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„Mord am Mikro“: Mitmach-Krimi vor Hamburgs einziger Burg

Ein abwechslungsreiches Kulturprogramm bietet die Bühne an der Burg Henneberg, einem ehemaligen gutbürgerlichen Familiensitz und Nachbau einer echten Ritterburg. Eines der Highlights vor märchenhafter Kulisse im Alstertal: Das Hörspiel „Mord am Mikro“ mit TV-Star Fabian Harloff

Text: Kevin Goonewardena
Fotos: Jérome Gerull

 

In wunderschöner, grüner Kulisse an der Poppenbütteler Alsterschleuse steht vor der einzigen Burg Hamburgs, der Burg Henneberg, eine kleine Open Air-Bühne. Das Surrounding aus dem Jahr 1804 prallt am Abend des 28. Juli auf eine Bühnengeschichte, die in den 1950er Jahren spielt: „Mord am Mikro“ heißt die Inszenierung eines gekonnt mit Slapstick und guten Gags gepickten Mitmachkrimi im Retro-Hörspielformat.

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Bibbern, zaudern, zetern – und natürlich mitraten: Ein Mörder versetzt das St. Pauli der 1950er Jahre in Angst und Schrecken. Gemeinsam mit den Zuschauer:innen begeben sich die Kommissare Hallig Stolz auf die Jagd nach dem mordenden Phantom. Vom Kiez, in noble Villen und städtische Behörden dringen sie dabei immer tiefer in eine Welt voller Gier, Hinterzimmer-Machenschaften, Lust und Rache vor.

Unterstützt von Publikum und Live-Musik, acht mörderisch gute Songs von Michael Jackson über Falco, Hildegard Knef, Eric Clapton und Tom Jones bis hin zu „Bonnie & Clyde“ von den Toten Hosen, lässt die Retro-Inszenierung des interaktiven Musikkrimis die einzigartige Atmosphäre alter Krimihörspiele wieder aufleben.

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Live und in vielen Farben: Das Reeperbahn Festival 2021 findet statt

Das 16. Reeperbahn Festival findet statt! Vom 22. bis 25. September 2021 gibt es wieder viele Kulturveranstaltungen rund um die Vergnügungsmeile

Text: Felix Willeke

 

Das 16. Reeperbahn Festival darf – auf Basis von aktuellen Corona-Entwicklungen – vom 22. bis 25. September 2021 stattfinden. Natürlich gibt es entsprechende Hygienekonzepte und Auflagen, aber das Line-Up steht zum großen Teil schon fest.

Auf rund 35 Bühnen, darunter die ARTE Concert Stage im Festival Village auf dem Heiligengeistfeld und drei Open-Air-Bühnen auf dem Spielbudenplatz, gibt es im September über 120 bereits bestätigte Live-Acts.

 

Erste Highlights

 

Bisher bestätigt sind unter anderem der österreichische Rapper Mavi Phoenix und die Indie-Kombo Fortuna Ehrenfeld aus Köln. Außerdem haben sich die niederländischen Indie-Elektroniker Weval II angekündigt, wie auch die Songwriter:innen Antje Schomaker und William Fitzsimmons.

2021 gibt es im Rahmen des Reeperbahnfestivals auch wieder Konzerte in der Elbphilharmonie. Neben den  Musikpreisgewinner:innen des ANCHOR Award von 2020, ÄTNA in gemeinsamer Sache mit der NDR Bigband, treten auf der Bühne des Konzerthauses am Hafen auch internationale Künstler:innen aus Südafrika und Australien auf. Der ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award 2021 findet am 25. September im St. Pauli Theater statt.

Neben dem Besuch des Festivals können Musikfans auch auf die öffentliche Reeperbahn Festival-Streamingplattform zugreifen, wo Livestreams und Konzertaufzeichnungen digital abrufbar sein werden.

Neben dem Publikumsfestival gibt es auch wieder ein Programm für Fachbesucher:innen mit rund 100 Programmpunkten und 300 Sprecher:innen.

 

Seht hier das Musikvideo zu „Fck It Up“ von Mavi Phoenix:


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Irish Pub „Shamrock“: Das Aus nach fast 39 Jahren

Der Irish Pub im Karolinenviertel muss einem neuen Wohnhaus weichen – das Ende eine Ära

Text: Felix Willeke

 

Fußball und Guinness gehören nicht nur für britische Fans zusammen. Viele haben auch die Auswärtsspiele der Hamburger Vereine jahrelang bei einem kühlen Pint im „Shamrock“ genossen. Seit 1982 gibt es den Irish Pub an der Feldstraße, damit ist jetzt Schluss. Am 28. und 29. Juni 2021 öffnet der Pub das vorerst letzte Mal nach fast 39 Jahren seine Türen. An beiden Abenden wird es nur Bier aus der Flasche zum Fußball geben, ehe im Juli die Bagger anrollen.

