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Das Thema Tod: Eine Annäherung

Die Kulturreihe „Mitten im Leben… innehalten“ bringt die Vielfalt der Themen Leben und Tod vom 15. September bis zum 22. Oktober seinen Besucher:innen näher. Es ist der Abschluss der Reihe „Mitten im Leben…“ von Hamburger Leuchtfeuer 

Text: Katharina Stertzenbach

 

Seit 2019 thematisiert die Kulturreihe „Mitten im Leben…“ die Themen Leben und Tod. Mit dem multimedialen Projekt „Mitten im Leben… innehalten“ geht sie vom 15. September bis zum 22. Oktober 2022 in ihre letzte Runde. Das Projekt von Hamburger Leuchtfeuer in Kooperation mit der Körber-Stiftung richtet sich dabei an alle, die sich mit den Themen Leben und Tod auseinandersetzen oder sich diesen annähern wollen.

Eine Ausstellung in der ganzen Stadt

„Mitten im Leben … innehalten“ kann dabei in der ganzen Stadt besucht werden. So sind an den verschiedensten Orten wie der Fabrik in Altona, an der Außenalster, dem Hamburg Leuchtfeuer Lotsenhaus, am Elbstrand und im Schmidt-Theater Ausstellungsstationen installiert. Hier finden die Besucher:innen mittels QR-Code verschiedenste Beiträge in Form von Podcasts, Hörbüchern, Film- und Kunstprojekten oder Interviews. Die genauen Standorte der Ausstellungsstationen sind online zu finden

Viele bekannte Gesichter

Mit dabei sind Beiträge von der Journalistin und Trauerrednerin Louise Brown, dem Musiker Ingo Pohlmann, der Sterbebegleiterin und Autorin Johanna Klug, dem Dramaturg und Regisseur Stefan Weiller sowie Dr. Birigit Kölle, der Kuratorin der Hamburger Kunsthalle.

„Mit dem Projekt möchten wir Menschen einladen in der Bewegtheit des Alltags einen Moment innezuhalten und sich bewusst zu werden, dass die Beschäftigung mit der Endlichkeit eine Bereicherung für uns alle ist“, sagt Peggy Steinhauser, Leiterin des Hamburger Leuchtfeuer Lotsenhaus.

„Mitten im Leben… innehalten“ vom 15 September bis 22. Oktober an verschiedenen Standorten 


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Kunst im Phoxxi: The New Abnormal

Die Fotoausstellung im Phoxxi, dem temporären Haus der Photographie der Deichtorhallen vermittelt einen Eindruck vom gegenwärtigen Leben in der Ukraine mit Werken von zwölf ukrainischen Fotograf:innen

Vom 3. September bis zum 6. November läuft die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Odesa Photo Days Festival stattfindet. „The New Abnormal“ zielt darauf ab, mit den Fotografien der ukrainischen Dokumentarfotograf:innen und Fotokünstler:innen, das Leben im Angesicht des
Krieges zu vermitteln.

Das Odesa Photo Days Festival wurde 2015 auf künstlerische Reaktion auf den Krieg gegründet, den Russland im Osten der Ukraine begonnen hatte. Sieben Jahren lang fand das Festival statt. Aufgrund des russischen Angriffs im Februar fiel es dieses Jahr allerdings aus. Umso wichtiger ist, dass die Fotografien jetzt in der Ausstellung im Phoxxi zu sehen sind.

deichtorhallen.com


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PUSH: „Urban Jungle“ in der Affenfaust Galerie

Mit der Ausstellung „Urban Jungle“ des Hamburger Künstlerkollektivs PUSH meldet sich die Affenfaust Galerie ab dem 18. August 2022 aus der Sommerpause zurück

Text: Katharina Stertzenbach

Seit 2011 installiert die Bildhauer-Crew von PUSH plastische Objekte aus Styrodur oder Styropor im öffentlichen Raum. Dabei geht es ihnen vor allem darum, ihr direktes Umfeld aktiv mitzugestalten. Die Werke sind mal humorvoll und mal sozialpolitisch. Der Name der Crew ist dabei Programm, er ist nicht nur in den meisten Werken integriert, sondern ist auch als Aufforderung zu verstehen, sich gegenseitig nach vorne zu bringen und Initiative zu ergreifen.

Diese Intention verfolgt auch die Ausstellung „Urban Jungle“ in der Affenfaust Galerie. Das Künstlertrio überträgt hier urbane Zeichen in die Ausstellungsräume. „Urban Jungle“ zeichnet den Mix aus Kunst und Stadt aus. Dieser unterstreicht einmal mehr, wie beide Pole sich gegenseitig bereichern können.

