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Schnell auf dem Wasser: Die Weltmeisterbesieger

Zu Gast beim ältesten Drachenbootclub Deutschlands, dem 1. Hamburger Drachenboot Club e.V.

Text: Mirko Schneider

 

Es ist ein unauffälliger Weg, der zum Bootshaus des USC Paloma am Barmbeker Stichkanal an der Saarlandstraße 38 führt. Hier ist eine echte Traditionsmannschaft dieser Stadt daheim, die Paddler des 1. Hamburger Drachenboot Club e. V. „Unser Verein war tatsächlich der erste Drachenboot-Club in Deutschland“, sagt Vorstandsmitglied Ulf Verboom, 49, bei der Begrüßung.

Gegründet wurde der Club (circa 80 Mitglieder) 1988, als Hamburger Kaufleute fasziniert von einer Drachenboot-Regatta in Taipeh zurückkamen, zu der sie eingeladen waren. Seitdem gab es Siege bei vielen Regatten. Die beeindruckende Pokalsammlung im Umkleidehaus erzählt davon.

„Wir haben ein Damenteam, ein Herrenteam und ein Mixed-Team. Trainiert wird aber fast nur noch im Mixed-Team“, erklärt Verboom. Heute mit 14 Paddlern plus Steuermann. Aber, aufgrund der Lärmschutzbestimmungen auf der Alster, ohne Trommler. Für eine Regatta benötigt man inklusive Ersatzleuten 26 Paddler, davon 20 im Boot.

 

Viel Erfahrung

 

Vor dem Start legen alle ihre wasserfeste Weste an. „Es kann schon mal passieren, dass Wasser ins Boot spritzt“, sagt Verboom. Er ist seit 1991 dabei, wurde mehr als ein Dutzend Mal Deutscher Meister, außerdem Europa- und Weltmeister. Vor über zehn Jahren hat er mit dem Team des 1. Hamburger Drachenboot Club sogar das deutsche Weltmeisterteam auf der Hamburger Binnenalster geschlagen. „In Anlehnung an den FC St. Pauli haben wir uns dann Weltmeisterbesieger-T-Shirts drucken lassen“, sagt St. Pauli-Fan Verboom.

Eine der Paddlerinnen ist Christin Müller, 38. Auch sie hat internationale Erfahrung, nahm sogar schon an einer Regatta auf der Londoner Themse teil. Zum Drachenbootfahren fand sie durch eine Zeitungsannonce in Holland. Danach ließ sie die Sportart nicht mehr los. „Ich habe hier sofort tolle Leute kennengelernt – und die Stadt Hamburg von der Wasserseite“, sagt sie. So wie ihr geht es vielen Teammitgliedern des Clubs, der sich 2017 auf der Suche nach einem neuen Zuhause befand und eine Kooperation mit dem USC Paloma einging. Der USC unterstützte den Club finanziell, dieser renovierte in Eigenarbeit das Bootshausgelände und alle Paddler wurden Mitglieder bei Paloma. Ein guter Deal für beide.

Dann geht’s los. Das 12,50 Meter lange und 250 Kilo schwere Kunststoffboot zum Start ins Wasser zu lassen, ist schwierig. Holzäste, Blätter und Dreck haben die Wassertiefe des Kanals an der Anlegestelle auf 40 Zentimeter sinken lassen. Eigentlich liegt die Säuberung in der Verantwortung der Stadt.

 

Kraft und viel Tempo

 

„Fertigmachen für zehn Dicke!“, ruft Steuermann Andre Busch schließlich. „Und ab.“ Dann flitzen wir los. Erst zehn kräftige Schläge, dann Schlagzahl 60, dann 50. Wie beim Kanufahren tauchen die Paddler das Paddel vorne ins Wasser ein, drücken es nach hinten seitlich weg. Die zweiköpfige Schlagbank vorne gibt die Schlagzahl vor. Alle Paddler drehen bei jedem Schlag ihren Körper ein, schauen sich dabei aus angestrengt-glücklich wirkenden Gesichtern an. Das Gewicht ist zwecks optimaler Wasserlage gleichmäßig im Boot verteilt „Der Zug und die Kraft beim Paddeln kommen vor allem aus dem Rumpf “, erklärt Verboom in einer Pause. Die Stimmung ist sportlich-freundlich. Es wird geackert und gescherzt.

Bewundernswert, wie viel Kondition hier alle haben – und wie schnell wir mitten auf der Außenalster sind. Als Spitzengeschwindigkeit erreichen wir in unseren Drei-Minuten-Terms 14 Stundenkilometer. Schwäne weichen uns aus, Kinder schauen vom Ufer aus mit großen Augen zu, der Blick über die weite Außenalster ist ein Traum. „Wenn wir sonntagmorgens trainieren, sehen wir oft Eisvögel. Ein echtes Schauspiel“, sagt Verboom.