Hier, wo von einer „Baulücke“ mit nur einstöckiger Bebauung gesprochen wird, soll ein Wohnhaus entstehen. Pub-Inhaberin Lindsay Bennett sagte der Hamburger Morgenpost, dass es möglich gewesen wäre, mit dem „Shamrock“ in den Neubau des Immobilienunternehmens Otto Wulff einzuziehen, die Lärmschutzauflagen seien für sie und den Pub aber nicht zu erfüllen gewesen, finanziell wie ideell.

Bennett sucht jetzt nach einer neuen Location, am liebsten im Karolinenviertel oder auf der Schanze.


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Film ab: Hamburger Kinos öffnen wieder

Am 17. Juni öffnen die ersten Kinos in Hamburg, der Rest folgt voraussichtlich am 1. Juli 2021

Text: Felix Willeke

 

Ab dem 17. Juni 2021 können die Hamburger:innen wieder ins Kino gehen. Das Studio Kino auf St. Pauli öffnet als eines der wenigen seine Tore und startet mit dem oscarprämierten „Nomadland“ (Bester Film). Darüber hinaus zeigt das Studio Kino das Drama „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ mit Oscar-Gewinnerin Yoon Yeo-jeong, den neuen Film „Der Rausch“ mit dem dänischen Schauspieler Mads Mikkelsen, den feministischen Dokumentarfilm „Woman“ und die Verfilmung der Animationsserie „Yakari“. Im Studio Kino laufen alle Filme außer Yakari als Original mit Untertiteln.

Neben dem Studio Kino öffnet laut NDR auch die Kinokette UCI in Hamburg seine Pforten. In der Hansestadt müssen Kinobesucher:innen einen negativen Corona-Test vorweisen, alternativ auch den Nachweis einer vollständigen Covid19-Schutzimpfung. Darüber hinaus müssen auch am Platz medizinische Masken getragen werden.

Die restlichen Kinos öffnen voraussichtlich am 1. Juli 2021.


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Peppi: „Ich lebe seit 30 Jahren auf der Reeperbahn“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Begleitet von hvv switch fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Peppi begegnet.

Protokoll: Max Nölke

 

„Mich kennt hier jeder. Ich lebe seit 30 Jahren auf der Reeperbahn. Ich habe gesehen, wie sie das Schmidt Theater neu gebaut haben, den Abriss vom Schwimmbad am Spielbudenplatz und wie die Esso Tankstelle verschwand. Ich habe das alles aus erster Reihe erlebt. Sogar die Polizisten kenne ich alle. Und sie mich. Ich glaube, ich bin ganz schön kompatibel, kann mich gut unterhalten. Mehr zwar nicht. Aber das reicht doch fürs Erste.

1969 bin ich geboren, meine Mutter hat mich 1971 an eine Adoptivfamilie abgegeben. Ich hatte Angst vor ihnen, weil sie mich geschlagen haben. Also bin ich abgehauen und auf der Straße gelandet. Meiner richtigen Mutter habe ich irgendwann verziehen. Meinen Adoptiveltern nie.

Das Leben auf der Straße ist okay, die Leute mögen mich. Momentan schlafe ich in der U3. Irgendwann kommt Hilfe. Das sage ich mir zwar seit einer Ewigkeit, aber ich glaube immer noch dran. Manchmal kam die Hilfe auch schon, aber dann habe ich wieder irgendeinen Fehler gemacht. Neulich hatte ich einen Job, da habe ich für “Zwischenstopp Straße” gearbeitet. Dann habe ich was getrunken, jetzt sitze ich wieder hier. Sie haben mir daraufhin Dante weggenommen, meine französische Bulldogge. Bevor ich Dante bekommen habe, hatte ich einen Hund, der 17 Jahre bei mir gelebt hat. Sie war meine beste Freundin, immer an meiner Seite. Bis sie vor ein paar Jahren eingeschläfert werden musste.

