(24.9.) Literatur, Juli Zeh, Altonaer Theater, 20:30 Uhr

In Hennings Leben scheint alles in Ordnung zu sein. Die Kinder sind gesund, sein Job passabel, aber dennoch fühlt er sich als Ehemann, Vater und Familienernährer überfordert. Er leidet unter Panikattacken. Am Neujahrsmorgen auf Lanzarote will er den steilen Aufstieg nach Femés bezwingen. Aber als er völlig erschöpft oben ankommt, erwartet ihn nicht etwa Erleichterung, sondern ein Zufall, der ihn in eine gedankliche Zeitreise in seine Kindheit versetzt. Henning erlebt erneut, was ihn als Kind einmal fast das Leben gekostet hätte und bis heute prägt.

Die Erfolgsautorin, Juristin und Intellektuelle Juli Zeh spricht beim Harbourfront Literaturfestival mit dem NDR-Journalisten Joachim Dicks über ihr aktuelles Buch „Neujahr“, das eine existenzielle Frage behandelt: Wird unser Leben bereits in der Kindheit vorbestimmt?

/ MT

Altonaer Theater
24.9.18, 20:30 Uhr

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Max Frisch fragt… Maren Schönfeld

In unserer Reihe „Max Frisch fragt…“ kommt der alte Meister der Literatur mit den Wortkünstlern der Gegenwart ins Gespräch. Dieses Mal mit Maren Schönfeld. Die Lyrikerin hat gerade ihr neues Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel “Töne, metallen, trägt der Fluss – eine lyrische Elbreise”.

Können Sie sich ein leichtes Sterben denken?

Ja, als Wechsel in die nächste Welt.

Halten Sie die Dauer einer Freundschaft, die Unverbrüchlichkeit, für ein Wertmaß der Freundschaft?

Nein. Nähe und gegenseitiges Verständnis sind mir wichtiger.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

Dass der Klimawandel noch aufzuhalten ist.

Was gefällt Ihnen am Neuen Testament?

Dass die Liebe das Größte ist (1. Kor. 13,13).

Wie stellen Sie sich Armut vor?

Beklemmend, weil alles gut überlegt sein will, man immer vernünftig und kostenbewusst haushalten muss – sicherlich auf Kosten der Spontaneität und der eigenen Wünsche.

Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Niemandem. Ich habe auch oder gerade aus unliebsamen Begegnungen sehr viel gelernt.

Interview: Jenny V. Wirschky

Lesung am 20.9.2018 ab 19:30 im Kulturzentrum Motte
www.lyrischeelbreise.com


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 

 

 

 

 


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Filmfest Hamburg – Mehr als politisch unbequem

Das Filmfest Hamburg (27. September bis 6. Oktober 2018) präsentiert sich wieder “politisch unbequem” und startet mit einer neuen Kategorie, in der ausschließlich deutsche Produktionen gezeigt werden –  die Sektion „Große Freiheit“. Was es sonst noch Neues zu sehen gibt, erfahrt ihr hier.

Deutsches Kino ist schon lange nicht mehr nur klamaukige Komödie. „Dass das deutsche Kino durchaus so spannend sein kann wie die große weite Welt haben Filme wie „Western“, „Wild“, „Vor der Morgenröte“ etc. in jüngster Zeit wieder bewiesen und so wollten wir unseren Anspruch an ein neugieriges und andere Erzählformen ausprobierendes Programm auch in eine eigene Reihe für Deutsche Kinofilme fließen lassen“, sagt Kathrin Kohlstedde, Programmverantwortliche beim Filmfest Hamburg. Etwa ein Dutzend Filme (die endgültige Anzahl stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) werden deshalb um den neuen, mit 25.000 Euro dotierten Hamburger Produzentenpreis „Deutsche Kinoproduktion“ ins Rennen gehen. Der Name der Reihe, „Große Freiheit“, soll hierbei Programm sein, wie Filmfestleiter Albert Wiederspiel betont: „Der Sektionsname ist nicht nur eng mit der Stadt Hamburg verbunden. Er sagt auch aus, was wir uns für den deutschen Film wünschen: eine möglichst große erzählerische Freiheit mit viel Lust an anderen Themen und Sichtweisen.“

Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Sektionen. Da das Hamburger Filmfest kein A-Festival ist, das eine gewisse Anzahl von Weltpremieren zeigen muss, kann das Team aus dem Vollen schöpfen und auswählen, was es als sehenswert erachtet, ohne dabei Quoten erfüllen zu müssen. Das Ergebnis ist ein buntes Programm aus ­aller Welt, darunter viele Filme, die es sonst nicht in die Hamburger Kinos schaffen werden. Doch auch wenn es ein Publikumsfestival ist, sind alle gezeigten Filme Welt-, Europa-, Deutschland- oder zumindest Hamburg-Premieren, zu denen zahlreiche Gäste eingeladen sind. Einige der Filme sind bereits ausgezeichnet, so bekamen beispielsweise „Dogman“, „I Do Not Care If We Go Down In History As Barbarians“ und „Butterflies“ ins Cannes, Karlovy Vary und Sundance Preise verliehen.

Noch etwas ist Chef Wiederspiel bei der Ausrichtung des Festivals wichtig: „Als Privatperson fällt es mir schon schwer, nicht immer und überall politisch Stellung zu beziehen. Da ist es nur selbstverständlich, dass ich auch ein politisches Filmfest veranstalten möchte. Politisch heißt in diesem Fall, dass wir viele Filme haben, die die politische Weltlage reflektieren. Dass wir gerne Filme zeigen, die politisch unbequem sind. Und von politisch denkenden Regisseuren gemacht sind.“ So zeigt das Filmfest Hamburg mit „Leto“ von Kirill Serebrennikov und „Drei Gesichter“ von Jafar Panahi zwei Werke von Filmemachern, die trotz politischer Repression den Mut haben, in ihren Arbeiten die Einflussnahme auf das Leben und das künstlerische Schaffen selbst zum Thema zu machen. Ebenfalls spannend: „Mario“ (Sektion: Kaleidoskop) von Marcel Gisler, der am 2. Oktober in Anwesenheit des Regisseurs, der beiden Hauptdarsteller und der Mannschaft des FC St. Pauli Deutschlandpremiere feiert. Der in der Schweiz produzierte Film, der auch in Hamburg spielt, nähert sich einem Tabuthema und zeigt die Lebensrealität homosexueller Männer im Profifußball. Als die Anfrage zur Mitwirkung an den FC St. Pauli kam, musste man dort nicht lange überlegen, sagt Andreas Rettig, Geschäftsführer des FC St. Pauli: „Wir sind Überzeugungstäter und haben die Regenbogenfahne nicht aus Marketinggründen auf unserem Dach. Wir wollten unseren Teil dazu beitragen, dass auf das Tabu­thema Homosexualität im Profifußball aufmerksam gemacht wird.“

Und sonst? Neben „Große Freiheit“ gibt es in elf weiteren Sektionen rund 130 Filme zu ­sehen, vom popcorntauglichen Gefühlskino über Dokumentationen bis hin zu künstlerischen, höchst anspruchsvollen Essay- und Arthouse-Filmen. Ankerpunkt ist wie immer das Festivalzentrum (am Allende-Platz), in dem es Workshops, Diskussionen und Partys geben wird. Das vollständige Programm wird am 11. September bekannt gegeben.

Text: Maike Schade 
Foto: Hype Film


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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SZENE HAMBURG Redaktionskonzert … mit Frøkedal & John Winston

Hip Hip Hooray! Wir veranstalten wieder ein Redaktionskonzert, exklusiv für euch! Diesmal mit lupenreinem Folk von der norwegischen Sängerin Frøkedal. Los geht’s am 11. September 2018, 19.30 Uhr. Tickets für das Konzert bei der SZENE in Ottensen gibt es nur zu gewinnen!

Lupenreiner Folk, sagen die einen. Dream-Pop aus der Zukunft, meinen die anderen. So oder so: Die Musik von Frøkedal aus Norwegen ist extrem erlebenswert – vor allem in einem so intimen Rahmen wie bei unserem nächsten Redaktionskonzert. Support: John Winston.

 Wir verlosen 20×2 Gästelistenplätze!

Wie könnt Ihr mitmachen? Na so:

  • Mail senden an verlosung@vkfmi.de
  • Betreff: Redaktionskonzert
  • Einsendeschluss: 7.9.18, 10 Uhr

Los geht’s am Donnerstag, 9. September 2018, um 19:30 Uhr in der Gaußstraße 190c.

