#stayathome | Literatur | Die Kunst des Miteinander-Redens

Woher kommt die Gereiztheit in öffentlichen Debatten, die auf Knopfdruck eine Eskalation mit gegenseitigen Totalverurteilungen auslöst? Für den Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen gehört die Bearbeitung dieser Frage zum Hauptwerk. In „Die Kunst des Miteinander-Redens“ skizziert er auf den ersten 40 Seiten nochmals prägnant seine Analysen, die er unter anderem bereits 2018 in „Die große Gereiztheit“ entfaltet hat.

Pörksen geht von einer Wechselwirkung von systemischen Bedingungen und individueller Verantwortung aus. Das Paradebeispiel ist Donald Trump. Nach Jahrzehnten des Auflagenabsturzes der etablierten Medien in den USA kommen heute auf einen Journalisten durchschnittlich vier PR-Leute – „ein Faktum, das die Anfälligkeit des Mediensystems für Spektakelnachrichten (…) erhöht.“ Schon in der Wahlkampfphase 2016 stiegen die Einschaltquoten der Talkshows um bis zu 170 Prozent, wenn der ehemalige Reality-TV-Star auf Sendung ging. CBS-Chef Leslie Moonves veranlasste dies zu der Aussage, Trump sei zwar schlecht für Amerika, aber „verdammt gut für CBS“. „Hier werden das Geschäft auf Gegenseitigkeit von Populisten und Talkshowmachern (…) und die systemischen Bedingungen des Diskursruins offenbart“, so Pörksen.

 

Empathie und Konfrontation

 

Mit diesem dialektischen Verständnis gilt es nun, eine Gesprächsstrategie jenseits des Aufeinanderprallens von „Parallelöffentlichkeiten und Selbstbestätigungsmilieus“ zu erarbeiten. Im Hauptteil verkörpert die Form die inhaltliche Botschaft. Im (Streit-)Gespräch mit dem Hamburger Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun versucht Pörksen, das Beste aus den Professionen der Autoren miteinander zu verbinden – um die richtige Mischung aus Empathie und Konfrontation zu suchen und sich „nicht einfach nur in gefühliger Wertschätzung oder in Schaukämpfen“ zu verlieren.

Das Buch sei jedem empfohlen, der nach Wegen aus der Empörungsspirale sucht. Endgültige Antworten wird er nicht finden. Es ist neben der analytischen und sprachlichen Klarheit auch der mit dieser Erkenntnis verbundene Demutsgestus, der diesen Gesprächsband so lesenswert macht.

/ Ulrich Thiele

Bernhard Pörksen & Friedemann Schulz von Thun: „Die Kunst des Miteinander-Redens“, Hanser, 224 Seiten, 20 Euro


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

16.-17.5. | Märkte und Feste | VeggieWorld | Messehalle Schnelsen

Dieses Wochenende findet am 16. und 17. Mai die VeggieWorld, eine Messe für den veganen Lebensstil, in Hamburg statt. Rund 100 Anbieter aus neun Ländern präsentieren in der Messehalle Hamburg Schnelsen vegane Produkte und Neuheiten. Dazu erwartet die Besucher ein attraktives Rahmenprogramm.

Die VeggieWorld zeigt, dass ein pflanzlicher Lebensstil nicht allein nachhaltig, bewusst und gesund ist, sondern auch Spaß macht. Präsentiert wird ein bunter Mix aus Milch- und Fleischalternativen, Superfood, Süßigkeiten, Getränken, sowie Bekleidung, Accessoires, Kosmetik, Dienstleistungen und Projekten. On top gibt es auf der Bühne Live-Kochshows und Vorträge!

Messehalle
16.-17.5.2020, 10 Uhr


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

14.3. | Nachtleben | DJ Yulia Niko | Baalsaal

Die in Russland geborene Producerin und DJ Yulia Niko hat schon einiges von dieser Welt gesehen. Nach ihrem Jurastudium zog es sie über Griechenland nach New York, wo sie zwei Alben fertigstellte und mit dem Track „Zurich“ die Aufmerksamkeit der Berliner Get Physical auf sich zog. Mittlerweile selbst in der Hauptstadt ansässig, gründete sie ihr eigenes Label TochnoTechno und präsentiert ihren Tribal Housesound weltweit. Im Baalsaal mit Support von Jamakra.

/ OMA

Baalsaal
14.3.2020, 24 Uhr


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

14.3. | Nachtleben | Fête de la Vulva | Prinzenbar

Diese Nacht ist dafür gemacht, der Weiblichkeit in allen Formen und Farben zu huldigen. Tanzen, quatschen und sich gegenseitig wertschätzende Blicke zuwerfen – ganz im Namen der Untenrum-­Unabhängigkeit. Die DJs Sara Moshiri, Merve Ja­pes und Sam Sonite unterma­len das feministische Fest mit House­-Styles wie Oriental und Tech, Electro­-Swing ist auch da­ bei.

