(24.5.) Musik, Albrecht Schrader, Kleiner Donner, 20 Uhr

Pop-Piano-Virtuose. Bei der Showband des Neo Magazin Royale an den Tasten zu sitzen ist zum Glück nicht genug für den talentierten Pop-Pianisten. Denn so hat man die Möglichkeit, seine charmanten Wortspielereien und fließenden Melodien in persona zu erleben. Der Wahl-Kölner kehrt Jan Böhmermann den Rücken zu, wird selbst zum Entertainer und stattet seinem Heimathafen einen Besuch ab. Mit lakonischem Gesang und souligen Synthies bringt er wieder mehr Leben in die Großstädte. Also raus aus dem Büro und ab zu Albrecht Schraders‘ amüsantem Homecoming. Nur Vorsicht: Man wird sich leicht einen bösen Ohrwurm einfangen können. / LS

Kleiner Donner
24.5.17, 20 Uhr

(24.5.) Theater, Heute Abend: Lola Blau, Schmidtchen, 19 Uhr

Der bissige Satiriker und Komponist Georg Kreisler hat in „Heute Abend: Lola Blau“ seinen eigenen Werdegang nachskizziert. Die Sängerin Lola Blau flieht vor dem Naziterror aus ihrer österreichischen Heimat in die USA. Als gefeierter Showstar kehrt sie nach Kriegsende zurück, doch der Faschismus ist nicht so einfach auszumerzen. Yvonne Disqué wurde 2011 für diesen Soloabend mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet – zu Recht, denn sie füllt die Chansons mit Leben: mal ausgelassen, frivol oder auch melancholisch. / HED

Schmidtchen
24.5.17, 19 Uhr

Prädikat Sehen! Kunst ist böse

Das freie Produktionsduo Meyer&Kowski inszeniert immer wieder ungewöhnliche Doppelmonologe an Orten, die den Stücken den richtigen Rahmen geben. Ihr neues Stück „Kunst ist böse“ spielt bis zum 24. Mai im Logensaal der Hamburger Kammerspiele

So spielt die aktuelle Produktion „Kunst ist böse“ in dem geschichtsträchtigen Logensaal der Kammerspiele. Der Schauspieler Hans-Jörg Frey teilt mit dem Publikum zwei als selbsterlebt angekündigte Ereignisse – allerdings aus einer für ihn neuen Perspektive. In den ersten 60 Minuten schlüpft er in die Rolle eines Regisseurs, der nach der Generalprobe einer Macbeth-Inszenierung vor Wut auf sein, wie ihm scheint, unfähiges Ensemble tobt. Frey behauptet, er selbst war vor 30 Jahren Teil dieses Ensembles, dessen Position am heutigen Abend sein Publikum einnimmt. Während Frey zwischen den Zuschauern umherläuft, die im Raum verteilt sitzen, nimmt seine Ansprache immer mehr Fahrt auf – Zynisch, herablassend oder donnernd nimmt er die Schauspieler auseinander. Dabei spricht und schaut er immer wieder einzelne Zuschauer an; Aber keine Sorge, es ist kein Mitmachtheater nur ein Stilmittel – das funktioniert. Frey hat ein großartiges Timing und verwandelt diesen Monolog gekonnt in ein Sprachkonzert. Kunst ist nicht böse, aber Menschen, die in ihrem Namen sich selbst legitimieren, können es werden.

Der zweite Teil ist ein wenig schräger. Als Besucher eines Zen-Seminars hocken die Zuschauer auf kleinen Sitzkissen – aber zum Glück ist dieser Monolog auch kürzer.

Ein gefragter Meister tanzt umher, verteilt Tee und lässt eine Stimme vom Band dazu erzählen. Das Thema dieses Seminars soll so lebensumfassend sein, dass es keine Überschrift dafür gebe und so bleibt man letztendlich auch etwas ratlos nach den rund 40 Minuten zurück, was aber nicht stört. Denn der wunderbare Hans-Jörg Frey, die gelungene Dramaturgie und das Gefühl mittendrin zu sein, machen aus dem Abend ein kurzweiliges Theatererlebnis.