Mehr von Frøkedal:

Und John Winston:

So war’s beim ersten Redaktionskonzert bei der SZENE in Ottensen:

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WohnSZENE – So gelingt ein Abendessen mit guten Freunden!

| ANZEIGE | Unsere WohnSZENE-Bloggerin Sarah ist eigentlich nicht für ihre Kochkünste bekannt. Neulich kam sie aber nicht darum herum, für ihre gute Freundin Julia und deren Mann Gil ein Abendessen zuzubereiten. Ob ihr die Bowl gelungen ist und welche nützlichen Tipps ihr Julia, die heute als Ernährungsberaterin und Start-Up-Gründerin arbeitet, mit auf den Weg gegeben hat, erfahrt ihr auf www.wohnfreude.de.

Es geht doch nichts über die Abende mit einer Freundin, an denen man beim Essen zusammensitzt, über Gott und die Welt philosophiert und einfach nur den Moment genießt. Nur allzu gern malt man sich an genau solchen Abenden aus, wo man sich selbst in ein paar Jahren sieht. Bleibt man in der Stadt, in der man aktuell lebt oder zieht es einen noch ganz woanders hin? Was wird in Liebesdingen passieren?

Blick in die Vergangenheit

Ich erinnere mich noch daran, dass ich mir genau diese Fragen vor ein paar Jahren mit Julia, einer lieben Freundin von mir, gestellt habe. Zu dem Zeitpunkt haben wir in Enschede Textilmanagement studiert, saßen oft zusammen in ihrer einfachen WG-Küche und ernährten uns hauptsächlich von Nudeln mit Pesto. Auch wenn wir beide damals schon gesagt haben, dass wir gern irgendwann nach Hamburg möchten, …

 

Text & Fotos: Sarah Ramroth

 Dieser Text ist ein Auszug aus Sarahs Beitrag Kleine Küche, gesunder Spaß, wertvolle Tipps – so gelingt der Abend mit guten Freunden! Weiter geht’s auf www.wohnfreude.de, das Hamburger Online-Magazin rund ums Bauen, Wohnen, Finanzieren mit freundlicher Unterstützung der Sparda-Bank Hamburg eG.


Sarah Ramroth gibt auf @wohnglueckhamburg seit über einem Jahr praktische Einrichtungstipps und verbindet sie mit ihrer Liebe zu Hamburg. Einmal pro Monat berichtet sie über hamburger Wohnthemen auf www.wohnfreude.de.

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So was von da – Großer Rausch mit Tendenz zur Überdosis

Jakob Lass bringt Tino Hanekamps Romanvorlage als großen Rausch mit Tendenz zur Überdosis auf die Leinwand.

Es ist zum Kotzen. Im übertragenen genauso wie im wortwörtlichen Sinn. Irgendwann fischt Oskar (Niklas Bruhn) dann tatsächlich in der hochprozentigen Brühe, die er gerade ins vergammelte Klo gewürgt hat, nach seinem Handy. Schließlich muss er ja erreichbar sein für Kiez-Kalle, der ihm noch in dieser Nacht zehn Mille Schutzgeld abpressen will. Diese Nacht… Die letzte. Die letzte des Jahres. Und die letzte seines Clubs: Die „Rakete“ muss dichtmachen, weil das Gebäude abgerissen werden soll – Investorenkohle sticht Kulturraum, hier auf dem Kiez genauso wie anderswo in Hamburg. Doch das sind längst nicht die einzigen Probleme, die Oskar durch den Kopf dröhnen. Nina, die sich merkwürdig benimmt. Rocky, der psychisch angeknackst zu sein scheint. Dessen halbtoten Vater. Die Innensenatorin. Die Party, die völlig aus den Fugen gerät. Und Mathilda. Mathilda … Scheißegal.

