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Hier gibt‘s was auf die Ohren: 10 Podcasts aus Hamburg

Nicht nur Netflix & Co. boomen in Corona-Zeiten, auch Podcasts sind absolut angesagt und unterhalten die Menschen während der Pandemie. Von Kochanleitungen über Trashtalk bis zu True Crime – Leute lieben es, anderen zuzuhören. Und weil Hamburger bekanntlich die besten Schnacker sind, gibt es hier die Topliste der  10 besten Podcasts aus der Hansestadt

Text: Felix Kirsch

 

Einmal alles, bitte!

Der Genuss-Guide Hamburg von SZENE HAMBURG beschäftigt sich mit allen Aspekten der Kulinarik. In „Einmal alles bitte!“ spricht Gastgeberin und Foodjournalistin Jasmin Shamsi mit Promis, Machern und Experten aus der Gastronomie- und Food-Szene über das Grundbedürfnis des Menschen: Essen und Trinken. Mal zeigen Gastronomen spannende Einblicke in den Alltag eines Restaurants, mal erörtern sie wichtige Themen wie Nachhaltigkeit. Auch Food-Experten kommen zu Wort und schaffen Verständnis für komplexe Themen. Aber auch persönliche Geschichten von Menschen, die, gerade in diesen Zeiten, an ihre Grenzen gehen, werden erzählt. Nach dem Motto: “Einmal alles bitte!”.

 

Gute Leude – Das Hamburg Gespräch

Gemeinsam mit der PR-Agentur Gute Leude Fabrik, dem Radiosender 917 XFM und dem ZEIT Verlag bringt SZENE HAMBURG alle zwei Wochen einen Podcast an den Start. Auf dem Programm steht: Gute Leude erzählen 50 Minuten über die Liebe zu Hamburg, absurde Erlebnisse und bewegte Leben. Hamburger mit Kante, Macher aus Wirtschaft, Sport, Politik und Kultur kommen hier vor das Mikrofon. Und sprechen mit dem Chef der Gute Leude Fabrik, Lars Meier, über alles, was nicht nur sie bewegt, sondern auch die ganze Stadt. Dabei gibt es nur eine Regel: Ausweichen gilt nicht! Auf jede Frage gibt’s eine Antwort.

 

Lena & Liberta

„Weil wir uns am liebsten selber reden hören, machen wir aus unserer Leidenschaft eine Professur.“ So begründen die Freundinnen Lena Ledermann und Liberta Haxhikadriu ihre Entscheidung, einen Podcast zu machen. Worum es geht? Um alles und nichts. Die Wahl-Hamburgerinnen sprechen und lachen über Beobachtungen aus dem Alltag, über küchenphilosophische Probleme und das beschwerliche Leben von Mittzwanzigern in der Großstadt. Verpackt wird das Ganze mit einer ordentlichen Portion Latenight-Attitüde. Der optimale Hör-Begleiter für alle Hamburger Millenials.

Backspin Podcast

Für eingefleischte HipHop-Fans ist die gedruckte Backspin eine Institution. Kaum verwunderlich also, dass die Jungs und Deerns aus der Schwenckestraße das Territorium der Podcasts betreten haben – mit Erfolg! Wöchentlich sprechen die Redakteure Niko und Kevin über aktuelle Alben, interviewen Künstler und philosophieren über Trends in der Szene. Regelmäßig hören sie im Format „Track by Track“ in neue Alben und analysieren die einzelnen Songs Schritt für Schritt. Wer HipHop durch und durch fühlt und gerne hinter die Kulissen der Szene lauschen möchte, flowt mit diesem Podcast einfach gut.

 

Ruhestörung ByteFM

„Bei Ruhestörung darf jede*r laut werden“, heißt es in der Podcast-Beschreibung des Radiosenders aus dem Medienbunker. Und diesem Motto wird Host Leonie Möhring wöchentlich gerecht, indem sie Künstler abseits des Mainstreams zu Wort kommen lässt. In Ruhestörung dreht sich alles um Musik. Ob im Backstage-Gespräch bei einem Konzert oder beim Plausch über die Musikszene im Allgemeinen. Auch erfährt der Hörer wie es ist, auf Tour zu sein und von Stadt zu Stadt reisen. Sehr unterhaltend, denn oft werden dabei lustige Anekdoten ausgeplaudert. Ein Muss für alle Musik-Fans, die wissen wollen, warum Mülltüten vor Lampenfieber schützen und was man beim Soundcheck besser nicht sagen sollte.

 

Jede*r Fünfte

Im Podcast der Hamburger Pestalozzi-Stiftung spricht Journalistin und Autorin Wiebke Bökemeier über ein Leben mit einer psychischen Erkrankung. Schon in ihrem Buch „Wir, ‘Kinski’ und ich“ porträtiert sie 14 Menschen mit seelischen Erkrankungen und erzählt vom Kampf im Alltag und welche Herausforderungen täglich gemeistert werden müssen. Der Titel bezieht sich auf eine aktuelle Statistik aus dem Jahr 2020, nach der jede*r fünfte Deutsche an einer psychischen Erkrankung leidet. Und kaum einer spricht darüber. Das ändert sich mit diesem Podcast. Wiebke Bökemeier trifft einmal im Monat auf Experten und Betroffene und schafft damit ein Bewusstsein für alle, die noch nie oder wenige Berührungspunkte hatten. Was geht in Menschen mit Angststörungen vor? Wie erkennt man, ob Angehörige oder Freunde an einer Psychose leiden? Diese und noch mehr Fragen werden im Podcast geklärt. Absolute Hörempfehlung!

