02.03. | Theater | Ghost Light | Hamburg Ballett

Inspiriert von den Corona-Maßnahmen, entstand John Neumeiers neues Ballett „Ghost Light“. Zu Solo-Klaviermusik von Franz Schubert halten die Tänzer des Hamburg Balletts nicht nur das Abstandsgebot ein, sondern machen dieses auch zum Kern des Stückes.

Mithilfe eines ausgefeilten Hygienekonzepts übt die Compagnie seit Ende April 2020 und erschafft ein Werk voller Fragmente aus Eindrücken aus dem Alltag des Ensembles. Dabei bezieht der Ballettchef  John Neumeier alle 60 Tänzer mit ein. Bis zum 23. April lässt sich „Ghost Light“ auf der Seite des Hamburg Ballett streamen.

/ ER

Hamburg Ballett


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01.03. | Film | Poetry Slam TV | Kampf der Künste

Kampf der Künste hat den Podcast „Slam aufs Ohr“ ins Leben gerufen. Das Poetry-Slam-Prinzip bleibt gleich: Zwei Slammer treten gegen einander an, bis am Ende ein Gewinner feststeht. Wem der Podcast nicht genügt, kann auch auf dem YouTube-Kanal „Poetry Slam TV“ von Kampf der Künste auf die schönsten Poetry-Slam-Mitschnitte zugreifen.

/ ER

Kampf der Künste YouTube-Kanal


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05.03. | Film | Im inneren Kreis | Online

Unter dem Decknamen „Iris Schneider“ bespitzelt die Polizistin Iris P. knapp sechs Jahre die Linke Szene in Hamburg. Aufgeflogen ist sie 2014. Diesen Polizeiskandal greifen Hannes Obens und Claudia Morar in ihrer Dokumentation „Im inneren Kreis“ auf und nähern sich der Frage, was Überwachung wirklich bedeutet und welche Folgen dadurch für den Einzelnen und die Gesellschaft entstehen.

In der Dokumentation erzählen Betroffene ihre Geschichte aus ganz verschiedenen Perspektiven. Dabei kommen nicht nur die Überwachten zu Wort, sondern auch politisch und juristisch Verantwortliche. „Im inneren Kreis“ lässt sich via Kino-on-Demand streamen. Das Besondere: Der Anbieter teilt seinen Gewinn mit lokalen Kinos.

/ ER

Kino on Demand


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27.02. | Film | Eine Stadt sieht einen Film: Supermarkt | Online

Jährlich lädt das Gemeinschaftsprojekt „Eine Stadt sieht einen Film“ der Hamburger Arthouse- und Programmkinos zu einem Hamburger Kultfilm ein. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, findet das Event dieses Mal komplett kostenlos als Stream statt. Mit Roland Klicks „Supermarkt“ von 1973, wird am 27. Februar für 24 Stunden eine Perle der Hamburger Filmgeschichte digital präsentiert. Der Milieu-Thriller ist eine Zeitreise in das Hamburg der 1970er Jahre.

Neben dem Film, wird auch eine Drehortführung an die Originalschauplätze, wie der Reeperbahn und dem Elbtunnel mit Hauptdarsteller Charly Wierzejewski stattfinden. On top werden Interviews mit dem Regisseur Roland Klick und der Schauspielerin Eva Mattes online abrufbar sein.

/ ER

eine-stadt-sieht-einen-film.de
27.2.2021, 00.00 Uhr – 28.2.2021, 23.59 Uhr


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26.02. | Sonstiges | Deutsch-Chinesisches Neujahrsfest | Konfuzius-Institut

Jährlich lädt das Konfuzius-Institut zu ihrem Deutsch-Chinesischen Neujahrsfest ein. Immer am letzten Tag der chinesischen Frühlingsfeierlichkeiten findet die Tradition statt. Gewöhnlich wird der Nachthimmel an diesem Tag durch unzählige Laternen erleuchtet und auch 2021 möchte das Institut den „Hamburg Yu Garden“ wieder festlich durch Lampions erhellen – diesmal online. Bei einem bunten Nachmittagsprogramm wird gemeinsam das „Jahr des Rinds“ gefeiert, das am 12. Februar begann.

Ab 16 Uhr beginnt das Nachmittagsprogramm mit einer virtuellen Ausstellung der von Schüler bemalten Lampions. Anschließend werden zwei Kurzvideos zum Thema „Wie feiert man das Laternenfest in China?“ gezeigt, die in Kooperation mit Germanistikstudierenden der chinesischen Universität Fudan erstellt wurden. Höhepunkt wird die Preisverleihung des Lampionmalwettbewerbs.