Urban Jungle: 18. August bis 15. September 2022, mittwochs, donnerstags und samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet

affenfaustgalerie.de


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Günther Haese: Atmende Drähte

Sie schweben, flirren, vibrieren: Im Ernst Barlach Haus im Jenisch Park kann man die erstaunlichen Raumplastiken von Günter Haese entdecken

Text: Sabine Danek

Bewegen Sie sich langsam und vorsichtig. Treten Sie den Arbeiten nicht zu nahe. Und pusten Sie nicht. Auf keinen Fall. Darum bittet das Ernst Barlach Haus im Jenisch Park. Denn schließlich werden dort die äußerst fragilen Skulpturen von Günter Haese (1924–2016) gezeigt. Und das ganz ohne Schutzhauben. Das ist ein Erlebnis, denn so kommt ihre delikate Schönheit am besten zu Geltung, ihr leises Vibrieren, Klingen, Rascheln und das Licht, das sich auf den Metallen und Gazen bricht. Kurz, ihr besonderer Zauber.

Den entdeckte das New Yorker Museum of Modern Art bereits 1964 und machte den Kieler Künstler über Nacht zum internationalen Star. Zwei Jahre später vertrat er Deutschland auf der Biennale in Venedig – und dann wurde es wieder stiller um Haese und um seine Skulpturen, die so grazil wie feinteilig sind und anrührend filigran. Und die aus Drahtgazen, Uhrenfedern, Rädchen, Phosphorbronze, Gewebe oder Messingdraht bestehen, den er lötete, wickelte, zu Schnecken und Spiralen drehte und das häufig in zahlreicher Wiederholung.

Ein Hauch von Sixties-Touch

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Günter Haese: Herkules, 2011–2014, Nachlass des Künstlers, courtesy Galerie Thomas,München (Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2022; Foto: Andreas Pauly)

Wie Wesen aus einer anderen Welt erzittern sie und reagieren auf die Bewegungen der Besucher:innen. Dabei verbreiten sie einen Hauch von Sixties-Touch und sind dabei so verspielt wie cool. Man könnte sie sich auch als Schmuckstücke auf einem Cover der „Vogue“ vorstellen und auch für die umwerfend schlichte und geometrische 1960er-Jahre-Architektur des Barlach Hauses sind sie wie gemacht.

Zahlreiche von ihnen, ergänzt durch Bronzen und Monotypien, führen jetzt durch das Werk des Malers und Grafikers. Der in Düsseldorf studierte und erst mal damit begann, Trümmerlandschaften zu malen. Später nahm er Uhren auseinander, goss deren Bestandteile in Gips ab. Das waren erste Schritte hin zu seinen Raumplastiken, in deren Geometrie und Arrangement sich auch die Spuren seiner Ausbildung zum Grafiker wiederfinden: durch seine Lichtsetzung ließ Haese sie Schatten an die Wand werfen, die wie Zeichnungen wirken.

Erfolg und Ruhe

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Günter Haese: Minotaurus, 1963, Nachlass des Künstlers, courtesy Galerie Thomas, München (Foto: VG Bild Kunst, Bonn 2022; Foto: Walter Bayer)

Haeses Erfolg begann spät. Er war bereits 39, als er seine ersten Drahtplastiken beim legendären Kunstpreis junger westen in Recklinghausen einreichte. Gerade noch kurz vor Schluss, denn man musste unter 40 sein, um dort zugelassen zu werden. Er gewann und stellte ein Jahr später bereits auf der III. documenta aus, 1964 dann in New York.

Beeindrucken ließ sich Haese durch den internationalen Erfolg anscheinend wenig. Zumindest ließ er sich nicht hetzen. Mit der Ruhe und Präzision, die seine feinteiligen Skulpturen benötigten und inmitten seines Familienlebens, arbeitete er abseits der Metropolen weiter. Als der große Henry Moore eines Tages in sein Atelier kam, um eine Plastik mit ihm zu tauschen, lehnte Haese ab. Kunst zu sammeln interessierte ihn nicht und zudem wollte er zu dem Zeitpunkt keine seiner eigenen raren Arbeiten missen. Wie eigensinnig Haese war, zeigen auch Eindrücke des Künstlers Konrad Klapheck. Wie die Künstlerin Eri Krippner in ihrem Haese-Buch „Kinetik ohne Steckdose“ notierte, fand Klapheck, dass Haese gar nicht wie ein Künstler, sondern wie ein leicht gebräunter Modemacher aus Mailand wirkte und in der Unterhaltung einen Ton „bewusster Nichtorginalität“ pflegte.