 

MillernTon

Hamburg wäre nicht Hamburg ohne den FC St. Pauli.  Im Podcast „MillernTon“ sprechen die Hosts – selber leidenschaftliche Fans der Kiezkicker und Vereinsmitarbeiter – wöchentlich über die sportliche Leistung der Braunweißen, analysieren die vergangenen Spiele und geben dazu ihre persönlichen Einschätzungen ab. Aber ein Podcast über den FC St. Pauli wäre nicht authentisch, wenn nicht auch über wichtige Themen abseits des Rasens gesprochen werden würde. So tauschen sich die Gastgeber auch über aktuelle Probleme der Fankultur, sportpolitische und gesellschaftliche Themen aus. Nicht nur für Fußballfans ein spannendes Hörerlebnis.

 

ZEIT Verbrechen

Im beliebten True-Crime-Podcast „ZEIT Verbrechen“ stellen die Journalisten Sabine Rückert und Andreas Sentker pro Folge einen echten Kriminalfall vor. Dazu gehören sowohl unbekanntere Verbrechen als auch Fälle mit großer medialer Resonanz. Die Kriminalfälle werden von den beiden Hosts chronologisch aufgearbeitet. Dabei greift die jahrelange Erfahrung der ehemaligen Gerichtsjournalistin Sabine Rückert, die dazu beiträgt, dass sich während des Gesprächs nochmal neue Sichtweisen auf die einzelnen Fälle entwickeln – und dabei zeigen sich oft menschliche Abgründe. Wer wissen will, warum eine Frau ihren Mann hinrichten ließ oder warum Zeugen vor Gericht lügen, drückt bestimmt die Play-Taste. Gänsehaut!

 

In extremen Köpfen

In seinem Podcast spricht „Wer wird Millionär“-Gewinner Leon Windscheid mit Menschen, in deren Biographien extreme Situationen eine große Rolle spielen Menschen, die Kapitalverbrechen begangen haben bis zum Extremsportler, der den Adrenalinkick sucht. Windscheid gräbt mit seinen Gesprächspartnern tief in der menschlichen Psyche und stößt dabei immer wieder auf eines: Wahnsinn – im positiven wie auch negativen Sinne. Wer sich für praktische Psychologie und verrückte Geschichten interessiert, sollte auf jeden Fall reinhören.

 

Endlich OM

Auf Wahnsinn folgt Entspannung: In „Endlich Om“ geht es um ein gut gelauntes Leben und wie man dieses erreichen kann. Gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Selbstliebe stehen an der Tagesordnung. Stefanie Luxat spricht mit Menschen, die ihr geholfen haben, diese Themen in ihren Alltag zu integrieren und ihr so zu einem friedvollen und ausgeglichenen Leben verholfen haben. Nachmachen ist ausdrücklich erwünscht!

 


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Lust auf mehr Geschichten aus Hamburg?

Meet the Resident – Jagu

Jeden Monat stellt SZENE HAMBURG Residents vor, diesmal: Jagu von Kaetana Records– präsentiert von hamburg elektronisch

Interview: Louis Kreye & Jean Djaman 

 

SZENE HAMBURG: Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Techno, Deep, und hypnotisch. Teilweise von Trance beeinflusst.

Wann ist deine Lieblingsplaytime?

Ich spiele gerne immer ab 4:00 Uhr.

Wann war dein letzter Gig vor Live-Publikum?

Das war im KitKat Club in Berlin. Eine Woche danach mussten sie schließen wegen Corona. Ich muss immer noch weinen, wenn ich daran denke.

Hast du einen Stream des Monats?

Inhalt der Nacht @ Altes Kraftwerk Rummelsburg, Berlin.

Und eine Platte des Monats?

ANO V-I von Cadency und Hector Oaks

Was war dein größter Moment als DJ?

Das war im Room II vom PAL und ich habe spontan mit DJ Tennis B2B gespielt. Er war, als ich jünger war, einer meiner Idole.

Wochenendtipp im Club-Lockdown?

Alleine schöne Musik hören, gute Drinks genießen und hoffen, dass die Clubs bald wieder aufmachen.

Ein aktuelles Set von Jagu hört ihr hier:

 


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2021. Das Magazin ist seit dem 28. Januar 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Fotografie: Marion von der Mehden zeigt die Kraft des Sports

Die Hamburgerin Marion von der Mehden arbeitet seit 1991 als selbstständige Fotografin. Ihr neues Fotoprojekt „Sport und Integration“ zeigt in ruhigen Bildern die Schicksale mutiger Menschen und die Kraft des Sports

Interview: Mirko Schneider

 

SZENE HAMBURG: Bis Ende März wird Ihr Fotoprojekt „,Sport und Integration“ an den Messehallen entlang der Karolinenstraße zu sehen sein. Wie kam es dazu?

Es begann mit der Einladung zum Oberstdorfer Fotogipfel für den September 2020 durch Kurator Christian Popkes. Nach der positiven Resonanz auf das Projekt wollte ich unbedingt in Hamburg ausstellen. Die Messehallen als Ausstellungsort waren schon immer ein Traum von mir. Wir stießen bei der Hamburg Messe & Congress GmbH sofort auf Begeisterung.

Als Sie erfuhren, dass 2020 in Oberstdorf das Thema „,Sport“ lauten würde: Was haben Sie da gedacht?

Ich dachte spontan „Oje, ich bin doch keine Sportfotografin“. Actionfotos von Sportveranstaltungen konnte ich nicht anbieten. Doch dann überlegte ich, wie ich an das Thema herangehen könnte. So kam ich auf „Sport und Integration“.

Sport bedeutet ja schließlich viel mehr als Gewinnen oder Verlieren. Und Integration ist aktuell ein wichtiges Thema, wobei Sport das Potential hat, Integration gelingen zu lassen.

