Lager wechseln den Standort. Wo genau das neue Heim der derzeit 79 Vereinsmitglieder sein wird, ist zu Redaktionsschluss unklar, Ideen gibt es laut Vorstand aber schon einige. Zwischen- oder Dauerlösungen sollten bald gefunden sein. Die Macher haben schließlich Erfahrung mit Situationen wie dieser. In den mehr als 30 Jahren seines Bestehens ist das Museum mal geschrumpft und mal erweitert worden, fand sich im Container oder gar auf der Straße wieder.

Keine Notlage war groß genug, um das Sankt Pauli Museum kleinzukriegen. Im Gegenteil: Die Mitgliederzahlen stiegen, und die Niederlassung in der Davidstraße, einem der trubeligsten St. Pauli-Zentren, zieht Besucher geradezu magnetisch an.

 

Travestiekünstler und die „Nutella“-Bande

 

Im Inneren gibt es ja auch einiges zu bestaunen. Die Geschichte von St. Pauli wird mit zahllosen Bildern und Exponaten nachgezeichnet, vom Mittelalter bis ins Hier und Jetzt. Nach einem kurzen Stopp an der Museumsbar kann mit einem Kaltgetränk der Rundgang gestartet werden. Wer sich für die Originalkostüme berühmter Travestiekünstler interessiert, die „Nutella“-Bande kapieren oder ein Erinnerungsfoto vor der Fassade des legendären Star-Clubs knipsen will, kommt dabei voll auf seine Kosten. Zumindest bis zum 31. März. Dann zieht das Sankt Pauli Museum einmal mehr weiter.

Sankt Pauli Museum: Davidstraße 17 (St. Pauli)


Szene_Hamburg_Februar_2020_Cover SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2020. Das Magazin ist seit dem 30. Januar 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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„Lindenberg! Mach dein Ding!“: Biopic über Udo Lindenberg

Wer war eigentlich dieser Udo, bevor er seinen großen Durchbruch hatte? Hermine Huntgeburth erzählt in „Lindenberg! Mach dein Ding!“ die Geschichte des jungen Rockmusikers, der nach Hamburg kam

 Text und Interview: Patrick Heidmann

 

Eigentlich konnte niemand anderes dieses Biopic inszenieren als Hermine Huntgeburth, trägt die Regisseurin doch den gleichen Vornamen wie Udo Lindenbergs von ihm verehrte Mutter, nach der er 1988 sogar ein Album betitelte. Davon abgesehen natürlich, dass die Regisseurin seit mehr als 25 Jahren zu den erfolgreichsten und vielseitigsten Film- und Fernsehschaffenden des Landes gehört, ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis, dem Deutschen Fernsehpreis und mehreren Grimme-Preisen.

In „Lindenberg! Mach dein Ding!“ erzählen sie und Drehbuchautor Alexander Rümelin nun nicht das komplette Leben von Deutschlands wohl bekanntestem Rockstar nach, sondern widmen sich seinen musikalischen Anfängen im Hamburg der 70er Jahre, inklusive Rückblenden in seine Kindheit im westfälischen Gronau. Die Hauptrolle spielt der aufstrebende Newcomer Jan Bülow, außerdem standen unter anderem Max von der Groeben, Julia Jentsch, Detlev Buck und Charly Hübner vor Huntgeburths Kamera. Wir trafen die Wahlhamburgerin zum Interview.

 

 

SZENE HAMBURG: Hermine Huntgeburth, welchen Bezug hatten Sie zu Udo Lindenberg vor der Arbeit an diesem Film?

Hermine Huntgeburth: Mich hat er eigentlich schon begleitet, seit ich bewusst angefangen habe, Musik zu hören. Da war er immer irgendwie da. Und als ich dann 1977 nach Hamburg zog, war er dort sowieso ganz präsent. Das war die Zeit, als er mit Peter Zadek arbeitete und immer im Atlantic war. Aber persönlich gekannt habe ich ihn nicht.

Was war denn Ihr erster Gedanke, als man Sie fragte, ob Sie die Regie bei „Lindenberg! Mach dein Ding!“ übernehmen wollen?