 

Mit zwei Shetland Ponys an der irischen Küste

 

Meinen ersten Hund habe ich 1978 bekommen, ich weiß es noch genau, das war der schönste Tag in meinem Leben. Er hieß Asta, ich war neun und Asta war mein erster wirklicher Freund. Zu der Zeit habe ich noch bei meinen Adoptiveltern im Sauerland gelebt. Ich war jeden Tag mit Asta im Wald und er hat mir ein Gefühl gegeben, als würde er mich in den Arm nehmen und sagen „Ey Peppi, es ist alles gut!“

Aber wirklich gut ist es nur dann, wenn ich träume. Dann stelle ich mir vor, zwei Shetland Ponys zu haben und mit ihnen an der irischen Küste zu leben. Eins links, eins rechts und ich liege dazwischen im Gras. Mehr möchte ich gar nicht. Ich würde keinen Menschen vermissen, denn ganz ehrlich: Ich mag sie nicht. Es gibt tolle Menschen, aber ich kann mit ihnen nicht umgehen. Bei mir wurde eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt. Und obwohl ich mitten auf der Reeperbahn sitze, mich die Leute alle kennen, meine Brüder und Schwestern mich in den Arm nehmen, habe ich eine unheimliche Angst vor ihnen. Ich weiß, dass das paradox ist, aber ich habe so eine Angst vor Gewalt, das kannst du dir gar nicht vorstellen.

Dabei weiß ich ja eigentlich, dass mir keiner etwas tut. Ich tue ja auch keinem etwas. Vor mir braucht keiner Angst zu haben. Auch wenn das manche haben, weil ich so groß bin und vielleicht manchmal auch ein bisschen komisch. Die meisten wissen aber, wie nett ich bin. Deswegen akzeptieren sie mich. Wollen wir noch eine rauchen, bevor du gehst?”


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Es geht wieder rund: Sommerdom kehrt zurück

Vom 30. Juli bis 29. August 2021 findet das größte Volksfest Norddeutschlands wieder auf dem Heiligengeistfeld statt.

Text: Felix Willeke

 

Zum letzten Mal drehten sich im Dezember 2019 die Karussells auf dem Heiligengeistfeld, danach kam die Corona-Pandemie. Die  folgenden vier geplanten Dom-Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Jetzt geht es aber wieder los: „Damit geht unser größter Wunsch in Erfüllung, wir bekommen unseren Dom zurück“, sagte Robert Kirchhecker, Präsident des Schaustellerverbandes Hamburg von 1884 e.V., dem „Hamburger Abendblatt“.

Die Wirtschatfsbehörde erlaubt für diesen Sommer 20 bis 30 Prozent weniger Betriebe. Zusätzlich wurde ein umfangreiches Hygiene- und Schutzkonzept erarbeitet. Für den Sommerdom 2021 gilt daher der Einlass nur für negativ Getestete, geimpfte und genesene Personen und es dürfen sich nicht mehr als 10.000 Menschen gleichzeitig auf dem Heiligengeistfeld aufhalten. Darüber hinaus soll es eine Maskenpflicht für alle Besucher:innen geben.


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Der Wasismitmus, wo jeder mit muss

Markus Gölzer ist textender Exil-Bayer und lebt seit über 20 Jahren auf St. Pauli. Für SZENE HAMBURG schreibt er monatlich seine Kolumne „Offen gesagt“

 

Auf-ein-Wort-mit-Markus-Goelzer„Du verzichtest auf Plastik. Aber was hilft’s, wenn sich der Rest der Welt darin suhlt?“ Jeder kennt ihn. Keiner mag ihn: den Whataboutismus. Dein Anliegen ist Umweltschutz, dein Diskussionspartner kontert mit einem Thema, das damit so viel zu tun hat wie Julia Klöckner mit Tierschutz. Und doch verbindet den rhetorischen Gesprächstöter mehr mit Umweltschutz, als es scheint. Whataboutismus – die verkannte Ressource.

Whataboutismus ist nachhaltig: Schon die Nazis nutzten ihn, um von ihren Taten abzulenken. Selbst die schlimmsten Despoten gehen irgendwann ein. Whataboutismus bleibt. Whataboutismus ist recycelbar: Greta verzichtet aufs Flugzeug nach Davos, isst aber auf der langen Zugfahrt aus Plastikgeschirr aus dem Bordrestaurant, statt 30 Stunden zu fasten. Solche Geschichten nutzen sich nicht ab. Sie werden mit jeder Wiederholung stärker.

