10.06. | Film | Green Book | Cruise Inn

Im Cruise Inn Autokino läuft heute der Oscar-prämierte Film „Green Book“. Die USA im Jahr 1962: Dr. Don Shirley ist ein begnadeter klassischer Pianist und geht auf eine Tournee, die ihn aus dem verhältnismäßig aufgeklärten und toleranten New York bis in die amerikanischen Südstaaten führt. Als Fahrer engagiert er den Italo-Amerikaner Tony Lip, der sich bislang mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten und etwa als Türsteher gearbeitet hat.

Während der langen Fahrt, bei der sie sich am sogenannten Negro Motorist Green Book orientieren, in dem die wenigen Unterkünfte und Restaurants aufgelistet sind, in dem auch schwarze Gäste willkommen sind, entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern.

/ IR

Cruise Inn
10.6.2020, 17:30 Uhr


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10.06. | Theater | Hysteria – Gespenster der Freiheit | Schauspielhaus

Inspiriert von Luis Buñuel inszenierte Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier mit „Hysteria – Gespenster der Freiheit“ eine Gesellschaft in Angst: Eine Familie kehrt aus Asien zurück, wo sie aus beruflichen Gründen lange Zeit gelebt hat. Mit Kollegen, Freunden, Nachbarn soll Einzug gefeiert werden. Doch die Unsicherheit ist groß: Ist die Rückkehr nach Deutschland Abstieg oder Aufstieg? In was für ein Land kehren sie zurück? Worauf müssen sie sich einstellen, worauf können sie sich verlassen? Was sind das für Menschen da draußen? Und dieser neue Nachbar, was will er?

Das Fundament des neu bezogenen Hauses steht offenbar auf schwankendem Boden und der Blick durch die gläserne Fassade auf das, was Heimat war und nun wieder werden soll, begegnet rätselhaften Zeichen. Vertraute Sätze klingen plötzlich bedrohlich, Gedanken enthüllen Verschwörung und Meldungen handeln von Katastrophen. Eigenes wie politisches Leben entpuppt sich als endloser Krisenzusammenhang. Es braucht nicht viel, um aus Unsicherheit Angst und aus Angst Hysterie werden zu lassen.

/ IR

Schauspielhaus
10.6.2020, 18 Uhr


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09.-14.06. | Kunst | Live Art Festival: Unboxing Unboxing | Kampnagel

Nach wochenlanger Schließung meldet sich Kampnagel mit dem vom 9. bis 21. Juni stattfindenden Live Art Festival zurück und präsentiert ein kleines Warm-up zum kulturellen Re-Socialisen. Unter dem Motto #zivilergehorsam werden künstlerische und aktivistische Positionen versammelt, die im öffentlichen und privaten Raum, analog und digital zu erleben sind.

Das Hamburger Performance-Kollektiv geheimagentur liefert eine Woche lang Performances nach Hause. Nicht im Stream, sondern in einer richtigen Box. Wer aus dem Angebot von fünf unterschiedlichen Performance-Boxen eine auswählt und bestellt, kann im eigenen Wohnzimmer eine Live-Show auspacken.

Gerade jetzt, in Corona-Zeiten, wo so vieles fehlt, was man eigentlich gar nicht im Internet bestellen kann. In den Performance-Boxen stecken Berührungen, Tänze, Drinks, Utopien und vieles mehr. Die geheimagentur liefert zu festen Terminen an die Türschwelle oder ins Wohnzimmer von gänzlich kontaktlos bis maskiert.

/ IR

Kampnagel
9.6.2020


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09.06. | Sonstiges | Selbstbestimmung in Zeiten der Pandemie | Literaturhaus

Seit Monaten greifen die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie tief den Alltag ein. Sämtliche Aspekte unseres Daseins sind betroffen: privat wie öffentlich, beruflich wie ökonomisch, politisch wie rechtlich. Philosophisch drängen mit der Gefährdung durch das Virus Fragen der praktischen Philosophie in den Vordergrund. Sie betreffen insbesondere die Pflichten wie auch Rechte anderen Menschen gegenüber – als potentiellen Opfern einer Ansteckung.

Wo beginnt in Zeiten von Corona meine Verantwortung, und wo endet sie? Welche Grundrechte sind in Ausnahmesituationen legitim einzuschränken, welche sollten unantastbar bleiben? Wie stellt sich das ewige Spannungsverhältnis von Freiheit und Sicherheit in Zeiten von Corona dar? Wie das zwischen wissenschaftlichen Experten und mündigen Bürgern? Gäbe es gar eine spezielle Ethik der Pandemie – und welchen Prinzipien folgte sie?