Erst mal wunderte ich mich, wie der Produzent Michael Lehmann auf mich kam, denn ich hatte so etwas ja noch nicht wirklich gemacht. „Die weiße Massai“ war zwar auch die Geschichte einer lebenden Person, aber natürlich doch ein anderer Fall als dieser. Was mich dabei besonders reizte, war der Gedanke, einen Musikfilm zu drehen. Und ausschlaggebend war auch die Tatsache, dass die Handlung nur bis zu Udos erstem großen Konzert ging, also bevor er zu dem wurde, der er heute ist. Kaum jemand kennt ja noch den jungen Mann, der damals aus Nordrhein-Westfalen nach Hamburg kam.

Gab es trotz der Beschränkung auf den jungen Lindenberg ein paar Biopic-Fallstricke, die Sie umgehen mussten?

Ich durfte natürlich nicht in die Falle geraten, ein Udo-Lookalike-Ding aus der Sache zu machen. Natürlich habe ich mich ein paar Mal mit Udo getroffen, aber dabei war für mich vor allem wichtig, so eine Essenz herauszufinden und der Figur eine Wahrheit zu geben. Ich konnte und wollte ihn nicht einfach kopieren.

Hatte er ein Mitspracherecht?

Natürlich war uns wichtig, dass Udo der Film gefällt, aber es ging nie um Gefälligkeiten. Dass ich meinen eigenen Film mache, war immer klar. Wir haben ihn von Anfang an mit einbezogen und ihm das Drehbuch zu lesen gegeben.

Er hat auch Jan Bülow kennengelernt, nachdem wir die Hauptrolle besetzt hatten. Und wenn es Kleinigkeiten gab, die ihm nicht behagt haben, sind wir auch darauf eingegangen. Aber Udo schenkte mir großes Vertrauen und war immer ausgesprochen positiv, was den Film angeht.

 

… eine Rampensau sein und das Rock’n’Roll-Gen haben

 

Wie viel Fiktion steckt denn eigentlich im Film?

Das lässt sich gar nicht so ohne Weiteres sagen. Denn auch viele seiner Songtexte, die ja sehr politisch sind, haben viel mit seinen Lebenserfahrungen zu tun. Wir haben zum Beispiel diese vier jungen Frauen im Drehbuch, die mir sehr wichtig waren, weil ich auch starke Frauenfiguren in der Geschichte haben wollte. Und die basieren teilweise auf realen Figuren, teilweise aber eben auch auf seinen Texten. Der Drehbuchautor Alexander Rümelin hat sehr kunstvoll versucht, das alles miteinander zu verweben.

Am Ende steht und fällt ein Film wie dieser natürlich mit dem richtigen Hauptdarsteller. Wie lange dauerte es, bis Sie Ihren Udo gefunden hatten?

Sehr lange! Die Casterin Simone Bär und ich haben uns eigentlich alle jungen Schauspieler angesehen, die es so gibt. Unser Protagonist musste natürlich viel mitbringen, denn man möchte ja keinen normalen Udo sehen. Wir brauchten jemanden, der nicht nur ein hervorragender Schauspieler ist, sondern er musste auch eine Rampensau sein und das Rock’n’Roll-Gen haben. Sensibel musste er sein und witzig, ein tolles Körpergefühl mitbringen und auch sexy sein.

Jan Bülow erfüllte alle diese Kriterien, und ist auch ein richtiger harter Arbeiter, der sich zum Beispiel Monate Zeit genommen hat, um Schlagzeugspielen zu lernen. Er musste den ganzen Film tragen, und das mit 21 Jahren, frisch von der Schauspielschule. Aber dass man ihn eigentlich noch gar nicht kennt, war auch von Vorteil.

Wer heute durch St. Pauli läuft, weiß, dass da kaum noch etwas an die 70er Jahre erinnert. Wie ist es Ihnen gelungen, diese Zeit wiederauferstehen zu lassen?

Das geht heutzutage nur mit VFX, also mit Computertricks. Dort zu drehen, ist ohnehin schwierig geworden. Kann man nur noch montags und dienstags, und alle Geschäfte müssen mitmachen. Am Ende versucht man dann, mit der Kamera alles nur bis zu einer gewissen Höhe einzufangen und alles, was zu modern aussieht, abzudecken. Der Rest wird dann später digital gemacht.