 

Diskussionsklima

 

Whataboutismus wider die thematische Monokultur: Eben ging es noch um regionale Erzeugnisse, schon bist du bei der Diskriminierung von ausländischen Produkten. So kommt Vielfalt in die Diskussion. Ob du willst oder nicht. Leider ist der Whataboutismus die Plastikflasche unter den rhetorischen Kniffen. Er zerstört jedes Diskussionsklima und taucht überall auf. Du weist auf der Familienfeier auf die Bedeutung von Umweltschutz hin, Onkel Klaus lacht dich aus, weil deine Schüssel Eiersalat mit Frischhaltefolie abgedeckt ist. Geh zum Gegenangriff über – per Whataboutismus. Weis Onkel Klaus auf die Gefahren des Passivrauchens hin und erkläre, dass du immerhin nicht versuchen würdest, ihm die Frischhaltefolie in den Mund zu stopfen. Fährt er einen SUV, mach klar, dass nichts umweltschädlicher sei als Männer mit kleinem Ego, denn sie brauchen große Autos.

In den asozialen Medien versuchen „Freunde“, vom Thema abzulenken? Biete an, bei anderer Gelegenheit über ihr Anliegen zu sprechen. Dann blockiere sie, denn nichts verschwendet mehr wertvolle Lebenszeit als Menschen, die mit Whataboutismen argumentieren.


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Mai 2021. Das Magazin ist seit dem 29. April 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Katja Ruge: „Es kitzelt unter den Füßen“

Katja Ruge ist Fotografin, DJ und Musik­ produzentin und vor Co­rona mit ihrer Partyreihe „Kann denn Liebe Synthie sein“ aus dem Nachtleben kaum wegzudenken. Im Interview spricht sie über das neue Fe*male Rap Project, aktuelle Veröffent­lichungen und Bunker­ Bauarbeiten

Interview: Ole Masch

 

SZENE HAMBURG: Katja, welches deiner vielen Standbeine ist am meisten von der Pandemie betroffen?

Katja Ruge: Natürlich alles, aber DJing fällt außer in Livestreams natürlich komplett flach. Meine letzte Veranstaltung war im Golden Pudel Club mit The Emperor Machine am 7. Februar 2020. Zudem habe ich im Sommer auf einem 50-Leute-Festival draußen gespielt. Wir haben dann insbesondere letztes Jahr viel Zeit im Studio verbracht.

Seit wann machst du selber Musik?

Vor einigen Jahren wollte ich meine DJ-Sets pimpen. Ich spiele viele ältere Musikproduktionen und diese waren oft etwas schwach gegenüber den zum Teil überproduzierten Songs heute. Um das auszugleichen habe ich sie unterfüttert mit Drums, Bass und Flächen. Das hat Frank Husemann mit mir aufgenommen und dann kam von einer Freundin die Anfrage: „Könnt ihr da nicht einen Remix machen?“ Und so saßen Frank und ich auf einmal im Studio.

Wir sind gut eingespielt, es gibt keinen Druck, wir treffen uns, wenn wir Zeit und Lust haben ‒ außer es gibt eine Deadline für einen Remix wie zum Beispiel neulich für Erasure.

Im Mai erscheint dein neuestes Release „Bunker“ …

Wir sind zwei und agieren als „Can Love Be Synth“. Das ist mir sehr wichtig, denn ohne meinen Kumpel Frank Husemann könnte ich das nicht bewerkstelligen. Ihm gehören die Maschinen zusammen mit Sunny Vollherbst vom Synthesizerstudio Hamburg im Feldstraßen-Bunker. Wir haben dort die Bauarbeiter vor unserem Studiofenster aufgenommen.

Mich hat es total an frühen Industrial, an Einstürzende Neubauten oder Depeche Mode erinnert. Und so wurde schnell ein Song draus, mit Remixes von Terr, Richard Fearless und quadratschulz.

 

Neue Projekte

 

Wie stehst du zu den Bauarbeiten am Bunker?

Ach, es ist mal wieder so ein Ego- Stadt-Projekt ohne das Viertel und die Gegebenheiten wirklich einzubinden. Ein Hotel, ehrlich? Das ist wirklich das Letzte, was Hamburg braucht. Eine Mehrzweckhalle lasse ich mir gerade noch gefallen, aber hat man den Verkehr bedacht, der zusätzlich zu dem Dom und anderen Veranstaltungen zu verkraften ist?

Eine Gedächtnisstätte ist ja wohl geplant. Längst überfällig. Aber ob wirklich begrünt wird und wir nachher alle dort Zeit verbringen dürfen, so direkt unter dem Hotelfenster? Stichwort „Zeit verbringen“.