Für Ihr Fotoprojekt traten Sie direkt an 17 Sportlerinnen und Sportler heran. Welche Rolle spielte der Hamburger Sportbund?

Eine sehr wichtige Rolle. Der HSB, beziehungsweise das Team Integration durch Sport, fand die Idee sofort super, hat mich in jeder Hinsicht hervorragend unterstützt. Alle Vereinskontakte kamen über den HSB zustande.

Ich wusste auch vorher gar nicht, wie viel der HSB als Dachverband der Hamburger Sportvereine und -verbände eigentlich leistet. Ich habe mich mit deren Arbeit beschäftigt und fand viele der Angebote auch recht kreativ.

Zum Beispiel das „Fahrradtraining für Frauen“ im Rahmen des Programms „Integration durch Sport“. Hier hat mich die Geschichte der Ägypterin Dina sehr berührt, die als junges Mädchen nicht Fahrradfahren lernen durfte. Nun nimmt sie an einem der Kurse teil und ist sehr glücklich darüber.

 

„Jeder einzelne Mensch ist wichtig“

 

Welche Erlebnisse und Begegnungen haben Sie noch besonders bewegt?

Hier möchte ich ein Wort einfügen: uns. Denn Texterin Sarah Beckmann hat die Interviews geführt, aus denen die kleinen Textbaukästen zu den Fotos entstanden sind. Damit fielen wir in Oberstdorf übrigens total aus der Reihe. Aber diese kurzen Erklärungen waren nötig, um den Menschen auf dem Foto noch besser zu verstehen, ihm noch näher zu kommen.

Sarah und ich waren beeindruckt davon, wie wenig Berührungsängste es gab. Wir wurden stets wie gute Freunde aufgenommen. Sehr beeindruckend war Cricketspieler Said. Er wurde von den Taliban verfolgt und ist aus Afghanistan geflohen. Bis heute weiß er nicht, ob seine Eltern noch leben, und sie wissen nicht, ob er noch lebt. Ich bin selbst Mutter und das ist unvorstellbar für mich.

Oder Ali, ein Parkoursportler, der in Syrien zum Militär sollte. Er floh in einem Boot nach Lesbos. In Hamburg setzte er sein in Damaskus abgebrochenes Schauspielstudium fort, hat seit 2019 unter anderem Engagements am Schauspielhaus Hamburg. Und noch eine Sportart möchte ich herausheben: das Ringen.

Wieso?

Ich dachte immer, Ringer sind nur Muskelpakete. Aber die haben uns einen Handstand gezeigt, sogar einen Flic Flac. Wir sahen weichfließende, technisch perfekte Bewegungsabläufe des ganzen Körpers. Wir haben viele Informationen und einen spannenden Einblick in den Ringsport bekommen.

Sie haben alle Bilder in Schwarz-Weiß aufgenommen. Warum?

Wegen der Unterschiedlichkeit der Motive. Wir waren an so vielen Plätzen mit so vielen verschiedenen Bedingungen, da dachte ich: „Ich muss da irgendwie Ruhe reinbringen. Farbe ist hier nicht wichtig.“

Gibt es eine Botschaft, die Sie mit dieser Ausstellung den Menschen vermitteln möchten?

Ja. Jeder einzelne Mensch ist wichtig. Zusammenhalt, Teamgeist und Fairplay zählen. Im Sport und im Leben. Nicht die Hautfarbe, der Glauben oder die Kultur.


Sport-SZENE_01_21-1 SZENE HAMBURG SPORT, Januar 2021. Das Magazin ist seit dem 28. Januar 2021 als Heft im Heft in der Februar Ausgabe SZENE HAMBURG im Handel erhätlich!

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Hamburger Nachwuchs: Sängerin Sukie

Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Sukie ihren ersten eigenen Song veröffentlichte. Doch spätestens, als im Oktober ihre Debüt-EP „Love And Impatience“ erschien und die Kunde von einer neuen, talentierten Sängerin aus Hamburg die Runde machte, war klar: Mit Sukie wird zukünftig zu rechnen sein. Im Interview spricht die 22-Jährige über Schwermut als Treibstoff, das derzeitige Darben der Kreativszene und Lichter am Ende des Tunnels

Interview: Daniel Schieferdecker

 

SZENE HAMBURG: Sukie, wie bist du zur Musik gekommen?

Sukie: Musik war immer ein großer Teil meines Lebens. Ich war ein sehr ruhiges Kind, habe viel Zeit mit mir selbst verbracht – und dabei fast immer Musik gehört und gesungen. Ich habe es dann aber eine Weile schleifen lassen – bis vor drei Jahren mein bester Freund bei einem Autounfall gestorben ist.

Und dann?

Das war jemand, der sehr krass gelebt hat; der immer seinen Weg gegangen ist und das gemacht hat, was er machen wollte. Da ist mir bewusst geworden, dass ich viel zu lange meine Zeit mit Dingen vergeudet habe, die mich nicht erfüllen – das ist für viele Leute ja deren Realität. Aber das wollte ich nicht.

Ich habe dann einen Coversong bei Instagram hochgeladen, coole Reaktionen darauf bekommen und weitergemacht. Im Oktober kam dann meine erste EP „Love And Impatience“.

Bist du tatsächlich so ungeduldig, wie es der EP-Titel verheißt?

Ja, ganz schlimm! Wenn ich Dinge nicht auf Anhieb kann, höre ich sofort wieder damit auf. Ich werde sonst wahnsinnig. (lacht)

Deine Pressesgentur hat dich angepriesen als „junge Frau mit Charakter“. Was meinen die damit?

(lacht schrill) Wenn ich das nur wüsste! Hat nicht jeder einen Charakter? Aber sagen wir so: Ich bin in gewissen Dingen sehr speziell – aber auf eine gute Art und Weise.