/ Hedda Bültmann / Foto: Alexander Merbeth

Logensaal in den Kammerspielen, 19., 23.–24.5.

(23.5.) Talk, So oder So, kukuun, 20 Uhr

Ein Thema, zwei Meinungen, und dieses Mal – Obacht – vier Gäste: SO oder SO, der SZENE Hamburg Kulturtalk, geht in die dritte Runde. Im kukuun, 23. Mai, 20 Uhr.

Postkartenidylle oder Abrissromantik lautet unsere Frage. In welcher Stadt wollen wir leben? Wir schauen uns die Hamburger Stadtentwicklung am Beispiel der HafenCity an und fragen: Geht das in die richtige Richtung? Als Gäste begrüßen wir unter anderem üNN-Geschäftsführer Rolf Kellner und Rockcity-Geschäftsführerin Andrea Rothaug, den Moloch-Betreiber Johannes Schüller und den Vorsitzenden der Geschäftsführung HafenCity GmbH Prof. Jürgen Bruns-Berentelg. Volles Haus, tolle Gäste, ein klasse Thema.

Ein Abend, an dem Ideen dargestellt und Visionen zusammenwachsen sollen. Denn: Das ist unsere Stadt. Machen wir was draus….Aber was?

Dazu gibt es ein tolles Bühnen-Programm

So oder so
Als musikalische Gäste erwarten wir die fantastische Band Liza&Kay.

Wir werden das Geheimnis um den Namen unserer Hausband Dreiviertelweinstdu lüften und einen Überraschungsgast präsentieren.

Und auch das Glücksrad ist wieder mit im Spiel. Ein irrwitziger, scharfsinniger und informativer Abend erwartet euch. Moderation: Heinrich von Handzahm
kukuun
23.5.17
Türen öffnen sich um 19 Uhr
Bühneneroberung ab 20 Uhr
Tickets: VVK 8 € inkl. Gebühren / AK 10 € über 
Eventbrite  und TixforGigs 

(23.5.) Musik, Natalie Imbruglia, Mojo Club, 20 Uhr

Sie zählt zu den drei australischen Soap-Stars, die es zu einer Weltkarriere als Musiker brachten: Nach Jason Donovan und Kylie Minogue wurde Natalie Imbruglia Ende der 90er Jahre durch ihren Überhit „Torn“ international berühmt. Zwanzig Jahre später steht sie immer noch auf der großen Bühne, aktuell mit „The Natalie Imbruglia Acoustic Tour“, auf der sie Stücke aus ihren gesamten Katalog im intimen Rahmen spielen wird. / EBH / Beitragsbild: Credit Pierre Toussaint

Mojo Club
23.5.17, 20 Uhr

(23.5.) Musik, The Kooks, Sporthalle, 20 Uhr

The Kooks. Wenn Brit-Pop und Charts in den frühen 00ern zusammenkamen, dann wegen The Kooks: Seit ihrem Debüt „Inside In/Inside Out“ gehört der charmante UK-Sound in die Boxen der Indieclubs. Damals trieb „Naive“ alle auf die Tanzfläche, heute verzeichnet die Brightoner Kombo eine fast ausverkaufte Jubiläumstour, die das Best-Of jener Dekade auf die Bühne bringt – doch keinesfalls als zusammenhangslose Hitparade.

Vor 13 Jahren gegründet, gilt für die zu Deutsch „Verrückten“ noch immer, den Wurzeln treu zu bleiben, ihre Songs selbst zu schreiben und das zu tun, was ihnen musikalisch beliebt. / JVW

Sporthalle
23.5.17, 20 Uhr

(19.5.) Kunst, Eye Eye – Deutsch-Japanisches Kulturfestival, Marktstraße

Zum ersten Mal in Hamburg findet Eye Eye – das Deutsch-Japanische Kulturfestival in der Hamburger Marktstraße statt.