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Teil des Fe*male Rap Projects: Wikiriot (Foto: Katja Ruge)

Hat Corona zu neuen Projekten geführt?

Auf jeden Fall. Mein Treffen über Rockcity e. V. mit Rapper*in Finna, ist sehr fruchtbar. Nicht nur, dass ich eine Freundin dazu gewonnen habe, sondern wir machen zusammen das Fe*male Rap Project.

Worum geht es da?

Wir wollen die Sichtbarkeit und das Empowerment für FLINTA* im Rap schaffen! (Anm. d. Red.: Frauen, Lesben, Inter-, non-binäre, Trans- und a-Gender-Menschen)

In Form von audiovisuellen Ausstellungen, Porträts und filmischer Dokumentation der queerfeministischen Rap-Bewegung wollen wir zeigen, dass das keine Phase oder Trend ist, sondern wunderbare und langfristige Realität! Bis dato sind Wikiriot, Joëlle, Rahsa und Mino Riot dabei.

Wie wählt ihr aus, wer mitmacht?

Ich verlasse mich da auf die Expertise von Finna und Mona Lina von 365 female* MCs. Beide sind in der Musik zu Hause, kennen die Künstler*innen zum Teil persönlich.

 

„Wenn es losgeht, geht es los“

 

Was planst du noch für 2021?

Mein anderes Fotoprojekt „Electric Lights“ geht weiter. Dort treffe ich mich mit Elektroniker*innen wie JakoJako, Amelie Lens, Afrodeutsche und vielen mehr. Ich porträtiere sie, diese Bilder erscheinen mit einem Interview, um das sich Journalist Thomas Venker vom Kaput Magazin kümmert.

Zudem erscheint im Mai die Maté von Frinks Drinks, die ich bebildern durfte. Vier Motive mit meiner Muse Madame Chloé. Die wunderbare Judith Holofernes hat einen Podcast mit mir gemacht für ihren Patreon-Account.

Und mit dem BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmemacher e. V.) wird es eine Ausstellung geben mit dem Namen Aufschlag. In den Fenstern der Messehallen (10.6. bis 20.7.2021). Da bin ich natürlich dabei.

Glaubst du, dass du bald wieder eigene Veranstaltungen machen kannst?

Ich bin da ehrlich gesagt entspannt. Wenn es losgeht, geht es los. Und dann wird geplant. Ob es meine Partyreihe „Kann denn Liebe Synthie sein“ noch regelmäßig geben wird, da fühle ich rein, wenn es so weit ist. Aber es kitzelt ein wenig unter den Füßen.

instagram.com/katjaruge


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Homeoffice mit Andrea Rothaug

Was vor Corona oft eher die Ausnahme war, hat sich innerhalb kürzester Zeit zum festen Bestandteil in vielen Branchen entwickelt: Gearbeitet wird in den eigenen vier Wänden. Doch klappt das immer reibungslos? Andrea Rothaug zeigt ihr Homeoffice

Text: Andreas Daebeler & Ilona Lütje

 

Für Andrea Rothaug ist Homeoffice schon lange Alltag. Dabei ist eigentlich die Bühne ihr Geschäft: Aus ihrer behaglich eingerichteten Wohnung auf St. Pauli zieht die Rockcity-Chefin die Fäden für Hamburgs Musikszene. Der Schreibtisch wirkt improvisiert. Darauf ist mächtig was los. Bücher, Zettel und Reste einer kleinen Zwischenmahlzeit konkurrieren um die Aufmerksamkeit. Gleich daneben zeugt eine Staffelei von kreativen Schüben. Vor allem aber ist in dieser Wohnung auf St. Pauli Musik drin. Das amtlich gefüllte Plattenregal erzählt Geschichten. Von Rock, von Pop und vom Punk, das grelle Sex-Pistols-Cover sticht sofort ins Auge.

Es erzählt die persönliche Geschichte von Andrea Rothaug, deren Name draußen auf dem Klingelschild steht. Einer Frau, die kaum eine Pause kennt und aus Hamburgs Kulturszene nicht wegzudenken ist. Immer im Einsatz für Liedermacher, Gitarrenheldinnen und Bühnenbauenden. Gern auch vom heimischen Schreibtisch aus. Nicht nur, wenn draußen grad ein fieses Virus nervt. Andrea Rothaug liebt es drinnen ruhig und konzentriert und draußen Krach + Getöse. So nennt sich denn auch der Hamburg Music Award, den die Geschäftsführerin des Dachverbands der Hamburger Musikszene RockCity Hamburg gemeinsam mit ihrem Team vor zwölf Jahren an den Start gebracht und während der Corona-Krise mal eben auf online getrimmt hat. Aus dem Homeoffice, das für sie auch vorm Virus eine wichtige Rolle spielte. Bei ihr wird auf harten Stühlen bei mittelschwachem WLAN geackert.