Das musst du erklären.

Ich bin sehr feinfühlig, eine sehr empathische Person. Das schadet mir manchmal zwar auch, weil ich oft mehr bei anderen bin als bei mir. Aber das ist etwas, das mich ausmacht.

 

 

Deine Lyrics schreibst du auf Englisch. Warum?

Ich habe einen besseren Zugang zu der Sprache. Deutsch als Muttersprache ist einfach zu nah an mir dran. Das Englische ermöglicht mir eine etwas objektivere Sicht auf die Dinge. Aber: Ich bin bilingual aufgewachsen, weil meine Mutter lange in London gelebt hat.

In deinen Songs liegt viel Schwere, in den meisten geht es um düstere Themen. Ist das deine Art der Verarbeitung?

Ja, absolut. Ich kann aber keine Songs schreiben, wenn es mir richtig schlecht geht. Das passiert erst danach, wenn ich die Situation für mich selbst schon ein bisschen verarbeitet habe.

Du machst nicht nur Musik, sondern studierst auch Ethnologie und klassische Archäologie. Inwiefern hat dein Studium Einfluss auf deine Songs?

In vielerlei Hinsicht: Durch das Ethnologie-Studium bekommt man einen sehr weiten Blick darauf, wie die Menschen auf der Welt in der Gesellschaft funktionieren.

Kennst du den Begriff der kulturellen Universalien? Das sind Dinge, die nicht kulturabhängig variieren, die es in jeder Gesellschaft gab und gibt – und eine davon ist Musik. Das finde ich spannend: dass Musik, unabhängig vom Text, eine Sprache ist, die von jedem überall auf der Welt verstanden werden kann.

 

„Ich sehe gerade ganz viele Existenzen sterben“

 

Vor Corona hast du in einer Bar gearbeitet. Seit einem Jahr nun nicht mehr. Hatte das einen Einfluss auf deine Musik?

Total! Ich habe immer gerne Gastro gemacht, aber das schlaucht auch – zumal das ein Job ist, der dir menschlich nicht viel zurückgibt und deinen Schlafrhythmus total zerschießt.

Durch den Wegfall dieses Jobs hatte ich nun mehr Zeit, mich auf mich selbst zu konzentrieren. Mich zu fragen: Wer will ich sein? Wie will ich klingen? Das hat mir geholfen. So perfide es klingen mag: Ein Stück weit bin ich tatsächlich dankbar für die Situation. Aber jetzt ist auch gut. (lacht)

Welche negativen Einflüsse hatte die Pandemie auf dich?

Ich hatte dadurch viel Zeit zu zweifeln. Zwischendurch bin ich in tiefe Löcher gefallen und hab mich gefragt, wofür ich das eigentlich mache, wenn es ja doch niemand  zu hören bekommt – vor allem nicht live.

Ich kriege ja auch mit, was in meinem Umfeld los ist, wo viele Leute professionell Musik machen. Ich sehe gerade ganz viele Existenzen sterben, Clubs schließen, eine ganze Branche untergehen.

Wie motivierst du dich, trotzdem weiterzumachen?

Indem ich versuche, mich darauf zu besinnen, Kunst nicht für andere, sondern in erster Linie für mich selbst zu machen. Trotzdem macht die Situation mir Angst. Ich saß durchaus schon mit Heulkrämpfen im Studio. Aber eigentlich bleibt einem gar nichts anderes übrig, als positiv zu bleiben und nicht den Glauben zu verlieren.

 

 

Hast du eigentlich eine Lieblingszeile von dir?

Ja, aus „Hit Me“. Da singe ich: „And the night might be yours, but the morning is mine.” Die finde ich sehr schön. Es gibt auch noch eine andere, aber die ist noch nicht veröffentlicht. Kann ich daher nicht verraten, sonst klaut die noch einer. (lacht)

Wenn es unveröffentlichte Textzeilen von dir gibt: Kommt dann dieses Jahr noch was Neues von dir?

Auf jeden Fall! Wahrscheinlich noch eine EP. Und dann mal schauen, wie es insgesamt mit der Musik und Kultur hier weitergeht. Ich habe auf jeden Fall noch einige sehr, sehr gute Songs, die nur darauf warten, veröffentlicht zu werden.

thisissukie.com


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2021. Das Magazin ist seit dem 28. Januar 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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Hilf Mahl: Keine Pause für die Hilfe

Mit dem Spendenprojekt wird Obdachlosen in Hamburg geholfen – und das schon seit acht Jahren. HILF MAHL!-Organisator Dietmar Hamm über die Herausforderungen im Bereich der Obdachlosenhilfe und das erforderliche Umdenken während der Corona-Krise

Interview: Eira Richter

 

SZENE HAMBURG: Dietmar Hamm, die Corona-Pandemie stellt die gesamte Gesellschaft vor immer neue Hürden. Was empfinden Sie im Bereich der Obdachlosenhilfe durch HILF MAHL! momentan als größte Herausforderung?

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„Es bedarf der besonderen Wahrnehmung“: Dietmar Hamm (Foto: Gerrit Meier)

Dieter Hamm: Das Besondere an der Pandemie ist, dass die Appelle, in der eigenen Wohnung zu bleiben, die Menschen nicht erreicht, die ohne Wohnung sind. Das Schicksal, obdachlos zu sein, kann sich nicht stärker zeigen als jetzt.

Der Schutz des eigenen Lebens und der Schutz der anderen kann für Menschen ohne Obdach nur mithilfe von Gemeinschaften, die sich der Obdachlosenhilfe zuwenden, versucht werden. Menschen ohne Wohnung leben in besonderer Not.