Nach 70 Minuten sind wir wieder an der Anlegestelle. „Wir freuen uns über jedes neue Mitglied“, sagt Verboom noch zum Abschied. „Man muss am Anfang nicht viel können. Wer mag, soll einfach vorbeikommen.“

uscpaloma.de/drachenboot


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2021. Das Magazin ist seit dem 28. August 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Schwesternsache: JOCO beim Stadtpark Open Air

Das Hamburger Gesangs-Duo JOCO bespielte am 8. August im Rahmen des Kultursommers die Open-Air-Bühne im Stadtpark und ließen ihre poppigen Melodien quer durch Winterhude klingen

Text: Isabel Rauhut
Fotos: Andreas Hornoff

 

Zwei Schwestern, eine Band: Josepha und Cosima Carl sind zusammen die Band JOCO. 2016 traten sie beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest an und 2017 veröffentlichten die Schwestern bereits ihr zweites Album Into the Deep, welches im legendären Abbey Road Studio in London produziert wurde.

Ihre Musik, bestehend aus nur zwei Stimmen, einer Hand voll Percussions und einem Klavier, passt wunderbar in die verregnete Atmosphäre im Stadtpark: denn vor allem live entfaltet sich der Sound von Joco. Die beiden vermischen Melodien, ihre Texte, die meist einfach aus dem Leben gegriffen sind und geben dem mit ihren Stimmen und ihrer Präsenz eine wohlklingende Form, die so wohl nur Schwestern zustande bringen können.

 

Hier gibt’s ein paar Impressionen vom Konzert:

 

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Alice Merton: Hin zur Härte

Die 27-Jährige arbeitet momentan an einem neuen Album, das dunkler und aggressiver klingen soll, als der bekannte Alice-Merton-Sound. Kurz vor ihrem Stadtpark-Konzert erzählt sie, wie es zum Klangwechsel kam

Interview: Erik Brandt-Höge

 

SZENE HAMBURG: Alice Merton, kürzlich hast du auf Instagram ein Foto gepostet, auf dem du mit Impfpflaster zu sehen bist. Darunter hieß es: „We have to put an end to this, so just do it.“ Was waren denn in den vergangenen Monaten die größten Herausforderungen für dich?

Alice Merton: Die größte Schwierigkeit war für mich, dass mein Job einfach nicht funktioniert. Was ich nicht verstehen konnte: Dass zum Beispiel viele Menschen in Flugzeugen fliegen und Fußballspiele stattfinden dürfen – aber etwa Theatervorstellungen vor Publikum mit jeweils einem freien Stuhl zwischen den Gästen nicht. Das fand ich ein bisschen fragwürdig. Feststeht, dass die Gesundheit der Menschen immer an erster Stelle stehen sollte, und ich akzeptiere die Entscheidungen, die auf politischer Ebene getroffen werden. Aber wir dürfen die Kultur nicht vergessen. Ich hatte in den vergangenen Monaten leider das Gefühl, dass die Kultur in den Hintergrund gerückt ist.

Du hast während der Pandemie an einem neuen Album gearbeitet. Hat dich die Musik, vor allem das Schreiben von neuen Songs, in schwierigen Phasen aufgefangen?

Auf jeden Fall! Es war ja das Einzige, was ich machen konnte: Ins Studio gehen und Musik zu machen. Es war schon eine Art Rettung, dass ich zumindest das noch durfte. Wenn ich auch nicht wusste, wann es wieder losgehen und ich mit den neuen Songs auftreten würde.

Im Frühjahr 2021 hast du mal gesagt, dass die Songs, die du 2020 geschrieben hast, dunkler geworden wären als alles, was man bisher von dir kannte. Lag das ausschließlich an der Pandemie?

Es lag unter anderem an der Pandemie. Aber „Vertigo“ (aktuelle, bereits erschienene Single; Anm. d. Red.) ist auch ein dunkler Song, und den habe ich schon vor der Pandemie geschrieben. Man macht ja im Leben verschiedene Phasen durch, und die letzten zwei Jahre waren für mich eine eher schwierige Phase. Die wollte ich in meiner Musik widerspiegeln.

