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MEUTE auf dem Coachella Festival

Die Hamburger Techno-Marching Band MEUTE spielt neben Harry Styles, Billie Eilish und der Swedish House Mafia beim Coachella Festival 2022 in Kalifornien

Text: Anarhea Stoffel

Meute kennt man in Hamburg zum Beispiel von ihren verrückten Konzerten mitten auf der Schanze. 2015 starteten die elf Bandmitglieder mit der Idee Techno-Musik mit einer Performance zu verbinden. Sie coverten bekannte Songs mit Blaskapelleninstrumenten und machte dadurch elektronische Musik sichtbar. Zuerst performten sie auf der Straße und kurz darauf in den Clubs. 2017 erschien ihr erstes Album „Tumult“, 2020 der Nachfolger „Puls“.

Inzwischen füllen die Jungs mit selbst komponierten Songs die ganz großen Hallen. Im Sommer 2021 spielten sie auf dem Dach der Elbphilharmonie im Rahmen der „Elbphilharmonie Sessions“ ein Set aus Covers und eigenen Songs. Und als ob das nicht genug wäre, kündigte MEUTE nun ihren Auftritt auf einem der größten Festivals der USA an: dem Coachella. Das US-Magazin Variety bezeichnete die Band im Zuge dessen als das „most curious booking“ des Festivals im Jahr 2022. Der Auftritt beim Coachella ist für MEUTE Teil ihrer großen US-Tour.

Coachella: DAS Festival in den USA

Das Coachella wurde 1999 von Paul Tollett und Rick Van Santen in Indio (Kalifornien) ins Leben gerufen. Mittlerweile umfasst das Festival zwei Wochenenden mit Musik aus allen Genres. Es gibt verschiedene Freiluft-Stages sowie Zelte auf und in denen Konzerte laufen. Dazu kommen seit einigen Jahren Kunst-Installationen und das who is who Hollywoods lässt sich auch regelmäßig blicken. 2017 zählte das Festival rund 250.000 Besucher:innen.

In den letzten beiden Jahren musste Coachella aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Umso größer ist die Vorfreude auf die diesjährige Party. Denn angekündigt sind neben MEUTE Musikgrößen wie Harry Styles, Billie Eilish, Måneskin, Ye (früher Kanye West) und der deutsche DJ Koze. Das Coachella findet vom 15. bis 17. und 22. bis 24. April 2022 statt und ist seit Januar restlos ausverkauft. Die Tickets kosten dabei pro Wochenende ab 450 Euro. Wer es luxuriös mag, bekommt für über 1000 Euro sogar Zugang zu ausgewählten VIP-Bereichen. 


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Tash Sultana beim MS Dockville Festival 2022

Das MS Dockville Festival 2022 hat 18 neue Künstler:innen bestätigt. Darunter neben Tash Sultana auch Leoniden und Die Orsons

Text: Felix Willeke

Vom 19. bis 21. August 2022 findet das MS Dockville Festival zum 14. Mal statt. Jetzt hat das Festival 18 neue Künstler:innen bestätigt. Und mit der Australierin „Tash Sultana“ kommt damit genreübergreifender und internationaler Glanz zum Dockville. Spielte die 26-jährige Multiinstrumentalistin vor ein paar Jahren noch auf den Straßen Melbournes, füllt sie mittlerweile die großen Arenen und vor Kurzem wurde ihr sogar die Ehre eines eigenen MTV Unplugged zu Teil – das Album zum Konzert erscheint am 3. Juni 2022. Jetzt kommt die Künstlerin, die sich als non-binär bezeichnet, also auch zum Dockville. Doch damit nicht genug. Neben Tash Sulatana geben sie mit „Leoniden“ auch echte Lokalmatadoren die Ehre. Erst im letzten Sommer hat die Kieler Indie-Rock-Band mit „Complex Happenings Reduced to a Simple Design“ ihr aktuelles Album veröffentlicht, dass sogar zeitweise auf Platz 1 der Albumcharts kletterte.

Tash Sultana bei ihrem MTV Unplugged in Melbourne

Ein würdiges Line-up

Neben Tash Sultana und Leoniden kommt mit „Die Orsons“ und „01099“ auch feinster Hip Hop & Rap zum MS Dockville 2022. Schon länger bekannt sind zudem die Auftritte des Schweizer Sängers „Faber“ und der Hamburgerin „Ali Neumann“. Aber wie immer gilt: There‘s still more to come – weiter Künstler:innen werden in nächster Zeit bekannt gegeben und damit steigt die Vorfreude auf das MS Dockville Festival 2022.

„New 68“ von Leoniden

Das MS Dockville Festival 2022 findet vom 19. bis 21. August in Hamburg-Wilhelmsburg statt, es gibt noch Tickets.