HILF MAHL! kann zur Zeit leider nur einen kleinen Beitrag zur Linderung leisten, da die HILF MAHL!-Spenden gemeinsam mit Hamburger Gastronomen und deren Gästen gesammelt werden. Da die Gastronomien geschlossen sind oder nur Take-away-Service anbieten dürfen, müssen wir versuchen, Direktspenden an HILF MAHL! von Bürgern und Unternehmen für unsere Projekte zu erhalten.

 

Besondere Wahrnehmung

 

Erforderte die Umstellung während des Lockdowns besondere logistische Anstrengungen?

Es bedarf der besonderen Wahrnehmung von HILF MAHL! in den Restaurants, die einen Take-away-Service anbieten. Vor Corona informierte das Restaurant die Gäste durch Tischaufsteller oder persönliche Ansprache über HILF MAHL!.

Die Gäste sind dann nach einem guten Essen auch gerne bereit zu spenden, weil sie HILF MAHL! schätzend kennengelernt haben. An der Abholstation des Restaurants ist die Sensibilisierung für HILF MAHL! nicht immer möglich. Das Essen zum Mitnehmen wird ja sonst kalt.

Wird die Spenden-Option auf dem neuen Weg häufig genutzt?

Wir freuen uns sehr darüber, dass in der Vergangenheit viele Gäste gerne in Restaurants speisten, die HILF MAHL! unterstützen und erkannt haben, dass ihre Spende hilft. Deshalb kommt es auch zunehmend vor, dass wir eine Überweisung von Restaurantgästen erhalten mit dem Hinweis, dass sie den Betrag sonst gerne im Restaurant gespendet hätten und HILF MAHL! die Spende auf diesem Wege zukommen lassen.

Denken Sie über eine zeitliche Ausweitung der Spenden-Option auch über den Winter hinaus nach?

In der Vergangenheit war der Fokus, das Spenden auf den Winter zu konzentrieren, sicher stimmig. Einige Spendenprojekte von HILF MAHL! laufen jedoch auch ganzjährig, und bedingt durch die besonderen Erschwernisse und Gefahren für obdachlose Menschen in der Pandemiezeit, werden wir nicht pausieren, zu helfen.

hilfmahl.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Februar 2021. Das Magazin ist seit dem 28. Januar 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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ACHIY: Mode im Einklang mit der Natur

Die Erfahrungen, die Vivica Pietz während ihrer Zeit in Peru gesammelt hat, haben sie stark geprägt. Sie hat in einem sozialen Kinderprojekt gearbeitet und dabei vor allem Menschlichkeit, Fröhlichkeit und Dankbarkeit kennengelernt und wie man im Einklang mit der Natur wirtschaftet. Aus diesen Erfahrungen entstand ACHIY – Mode mit einem neuen Geist

Interview: Frank Sill

 

Bei ACHIY ist jeder Pullover handgemacht und die unterschiedlichen Designs limitiert. Die Herstellung entspricht der ursprünglichen indigenen Tradition und auch das Design inspiriert sich an den Symboliken und traditionellen Mustern der südamerikanischen Kulturen und damit steckt in jedem Muster eine eigene Geschichte. Diese spannenden Geschichten kann man sich auf der Website von ACHIY anhören, denn dort werden diese von Einheimischen erzählt.

Die junge Gründerin und Inhaberin Vivica Pietz hat eine enge und persönliche Beziehung zu ihren Produzenten und Stricker in Peru und sich vorgenommen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die soziale und kulturelle Verantwortung sichern und einen Gegenpol zur Fast-Fashion-Industrie setzen.

 

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ACHIY Gründerin Vivica Pietz (Foto: Frank Sill)

Moin Vivica, verrate uns doch gleich am Anfang, wie du auf den Namen ACHIY gekommen bist beziehungsweise was er bedeutet?

Er kommt aus der Sprache der Inka und ACHIY lässt sich für mich am besten mit dem englischen „enjoy“ übersetzen. Am Ende aber bedeutet es für mich, glücklich zu sein und ich versuche, das auch jeden Tag zu leben.

Wenn man sich deine Website ansieht, dann spürt man sehr deutlich, dass Fröhlichkeit und Lebensfreude einen großen Stellenwert für dich haben. Was bedeutet es für dich konkret?

Das kommt aus der Entstehungsgeschichte zu ACHIY. Ich war 2014 das erste Mal für ein soziales Projekt in Peru. Das war in einem Slum von Arequipa, der zweitgrößten Stadt von Peru, und dort hatte ich das Glück ein Kinderprojekt mitbetreuen zu dürfen. Es gab dort eine kleine Schule, in der wir zum Beispiel bei den Hausaufgaben geholfen haben oder auch mit den Kindern zum Arzt gegangen sind.

Was mich dort so fasziniert und dann auch geprägt hat, war die Tatsache, dass die Menschen dort zwar fast nichts hatten und trotzdem sehr viel Fröhlichkeit und auch herzliche Dankbarkeit gezeigt haben. Auch das Vertrauen, dass wir als sehr junge und auch letztlich kulturfremde Menschen erhalten haben, indem man uns die Kleinstkinder in Obhut gegeben hat, hat mich sehr berührt. Diese tiefe und offene Menschlichkeit hat mich seitdem nicht mehr losgelassen und ist zum Kern von ACHIY geworden.

 

„Das Vlies der Götter“

 

Ihr verwendet ausschließlich die Wolle von Alpakas. Was macht diese Wolle so besonders?