Alice Merton; Foto: Paper Plane Records International/Sarah Storch

Alice Merton; Foto: Paper Plane Records International/Sarah Storch

Ursprung der textlichen „Vertigo“-Geschichte war ein Abend in Berlin, ein Geburtstag von einem Freund von dir, der für dich mit einer Panik vor einem Club und eben mit Schwindel endete …

… genau. Drei Wochen später bin ich nach Kanada geflogen und habe zum ersten Mal mit dem Produzenten KOZ gearbeitet. Ich habe ihm die Geschichte erzählt und gesagt: Der Song dazu darf ruhig ein bisschen härter sein. Er handelt vom Weg raus aus der Unsicherheit und zurück zum Selbstvertrauen „Why can’t I just let it go?“, fragst du darin.

Hast du eine Antwort darauf gefunden?

Ja. Durch die Pandemie und die Zeit konnte ich mich selbst ein bisschen besser kennenlernen und lernen, mich einzuschätzen.

Was kam dabei heraus?

Dass ich ein Mensch bin, der sehr kontrolliert ist. Ich mag zum Beispiel kleine Räume mit vielen Menschen nicht. Ich mag auch düstere Orte nicht. Und Fliegen auch nicht, auch wenn ich das für meinen Beruf machen muss. Aber für den Fall, dass ich in solchen Situationen bin, habe ich Mechanismen entwickelt, um locker zu lassen.

Deine Live-Shows wirken immer sehr energetisch, sehr selbstbewusst. Vielleicht ist es auch das Adrenalin, das dir auf der Bühne Sicherheit gibt?

Seitdem ich fünf bin, habe ich mit Lampenfieber zu kämpfen. Und ich habe auch jetzt noch vor jedem Auftritt damit zu tun. Aber je öfter ich die angesprochenen Mechanismen anwende, umso besser wird es. Angst kann ich inzwischen verstecken und in Energie umwandeln. Wenn ich fertig bin mit einer Show, bin ich allerdings echt kaputt.

Viele Musiker erzählen von mehr Sicherheit auf der Bühne, je größer und unübersichtlicher das Publikum wird, weil die Situation dann abstrakt wirkt und man nicht jede Reaktion der Leute direkt mitbekommt, wie in einem kleinen Club. Wie ist das bei dir?

In einem kleineren Raum fühle ich aufgrund der Enge manchmal unwohl. Aber vor einem großen Publikum denke ich: Da schauen Tausende von Menschen zu – die haben auch Tausende von Meinungen über mich. Und ich muss alle dazu bringen, den Abend zu genießen. Es sind einfach zwei verschiedene Kategorien. Aber trotzdem mag ich auch beides.

Würdest du denn eine Open-Air-Show im Stadtpark, mitten im Grünen, einer kleinen verschwitzten Club-Show vorziehen?

Wahrscheinlich schon (lacht).

Und wird es vom kommenden Album im Stadtpark auch schon etwas zu hören geben?

Auf jeden Fall! Natürlich nicht zu viel, aber einen Teil davon.

4.8., Stadtpark Open Air, 20 Uhr;

Vertigo von Alice Merton:


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2021. Das Magazin ist seit dem 29. Juli 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Hamburgs Klassiker: Das Stadtpark Open Air ist zurück

Im Stadtpark liegt wieder Musik in der Luft. Ab dem 21. Juli 2021 gibt es wieder Open Air Konzerte im Hamburger Stadtpark

Text: Andreas Daebeler

 

Ohne Open Air im Stadtpark geht nicht. Nicht mal im für die Live-Musik so frustrierenden Corona-Jahr 2020. Trotz Pandemie schafften es die Orga­nisatoren um Veranstalter Karsten Jahnke, eine Handvoll ­kleiner Gigs an den Start zu bringen. Johannes Oerding ­hatte gleich eine ganze Reihe von Auftritten absolviert. In diesem Jahr ist auf der legen­dären Freilicht­bühne an der Saarlandstraße wieder musikalische Vielfalt angesagt. Dank eines mit den Behörden abgestimmten Sicherheitskonzepts.

Mit reduzierter Kapazität und festen Sitzplätzen sollen dabei die aktuell gültigen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Zudem gibt’s klare Wegeregelungen und keine Tageskasse. Die online bestellten Tickets sind ­personalisiert, um bei Infektionen eine Nachverfolgung zu gewährleisten. Rein kommt nur, wer eine Maske trägt. Auf den Plätzen darf die dann abgenommen werden.