 

Kurzer Weg zum Kühlschrank

 

Die Datenleitung wird dabei ordentlich auf die Probe gestellt. Denn nebenbei ist Rothaug noch als Präsidentin des Bundesverbands Popularmusik am Start, sitzt im Kuratorium Junge Ohren Berlin, im Koordinierungskreis Kultur HafenCity und im Beirat des Reeperbahn Festivals. Autorin, Kulturmanagerin, PR-Frau und zertifizierter Artist- und Businesscoach ist sie eh. Beim Clubkombinat mischte sie ebenso mit wie bei der Gründung der Hanseplatte oder der IHM ebenfalls. Eine echte Strategin und passionierte Netzwerkerin also. Die auch zu Hause selten Feierabend hat. „Homeoffice ist für uns alle Fluch und Segen“, sagt die 55-Jährige. „Einerseits wahnsinnig effektiv wegen der Ruhe.“ Andererseits unruhig wegen 9.222 ungelesener Mails, Hunger nach echter Begegnung und neuerdings digitaler Dauerschleifen. Auch nicht so gut: „Ich sitze auch mal zwölf Stunden in Konferenzen und habe gleichzeitig einen extrem kurzen Weg zum Kühlschrank. Nicht gut.“

Dabei sei sie mit fast hundert Quadratmeter großer Wohnung, zwei Balkonen und der bereits in einer eigenen Bude auf St. Pauli lebenden Tochter Juno noch gut dran. „Mein Mitgefühl ist bei denen, die Familie, Wohngemeinschaften und kleine Räume haben, da ist Homeoffice wirklich Nervenkoller und nicht gesund.“ Welche Rolle spielen Design und Stil im heimischen Büro? „Ich muss mich wohlfühlen und entscheide nach Licht und WLAN, wo ich arbeite. An meinem Maltisch zwischen den Tuben mag ich es an manchen Tagen und an anderen brauche ich ein bisschen Ordnung für die Konzentration.“ Unverzichtbar seien eigentlich nur Mac, WLAN, Grüntee, Zettel und Stifte.

 

Ruhephasen, Yoga, Rawfood

 

Einen klaren Tagesplan? „Habe ich nur, um davon abzuweichen.“ Und wie schafft sie es, die unzähligen Jobs und Aufgaben unter einen Hut zu bekommen? „Jahrelanges Training, 24 Stunden an sieben Tagen erreichbar sein, wenig Schlaf, digitale Kommunikation, abwechselnd mit Ruhephasen, Yoga, Rawfood und Strandhaus“, verrät Rothaug ihr Rezept. „Während ich vor dem Virus einen inneren Reminder hatte, dass ich nicht zu viel arbeite, ist seit Corona alles aus dem Ruder. 15 Stunden Arbeit am Tag sind keine Seltenheit.“

Die Kulturbranche habe angesichts der Krise keine andere Wahl. „Entweder wir hängen uns rein oder es gibt bestimmte Dinge einfach nicht mehr.“ Es gehe darum, für Innovations- und Hilfsprogramme zu trommeln. „Sonst werden wir zukünftig nur noch Einheitsbrei essen, Billigbier auf dem Fußboden trinken und Musik als Beruf nicht mehr in Betracht ziehen. Das wäre eine Dystopie, in der ich nicht leben mag.“ Die Gegenwart ist grad vor allem eines – ziemlich viel Video. Es wird konferiert, gechattet und gezoomt was das Zeug hält. Skurrile Szenen inklusive. Rothaug hat schon viel erlebt: „Nasebohren, einschlafen, vorm Mikro essen und Anzugträgern beim Kindersitten zuschauen.“