Die Peruaner nennen es nicht ohne Grund das Vlies der Götter, weil es einfach so göttlich weich ist und die Eigenschaften der Fasern einzigartig sind. Auf der einen Seite hält die Wolle durch diese Fasern sehr warm und ist gleichzeitig sehr atmungsaktiv. Diese Kombination der Eigenschaften ist letztlich der untergebenen Tatsache geschuldet, dass die Alpakas in sehr unwirtlichen Regionen, bis zu 5.000 Meter hoch im kargen Gebirge, leben. Das Klima wechselt dort von extremer Kälte zu hoher Hitze, entsprechend haben sich die Eigenschaften ausgeprägt und aufgrund der hohen Seidigkeit der Wolle ist sie auch sehr hautverträglich.

 

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Die weiche Wolle der Alpakas wird auf
den Strickmaschinen in althergebrachter Art verarbeitet (Foto: ACHIY UG)

 

Dir ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Ihr schreibt auf eurer Website auch „Natürlich neu gedacht: unsere Definition von Nachhaltigkeit“. Nachhaltigkeit ist ja auch schon selbst ein Modebegriff geworden, den sich viele anhaften. Was bedeutet das für euch speziell?

Nachhaltigkeit ist natürlich heute auch ein Trendbegriff. Dadurch, dass ich eben auch lange mit und in indigenen Communitys, die noch sehr im Einklang mit der Natur wirtschaften, gelebt habe, habe ich erfahren, wie selbstverständlich dieses eigentlich ist. Die kennen diesen Begriff gar nicht, weil die Logik ihres Alltages bedeutet, umsichtig mit Ressourcen umzugehen. Es ist für mich ein Lebensprinzip und nicht wie häufig nur ein Label.

Ihr seid da ja sehr konsequent und arbeitet zum Beispiel beim Versand mit RePack zusammen. Kannst du uns einmal das Prinzip dieses Versandes erläutern.

Das ist ein wirklich cooles Unternehmen, die arbeiten mit Mehrweg-Versandverpackungen. Die bestehen aus recycelten Materialien und können bis zu zwanzig Mal wiederverwendet werden. Die Verpackungen haben einen ID-Code mit Rückadresse integriert, das heißt unsere Kundinnen können nach Erhalt unserer Ware die Repack-Verpackung kostenfrei in einen Briefkasten stecken.

RePack arbeitet die Verpackung wieder auf und gibt sie wieder in den Versandkreislauf und wir spenden zusätzlich noch einmal je Rückversand des RePack zwei Euro für die Unterstützung indigener Völker.

 

Traditionelle Muster

 

Kommen wir jetzt mal zu eurer Mode, die ihr herstellt. Der Ursprung eurer Philosophie ist Peru. Wovon lasst ihr euch bei euren Designs inspirieren?

Unsere Inspirationsquelle sind schon die traditionellen Muster der süd-amerikanischen Völker und der Geschichte. Mit jedem unserer handgestrickten Kunstwerke versuchen wir eine einzigartige Geschichte zu erzählen und in jeder Symbolik dieser Kulturen steckt eine tiefere Bedeutung, mit der wir modisch spielen. Der Condor steht etwa für die obere Welt, den Himmel und die Götter und in diesem modischen Spiel versuchen wir, die Kultur und Traditionen dieser Völker wieder ein wenig mehr ins Bewusstsein zu bringen und etwas mehr Sinnhaftigkeit zu stiften.

 

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Die weiche Wolle der Alpakas wird auf
den Strickmaschinen in althergebrachter Art verarbeitet (Foto: ACHIY UG)

 

Viele unserer Kleidungen liegen häufig etwas seelenlos und ohne Bedeutung in unseren Schränken. Unser Claim „Designed by another Life“ manifestiert auch unseren Anspruch, die Menschen beziehungsweise Künstler hinter unseren Produkten zu zeigen, denn sie sind ein wesentlicher und letztlich der entscheidende Bestandteil unserer Mode – ohne sie wäre es nur ein Stück Wolle. Und wir sind stolz diese jahrhundertealte Handwerkskunst am Leben zu erhalten und in unsere „moderne“ Welt zu übertragen.

Was meinst du mit in unsere moderne Welt übertragen?

Das bedeutet, dass wir auch Linien anbieten, die etwas schlichter und dezenter in den Mustern und Farben gehalten sind. Die traditionelle Mode ist eben sehr bunt und für den europäischen Geschmack nicht eins zu eins zu übertragen. In unserer aktuellen Herbst-Winter-Kollektion haben wir daher jetzt das Prinzip „Pachamama“ zugrunde gelegt, das für Mutter Natur steht und für uns in der modischen Übertragung bedeutet, dass wir die Wolle mit natürlichen Farben aus der Natur eingefärbt haben.

Somit schaffen wir es, in unserer „Pure Nature“-Sparte auch ohne den Einsatz von traditionellen Mustern eine einzigartige Geschichte über das Leben der indigenen Communitys im Einklang mit der Natur zu erzählen.

 

Schöne Körperschmeichler

 

Mode unterliegt ja extremen Trendeinflüssen und ist sehr schnelllebig geworden. Wie geht ihr damit um?

Daran müssen wir uns natürlich auch orientieren und das auch in unseren Schnitten widerspiegeln, legen aber eben viel Wert auf durch die Handwerkskunst bedingte Qualität und hervorragende, hochwertige Wolle Lieblingsstücke zu produzieren, die man immer wieder über viele Jahre gerne anzieht.

Unsere limitiert erhältlichen Kunstwerke sind einfach schöne Körperschmeichler und für eine Kundin, die Lust hat, in die eher traditionell beeinflusste Kollektion zu schlüpfen, haben wir die „Pure Spirituality“-Linie. Mit „Pure Fashion“ decken wir sehr modische, dem Trend entsprechende Wünsche sehr gut ab. „Pure Nature“ ist dafür wieder etwas für Frauen, die es eher klassisch mögen. Ich bin mir sicher, dass unsere Linien für jeden Geschmack etwas Schönes bieten.