Von den Großen beeinflusst

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Günter Haese: Solitär, 1984, Nachlass des Künstlers, courtesy Galerie Thomas, München (Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2022; Foto: Andreas Pauly)

Erkundet man Haeses Arbeiten jetzt im Ernst Barlach Hause, sieht man auch die Holzkisten, die er zum Transport und zur Aufbewahrung seiner Arbeiten baute. Mit seinen Haken, Ösen, Polsterungen und genauen Maßangaben und der feinteiligen Akribie, durch die seine Werke so einzigartig wurden, sind sie ein schöner Einstieg.

Dieser Akkuratesse stehen die Titel der Arbeiten entgegen, die so magisch klingen, wie die Werke selbst auch sind: „Geschmolzener Äquator“, „Ein anderer Mond“, „Irgendwo“ oder „Nach dem Regen“ heißen sie.

Haese hat mit Joseph Beuys an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert. Viel hat er über seinen berühmten Kommilitonen nie gesagt. Die Abstraktionen des Informel haben ihn beeinflusst, Paul Klee und wohl auch die Düsseldorfer Künstlergruppe Zero um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker. Haben Zeitgenossen jedoch immer mal wieder auf elektrisch betriebene Mechaniken zurückgegriffen, hat Haese sich immer auf die Elemente verlassen. Auf den Wind und den Luftzug, die Bewegungen mitbringen.

Endlich wieder da

50 Jahre ist es her, dass diese in einer Museumsschau in Hamburg zu sehen waren. 1972 vollführten seine Plastiken zuletzt im Museum für Kunst und Gewerbe ihre lyrischen Bewegungen. Jetzt kann man ihr „Atmen“ wieder live erleben, ihr Spiel mit „Schwere und Leichtigkeit, Verdichtung und Durchlässigkeit“, wie Haese sie selbst beschrieb, ihre faszinierenden Balanceakte und ihre Magie. Dafür bewegt man sich gerne ganz vorsichtig. Und die Luft hält man sowieso an.

Günter Haese: Schwerelos. Raumplastiken aus Draht, noch bis zum 16. Oktober 2022 im Ernst Barlach Haus

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

  • Haese sehen: Der Bildhauer Reinhold Engberding (Freie Akademie der Künste in Hamburg) über Günther Haese im Gespräch mit Karsten Müller am 30. August 2022 um 18 Uhr im Ernst Barlach Haus und
  • Haese persönlich: Karsten Müller trifft Günter Georg Haese, den Sohn des Künstlers, am 6. September 2022 um 18 Uhr im Ernst Barlach Haus

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Der „Hamburger Dom – damals“ zum Staunen und Erleben

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Auf der Eventfläche nimmt der Dom seine Gäste im Sommer 2022 bei „Hamburger Dom – damals“ mit auf eine Zeitreise in die frühen Jahre des Volksfestes am Anfang des 20. Jahrhunderts

Schon am Eingang wird klar, was die Gäste auf der über 2.000 Quadratmeter großen Eventfläche erwartet. Bei „Hamburger Dom – damals“ gibt es keine Kopien: Alle Ausstellungsstücke, Fahrgeschäfte und Zugmaschinen sind echte Einzelstücke aus der jeweiligen Zeit. Sobald man das Eingangstor passiert, wird man um Jahrzehnte zurückversetzt.

Für „Hamburger DOM – damals“ haben die Schausteller ihre Hallen und Sammlungen geöffnet und viele Raritäten gefunden. Historische Fahrgeschäfte und eine spannende Ausstellung mit Original-Exponaten aus der jeweiligen Zeit zeigen das damalige DOM-Leben. Die Ausstellung gewährt Einblicke in eine der ältesten und größten Veranstaltungen der Hansestadt, die es so noch nicht gegeben hat.

Viele Highlights und geführte Touren

Zu den Highlights zählen ein Riesenrad von 1928, ein Kinderkarussell aus den 1950er Jahren, eine Kirmesorgel von 1892 sowie Original Zugmaschinen und Wohnwagen.

Der Eintritt ist natürlich kostenfrei. Die Ausstellung im Zelt mit vielen außergewöhnlichen Exponaten kostet 2 Euro für alle Gäste. Kinder von 6-12 Jahren zahlen 1 Euro und alle Kinder bis einschließlich 5 Jahren haben freien Eintritt. Der Eintritt dient dem Erhalt der historischen Objekte, sodass sie weiter gezeigt werden können.