 

Volles Programm

 

Das Programm startet am 21. Juli mit einem Auftritt der schwedischen Songwriterin Anna Ternheim. Es gibt in ­diesem Jahr auch Poetry Slams, Comedy und Lesungen. Mit Element Of Crime, Fury in The Slaughterhouse, Philipp Poisel und natürlich Lotto King Karl sind gern gesehene Stamm­gäste mit von der Partie, bevor Olli Schulz und Deine Freunde Anfang September die Schluss­akkorde setzen. Trotz ­Corona wird die Food Lane rund um die Freilichtbühne im Stadtpark geöffnet sein. Auf den Tellern landet modernes, mit Liebe ­gemachtes Streetfood – frisch zubereitet und serviert aus umgebauten Seecontainern.

stadtparkopenair.de


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Partyzone Stadtpark: Zeit für Solidarität

Während ein Teil der Hamburger Jugend in den Grünanlagen feiert, überlegen Stadt und Politik, was dagegen zu tun ist – ein bisschen mehr gegenseitige Rücksicht könnte helfen

Kommentar: Felix Willeke

 

Die Inzidenz sinkt, die Politik lockert die Corona-Maßnahmen und auch das Wetter sorgt für gute Stimmung. In Hamburg wird diese Stimmung leider vielerorts getrübt: Nachdem die Polizei Ende Mai das Schanzenviertel nach einem „Rave“ geräumt hatte, versammeln sich die Partygänger mittlerweile in den Grünanlagen der Stadt. Sei es am Elbstrand mit den angrenzenden Parks, am Winterhuder Kai oder im Stadtpark – an fast jedem Abend treffen sich hier tausende junge Menschen zum Feiern. Die Folge sind Lärm, Beschwerden von Anwohnern, große Polizeieinsätze – und viel Müll. 

 

Die Sehnsucht von vielen

Junge Menschen sehnen sich nach dem Feiern und Zusammensein – wie wir alle. Seit März 2020 ist besonders das Leben der Jugend stark eingeschränkt. Das beginnt beim Homeschooling und endet bei Ausgangsbeschränkungen. Wir erinnern uns alle an die wilden Jahre und die Zeit nach der Schule: Party, Freiheit und Lebenslust – uns stand die Welt offen. Jetzt stelle man sich genau diese Zeit nach dem März 2020 vor: Angst vor dem Virus, Isolation von deinen Freunden und ein Lockdown folgt auf den nächsten. Dass sich dabei Frust anstaut und die Angst aufkommt, etwas zu verpassen, kann ich verstehen. Aber muss ich das auf diese Weise ausleben, und deswegen den Stadtpark in eine Müllkippe verwandeln?

Diese Massenpartys sind keine gute Idee. Denn es ist immer noch Pandemie. Das Infektionsgeschehen geht zwar langsam zurück, aber es sind noch lange nicht alle geimpft – erst recht nicht die jungen Menschen zwischen 12 und 24. Ich weiß, es fällt schwer, aber auch dank der Delta-Variante sind wir noch nicht über den Berg.

 

Exzess muss nicht bekämpft werden

Am Winterhuder Kai wird in Hauseingänge gepinkelt, die Jogger im Stadtpark laufen morgens „Glasscherbenslalom“ und am Elbstrand stapeln sich die Einweggrills. Das ist ziemlich widerlich. Vergangenen Samstag wurden im Stadtpark circa 7.000 Feiernde gezählt. 7.000 von fast 250.000 Hamburgern zwischen 12 und 24. Das sind nicht mal drei Prozent der jungen Menschen in der Stadt. Aufgrund von nur drei Prozent alle jungen Menschen als unvernünftig oder partywütig zu bezeichnen, wäre falsch. Die meisten halten sich an die Maßnahmen und üben sich in Geduld.

Dass dann vor dem Hintergrund der medialen Aufregung Politiker im Wahlkampf leicht auf dieses Thema aufspringen und mehr Sicherheit oder Kontrolle fordern, spitzt die Situation nur weiter zu. Auch mehr Polizeipräsenz, eine eigene Kontrolleinheit oder Schilder mit Verhaltensregeln werden kaum helfen. Das sorgt nur für mehr Konfliktpotential. Es kommt vielleicht mehr denn je in dieser Pandemie auf Solidarität an: Solidarität mit den vulnerablen Gruppen, mit Anwohnern, aber genauso mit den Menschen, die gehofft haben, ihre Jugend ausleben zu können. Lasst uns deshalb abends im Park mit Freunden sitzen, ohne jemanden zu stören. Lasst uns draußen grillen und den Müll danach mitnehmen. Und lasst uns die gewonnenen Freiheiten genießen, aber dabei auch an morgen denken und nicht nur an heute.


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Emelie: „Man kommt im Leben weiter, wenn man seine Ängste angeht“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Begleitet von hvv switch fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Emelie begegnet.