 

achiy.com


SZENE HAMBURG KAUFT EIN 2020 SZENE HAMBURG KAUFT EIN!, Dezember 2020. Das Magazin ist seit dem 19. November 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

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Shopping: 5 nachhaltige Adressen in der Sternschanze

Besonders in der Sternschanze gibt es einige Läden, die sich einem ökologisch-nachhaltigen Lebensstil verschrieben haben. Einen Mix aus fünf klimaschonenden Adressen hat SZENE HAMBURG hier gesammelt:

 

GLORE HAMBURG

 

Im bunten und vielfältigen Karoviertel findet sich seit Mai 2010 die Hamburger Filiale von Glore, einem Unternehmen, das sich auf Bio- und Fairtrade-Mode spezialisiert hat. Das Sortiment richtet sich sowohl an Frauen und Männer und wird nach hohen ethischen Ansprüchen ausgesucht.

Jedes Kleidungsstück wurde fair gehandelt und ökologisch nachhaltig produziert, einen Extrastempel gibt es noch für Stücke die vegan sind, also keinerlei tierische Bestandteile beinhalten.

Glore Hamburg
Marktstraße 31

 

LOCKENGELÖT

 

Schränke und Kommoden aus Ölfässern, Leuchten aus LPs, Eierbecher aus Skateboards und Kleiderleisten aus Büchern – Lockengelöt praktiziert Upcycling in seiner schönsten Form. Die Teile sehen nicht nur extrem stylish aus, sondern schenken Dingen, die sonst auf dem Müll gelandet wären, ein neues Leben.

Lockengelöt
Marktstraße 114

 

MERIJULA STORE

 

Merijula ist eine moderne und nachhaltige Lifestylemarke aus Hamburg. Kleidung und Accessories sind fair und nachhaltig produziert und leben von ihrem bunten und ungewöhnlichen Look.

Die einzelnen Buchstaben des Namens stehen für Werte, für die die beiden Founder Sarah und Julian einstehen: Magic, Education, Respect, Independence, Justice, Unity, Love, Art.

Merijula Store
Wohlwillstraße 24

 

GRÜNE FLORA

 

Das Team der grünen Flora macht sich regelmäßig auf die Suche nach neuen, ungewöhnlichen Pflanzen und verkauft nur regionale Blumen, die gerade Saison haben. Schön und nachhaltig!

Grüne Flora
Schulterblatt 79

 

MIMULUS NATURKOSMETIK

 

Eine besondere Auswahl an Naturkosmetik findet man in diesem stilvollen kleinen Laden mitten in der Schanzenstraße. Nicht nur die großen Marken, sondern auch kleine weniger bekannte Label und andere Schätze werden in das Sortiment aufgenommen, wie zum Beispiel plastikfreie Bio-Zopfgummis oder recycelbare Zahnbürsten für Kinder.

Nicht nur sind die Produkte biozertifiziert, aus nachhaltigem Handel und/oder vegan, man macht sich auch viele Gedanken um die Vermeidung von Plastikmüll und die Schonung von Tier und Umwelt. So ist unter einigen Produkten ein kleines Schild an das Regal geklebt, „No bad waste“, damit sofort ersichtlich ist, dass diese keinen oder nur recycelbaren Müll produzieren. Unbedingt mal reinschauen, sich beraten lassen oder einen Gutschein für eine besondere Person erstehen (die übrigens sehr niedlich bedruckt sind).

Mimulus Naturkosmetik
Schanzenstraße 39a


SZENE HAMBURG KAUFT EIN 2020 SZENE HAMBURG KAUFT EIN! 2020. Das Magazin ist seit dem 19. November 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

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Weihnachten: 10 Geschenkideen aus Hamburg

Alles aus Hamburg! Ganz hanseatisch: Nützliches in schönem Design

SZENE HAMBURG hat kleine und große Weihnachtsgeschenke für den kleinen und großen Geldbeutel zusammengesucht. Ganz nach dem Motto „shop local“ kommen alle Produkte von Hamburger Marken und Shops. Durch den Kauf folgender Produkte wird der lokale Einzelhandel unterstützt:

 

  1. Ob Tea- oder Cocktail-Time – mit dem wird auf jeden Fall stilsicher serviert. (Preis auf Anfrage)

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Clic im Stilwerk
Große Elbstraße 68 (Altona-Altstadt)

 

2. Knallbunte Schlüsselanhänger von dekoop gibt es im Onlineshop oder im Ladenbüro auf der Kleinen Freiheit zu kaufen. (9,90 Euro)

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dekoop
Kleine Freiheit 1 (St. Pauli)

 

3. Mit der Designerlampe „Trulla“ geht auch in den eigenen vier Wänden die Sonne auf. (349 Euro)

weihnachtsgeschenk-lampe-hamburg-clavo-design-haengeleuchte

clavo-design.de

 

4. „Gossip“ ist ein Stuhl von moij design aus Formholz – perfekt zum entspannten Zurücklehnen. (498 Euro)

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moijdesign.de

 

5. Wie praktisch: Geschirrtücher mit aufgedruckten Rezepten gibt es bei Frohstoff. (15,60 Euro)

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Frohstoff
Wexstraße 38 (Neustadt)

 

6. Die Schalen in Origami-Optik von moij design liegen voll im Trend. (14 Euro)

 

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moijdesign.de

 

7. Der minimalistisch kreierte Kerzenständer passt zu jedem Einrichtungsstil. (79 Euro)

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hauszeitdesign.de

 

8. Wie elegant Tonkunst aus Hamburg sein kann, zeigt die Kollektion von tovaa. Das Geschirr wird direkt aus der Werkstatt heraus verkauft. (13 Euro)