Für alle, die noch mehr über die damalige Zeit erfahren möchten, gibt es geführte Touren, die vorab gebucht werden können (Kosten: 12 Euro pro Person). Professionelle DOM-Guides führen durch die verschiedenen Jahrzehnte, beantworten Fragen und lassen die Geschichte mit kleinen Anekdoten wieder lebendig werden.

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Das Riesenrad von 1928 gehört zu den Highlights der Ausstellung „Hamburger Dom – damals“ auf dem Sommers 2022 (Foto: Hamburger Dom)

Blick nach oben

Mit seinem FIDS Open Research Lab schippert der Künstler Claudius Schulze den Sommer über durch den Hamburger Hafen und wirft einen ganz besonderen Blick auf die Vögel dort. Wir haben mit ihm über Haubentaucher, über Artenvielfalt und die Ruhe auf dem Wasser gesprochen – und wie er in seinem spannenden neuen Projekt Naturbeobachtung und Technologie verbindet

Text & Interview: Sabine Danek

SZENE HAMBURG: Claudius, du bist Künstler und Fotograf, befasst dich mit Klimawandel, Artensterben und neuen Technologien. Was hat dich in den Hamburger Hafen verschlagen?

Claudius Schulze: Zwei Drittel aller Vögel, die in Deutschland vorkommen, leben heute in Städten und um zu beobachten, welchen Einfluss der urbane industrielle Raum auf sie hat, ist der Hamburger Hafen ein besonders spannender Ort. Denn durch seine zahlreichen kleinen Habitate und Rückzugsorte leben dort besonders viele Tiere und Tierarten.

Gleichzeitig aber ist der Hafen auch ein Industrie- und Schwerindustrie-Standort von dem jede Menge negativer Umwelteinflüsse ausgehen. Er ist verantwortlich für Licht-, Wasser- und Luftverschmutzung, für Lärm und vieles mehr. Das gegenwärtige massenhafte Artensterben ist noch unverstanden. Klar aber ist, dass veränderte Lebensräume, Licht- und Lärmverschmutzung es beeinflussen.

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Der Künstler und Fotograf Claudius Schulze bringt in seinen Arbeiten Umweltschutz und neue Technologien zusammen (Foto: FIDS Claudius Schulze)

Das ehemalige Atelierschiff an der Eiffestraße

Auch über den Umweltschutz hinaus hast du einen besonderen Bezug zum Wasser. Lange hattest du sogar ein schwimmendes Atelier.

Vom Wasser sieht alles anders aus, ist grüner und schöner und es auch viel ruhiger dort. Einen Winter lang lag mein Atelierschiff an der Eiffestraße wo es durch den Straßenverkehr so laut ist, dass man sich kaum unterhalten kann. Aber geht man nur 50 Meter zum Wasser hinunter ist es so still, dass man sogar Haubentaucher beim Baden beobachten kann. Und das sind wahnsinnig scheue Vogel. Von Anfang an war für mich klar, dass ich das Projekt auf einem Schiff machen werde und nicht auf einem Lastwagen oder etwas anderem Fahrbarem.

Zoë X: Das Forschungsschiff

Wie bist du an die Schlepperbarkasse Zoë X gekommen?

Ich erzähle immer salopp, dass ich sie ungesehen auf Ebay gekauft habe. Und eigentlich stimmt das auch. Ich hatte mir Dutzende Schiffe angeschaut, bei Kapitän Prüsse und anderen maritimen Unternehmen hier. Aber alle haben nicht wirklich gepasst. Und dann hab ich eine Anzeige entdeckt, in der einfach nur „Stahlschiff zu verkaufen“ stand und als ich die Fotos sah, wusste ich sofort, dass es das ist. Das Schiff gehörte einem Stahlunternehmen bei Freiburg und ich habe es sofort gekauft.

Als ich die Fotos sah, wusste ich sofort: Das ist das Schiff. Ich habe es sofort gekauft.“

Claudius Schulze

Was hast du für das Projekt umgebaut?

Wir haben die Zoë X neu lackiert, denn sie ist ja jetzt ein Kunstwerk. Dann haben wir Verstärkungen am Rumpf und die Konstruktion für die Fluginformationstafel angebracht, die begehbaren Solarpanele und dann die ganze Elektronik. Mit unserem mobilen 5G-Netz haben wir wahrscheinlich den schnellsten Internetanschluss Hamburgs. Ein halbes Jahr hat das alles gedauert.