Regisseur Jakob Lass haut dem Zuschauer die Endzeitstimmung, in der sich Oskar und seine Freunde befinden, mit voller Wucht ins Gesicht. Wie ein Rausch zieht diese tempo- und katastrophenreiche Abrissnacht vorbei. Für manche der Statisten war es wohl ein realer: Die Produktionsfirma hatte im November 2016 an vier Samstagen zur Party geladen. Möglichst authentisch sollte das Ganze wirken, und so tanzten und tranken sich insgesamt rund 3000 Hamburger zu Beats aus der Konserve und Live-Musik von Acts wie Mule and Man oder Großstadtgeflüster vor der Filmkamera ins Delirium (SZENE HAMBURG berichtete in Ausgabe 12/2016). Oder versuchten es zumindest, denn bei laufender Kamera ist mächtig feiern gar nicht so einfach. Doch alles eine Frage des Pegels…

Auch dem Cast scheint es stellenweise schwer zu fallen, richtig in Stimmung zu kommen. Niklas Bruhn alias Oskar Wrobel ist vor allem in den ruhigeren Passagen überzeugend; geht‘s um Alkohol und Drogen, schießt er über das Ziel hinaus. Oder liegt es am Konzept? Wie schon bei seinen preisgekrönten „Love Steaks“ oder „Tiger Girl“ arbeitete Lass auch hier nur mit einem Skelett-Drehbuch. Die Dialoge sind improvisiert – der 37-jährige Regisseur glaubt, dass die Schauspieler dann authentischer agieren. Doch das funktioniert nur bedingt. Martina Schöne-Raunski, die die todkranke, durchgeknallte, liebenswerte Nina spielt, ist großartig und genau wie „Innensenatorin“ Corinna Harfouch dieser Aufgabe voll gewachsen. Dass Mathias Bloech, der hier den Rocky gibt, auch im wahren Leben Musiker (Frontman von Heisskalt) und mitnichten Schauspieler ist, wird stellenweise dagegen schmerzhaft deutlich. Auch andere Szenen und Gespräche (wie die zwischen Mathilda und Oskar) laden durch ihre Unbeholfenheit fröhlich zum Fremdschämen ein.

Unterm Strich bringt Lass das Abrissparty-Cliquen-Gefühl der gleichnamigen Romanvorlage von Tino Hanekamp dennoch gut auf die Leinwand, ein gewisser Flow ist durchaus da. Leider tendiert der Rausch aber stellenweise – auch in Sachen Kostüm und Schnitt – zur Überdosis. Ein bisschen weniger wäre da mehr gewesen.

 

SZENE HAMBURG: Hi Jakob! Du arbeitest nur mit Skelett-Drehbüchern und besonderen Regeln. Eine davon besagt, dass möglichst in einem Rutsch und chronologisch gedreht wird, damit ein Flow entsteht. Hat die Verteilung auf die vier Party-Samstage das nicht sehr erschwert?

Regisseur Jakob Lass. Foto: Gordon Timpen

Jakob Lass: Wir haben versucht, trotzdem mehr oder weniger chronologisch zu bleiben. Das ist natürlich immer nur bedingt möglich, da spielen ja auch andere Faktoren eine Rolle. Weitestgehend ist uns das aber gelungen – zumindest im Vergleich zu vielen anderen Filmarbeiten, wo ja zum Teil Sekundenbruchstücke des Films völlig voneinander abgesetzt und in zusammengewürfelter Reihenfolge gedreht werden, zum Beispiel die Schlussszene ganz zu Beginn, die dort hinführende dann drei Wochen später und so weiter. Meiner Meinung nach macht es das den Schauspielern fast unmöglich, wirklich in ihrer Figur anzukommen.

 

Hatten die Schauspieler das Buch eigentlich gelesen? Ich stelle es mir sehr schwer vor, eine Szene zu improvisieren, wenn ich schon die Romanvorlage im Kopf habe.

Ich habe ihnen die Entscheidung überlassen, ob sie den Roman lesen wollen oder nicht. Manche haben es getan, und andere, die glaubten, dass sie das behindert, nicht. Wir hatten ja auch noch das Skelettbuch, also quasi die Essenz des Romans, mit der man arbeiten konnte. Jeder hat seine eigene Lösung gefunden.

Vor allem über die Figur der Innensenatorin wird politische Kritik transportiert: Überregulierung, Überwachungswut und auch, dass Geld häufig mehr zählt als kultureller Freiraum. Auch das Clubsterben wird angeprangert. Oder ist das jetzt überinterpretiert?