In der Hamburger Marktstraße verknüpfen sich vom 19.-28. Mai 2017 drei Locations: Die Galerie hinterconti, der Vorwerkstift und Druckdealer präsentieren Kunst, Comics und Design aus Japan.

Sechs der japanischen KünstlerInnen und DesignerInnen sind anwesend: Mississippi (Comic) Ookamigocco (Textilobjekte), Ai Suzuki (Design), Mayu Watanabe (Design), Shuhei Yoshida (Installation), Yu Yokoyama (Comic).

Programm

Erönung 

  • Freitag, 19. Mai 2017, 19 Uhr

Pop Up-Designmarkt ʼnipo‘ – Produkte von Designern aus Kyoto, Osaka, Tokyo in den Räumen von Druckdealer 

Marktstraße 102

Öffnungszeiten: Samstag 12 – 16 Uhr, Montag 14 – 19 Uhr, Dienstag – Freitag, 12 – 19 Uhr 

Eye Eye Festival

Mississippi *1972, lebt und arbeitet in Kyoto. www.mississippi.strikingly.com

Ausstellung

  • Shuhei Yoshida – Installation, Galerie 21, Vorwerkstift, Vorwerkstraße 21, 20357 Hamburg

Öffnungszeiten: Samstag – Sonntag, 12 – 16 Uhr, Dienstag – Freitag, 14 – 18 Uhr  

  • Ausstellung »Octopusses Garden« – Japanische Comics Chisato Asano, Mississippi, Akira Nishitake, OOKAMIGOCCO, Yukihiro Tada, Yu Yokoyama, hinterconti

Marktstraße 40a

Öffnungszeiten: Samstag – Sonntag, 12 – 16 Uhr, Dienstag – Freitag, 14 – 18 Uhr  

Mehr unter www.eye-eye.de

Beitragsbild: credit yoshida-shuhei

(21.5.) Theater, Frühlings-Jazz, Theater im Zimmer, 14 Uhr

Die langjährige Tradition der Musik  im Theater im Zimmer mit Nachwuchsmusikern und internationalen Künstlern wird wiederbelebt – inspiriert von den traditionellen Jazz-Frühschoppen von Gerda Gmelin! Damals haben berühmte Künstler wie Udo Lindenberg und Otto Waalkes ihre Karriere im Theater im Zimmer begonnen. Mit dem „Frühlings-Jazz“ Konzerten am Sonntag und mit „Einklang ins Wochenende“ am Freitag um 18 Uhr soll dieses fortgeführt werden.

Zusätzlich wird am Wochenende das Kulturprogramm im Theater im Zimmer an den Wochenenden mit feiner Kochkunst bereichert. An jedem Sommerwochenende werden handgemachte Köstlichkeiten, wie Eis sowie mit Liebe gebackene Torten und viele andere kulinarische Gaumenfreude gereicht.

Dazu werden verschiedene Kunstausstellungen  mit internationalen renommierten Künstlern im Theater im Zimmer präsentiert.

Am Sonntag feiert der „Frühlings-Jazz“ seine Eröffnung. Ab 14 Uhr mit Vernissage abends mit Jazz Konzert mit Cleo (Foto) um 18 Uhr mit begleitender einzigartiger Kochkunst. Die Vernissage findet in Kooperation mit der Galerie Marion Stoeter aus Hamburg mit aktuellen Arbeiten der Künstlerin Iris Schälchen statt. Die zum Teil großformatigen Arbeiten bis zu 240 x 270 cm besitzen eine einmalige visuelle Kraft, Farben die wie im Fluge die von der Künstlerin in speziellem Verfahren grundierte Rohleinwand berühren.

Die Galerie im Theater im Zimmer wird jeden Freitag, Samstag und Sonntag zwischen 10 und 22 Uhr durchgehend geöffnet sein. Der Eintritt ist frei.

Theater im Zimmer
21.5.17, 14 Uhr