Um 1 Uhr darf sich an der feucht­fröhlich machenden Per­formance von Klitoris Scherzi und der glamourös­pompö­sen Burlesque-­Show von Foxic Poison ergötzt werden. Prinzen müssen allerdings draußen blei­ben: Es ist gewünscht, dass nur sich als Frauen empfindende Menschen mitfeiern. Auf das Leben und die Labien!

/ LMN

Prinzenbar
14.3.2020, 22 Uhr


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

13.3. | Verlosung | Smile And Burn | Molotow

Smile And Burn sind so etwas wie der Gegenentwurf zu Retortenmuckern der Generation Casting-Show. Da wird auf kleinen Bühnen noch geschwitzt und gearbeitet. Es geht ja auch um Punk. Den bieten die Musiker aus Berlin mittlerweile mit deutschen Texten dar.

Die Idee entstand nach einer Tour mit Jennifer Rostock. Smile And Burn haben sich in den vergangenen zehn Jahren immer wieder quer durchs Land gespielt und mal die befreundeten Donots supportet. Jetzt stellen sie das Album „Morgen Anders“ vor. Das Musikvideo zum Stück „Leben Lang“ haben die Jungs aus Handy-Videos ih- rer Fans zusammengeschnitten. Da wird getrunken, geschwitzt und der Club abgerissen. Punk eben.

/ AND

Molotow
13.2.2020, 20.30 Uhr


 Wir verlosen 2×2 Tickets!

Wie könnt Ihr mitmachen? Na so:

  • Mail senden an verlosung@vkfmi.de
  • Betreff: „Smile“
  • Einsendeschluss: 09.03.20 
  • Bitte gebt für die Teilnahme euren vollständigen Namen an

Szene-Cover-März-2020 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2020. Das Magazin ist seit dem 27. Februar 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


#wasistlosinhamburg? Für mehr Stories und Tipps aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

12.3. | Film | Lovemobil | Zeise Kinos

Eine triste Landstraße in Niedersachsen. Autos rauschen hier entlang, vorbei an Wohnmobilen, deren bunte Lichter in die Dunkelheit blinken: Hier leben Sexarbeiterinnen. Elke Margarete Lehrenkrauss ist es durch jahrelangen Einsatz gelungen, Zugang zu diesem Mikrokosmos zu erhalten. Ebenso ästhetisch wie respektvoll porträtiert sie in „Lovemobil“ drei der Frauen – die Langeweile, die Kälte, die Einsamkeit und Angst. Unbedingt sehenswert. Heute Premiere mit der Filmemacherin.

/ MAS

Zeise Kinos
12.3.2020, 20 Uhr


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

12.3. | Theater | Champagner to’n Fröstück | Ohnsorg Theater

Valentin und Marie treffen sich in „Champagner to’n Fröstück“ bei einer schicksalshaften Wohnungsbesichtigung – denn Valentin ist gerade aus dem Seniorenheim geflüchtet, und seine neue Bekanntschaft weigert sich, weiterhin bei ihrer Tochter zu leben. Die Lösung liegt nahe: Zusammen gründen die beiden eine Rentner-WG, die Möbel werden vom Sperrmüll geklaut. Doch das friedliche Zusammenleben wird bald nicht nur von den skeptischen Kindern der Senioren, sondern auch von neugierigen Nachbarn aufgemischt.

/ SHE

Ohnsorg Theater
12.3.2020, 19.30 Uhr


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

11.3. | Märkte und Feste | Nightflowmarket | Turtur

Auf dem Nightflowmarket im Turtur finden Schnäppchenjäger heute mal wieder einen bunten Mix aus Kleidung, Schmuck, Möbeln und antiken Schätzen – also alles was das Herz begehrt. Von 18 bis 24 Uhr wird hier zu bester Mukke nach Sammler- und Herzensstücken gesucht – mit Speis und Trank als Stärkung für ziwschendurch.

/ IR

Turtur
11.3.2020, 18-24 Uhr


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.

11.3. | Musik | Viktoria Tolstoy | Stage Club

Auch, wenn sie ihn selbst nie getroffen hat – die Kunst im Blut hat die schwedische Sängerin Viktoria Tolstoy ihrem Ururgroßvater zu verdanken. Denn der ist niemand Geringeres als: der Schriftsteller Leo Tolstoi. Schon mit 20 tummelte sich die Jazzmusikerin durch die Clubs ihrer Heimatstadt Stockholm, für ihr neuestes Album „Station“ beschäftigte sie sich mit dem Reisen.

/ SHE

Stage Club
11.3.2020, 20 Uhr


Für mehr Stories aus Hamburg folge uns auf Facebook, Twitter und Instagram.