Künstliche Intelligenz

Du arbeitest mit Kameras und Künstlicher Intelligenz, Flugbewegungen werden aufgezeichnet und die KI setzt sie in Wissen um. Was passiert genau?

Das Schiff bemerkt, wenn Vögel in der Nähe sind. Einerseits durch Mikrofone, die lauschen, was in der Umgebung passiert. Sie zeichnen Vogelrufe auf und die KI erkennt, welcher Vogel das ist. Gleichzeitig ist eine hochauflösende Kamera am Bug montiert. Sie registriert, wenn Vögel über das Schiff fliegen und kann auch qualitative Aussagen zu deren Geschwindigkeit treffen, Flugrichtung oder Flügelschlag. Darüber hinaus gibt es zahllose andere Sensoren, die Streulicht, sprich Lichtverschmutzung erkennen, Lärm, Windstärke, Luftdruck und vieles mehr. Alles wird miteinander vernetzt und von einem Textgenerator schließlich in Sätze umgewandelt.

Das Schiff bemerkt, wenn Vögel in der Nähe sind. Einerseits durch Mikrofone, die lauschen, was in der Umgebung passiert.

Claudius Schulze

Was sind das für Sätze?

„Mit steten Flügelschlägen fliegt ein Vogel gen Nordwest“ zum Beispiel, „Lahme Vögel treiben Richtung Nord“ oder „Ein Schwarm Vögel zischt gen Ost“.

Interpretiert es auch?

Es ist kein Orakel, sondern bleibt immer bei den Fakten. Aber stete Flügelschläge sagt ja schon mal aus, dass der Vogel nicht gestresst ist oder gar panisch. Und diese Beobachtungen sind dann für alle auf der Flug-Informationstafel an der Seite des Schiffs zu lesen.

Den Himmel sichtbar machen

Du holst also quasi den Himmel auf die Erde und machst das, was sich über unseren Köpfen abspielt, sichtbar.

Genau, wir geben ihm mithilfe von technischen Werkzeugen einen Ausdruck. Dabei geht es uns aber eher um den Prozess als um das Ergebnis. Und wenn das Schiff jetzt den Sommer über durch Hamburg schippert, werden neue Messfunktionen hinzukommen und somit auch neue Aussagen. Ende Juli wird FIDS beim MS Artville zu Gast sein, um zum Vogelball im August dann sämtliche Daten präsentieren.

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Vom Weg abgekommen? Da der Magnetsinn der Zugvögel, der ihnen ihre Flugrouten weist, im Auge sitzt, beeinträchtigen starke Lichtquellen ihre Orientierung (Foto: Claudius Schulze)

Einige Liegeplätze und Events:
1.–15.7. Traditionsschiffhafen, Sandtorhafen
15.–17.7. Museumshafen Oevelgönne
17.–20.7. Veringkanal, Reiherstieg, Rethe, Wilhelmsburg
20.7.–7.8. Ausstellung „Biosphere X“ im Atelierhaus 23, Am Veringhof 23, Wilhelmsburg
21.7.–7.8. FIDS zu Gast beim MS Artville


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Fotografie als Währung: 8. Triennale der Fotografie

Am 20. Mai beginnt die größte Fotoschau der Stadt mit 20 Ausstellungen und dem Thema „Currency“. Wir sprachen mit der neuen künstlerischen Leiterin Koyo Kouoh über die Triennale-Vorbereitung in Zeiten der Pandemie, über Machtstrukturen und die Wirkkraft der Bilder – und über ihren Blick auf Hamburg

Interview: Karin Schulze

SZENE HAMBURG: Koyo Kouoh, fast jede und jeder macht heute unablässig Fotos, versendet, guckt und kommentiert sie pausenlos. Warum braucht es da noch eine Fototriennale?

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Neue künstlerische Leiterin der Phototriennale: Koyo Kouoh (Foto: Zeitz Mocaa)

Koyo Kouoh: In den letzten 30 Jahren haben die Menschen mehr Bilder produziert als in der gesamten Zeit davor. Das ist erst einmal erschreckend. Jeder meint Fotograf:in zu sein, obwohl niemand denkt, jeder Mensch könne Bildhauer:in oder Ärzt:in sein. Gerade deshalb gilt es, der Fotografie als eigener Kunstform eine Bühne zu verschaffen.