/ ER

Konfuzius-Instutut Hamburg
26.2.2021, 16 Uhr


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25.02. | Sonstiges | Sonne, Mond und Sterne @Home | Planetarium Hamburg

Leider müssen die Türen des Hamburger Planetariums seit November 2020 geschlossen bleiben. Auf das Lernen über das Universum muss jedoch niemand verzichten: Im Livestream „Sonne, Mond und Sterne @Home“ teilen Astrophysikerin Dr. Mariana Wagner und Planetarium-Direktor Prof. Thomas W. Kraupe immer donnerstags Wissenswertes über den Sternenhimmel – mit wechselnden Schwerpunkten – und beantworten Fragen. Wer die Livestreams verpassen sollte, hat die Möglichkeit, sich die Videoreihe auf der Website des Planetariums on demand anzugucken.

Planetarium
25.2.2021, 16-17 Uhr


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24.02.-07.03. | Kunst | FOKUS TANZ #7 | Kampnagel

Billie Elliots Wutanfälle, John Travoltas und Uma Thurmans Twist in „Pulp Fiction“ oder der Bühnenschauer-Spezialeffekt von „Flash Dance“ – das sind legendäre Tanzszenen aus Spielfilmen, die weltweit geliebt und die gerne nachgetanzt werden. Für FOKUS TANZ #7  DANCING SCREEN wurden Hamburger und internationale Choreografen gebeten, genau das zu tun und Kampnagel kurze Videos mit ihren eigenen Interpretationen berühmter Tanzfilmszenen zu zuschicken.

Diese Videos werden nicht auf der großen Leinwand präsentiert, sondern auf den Handybildschirmen des Publikums mit der neuen App [k]. Damit wird ein digital-analoges künstlerisches Experiment gestartet, für das eine individuelle Tour durch das Kampnagel-Gelände unternommen werden muss. Die App bietet auf dem Gelände eine Route um das Fabrikgebäude und löst die Videos an markierten Positionen über die Bilderkennung aus. Der circa 45-minütige Spaziergang wird zu einem Schaufensterbummel durch die Welt des Tanzfilms.n

Das Programm steht kostenlos bis zum 7. März 2021 digital zur Verfügung. Es gibt aber die Möglichkeit, ein freiwilliges Festival-Ticket zu einem Preis zwischen fünf und 30 Euro zu kaufen um das Kulturzentrum finanziell zu unterstützen.

/ IR

Kampnagel
24.2.-07.2.2021


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24.02. | Anzeige | BRUDERKUSS Gin | Hamburger Abendblatt

Die exklusive und limitierte Hamburger Abendblatt-Edition des BRUDERKUSS Luxury Dry Gin bietet ein ganz besonders luxuriöses Geschmackserlebnis und ist gleichzeitig ein Designobjekt.

Unter der Marke BRUDERKUSS vertreibt Bruno Eyron Produkte mit den allerhöchsten Ansprüchen an die jeweilige Produktqualität. Der Bruderkuss steht für Loyalität, Anstand, Liberalität, Liebe, Verlässlichkeit und Verbundenheit. Die Hamburger Abendblatt-Edition des BRUDERKUSS Luxury Dry Gin besteht aus 14 handverlesenen und streng selektierten „Botanicals. Pur auf Eis, in Cocktails oder als Gin Tonic ein spannungsgeladener und phänomenaler Genuss und kein „Mainstream“.

Erhältlich ist die Köstlichkeit im Onlineshop des Hamburger Abendblatt oder telefonisch bestellbar unter 040/333 66 999 (Mo.–Fr. 8–18 Uhr, zzgl. Versandkosten)


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Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

24.02. | Musik | What the Häkk?! mit Harbour Violet | Häkken

Gemäß der Corona-Maßnahmen muss das Häkken auf St. Pauli momentan die Türen geschlossen halten. Die Bar ist bekannt dafür, Newcomer der Musikszene auf ihrer Bühne vorzustellen und damit hören die Häkken-Verantwortlichen – trotz Lockdown – auch nicht auf. Vor mehr als einem halben Jahr starteten sie das Format „What the Häkk?!“, das sie munter fortsetzen.