Diese wortwörtlich überlebenswichtigen Fragen erkundet der Hamburger Philosoph Volker Gerhardt, Autor zahlreicher Werke zur praktischen und politischen Philosophie sowie ehemaliges Mitglied des Deutschen Ethikrats, heute Abend im Literaturhaus im Philosophischen Café zum Theme: „Mündige Freiheit: Selbstbestimmung in Zeiten der Pandemie“.

/ IR

Literaturhaus
9.6.2020, 19 Uhr


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08.06. | Literatur | Da sind wir | Graham Swift

Sommer 1959 in Brighton: Abends zieht es die Urlaubs­gäste in das Varieté am Pier, wo sie jenes magische Dreieck bestaunen. Da wäre Jack, der gewandte Conférencier und Frauenschwarm, sein Freund Ronnie, der unscheinbare Magier. Und Evie, Ronnies Assistentin und Verlobte. Ronnies und Evies Show wird zum großen Ereignis des Sommers – des letzten Sommers, denn etwas ist im Umbruch. Nicht nur beginnt Evie eine Affäre mit Jack, auch im Showbusiness bahnt sich eine neue Ära, die des Fernsehens, an. Ronnies letzte Vorführung wird seine Krönung: Er löst sich vor Publikum in Luft auf und taucht nie wieder auf.

graham-swift-coverGraham Swift erzählt von dieser typisch anmutenden Dreiecksbeziehung mit unfassbarer Eleganz. „Da sind wir“ ist ein flirrend erotisches Meisterwerk auf schlanken 160 Seiten. Der britische Romancier springt leichtfüßig in der Zeit hin und her und verwebt kunstvoll die Vorgeschichten der Protagonisten, den Hauptstrang des Sommers 1959 und einen Blick in die Zukunft mit­einander – fünfzig Jahre später. Fünfzig Jahre, auf die Evie mit einer unheimlichen Verwunderung über die Wirkkraft von – im wahrsten Sinne – Ent-­Scheidungen blickt, über die Zufälligkeit eines Lebenswegs, und darüber, wie leicht ein Leben hätte anders verlaufen können.

„Schauspielern? Das machen wir doch alle, oder? Die ganze Zeit“, sagt Jack einmal. Swift geht es nicht um eine vermeintliche Echtheit hinter dem Vorhang, sondern um die Nuancen und Zwischentöne im Schauspiel des Lebens.
Sind diese trotzdem wahrhaftig? Man kann es wohl nie endgültig wissen, aber „wie sollte man weiterleben ohne diese verlockende, rettende Illusion?“

/ Ulrich Thiele

Graham Swift: „Da sind wir“, dtv, 16o Seiten, 20 Euro


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08.06. | Film | 1917 | Cruise Inn

Seit dem 3. Juni kehrte mit der Eröffnung des „Cruise Inn“ ein Stück Open-Air-Kultur nach Hamburg zurück. Das Gelände am Cruise Center Steinwerder wird sowohl als Autokino als auch als Autokonzert Location bespielt und bringt Kultur und Abwechslung in die Hansestadt. Heute läuft der Film „1917“ dort auf Großleinwand.

Der Erste Weltkrieg befindet sich im April 1917 auf seinem grausamen Höhepunkt. In Nordfrankreich belagern sich deutsche und britische Einheiten in ihren Schützengräben, ohne auch nur einen Zentimeter vorzurücken. Die Moral der Truppen wird zunehmend schlechter. In dieser Situation werden die in Nordfrankreich stationierten, britischen Soldaten Schofield und Blake von ihrem Vorgesetzten General Erinmore mit einem ebenso dringlichen wie gefährlichen Auftrag bedacht: Sie sollen das zerbombte Niemandsland zwischen den deutschen und britischen Schützengräben durchqueren und eine Nachricht an ein anderes britisches Bataillon überbringen. Dieses ist nämlich kurz davor, in einen deutschen Hinterhalt und damit in den Tod zu stürmen. Wenn die beiden jungen Rekruten es nicht rechtzeitig schaffen, werden mehr als 1.500 britische Soldaten sinnlos ihr Leben verlieren – darunter auch Blakes älterer Bruder Leslie.