Nein, das sollte man unbedingt so sehen. Das ist auch mein Blick auf Hamburg. Ich denke, da ist die Gentrifizierung noch spürbarer als in anderen deutschen Städten. Hier müssen viele Freiräume, Möglichkeitsräume geschlossen werden und mein Eindruck ist, dass das von der Politik aktiv und massiv vorangetrieben wird. Natürlich ist das ein Teil eines wirtschaftlich gesteuerten Gesellschaftsmodells, aber eine politische Führung kann das forcieren oder auch nicht. Meinem Gefühl nach ist das in Hamburg sehr stark der Fall. In Berlin, wo ich lebe, wird das auch nicht verhindert. Aber es passiert nicht so schnell, nicht so brutal.

Magst du eigentlich Silvester?

Mag ich Silvester? Gute Frage. Meistens sind das ja so Partys, bei denen alle krampfhaft versuchen, es so richtig krachen zu lassen. Manchmal ganz lustig. Aber ich liebe diesen Mitternachtsmoment, wenn sich wildfremde Menschen in die Arme fallen und gemeinsam in Gedanken nach vorne und nach hinten schwelgen und doch voll im Jetzt sind, an diesem kollektiv vereinbarten Jahreswechsel.

Text & Interview: Maike Schade


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, August 2018. Das Magazin ist seit dem 28. Juli 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Open Air – 6 Sommerkinos für Hamburg

Zeit für große Gefühle an der frischen Luft! An diesen Orten könnt ihr feines Arthouse-Kino und aufwändig produzierte Blockbuster gucken, während der Wind mit euren Haaren spielt und Grashalme eure Füße kitzeln.

1. 3001 – Filmnächte …

… am Millerntor. Ja, sie sind wieder da! Nach drei Jahren kehrt das Stadtteilkino ins St. Pauli-Stadion zurück. Genauer gesagt: in die Südkurve. Hier zeigt das 3001 Kino vom 18. bis 25. Juli einen Mix aus Dokus und anspruchsvollen Kassenschlagern (u. a. „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, 20.7., „Aus dem Nichts“, 21.7.). Beginn ist um 22 Uhr, Einlass ab 21 Uhr.
www.3001-kino.de

2. B-Movie am Stintfang

Am 21. Juli packt das B-Movie Filmprojektor, Grillzeug und Getränke ein – ab zum Paula-­Harpinski-Platz, zum legendären Kino-Open-Air vor berauschender Hafenkulisse! Traditionell gibt es hier einen 16-Millimeter-Klassiker zu sehen, und mit „Der Würgeengel“ (MEX 1962) von Luis Buñuel hat das B-Movie-Team einen künstlerischen Knaller herausgewühlt. Bei schlechtem Wetter findet die Vorstellung im Kinosaal statt. Beginn ist um 22 Uhr.
www.b-movie.de

3. ElbFilmKunst

Schöne Filme an schönen Orten, das ist ElbFilmKunst. Dem Bienensterben widmet sich der Dokumentarfilm „More Than Honey“, gezeigt am 30. Juni im August-Lütgens-Park in Altona (21.40 Uhr, Eintritt frei). An den darauffolgenden Samstagen wird aufgrund von Bauarbeiten nicht der Beselerplatz, sondern der Cranach-Park in Othmarschen zum Kino: Gezeigt werden „Sexy Beast“ (7.7., 21.40 Uhr), „Synecdoche, New York“ (14.7., 21.30 Uhr) und „Ex Machina“ (21.7., 21.20 Uhr). Am 28. Juli geht es an den Blankeneser Elbstrand. Auf dem Programm: „Sonatine“ (21.10 Uhr), ein mörderischer Yakuza-Film aus 1993.
www.elbfilmkunst.de

4. Schanzenkino

Großes (Blockbuster-)Kino mitten im Sternschanzenpark (siehe Beitragsbild). Vor der 128 Quadratmeter großen Leinwand gibt es ausreichend Stühle für alle Zuschauer, auf Decken lümmeln ist aber auch kein Problem. Eine Stunde vor Filmbeginn wird auf der Wiese gepicknickt – Fressbuden sind vor Ort, Essen mitbringen erlaubt (Grillen nicht).
www.schanzenkino.de