Protokoll: Max Nölke

 

„Nach dem Abi bin ich von Teneriffa nach Brasilien gesegelt. Vier Wochen auf dem Wasser. Danach bin ich nicht mehr von der Ozeanographie losgekommen. Ich hatte zwar schon immer eine Faszination für den Ozean, aber dort auf dem Schiff hatte ich das Gefühl, ihm das erste Mal so richtig nah zu sein.

Gleichzeitig hat der Ozean ja auch was total Beängstigendes, gerade weil wir so wenig über ihn wissen. Aber ich glaube, man kommt im Leben weiter, wenn man seine Ängste angeht und ihnen nicht aus dem Weg geht. Ich arbeite nebenbei in einem Kletterwald, habe aber oft Angst vor der Höhe. Strange, oder?

Obwohl ich mich in der Ozeanographie viel mit unserer Welt, dem Klima, den Strömungen auseinandersetze, blicke ich positiv in die Zukunft. Vor der habe ich zum Beispiel keine Angst. Auch weil ich glaube, dem Großteil unserer Generation ist mittlerweile bewusst geworden, dass sie was unternehmen muss. Trotzdem wirkt noch eine gewisse Faulheit mit, das merke ich ja an mir selbst. Wenn ich eben die Möglichkeit habe, die Avocado auch im Supermarkt zu bekommen und nicht extra auf einen regionalen Markt gehen muss, dann mache ich es mir manchmal zu einfach. Uns muss eben klar werden, dass so gut wie jede Entscheidung heutzutage eine Auswirkung hat.

 

Mit dem Forschungsschiff nach Kanada

 

Im September gehe ich auf ein Forschungsschiff und fahre mit einer Crew nach Kanada. Ein bisschen Christoph Kolumbus auf Entdecker-Tour, so fühlt es sich an. Es hat etwas Romantisches für mich auf dem Wasser zu sein: Ich segle über das Meer und bin bereit, Neues zu entdecken. Abgekapselt von allem, was sonst auf der Welt passiert.

Solange ich jedoch meine Freunde nicht vergesse, den sozialen Support habe und Leute kenne, denen ich vertraue, mache ich mir keine Sorgen, dass diese Abkapselung in irgendeiner Form länger anhält. Ab und zu muss man sich selbst auf diesem Vertrauen eben challengen. Und auch einfach mal in den Ozean springen. Obwohl man Angst davor hat.“


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Planetarium: Direktor Thomas W. Kraupe feiert Jubiläum

Planetarium-Direktor Prof. Thomas W. Kraupe im Interview zum 20-jährigen Dienstjubiläum über „eine schlafende Prinzessin“, den Umbau des Hauses und weitere große Pläne

 Interview: Erik Brandt-Höge

 

Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg

Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg (Foto: Wolfgang Koehler)

SZENE HAMBURG: Prof. Thomas W. Kraupe, erstmal herzlichen Glückwunsch zum Direktoren-Jubiläum! Erinnern Sie sich noch an Ihre Hauptziele, als Sie vor 20 Jahren Ihre Arbeit im Planetarium begannen?

Prof. Thomas W. Kraupe: Auf jeden Fall! Eines meiner Hauptziele war es, den monumentalen Wasserturm weiter zu erschließen. Das Gebäude, diese „Kathedrale des Kosmos“, erschien mir damals wie eine schlafende Prinzessin und der Wassertank ganz oben wie eine echte Schatzkammer. Es gab da Räume hinter Türen, die die Öffentlichkeit noch gar nicht kannte. Ich dachte: „Da kann man ja noch richtig viel gestalten!“ Immerhin haben wir mittlerweile auch gut die Hälfte des Turms erschlossen, auf den neuesten Stand gebracht und sogar angebaut.

Was zählte denn in den ersten Jahren zu Ihren größten Erfolgserlebnissen?

Nachdem ich mir ein gutes Netzwerk geschaffen hatte, um stark genug zu sein, wirklich etwas zu bewegen, stellten sich bald einige Erfolge ein. Zum Beispiel, was die Öffnung des Hauses betraf. Bis 2000 war das Planetarium nur mittwochs, freitags und sonntags geöffnet. Einzig Schulklassen kamen an jedem Werktag vormittags rein. Es hieß dazu, dass die Hamburger samstags nicht ins Planetarium gehen würden. Doch tatsächlich wurde der Samstag dann rasch der wichtigste Besuchstag für uns. Wir haben den Spielplan erweitert und mehr Veranstaltungen aufgenommen, insbesondere auch mehr für Familien und Kinder getan. Unser neues Ziel musste es sein, über die Hobby-Astronomen hinaus möglichst viele Menschen für das Planetarium zu gewinnen – und das ist uns durch das breitere Angebot auch schnell gelungen. Zudem konnten wir nach einer ordentlichen Gebäudeanalyse und viel Planung bereits 2002 den ersten Umbau des Hauses starten. Dabei haben wir mit neuer Digitaltechnik das Planetarium geradezu revolutioniert.