Zusätzlichen Pfunden durchs Hardcore-Homeoffice während des Lockdowns trotzte Rothaug mit einer besonderen Strategie: „Kühlschrank und Prepperregal einfach leergeputzt und nichts nachgekauft.“ Morgens gibt es Rawfood-Bowls. „Dann kann der Tag kommen.“ Homeoffice in der eigenen, gemütlichen Bude ist das eine. Aber Andrea Rothaug muss auch raus. Bei den Leuten sein. „Ich habe normalerweise einen umtriebigen Job, düse durch die Stadt, spreche mit Menschen aus Branche, Politik, Kultur und Szene, höre zu, das nur am Rechner zu tun, ist öde.“ Kein Wunder, dass da starre Regeln während Corona auch mal aufgeweicht wurden. „Bei mir war abends auch mal die Bude voll“, gibt sie zu. „Natürlich mit Abstand und FFP3-Mundschutz.“


https://szene-hamburg.com/wp-content/uploads/2020/07/Cover-Living-Guide-2020.jpg SZENE HAMBURG WOHNEN+LEBEN, 2020/2021. Das Magazin ist seit dem 31. Oktober 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Hier gibt‘s was auf die Ohren: 10 Podcasts aus Hamburg

Nicht nur Netflix & Co. boomen in Corona-Zeiten, auch Podcasts sind absolut angesagt und unterhalten die Menschen während der Pandemie. Von Kochanleitungen über Trashtalk bis zu True Crime – Leute lieben es, anderen zuzuhören. Und weil Hamburger bekanntlich die besten Schnacker sind, gibt es hier die Topliste der  10 besten Podcasts aus der Hansestadt

Text: Felix Kirsch

 

Einmal alles, bitte!

Der Genuss-Guide Hamburg von SZENE HAMBURG beschäftigt sich mit allen Aspekten der Kulinarik. In „Einmal alles bitte!“ spricht Gastgeberin und Foodjournalistin Jasmin Shamsi mit Promis, Machern und Experten aus der Gastronomie- und Food-Szene über das Grundbedürfnis des Menschen: Essen und Trinken. Mal zeigen Gastronomen spannende Einblicke in den Alltag eines Restaurants, mal erörtern sie wichtige Themen wie Nachhaltigkeit. Auch Food-Experten kommen zu Wort und schaffen Verständnis für komplexe Themen. Aber auch persönliche Geschichten von Menschen, die, gerade in diesen Zeiten, an ihre Grenzen gehen, werden erzählt. Nach dem Motto: “Einmal alles bitte!”.

 

Gute Leude – Das Hamburg Gespräch

Gemeinsam mit der PR-Agentur Gute Leude Fabrik, dem Radiosender 917 XFM und dem ZEIT Verlag bringt SZENE HAMBURG alle zwei Wochen einen Podcast an den Start. Auf dem Programm steht: Gute Leude erzählen 50 Minuten über die Liebe zu Hamburg, absurde Erlebnisse und bewegte Leben. Hamburger mit Kante, Macher aus Wirtschaft, Sport, Politik und Kultur kommen hier vor das Mikrofon. Und sprechen mit dem Chef der Gute Leude Fabrik, Lars Meier, über alles, was nicht nur sie bewegt, sondern auch die ganze Stadt. Dabei gibt es nur eine Regel: Ausweichen gilt nicht! Auf jede Frage gibt’s eine Antwort.

 

Lena & Liberta

„Weil wir uns am liebsten selber reden hören, machen wir aus unserer Leidenschaft eine Professur.“ So begründen die Freundinnen Lena Ledermann und Liberta Haxhikadriu ihre Entscheidung, einen Podcast zu machen. Worum es geht? Um alles und nichts. Die Wahl-Hamburgerinnen sprechen und lachen über Beobachtungen aus dem Alltag, über küchenphilosophische Probleme und das beschwerliche Leben von Mittzwanzigern in der Großstadt. Verpackt wird das Ganze mit einer ordentlichen Portion Latenight-Attitüde. Der optimale Hör-Begleiter für alle Hamburger Millenials.

Backspin Podcast

Für eingefleischte HipHop-Fans ist die gedruckte Backspin eine Institution. Kaum verwunderlich also, dass die Jungs und Deerns aus der Schwenckestraße das Territorium der Podcasts betreten haben – mit Erfolg! Wöchentlich sprechen die Redakteure Niko und Kevin über aktuelle Alben, interviewen Künstler und philosophieren über Trends in der Szene. Regelmäßig hören sie im Format „Track by Track“ in neue Alben und analysieren die einzelnen Songs Schritt für Schritt. Wer HipHop durch und durch fühlt und gerne hinter die Kulissen der Szene lauschen möchte, flowt mit diesem Podcast einfach gut.