Cruise Inn
8.6.2020, 21 Uhr


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07.06. | Film | Hockney | Bewegte Zeiten Autokino

„Film ab“ heißt es seit dem 6. Juni auf dem Heiligengeistfeld. Das neuartige Kino-Spektakel hat seine Tore geöffnet. Das Autokino „Bewegte Zeiten“ zeigt ein cineastisches Programm, das sowohl brandaktuelle Filme als auch Klassiker umfasst. Besucher können vor zwei Leinwänden in maximal 500 Autos auf dem Heiligengeistfeld so Filme sehen.

Heute ist die Dokumentation „Hockney“ zu sehen. So lichtdurchflutet und farbenfroh wie seine Werke ist auch der Film über den britischen Künstler David Hockney: Das Biopic von Randall Wright entstand in enger Zusammenarbeit mit Hockney. Gezeigt wird authentisches Material inklusive vieler Bilder aus seinem Privatleben.

/ IR

„Bewegte Zeiten“ Autokino
7.6.2020, 11:30 Uhr


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07.06. | Theater | Nichts. Was im Leben wichtig ist | Junges Schauspielhaus

Theater, live – und draußen: An den ersten drei Juniwochenenden zeigt das Junge Schauspielhaus Stücke seines Repertoires im sogenannten „Heckentheater“ im Hamburger Stadtpark: Heute läuft Klaus Schumachers gefeierte Inszenierung des Jugendbuchklassikers „Nichts. Was im Leben wichtig ist“.

In der fiktiven dänischen Kleinstadt Tæring steht der 13-jährige Pierre Anthon plötzlich von seinem Stuhl auf und weigert sich, weiterhin in die Schule zu gehen. Er nistet sich von nun an in einem Pflaumenbaum ein und behauptet, dass nichts auf der Welt eine Bedeutung habe. Seine Mitschüler fühlen sich davon derart provoziert, dass sie ihm um jeden Preis das Gegenteil beweisen wollen: Sie fangen an, alles, was ihnen etwas bedeutet, zu „opfern“. So wächst ein „Berg von Bedeutung“ an: Was leicht und spielerisch mit den grünen Lieblingssandalen eines Mädchens beginnt, wird zunehmend schwer und eskaliert, als die Jugendlichen voneinander immer höhere Einsätze fordern – bis hin zur Jungfräulichkeit eines Mädchens und dem kleinen Finger eines Gitarre spielenden Jungen. Je größer und schmerzlicher die Opfer, umso mehr wachsen die Rachefantasien an. Es entspinnt sich eine Gewaltspirale zwischen den Jugendlichen, die in der Katastrophe mündet.

Die Inszenierung wird für die Freiluftaufführungen natürlich etwas umgestaltet. Und die Vorstellung findet selbstverständlich unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen statt.

/ IR

Junges Schauspielhaus
7.6.2020


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06.06. | Theater | Der Boxer | Thalia Theater

Im Warschau der 30er Jahre kämpft der jüdische Boxer Jakub Shapiro mit der Kraft und Geschicklichkeit seines Körpers darum, dem Elend seiner Herkunft zu entkommen. Er arbeitet für den Paten Jan Kaplica, der über Warschau herrscht wie Al Capone über Chicago. Der Großganove kontrolliert die Bordelle, treibt Schutzgeld ein und genießt das Leben in dicken Autos und dunklen Bars. Shapiro begleitet Kaplica und erledigt für dessen Imperium die Drecksarbeit. Bald werden die mafiösen Geschäfte und das süße Leben überschattet vom Kampf gegen die polnischen Nationalisten, die in der Stadt die Macht übernehmen wollen.

Der Boxer“ zeichnet ein eindringliches Bild der Stadt Warschau – kurz bevor die deutsche Wehrmacht einmarschiert. Das Theaterstück aus dem Jahr 2019 läuft ab heute 19 Uhr für 24 Stunden als Video on demand beim Thalia Theater.

/ IR

Thalia Theater
6.6.2020, 19 Uhr


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06.06. | Sonstiges | Silent Protest | Jungfernstieg

Im Hinblick auf die aktuellen Ermordungen mehrerer Afroamerikaner ohne strafrechtliche Folgen für die Täter zeigen findet heute der Silent Protest solidarisch mit den Mitmenschen in den Vereinigten Staaten, sowie allen Opfern des Rassismus auf der ganzen Welt, statt.

Die kollektive Wut, Trauer und Hilflosigkeit machen sprachlos, weshalb der Silent Protest in Deutschland ins Leben gerufen wurde, um gemeinsam ein Zeichen zu setzten. Zusammen wird heute für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz ab 14 Uhr am Jungfernstieg eingestanden.

/ IR

Jungfernstieg
6.6.2020, 14 Uhr


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