 

Durch Raum und Zeit

 

Was war in Ihren Augen der Kern dieser Revolution?

Ich denke, es war und ist die inhaltliche und technische Weiterentwicklung des Planetariums zu einem eindrucksvollen „Rundumtheater”. Als „Unendlichkeitsraum” führt es die Wahrnehmung und Gedanken der Besucherinnen und Besucher durch Raum und Zeit, mitten hinein in das kosmische Geschehen und vermag wie kein anderes Theater die ganz großen Zusammenhänge und Geschichten unserer Existenz zwischen Urknall und Ewigkeit erlebbar zu machen. Durch vielfältige neue Brückenschläge zwischen Wissenschaft, Kunst und Kultur konnten wir den Besuchern dabei ganz neue Blickwinkel auf unsere Welt und das Weltall eröffnen. Und unser Angebot wurde mehr als gut angenommen: Die Besucherzahl hat sich kurz darauf verdreifacht.

Wird Ihnen neben dem sehr speziellen, weil sehr schwierigen Jahr 2020 noch ein weiteres Jahr in Ihren ersten 20 Direktoren-Jahren besonders in Erinnerung bleiben?

Sicherlich das Jahr 2004, gleich nach der ersten Modernisierungsphase. Es gab damals einen riesigen Ansturm aufs Planetarium. Ein Wahnsinns-Erfolgsjahr, das uns zeigte, dass wir Herz und Verstand der Besucherinnen und Besucher gleichermaßen erreicht haben mit unserem neuen Konzept.

Gibt es auch etwas, das Sie unbedingt noch schaffen wollen, und womit sich Ihre anfänglichen Ziele vollends erreichen ließen?

Wenn wir auch den oberen Gebäudeteil mit dem Wasserkessel erschließen und die Sammlung von Aby Warburg wieder ins Haus holen könnten, so wäre mein großer Traum von damals, 2000, voll erfüllt. Das stoße ich auch gerade an, es gibt schon Pläne der Architekten, und demnächst wollen wir das Vorhaben Förderern und Stiftungen, Bund und Ländern vorstellen. Es wäre ein großer Wurf für das Haus, wenn das gelingen würde – sogar von internationaler Bedeutung.

planetarium-hamburg.de


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Lucie: „Ist es ethisch vertretbar, ein Kind in diese Welt zu setzen?“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Wir fischen sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Lucie begegnet.

Protokoll: Max Nölke

 

“Die Menschheit merkt glaube ich gerade, dass sie vulnerabler ist, als sie vielleicht dachte. Es gibt dieses Virus und das ist größer als wir und niemand kann ihm trotzen. Ich bin Ärztin und würde gerade gerne auf den Stationen helfen. Allerdings bin ich in Elternzeit.

Man sagt oft über Wissenschaftler, dass sie vieles rationaler betrachten und in der Regel nicht so emotional an Dinge herangehen. Daher finde ich die Frage berechtigt, ob man in diese Welt, derer Gefahren man sich als Mediziner noch eher bewusst ist, noch ein Kind setzen soll. Ist das ethisch vertretbar? Oder ist es nicht egoistisch bei der Überbevölkerung, der Flüchtlingswellen und all der Probleme auf der Erde? Und sollte man nicht lieber ein Kind adoptieren, um ihm ein schöneres Leben zu schenken?

Aber letzten Endes komme ich immer bei derselben Antwort heraus: Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, sich fortzupflanzen. Meinen Mann habe ich im ersten Semester kennengelernt. Beim Sezieren einer Leiche. Jetzt ist unsere zweite Tochter geboren und es ist das Schönste im Leben. Alles verschiebt sich, wenn ein Mensch in dir wächst. Man wird emotionaler, weicher und hat mehr Verständnis für Dinge, die man vorher nicht erkannt hat.

 

Die kleinen Oasen schaffen

 

Früher war ich härter, hatte meine Meinung, die mitunter sehr kategorisch war. Ich habe quasi Schubladen zugemacht. Mittlerweile sind die Schubladen auf, weil ich gelernt habe, dass der andere manches einfach besser weiß als du. Das lernst du aber nur, wenn du redest. Mir hat reden aus vielen Situationen geholfen. Sieh mal, wie viel ich jetzt schon wieder geredet habe.