 

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tovaa
Bernstorffstraße 133 (Altona)

 

9. „All Natural“ verspricht die Marke „Stop the Water While Using Me!“. Die flüssige Seife gibt es in verschiedenen Varianten. (10,90 Euro)

 

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Kauf Dich Glücklich
Schulterblatt 18 (Sternschanze)

 

10. Süßes T-Shirt: In der B-LAGE gibt es Franzbrötchen-Patches zum Aufnähen auf diverse Kleidungsstücke. Ziem(t)lich cool! (7,90 Euro)

 

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B-LAGE
Kampstraße 11 (Sternschanze)


https://szene-hamburg.com/wp-content/uploads/2020/07/Cover-Living-Guide-2020.jpg SZENE HAMBURG WOHNEN+LEBEN 2020. Das Magazin ist seit dem 31. Juli 2020 im Handel und auch im Online Shop erhältlich! 

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Top 5: Das beste Kimchi der Stadt

Das Nationalgericht Koreas gibt es an diesen fünf Adressen saftig, lecker und in spannenden Kombinationen zubereitet

Foto: Jakub Kapusnak via Unsplash

 

Restaurant Kimchi

 

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Hamburgs Kimchi-Paradies: In dem familiengeführten koreanischen Restaurant kommt die namensgebende Spezialität in allen erdenklichen Zubereitungsarten auf den Tisch. Hinter Kimchi Joen verbirgt sich etwa ein traditioneller Vorspeisen-Pfannkuchen mit scharfem eingelegtem Chinakohl. Außerdem auf der Karte: Kimchi in Eintöpfen, Suppen, Frühlingsrollen oder gedämpften Teigtaschen.

Restaurant Kimchi: Heußweg 10 (Eimsbüttel), Telefon 49 38 71, Di–Fr 12–15, Mo–Fr 17–23, Sa–So 12–23 Uhr

 

Han-Mi

 

 

Das Han-Mi ist eine echte Hamburger Institution. Mit seinen Tischgrills und den Traditionsgerichten wie Bibimbab oder Ginsengeintopf mit gefülltem Stubenkücken lockt das Lokal auch täglich viele koreanisch stämmige Gäste an. Auch der Kimchi schmeckt hier besonders gut, ob als Vorspeise oder Suppeneinlage. Empfehlung: der gebratene Kimchi mit Schweinebauch – extra scharf, aber richtig lecker!

Han-Mi: Kleine Seilerstraße 1 (St. Pauli), Telefon 78 01 07 77, Mo–Sa 11.30–15, 17.30–23, So 17–23 Uhr

 

Man Nam

 

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Dürfen wir vorstellen: unser Kimchi Bokkum. Gebratener Kimchi mit Zwiebeln und Schweinefleisch. 🌶 Die koreanische Küche ist für ihre Schärfe bekannt und vor allem für Kimchi. Kimchi ist scharf eingelegte Chinakohl, der je nach Alter immer saurer wird. Sehr saurer Kimchi wird gerne gebraten oder in einem Eintopf oder Suppe gekocht. __________ #restaurantmannam #mannamhamburg #hamburg #restaurantsinhamburg #koreanischeküche #koreanischesrestaurant #koreanischesessen #kimchi #kimchibokkeum #friedkimchi #scharfesessen #hamburgahoi #supportyourlocals #karolinenstrasse #karoviertel #stpauli #만남식당 #한식 #함부르크 #gutenappetit #traditionalkoreanfood #food #soulfood #lecker

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Seit über zehn Jahren und damit lange bevor Kimchi in Deutschland Trendstatus bekam, serviert das Man Nam koreanische Küche im Karoviertel. Wer sich angeschlagen fühlt, genehmigt sich am besten den Kimchi Jigae, einen scharfen Kimchi-Eintopf mit Tofu und Schweinefleisch. Der bringt ordentlich ins Schwitzen und hat schon so manche Erkältung abgewehrt – würzig und schmackhaft ist er obendrein.

Man Nam: Karolinenstraße 1 (St. Pauli), Telefon 43 09 71 71, Di–Do 12–15, 18–23, Fr 12–15, 18–24, Sa 18–24, So 18–23 Uhr

 

Kini

 

 

Unter bunten Lampions sitzt es sich am schönsten in großer Runde zusammen. Das Restaurant ist spezialisiert auf Anjus, die koreanische Form der Tapas, die geteilt am besten schmecken. Der Kimchi kommt hier pur, im Pancake, mit Bratreis oder gedämpftem Tofu ins Schälchen. Dazu darf nach koreanischer Tradition eine Flasche Soju (Süßkartoffelschnaps) oder Makgeolli (Reiswein) auf dem Tisch nicht fehlen.

Kini: Susannenstraße 15 (Sternschanze), Telefon 430 02 20, So 15–22:30 Uhr

 

Seoul 1988

 

 

Allein für die urige Einrichtung, mit der die koreanischen Betreiber das Flair Seouls der 80er Jahre einfangen wollten, lohnt sich der Besuch. Wie in Korea üblich werden Essen und Rechnung per Knopfduck bestellt. Beim Mittagstisch gehören zur Hauptspeise immer vier kleine Beilagen dazu, die einzeln in kleinen Schälchen serviert werden. Sie wechseln täglich – bis auf den super leckeren Kimchi, den gibt es immer.

Seoul 1988: Müggenkampstraße 86 (Eimsbüttel), Telefon 60 85 48 20, Mo–Fr 11.30–15, 17–24, Sa 12–24 Uhr


Diese Topliste stammt aus dem Gastro-Guide SZENE HAMBURG ESSEN+TRINKEN und ist seit April 2020 für 10,80 Euro im Handel und im Online-Shop erhältlich!


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