Natürlich finden die Bühnenauftritte anders statt als zuvor: Mit Oha! Musik und Ask Helmut werden jeden Montag und Mittwoch professionell produzierte Mitschnitte und Live-Content aus dem Häkken gestreamt. Diesen Mittwoch: Harbour Violet. Die Singer/Songwriterin lässt funky Gitarrensounds auf elektrisierende Synthies mit 80er-Einschlag treffen, während sie sich gesanglich mit fundamentalen Identitätsfragen beschäftigt.

/ ER

Häkken
24.2.2021, 20 Uhr


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23.02. | Literatur | Die Schlange im Wolfspelz | Michael Maar

Kritik

Text: Ulrich Thiele

 

Ein fehlendes Komma kann den Tod bedeuten. Man stelle sich nur vor, der königliche Heerführer überstellt einen Gefangenen zurück in die Heimat mit folgender Nachricht: „Warte nicht hängen.“ Was er meint, ist: „Warte, nicht hängen.“ Als er nach Hause kommt, ist der Gefangene tot, denn was ankam, war: „Warte nicht, hängen.“

Hier nimmt es jemand ganz genau mit der Sprache. Dieser Jemand heißt Michael Maar, ist Literaturwissenschaftler und hat mit „Die Schlange im Wolfspelz“ gerade eine umjubelte, 600-seitige Stilanalyse auf den Tisch gelegt. Seine Autorenauswahl folgt keinem Kanon, sie ist rein subjektiv. Er bewundert „ein paar unfehlbare Stilisten“ wie Schopenhauer, Hebbel, Gottfried Keller, Kafka, der ein Alien ist, wegen seiner geradezu außerirdischen Treffsicherheit in puncto Erzählstil.

Wem diese Infos nur ein „Uff“ entlocken, dem sei ans Herz gelegt: Es lohnt sich, denn dieses Buch ist alles andere als akademisch-verquast, es ist ein großer, heiterer, leidenschaftlicher Spaß (Maar würde wohl die überfrequentierten, unoriginellen Adjektive anmäkeln).

 

Per se Nicht-Satirisch

 

Aber wie kann man so etwas per se Nicht- Statisches wie Stil überhaupt erfassen? Stilgefühl sei verwandt mit Takt, und könne erst entstehen, „wenn es keine Regelpoetik mehr gibt“. Es geht um „ein Gespür für etwas nicht Meßbares, aber doch Reales“. Ein paar Regeln gibt es aber doch: „Nimm Bilder ernst […]. Vermeide die überfrequentierten. Denk und sieh neu.“ Oder: „Der Einfall ist eine der wichtigsten Kategorien des Stils. Die meisten Einfälle verdanken sich einer minimalen Verschiebung.“

Etwa in Ingeborg Bachmanns „Die gestundete Zeit“, ein Gedicht über das Älterwerden. Maar schreibt: „Man stundet einem Schuldner vorläufig dessen Außenstände. Bachmann verschiebt das aufs Kapital der Lebenszeit. […] [Ihre] aus der Sphäre des Finanzjuristischen ins Existenzielle gehobene Formulierung ist der tragende Einfall des Gedichts.“

Stichwort Lyrik: Ihr widmet Maar einen „Kürzestausflug“. Jan Wagner wird als „der Stilllebenmeister Georg Flegel unter den Lyrikern“ erwartungsgemäß gerühmt. Maar hätte ruhig erwähnen können, dass, bei allem Respekt für seine stilistische Größe, Wagner auch der behagliche Schrebergartenmeister unter den zeitgenössischen Lyrikern ist. Dann doch lieber Ann Cottens Experimentallyrik: „Ob kiffend tippend, fickend oder schlitternd denkend, / die Welt entgleitet mir mit jedem Satz (…)“.

Was noch? „Es gibt keine Regeln, jedenfalls kann man sie alle brechen. Aber man muß es können.“ Den Titel hat Maar entsprechend einem Beispiel aus Eva Menasses Roman „Vienna“ entnommen, in dem mit der Kirche ins Dorf gefallen wird und sich die Schlange im Wolfspelz räkelt. Überhaupt seien Fehler nicht schlimm, „Phrasen sind schlimm“. Denn Sprache prägt bekanntlich unsere Wahrnehmung, wie Botho Strauß mit „außergewöhnlicher Fühlfähigkeit und Sensitivität“ festhält: „So wie das Herz auskörnt in Floskeln, so starr sind auch die Redewendungen, so abgezählt die Seelenregungen.“

Michael Maar: „Die Schlange im Wolfspelz“, Rowohlt, 656 Seiten, 34 Euro


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