Ich telefoniere jeden Tag mit meiner Schwester, meiner Mama und meiner Oma. Meist nur ganz kurz: ‚Was macht ihr? Alles gut? Ja. Ok. Ciao.‘ Und dann weiß ich, dass niemand von uns alleine ist.

Man muss sich eben seine kleinen Oasen schaffen. Ich freu mich über meinen täglichen Spaziergang durch den Stadtpark, den Wind, den Sonnenschein und dass meine Kinder gesund sind. Ich freue mich, nächstes Jahr wieder zu arbeiten, auf gutes Essen und guten Wein. Wenn ich abgestillt habe, dann setze ich mich abends hin, schenke mir ein großes Glas ein und trinke es aus. Und zwar endlich mal wieder komplett.”


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Stadtpark Open Air: Die aktuelle Lage der Freilichtbühne

Bis zum 31. August gibt es keine Konzerte auf der Freilichtbühne. Frehn Hawel, Head of Communications bei Karsten Jahnke Konzertdirektion, zur aktuellen Lage

Interview: Erik Brandt-Höge

 

SZENE HAMBURG: Frehn Hawel, eigentlich hätte Jamie Cullum am 20.5. die Stadtpark Open-Air-Saison eröffnen sollen – nun sieht es so aus, als würden bestenfalls die September-Konzerte stattfinden. Wie geht ihr mit der schwierigen Situation um?

Frehn Hawel: Aktuell versuchen wir mit Pragmatismus an die Sache heranzugehen und unsere Veranstaltungen entlang der aktuellen Verordnungen möglichst in die Herbstmonate oder direkt nach 2021 zu verschieben. Dabei müssen wir verlegte Termine teilweise zum zweiten oder dritten Mal nachjustieren, was natürlich ein gewisses Frustrationspotenzial birgt.

Da für uns das Wohlergehen unserer Kunden und Mitarbeiter stets das höchste Gut ist, verstehen wir die Notwenigkeit der aktuellen Verordnungen und tragen die Präventivmaßnahmen in der Hoffnung auf eine zeitnahe Gesamtverbesserung der Situation selbstverständlich mit. Dennoch ist ein Veranstaltungsjahr ganz ohne Konzerte in unserem „grünen Wohnzimmer“ für uns alle nur sehr schwer vorstellbar.

 

„Die Kulturlandschaft wird sich in ihrer Vielfalt massiv verändern“

 

Ausfälle von Open-Air-Shows und Festival-Absagen prägen gerade die gesamte Musikindustrie. Wie schätzt du die Folgen dessen generell ein? 

Ohne weitreichende Subventionen und weitere staatliche Hilfsmaßnahmen für Künstler, Kulturschaffende, Veranstalter und Venue-Betreiber ist leider mit dem Schlimmsten zu rechnen. Wenn Kultur nicht auch in einer gewissen Weise als „systemrelevant“ und „schützenswert“ anerkannt wird, wird sich die Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt, wie wir sie kennen, massiv verändern.

Es steht zu befürchten, dass vor allem Einzelunternehmer und kleinere Betriebe im Kulturkosmos den Zustand des „faktischen Berufsverbots“ nicht lange durchhalten können und sich zwangsläufig anders orientieren müssen. Das wird sich vom Veranstaltenden über Club-Betreiber bis hin zum einzelnen Veranstaltungstechniker oder zu Stagehands durch alle Ebenen der Veranstaltungswirtschaft ziehen.

Und noch ein hoffnungsvoller Ausblick: Sollte Erobiques Große Gartenparty am 4.9. erlaubt werden, würdet ihr die Freilichtbühne mit besonderen Vorkehrungen versehen, womöglich sogar teils umgestalten?

Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Grundsätzlich lässt uns der Umstand, dass wir auf der Freilichtbühne im Stadtpark Open Air und in überschaubarem Zuschauerrahmen spielen, erst mal hoffnungsvoll auf den Termin hinplanen.

Natürlich werden wir hier die aktuell geforderten Hygienestandards sowie alle weiteren von behördlicher Seite angeordneten Maßnahmen verantwortungsvoll umsetzen. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich allerdings noch nicht abschätzen, wie sich die Situation in vier Monaten gestalten wird. Dafür ist die Entwicklung der aktuellen Lage einfach zu dynamisch.

Karsten Jahnke Konzertdirektion


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2020. Das Magazin ist seit dem 30. April 2020 im Handel und  auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

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Helge Schneider: „Ich lungere so rum“

Der Entertainer kommt für zwei Abende in den Stadtpark. Ein Sommergespräch über Gesundheitsschwimmen, Pommes und Pfefferminztee

Interview: Erik Brandt-Höge
Foto: Helge Schneider

 

SZENE HAMBURG: Helge, wie verbringst du warme Sommertage am liebsten?