Die 8. Triennale der Photographie Hamburg 2022 versammelt zwölf Schauen in zehn Ausstellungshäusern, ein Festival und die Triennale Expanded unter dem Titel Currency. Was ist damit gemeint?

Mit dem englischen Wort für „Währung“ ist die Fotografie als Transaktionsmittel gemeint. Wir leben in einem retinalen Zeitalter. Nichts wandert zwischen den Menschen so oft hin und her wie Fotografie. Mal in privaten Kontexten, mal in kommerzieller Absicht. Mal um Wahrnehmung zu lenken und mal um gezielt Wertschöpfung in Gang zu setzen. Wenn wir Fotografie unter dem Aspekt der Währung betrachten, reflektieren wir, wie wir zu Fotografie und ihrer Wirkmacht stehen.

„Currency“ ist auch das Thema der von Ihnen zusammen mit Rasha Salti, Gabriella Beckhurst Feijoo und Oluremi C. Onabanjo kuratierten Ausstellung in den Deichtorhallen. Was erwartet uns da?

Wir stellen 29 internationale Positionen vor: etwa den libanesischen Fotografen Riad Antar, der das Verhältnis von Mythologie und Geschichte mit einer linsenlosen Kamera erkundet, oder die ägyptische Künstlerin Rana El Nemr, die Bilder der Selbstreflexion an die Dinge und Erscheinungen ihrer Kairoer Wohnumgebung heftet. Einige Künstler:innen sind in ihren Dreißigern, andere schon in ihren Neunzigern. Es werden experimentelle, dokumentarische und poetische Ansätze dabei sein. Dabei spielt Counter-Mapping, also das Umschreiben von dominanten Machtstrukturen, eine besondere Rolle.

Inwieweit folgen auch die Projekte der anderen Häuser der thematischen Vorgabe „Währung“?

Wir haben mit unserem Verständnis von „Currency“ ein thematisches Gerüst vorgeschlagen, das die Institutionen auf die ihre jeweilige DNA übertragen konnten. Das reicht von einer Gesamtschau des Fotografen Herbert List und seiner Magie des Lichts im Bucerius Kunstforum über eine Neuentdeckung der Hamburger Mode- und Werbefotografin Charlotte March in der Sammlung Falckenberg bis zum Fotoprojekt von LaToya Ruby Frazier zur Wasserkrise in Flint, Michigan, das im Kunstverein in Hamburg gezeigt wird.

Die beiden Jahre der Vorbereitungszeit der Ausstellung waren geprägt von der Corona-Pandemie. Was bedeutete das?

Die kuratorische Arbeit im Team fand vor allem am Bildschirm statt. Wir konnten auch keine Atelierbesuche machen, dafür haben uns die Künstler:innen andere Zugangsweisen zu ihren Werken ermöglicht. Damit war die Planung der Triennale betont umweltbewusst: Wir sind sehr wenig geflogen.

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Cecilia Reynoso: Gaviota serving desert, from the series „The Flowers Family“, 2014

Auch eine verstärkte Beteiligung Hamburger Künstler könnte Kohlendioxid einsparen. Wie sieht es damit aus?

Ein wesentlicher Teil der Triennale ist die sogenannte Triennale Expanded. Aus Vorschlägen von Hamburger Fotograf:innen, Künstler:innen, Kurator:innen und Initiativen wurden zwölf Projekte ausgewählt und gefördert, die ab dem 2. Juni vorgestellt werden. Mit dabei sind etwa ein performativer Abend zur Fotografie, ein Archiv, das Wolkenbilder von Orten fossiler Verbrennung sammelt, oder das Panel zu NFTs und Krypto-Kunst als sozial engagierter Kunstpraxis.

Warum läuft die Triennale Expanded erst ab dem 2. Juni?

Das Expanded-Programm startet parallel zum Festival der Triennale, das vom 2. bis 6. Juni stattfindet. So haben wir zusätzlich zum Triennale-Start am 20. Mai einen zweiten Eröffnungsimpuls, wodurch sich das Publikumsinteresse verteilen kann. Das Festival umfasst Gespräche, Diskussionen, Filmvorführungen und Performances, mit denen die Themen der zwölf Ausstellungen und der Triennale Expanded vertieft werden.

Sie leiten das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa in Kapstadt und sind als Kuratorin, Beraterin oder Rednerin in Afrika, Europa und Amerika unterwegs. Currency ist nach Streamlines in 2025/16 Ihre zweite Ausstellung in der nördlichen Deichtorhalle. Wie ist Ihr Verhältnis zur Halle und zu Hamburg?