Das Schlimmste sind heutzutage eigentlich die Tags an den Wänden. In den Siebzigern gab es ja noch gar keine Sprayer, heute aber ist alles vollgeschmiert.

Eine Szene haben Sie auch im Alten Elbtunnel gedreht …

Ja, als Referenz an Roland Klicks Film „Supermarkt“ von 1974. Die Szene dort ist das Ende eines LSD-Trips von Udo und seinem Kumpel Steffi Stephan, der in der Gestaltung der Farben und der Stimmung wiederum an die Likörelle erinnert, die Udo heute malt, und entsprechend einen gewissen kindlichen Faktor haben sollte.

Regie: Hermine Huntgeburth. Mit Jan Bülow, Detlev Buck, Max von der Groeben. Ab 16.01.2020


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2019. Das Magazin ist seit dem 20. Dezember 2019 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Bedrohte Zukunft: Molotow muss bleiben!

In diesem Monat erlebt der Musikclub Molotow seinen 29. Geburtstag. Das wird groß gefeiert. Doch die Zukunft des Ladens ist erneut bedroht

Text: Ole Masch

 

Seit einigen Wochen sind die schwarz-roten Plakate und Aufkleber an den Stromkästen und Straßenlaternen dieser Stadt kaum zu übersehen. „Molotow Must Stay“ oder „Molotow muss bleiben“ ist dort zu lesen. Wer aber glaubt, dass der Club damit seinen Geburtstag ankündigt irrt. Schon häufig kämpfte das Molotow ums Überleben, aber die Zukunft im Neubau auf dem ehemaligen Esso-Häuser-Gelände schien nach der Rückkehrrechts-Zusage des Investors gesichert. Und auch das Ausweichquartier in den früheren Räumen der China Lounge mit seinem gemütlichen Hinterhof, wirkt wie die perfekte Zwischenlösung.

Doch der Eindruck täuscht. Das Molotow schreibt auf seiner Facebook-Seite, dass eine Rückkehr in das sogenannte Paloma-Viertel mittlerweile unklar sei. Zwar habe sich an der Rückkehroption und dem Interesse des Clubs dort wieder hinzuziehen nichts verändert, meint Betreiber Andi Schmidt gegenüber SZENE HAMBURG. „Wir haben bisher nur noch kein für uns bezahlbares Mietangebot bekommen“.

 

„Wenn ich träumen darf, …“

 

Ein weiteres Problem: Das Gelände am Spielbudenplatz liegt seit Jahren brach. Die Bayrische Hausbau, Eigentümerin des Esso-Häuser-Areals, schreibt auf ihrer Internetseite über die Fertigstellung der neuen Bebauung von Mitte 2022. „Das gesamte Konzept für den momentanen Standort, inklusive Finanzierung, war ab 2014 nur für vier Jahre geplant, so Schmidt. „Bis dahin sollte das Paloma-Viertel fertig und wir am Nobistor eigentlich schon wieder raus sein.“ Wie lange man am jetzigen Standort bleiben könne, sei ebenfalls unklar. „Wenn ich träumen darf, würde ich mir jemanden wünschen, der das Gebäude am Nobistor kauft, es zu einer bezahlbaren Miete an das Molotow vermietet und es für immer als Live-Club erhält.“

Nicht wenige dürften dabei an die Stadt denken, die mit dieser Lösung einen Betrag für den Musikstandort Hamburg leisten könnte. Ob dies jedoch geschieht, steht in den Sternen. Gefeiert wird ein Jahr vorm runden 30. Geburtstag natürlich trotzdem. Andi Schmidt verspricht ein denkwürdiges Fest mit Livebands wie Strange Bones, Sons, Bilk, Thee MVPs und Calva Louise. Dazu eine ganz spezielle Tombola, eine Sonderausgabe des legendären Pub Quiz und Musik von den Motorboooty DJ. Bei diesem Programm geht bekannte Losung natürlich leicht über die Lippen: Molotow muss bleiben!

Molotow: Nobistor 14 (St. Pauli)
16.11.19, 18 Uhr


szene-hamburg-november-2019Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, November 2019. Titelthema: Sexualität. Das Magazin ist seit dem 27. Oktober 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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