Helge Schneider: Ich gehe manchmal schwim­men. Morgens, wenn die noch nicht alle da sind.

Richtig mit Bahnenziehen und so?

Nee, mehr oder weniger Gesund­heitsschwimmen.

Was meinst du mit Gesundheits­schwimmen?

Wassertreten zum Beispiel. Ich gehe auch ins Solebad. Dann ins kalte Wasser­becken und dann mit den Füßen auf so Kieselsteine. Danach wieder ins Wasser­ becken. Oh, und danach schwimme
ich dann tatsächlich eine Bahn und tue dabei so, als wäre ich ein Wahnsinns­schwimmer.

Wie machst du das?

Ich schwimme unter Wasser. Zwei Züge. Das reicht, um klarzustellen, wie gut ich bin.

Und danach Pommes?

Kann im Moment keine Pommes essen.

Wieso nicht?

Weil ich die nicht mag. Die Pommes, die mittlerweile angeboten werden, sind oft richtig scheiße. Die kommen aus der Tiefkühltruhe. Für schöne Pommes muss man erst mal einen schönen Pommeswagen finden.

 

 

Was machst du sonst noch so, wenn das Sommerwetter gut ist?

Ich habe zu Hause so ein Fass mit kaltem Wasser. Da gehe ich rein. Einmal untertauchen: erfrischt! Manchmal tue ich auch Eiswürfel rein.

Hast du ein Lieblingssommergetränk?

Pfefferminztee.

Pfefferminztee?

Mach ich immer im Sommer, heißen Tee trinken. Als Kind habe ich das von den Tuaregs übernommen. Ich werde auch oft mit Pullover und Jacke gesehen, auch bei 35 Grad.

Was gibt’s zu essen bei solchen Tempe­raturen? Paar Möhrchen mit Dip?

Honigmelone. Und Brötchen mit Käse. Und Hühnerbeinchen aus dem Ofen. Oder mal Chili con Carne. Was auch lecker ist: Fischstäbchen mit Kar­toffelbrei und Spinat.

Und nach dem Essen auf die Garten­liege?

In die Hängematte. Manchmal auch arbeiten. Zum Beispiel komponieren.

Trittst du auch gerne auf, wenn es so warm ist?

Ja, das macht mir sehr viel Spaß, ist allerdings eine ganz andere Geschichte, als im Winter in Hallen zu gehen. Auch weil draußen alles anders klingt.

Irgendwelche Routinen vor den Open­-Air­-Auftritten? Vielleicht sogar eine Runde Schwimmen?

Nee. Ich mache vorher eigentlich gar nichts. Ich lungere so rum. Nur die Bühne bereite ich vor. Falls es mal regnet, spanne ich zum Beispiel einen Sonnenschirm übers Klavier.

 

„Ich mache, was ich will“

 

Kennst du Nervosität vor Shows?

Nö. Ich freu mich immer, wenn ich auftrete. Gibt Leute, die haben Lampenfieber. Ich kenne das nicht.

Im Stadtpark spielst du bestimmt auch Songs vom neuen „Partypeople“­-Album, über das du kürzlich sagtest: „Ich selbst bürge für die Qualität.“

Aber selbstverständlich.

Wann ist denn ein Album für dich qua­litativ hochwertig?

Wenn es ohne Kompromisse gestaltet ist, innen und außen. Und wenn es per­sönlich ist. Mein Album ist zum Beispiel sehr persönlich. Ich mache ja auch alles im Einmann­-Betrieb. Ich mache, was ich will, und das merkt man dem Endprodukt auch an.

Und wann ist ein Konzert nach deinem Empfinden tipptopp gelungen?

Wenn der Sound gut war und alle glücklich und zufrieden nach Hause gehen.

 

 

Belohnst du dich dann mit irgendetwas? Vielleicht mit einem Cocktail mit Schirmchen im Schatten?

Ich trinke im Moment gar keinen Alkohol.

Cocktail geht ja auch ohne.

Fruchtcocktail?

Genau.

Nee.

Irgendeine andere Belohnung?

Manchmal ein Gläschen Rotwein mit meiner Band. Kann man mal machen. Und ein wunderschöner Schlaf.

Freilichtbühne im Stadtpark, Helge Schneider, 31.8.+1.9.19, 19 Uhr, Saarlandstraße 71 (Winterhude)


Szene-Hamburg-August-2019-TitelDieser Text stammt aus SZENE HAMBURG, August 2019. Titelthema: Wie sozial ist Hamburg? Das Magazin ist seit dem 27. Juli 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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