 

Ruhestörung ByteFM

„Bei Ruhestörung darf jede*r laut werden“, heißt es in der Podcast-Beschreibung des Radiosenders aus dem Medienbunker. Und diesem Motto wird Host Leonie Möhring wöchentlich gerecht, indem sie Künstler abseits des Mainstreams zu Wort kommen lässt. In Ruhestörung dreht sich alles um Musik. Ob im Backstage-Gespräch bei einem Konzert oder beim Plausch über die Musikszene im Allgemeinen. Auch erfährt der Hörer wie es ist, auf Tour zu sein und von Stadt zu Stadt reisen. Sehr unterhaltend, denn oft werden dabei lustige Anekdoten ausgeplaudert. Ein Muss für alle Musik-Fans, die wissen wollen, warum Mülltüten vor Lampenfieber schützen und was man beim Soundcheck besser nicht sagen sollte.

 

Jede*r Fünfte

Im Podcast der Hamburger Pestalozzi-Stiftung spricht Journalistin und Autorin Wiebke Bökemeier über ein Leben mit einer psychischen Erkrankung. Schon in ihrem Buch „Wir, ‘Kinski’ und ich“ porträtiert sie 14 Menschen mit seelischen Erkrankungen und erzählt vom Kampf im Alltag und welche Herausforderungen täglich gemeistert werden müssen. Der Titel bezieht sich auf eine aktuelle Statistik aus dem Jahr 2020, nach der jede*r fünfte Deutsche an einer psychischen Erkrankung leidet. Und kaum einer spricht darüber. Das ändert sich mit diesem Podcast. Wiebke Bökemeier trifft einmal im Monat auf Experten und Betroffene und schafft damit ein Bewusstsein für alle, die noch nie oder wenige Berührungspunkte hatten. Was geht in Menschen mit Angststörungen vor? Wie erkennt man, ob Angehörige oder Freunde an einer Psychose leiden? Diese und noch mehr Fragen werden im Podcast geklärt. Absolute Hörempfehlung!

 

MillernTon

Hamburg wäre nicht Hamburg ohne den FC St. Pauli.  Im Podcast „MillernTon“ sprechen die Hosts – selber leidenschaftliche Fans der Kiezkicker und Vereinsmitarbeiter – wöchentlich über die sportliche Leistung der Braunweißen, analysieren die vergangenen Spiele und geben dazu ihre persönlichen Einschätzungen ab. Aber ein Podcast über den FC St. Pauli wäre nicht authentisch, wenn nicht auch über wichtige Themen abseits des Rasens gesprochen werden würde. So tauschen sich die Gastgeber auch über aktuelle Probleme der Fankultur, sportpolitische und gesellschaftliche Themen aus. Nicht nur für Fußballfans ein spannendes Hörerlebnis.

 

ZEIT Verbrechen

Im beliebten True-Crime-Podcast „ZEIT Verbrechen“ stellen die Journalisten Sabine Rückert und Andreas Sentker pro Folge einen echten Kriminalfall vor. Dazu gehören sowohl unbekanntere Verbrechen als auch Fälle mit großer medialer Resonanz. Die Kriminalfälle werden von den beiden Hosts chronologisch aufgearbeitet. Dabei greift die jahrelange Erfahrung der ehemaligen Gerichtsjournalistin Sabine Rückert, die dazu beiträgt, dass sich während des Gesprächs nochmal neue Sichtweisen auf die einzelnen Fälle entwickeln – und dabei zeigen sich oft menschliche Abgründe. Wer wissen will, warum eine Frau ihren Mann hinrichten ließ oder warum Zeugen vor Gericht lügen, drückt bestimmt die Play-Taste. Gänsehaut!

 

In extremen Köpfen

In seinem Podcast spricht „Wer wird Millionär“-Gewinner Leon Windscheid mit Menschen, in deren Biographien extreme Situationen eine große Rolle spielen Menschen, die Kapitalverbrechen begangen haben bis zum Extremsportler, der den Adrenalinkick sucht. Windscheid gräbt mit seinen Gesprächspartnern tief in der menschlichen Psyche und stößt dabei immer wieder auf eines: Wahnsinn – im positiven wie auch negativen Sinne. Wer sich für praktische Psychologie und verrückte Geschichten interessiert, sollte auf jeden Fall reinhören.

 

Endlich OM

Auf Wahnsinn folgt Entspannung: In „Endlich Om“ geht es um ein gut gelauntes Leben und wie man dieses erreichen kann. Gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Selbstliebe stehen an der Tagesordnung. Stefanie Luxat spricht mit Menschen, die ihr geholfen haben, diese Themen in ihren Alltag zu integrieren und ihr so zu einem friedvollen und ausgeglichenen Leben verholfen haben. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht!

 


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