5. St. Pauli Sommerkino

Noch mal Millerntor, dieses ­ Mal aber die Nordkurve: Hier gibt es bis 9. Juli täglich – auch bei Regen, die Plätze sind überdacht! – vornehmlich Block­bus­ter zu sehen, z. B. „The Big Lebowski“ (30.6.), „Das Pubertier“ (4.7.) oder „Fuck ju Göhte 3“ (6.7.). Filmbeginn ist jeweils um ca. 21.45 Uhr, Einlass eine Stunde früher.
www.stpauli-sommerkino.de

6. Zeise Open Air

Feines Arthouse-Kino, Sneak Previews und Oscar-Knaller servieren die Zeise Kinos täglich von Mitte Juli an im lauschigen Innenhof des Altonaer Rathauses. Los geht es am 13. Juli um­ 22 Uhr mit der Komödie „Ein Lied in Gottes Ohr“ über die multireligiöse Band eines Rab­bis, eines Pfarrers und eines Imams. Neu in diesem Jahr: Tickets können auch online bestellt werden.
www.zeiseopenair.de

Zusammengetragen von Maike Schade


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2018. Das Magazin ist seit dem 29. Juni 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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FoodSZENE – Mehr Transparenz im Kaffeehandel

Wir zahlen zu wenig für unseren Kaffee. Wenn man bedenkt, was für den Kaffeebauern am Ende übrig bleibt, ist das nicht vertretbar!

Peter Roberts, Professor an der Goizueta Business School in Atlanta, fordert mehr Transparenz im Kaffeehandel. Der Kaffeemarkt unterliege starken Preisschwankungen und die Erzeuger seien am Ende – wie so oft – die Leidtragenden. Kaffee ist eines der wichtigsten Exportprodukte von Entwicklungs- und Schwellenländern wie Brasilien, Vietnam, Indonesien, Kolumbien und Äthiopien. Das größte Stück vom Kuchen teilen sich allerdings andere: Zwischenhändler, Exporteure, Importeure, Agenten, Makler, Röster, etc. Roberts Vorschlag: die Informations- und damit Verhandlungsgrundlage zwischen allen Beteiligten in der Handelskette zu verbessern. Für diesen Zweck hat er die Plattform Transparent Trade Coffee ins Leben gerufen: Hier kommen Röster und Konsumenten zusammen, um sich auszutauschen und über Preisschwankungen auf dem Laufenden zu halten. 30 internationale Röstereien sind schon dabei, darunter auch das Hamburger Kollektiv Quijote, das seine Rohkaffees direkt bei kleinbäuerlichen Produzentengemeinschaften einkauft.

Mutig: Quijote macht nicht nur Kaufverträge und Preiskalkulationen öffentlich, sondern auch Produktionsverfahren, Rezepturen und Röstprofile. Eine Offenheit, die ihre Risiken birgt. Umso wichtiger, dass weitere Röstereien nachziehen. Vom 25. bis 27. Juni 2018 wurde das zweite Transparency Colloquium in der Design Factory in Hamburg veranstaltet, um den Vernetzungsgedanken weiter voranzubringen. Zu Gast waren bekannte Akteure aus dem Speciality-Coffee-Sektor wie Meredith Taylor von Counter Culture Coffee, Peter Dupont von The Coffee Collective, Sebastian Simsch von Seattle Coffee Works und Jonas Lorenz von Cross Coffee. Wie weit kann und darf das Offenlegen von Preisstrukturen gehen? Der letzte Veranstaltungstag ließ einige Teilnehmer nachdenklich zurück. Bei der Mehrheit überwog allerdings die revolutionäre Aufbruchstimmung. Wie heißt es doch so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

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Who the fuck is…

Foto: Philipp Jung

Unsere Kollegin Jasmin Shamsi schlemmt sich für uns durch Hamburg. Als Foodredakteurin schlägt ihr Herz für Kultur und Kulinarik – die zwei großen Ks, für die sie brennt. “Sie hängen eng miteinander zusammen und befinden sich im ständigen Austausch”, sagt sie. Für uns spürt sie die Geschichten über Macher und Marken auf und serviert sie brühwarm und immer neu gewürzt – online, in jeder Ausgabe der SZENE HAMBURG und auf Instagram unter @szenehamburg.essentrinken

 


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