Sehr freundschaftlich. Ich mag die Stadt Hamburg sehr für ihre Eleganz. Als Hafenstadt vermittelt sie ein unwiderstehliches Gefühl von Offenheit und Grenzenlosigkeit. Und ich bin fasziniert von der Geschichte des Großbürgertums. Manchmal meine ich, einen Buddenbrook durch die Straßen schlendern zu sehen. Es ist zwar nicht Lübeck, aber doch hanseatisch. Da ich aus Kamerun komme, weiß ich, dass Hamburg eine große Rolle in den schwierigen Beziehungen zwischen Kamerun und Deutschland gespielt hat. Streamlines bezog sich direkt auf diese Geschichte. Mit Dirk Luckow, dem Intendanten der Deichtorhallen, verbindet mich eine kuratorische Affinität, so dass ich für die Triennale zurückkommen konnte.

Triennale der Photographie: Ausstellungsparcours in Hamburger Museen und Institutionen, Eröffnung: 19.5., 20.5.–18.9. Die Festivalwoche findet vom 2. bis 6. Juni statt. Dann startet auch die Triennale Expanded


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Kunstausstellung: The Mistery of Banksy

Ein Künstler und ein Mysterium. Niemand weiß, wer der britische Street-Art-Künstler Banksy ist. Nur seine Werke kennen fast alle. Jetzt kommt mit „The Mistery of Banksy – A Genius Mind“ eine Ausstellung rund um das Mysterium nach Hamburg

Text: Felix Willeke

150 Werke sind bei „The Mistery of Banksy – A Genius Mind“ ab dem 3. Juni 2022 im ehemaligen Galeria-Kaufhof in der Mönckebergstraße zu sehen. Fast alle der Graffitis, Drucke, Fotos, Skulpturen und Videoinstallationen sind dabei reproduziert. Die Ausstellung zeigt die komplette Bandbreite des im englischen Bristol geborenen Künstlers: Von politischen und gesellschaftlichen Themen bis hin zu humorvollen Werken. Darunter eine Kopie des Bildes „Girl White Balloon“, dass bei einer Auktion 2018 plötzliche geschreddert wurde. Außerdem haben die Macher:innen einen Londoner U-Bahn-Waggon nachgebaut, den der Brite im Sommer 2020 mit Ratten und Coronamasken besprüht hatte. Natürlich sind diese Hommage und die gezeigten Werke vom Künstler selbst ganz nach seinem Motto „Copyright is for losers ©TM“, nicht autorisiert.

„The Mistery of Banksy – A Genius Mind“
3. Juni bis 3. Oktober 2022, Mönckebergstraße 3 (ehemals Galeria-Kaufhof).
Tickets: 18 bis 22 Euro (ermäßigt 10 bis 18 Euro)


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Wenn Würfel tanzen wollen

Was Minimal Art ausmacht und wo ihre Grenzen liegen, ist noch bis Ende April 2022 in einer minimalistischen Schau im Bucerius Kunst Forum zu sehen

Text: Karin Schulze

Minimal ist an dieser Ausstellung viel. Ihr Gegenstand ist die ab den frühen 1960er-Jahren in den USA entstandene Kunstrichtung, die Minimal Art genannt wird. Minimal ist auch die Bestückung der Schau: Es werden gerade einmal 17 Arbeiten von neun Künstlern und einer Künstlerin gezeigt. Im Nu ist man durch die Schau hindurch und nicht wenige fragen dann: Wo geht es jetzt weiter?

Minimal war auch der Transportweg der Exponate. Die vielleicht schönsten beiden Arbeiten – Donald Judds Untitled (Stack) von 1968–1969 und Robert Morris’ Filzarbeit von 1974 – kommen aus der Münchner Pinakothek der Moderne. Drei Viertel der Exponate aber entstammen der Hamburger Kunstsammlung von Christoph Seibt. Dem Wirtschaftsanwalt gehören mehrere Hundert Werke des Minimalismus und der Konzeptkunst. Sie füllen seine Stadtvilla, ein Schaulager in Billbrook und zukünftig vielleicht auch sein eigenes Ausstellungshaus.

Minimal sind die Materialien, Formen und Ideen, auf die die Minimal Art setzt: Reduktion auf grundlegende, meist geometrische Formen und industrielle Materialien, klare Erkennbarkeit der Werkidee und radikale Kappung von gestischer Expressivität, künstlerischer Spontanität und subjektivem Ausdruck. Denn schließlich war es die um 1960 dominierende Malerei des Abstrakten Expressionismus, die Künstler wie Dan Flavin, Sol LeWitt oder Donald Judd dazu trieb, den Bildraum zu verlassen und die grundlegenden Formen optischen Ausdrucks mit klaren Kanten kühl in den realen Raum hinauszutreiben.

Es kann auch zuviel Minimalismus sein

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Dan Flavin: untitled (to Barnett Newman) four, 1971 (Estate of Dan Flavin / VG Bild Kunst, Bonn 2022 / Foto: David Zwirner Gallery, New York)

Die Ausstellung zeigt auch, wie schon in den Jahren 1966 bis 1968, als die Minimal Art auf dem Höhepunkt war, die fabelhafte Charlotte Posenenske mit ihren Reliefs und Vierkantrohren in die Männerdomäne einbrach, ohne allerdings damals groß wahrgenommen zu werden. Sie unterminierte die Minimal Art konzeptuell und politisch, indem sie den Warencharakter der Werke attackierte: Sie überließ das Arrangement ihrer seriellen Skulpturen dem Sammler oder Kurator, verzichtete auf Signaturen, limitierte die Auflagen nicht oder verkaufte zum Selbstkostenpreis.

Ein Zuviel aber gibt es in der Ausstellung auch. Denn die schlanke Reihe der hochkarätigen Minimalisten wird durch gleich fünf Arbeiten des Beuys-Schülers Imi Knoebel gesprengt, die mit ihren Verschiebungen von Quadraten und Vielecken auch noch gehörig auf der Stelle treten. Seibt soll Dutzende Werke des Künstlers haben. Schade, dass das Bucerius Kunst Forum der Vorliebe des einflussreichen Sammlers nicht Ausgewogenheit entgegengesetzt hat.

Tanzen

Sehr, sehr toll ist dagegen der Schlussakzent, den man, ohne es abwertend zu meinen, einen Schlussgag nennen könnte: Jeppe Hein antwortet auf den Cube-Cube (1965) von Sol LeWitt im ersten Teil der Schau. Der 1974 geborene Postminimalist Hein setzt dezidiert auf die Mitwirkung des Betrachtenden und zwar auf eine, die in die Erscheinung des Kunstwerks eingreift. Sein Würfel Changing Neon Sculpture besteht wesentlich aus blinkenden Neonröhren. Ihr Flackern beruhigt sich erst, wenn sich ihnen jemand nähert.

Hatte der US-Kunstkritiker Michael Fried 1967 in einem berühmten Essay der Minimal Art vorgeworfen, sie attackiere die Autonomie des Kunstwerks, weil ihre Werke theatralisch den Raum um sich herum zur Bühne machten, so zwinkert Heins Neonkubus einem jeden zu: Ich bin nicht nur ein Ding, das den Raum belebt. Ich kann auch tanzen und ich tanze mit dir!

Minimal Art. Körper im Raum, noch bis zum 24. April 2022 im Bucerius Kunst Forum


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Van Gogh Alive

Vom 25. März bis 8. Juni  2022 zieht die immersive Kunstaustellung „Van Gogh Alive“ nach Ottensen

Text: Anarhea Stoffel

Vom 25. März bis 8. Juni  2022 zieht die immersive Kunstaustellung „Van Gogh Alive“ nach Ottensen in die Gaußstraße. Sie bietet Besuchern ein Multimedia-Erlebnis, das über einen einfachen Museumsbesuch hinausgeht.

Die Veranstaltung verbindet auf Leinwände projizierte Gemälde mit Musik, Licht und Gerüchen zu einer besonderen Erfahrung sowohl für Kinder als auch Erwachsene. Statt still Museumsflure entlangzugehen und Werke von Weitem zu betrachten, kann das Publikum bei dieser Ausstellung vollkommen in die Gemälde des berühmten niederländischen Künstlers  eintauchen und sie mit allen Sinnen wahrnehmen. So geht man beispielsweise an den Leinwänden in Hochauflösung vorbei, während einem Zitronenduft in die Nase steigt und klassische Musik im Hintergrund den Raum erfüllt.

Die multimediale Ausstellung ermöglicht Besuchern einen schnellen Zugang zu den Bildern und die Chance, bedeutende Kunstwerke zu erleben, ohne weit reisen zu müssen. Mit rund 860 Quadratmeter hat der Veranstaltungsort außerdem mehr als genug Platz zum Erleben und Betrachten.

vangogh-alive.de


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