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Tanz mit einem Sexroboter

In Gloria Höckners „Sentimental Bits“ agieren vier Performer:innen und ein humanoider Sexroboter miteinander, um sich einer Aus- und Bewertung durch KI zu entziehen. Das Tanzstück ist eine von drei Produktionen, mit denen die aktuellen K3-Residenz-Choreografinnen sich im Rahmen des Festivals TanzHochDrei vom 24. März bis 3. April 2022 auf Kampnagel vorstellen

Interview: Dagmar Ellen Fischer

SZENE HAMBURG: Gloria Höckner, Tanz kann aus physischen Phänomenen bestehen, die durchaus nicht auf den menschlichen Körper begrenzt sind, und da gäbe es zahlreiche Möglichkeiten – warum ein Sexroboter?

Gloria Höckner: Der Sexroboter verkörpert die Frage nach einer Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Er fragte mich beispielsweise, ob ich männlich oder weiblich bin. Als ich antwortete, dass ich nicht-binär sei, war der Roboter überrascht. Warum ist meine Identität überraschend? Warum geht der Roboter von zwei Geschlechtern aus? Diese in Maschinen eingeschriebenen Vorurteile will ich sichtbar machen und problematisieren.

Im Untertitel heißt deine Choreografie „This Magic is in Spite of Me“, ins Deutsche übersetzt, ergibt das indes wenig Sinn …

Der Untertitel stammt aus einem Experiment, bei dem eine Künstliche Intelligenz auf Grundlage bisheriger Songs einen neuen komponierte. Es offenbart sich, dass KI es zwar schafft, Muster eines vorgegebenen Materials zu erkennen und zu verarbeiten, sie ist dabei aber doch fehlerhaft. Diese Reproduktion von Mustern ist besonders problematisch, wenn sie beispielsweise an Grenzübergängen eingesetzt wird, um Menschen zu analysieren – und nicht nur Songtexte.

Sich durch Tanz einer Erkennung entziehen

Bei „Sentimental Bits“ geht es darum, sich computergesteuerten Überwachungssystemen zu verschließen beziehungsweise sie zu stören, wie funktioniert die Übertragung in eine Performance?

Durch körperliche Nähe, Bewegung/Tanz, ein Spiel mit dem körperlichen Ausdruck, die Benutzung von Masken und die gegenseitige Umschlingung von eigenen wie fremden Körperteilen entziehen sich die Performer und Performerinnen der „Erkennung“ durch die Software. Die Körper entwickeln eine eigene Intelligenz oder ein Bewusstsein gegenüber der KI. Die Performerinnen und Performer spielen damit, durch ihren Gesichtsausdruck oder ihre Bewegungen die KI so zu irritieren, dass sie entweder gar nicht mehr erkannt werden oder Störungen im System erzeugen. So „hacken“ sie ihren Ausdruck und lassen „Glitches“ entstehen.

Welche Bilder entstehen, wenn Körper gehackt und geglitcht werden?

Die Emotions-KI erkennt nur eine begrenzte Anzahl an Emotionen und lediglich zwei Gender. Trotz dieser begrenzten Möglichkeiten findet die Technologie zunehmend Eingang in die Gesellschaft, zum Beispiel bei Jobinterviews. In dem Stück wird sichtbar, wie die Software über digitale Masken versucht, Gesichtsausdrücke zu deuten und mittels Kategorisierung zu interpretieren. Die Performerinnen und Performer irritieren die KI, sodass sie kaum noch erkannt werden. Das Bewegungsmaterial entsteht unter anderem durch das Spiel der Performerinnen und Performer mit den Grenzen des Systems. Jedes Mal, wenn die Performer:innen sich außerhalb der von der KI bekannten Kategorien bewegen, entstehen alternative Narrationen, überraschende sowie irritierende Bilder und Dialoge.

Hörbare Emotionen

Braucht es dafür Performerinnen und Performer mit bestimmten Voraussetzungen?

Ich arbeite mit Performerinnen und Performer, die selbst ein Interesse an der Thematik mitbringen. Uns verbinden eigene Erfahrungen mit den politischen Implikationen, eingeschriebenen Vorurteilen und Körpervorstellungen dieser Systeme.

Wie werden die begleitenden „immersiven Klanglandschaften“ erzeugt?

Wir haben ein eigenes Musikinstrument gebaut, indem wir den von der KI erkennbaren Emotionen und Genderkategorien eigene Klänge zugewiesen haben. So werden sie hörbar und das Gesicht zu einem Instrument. Das Gleiche haben wir auf eine Software angewendet, die den Körper der Performerinnen und Performer verfolgt und ihre Bewegungen in eine Klanglandschaft transformiert.

Sentimental Bits – This Magic is in Spite of Me: Kampnagel, 26. und 27. März 2022


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Jan: „Das ist für mich der Ursprung der Musik“

Tagein, tagaus wirbeln knapp zwei Millionen Menschen durch Hamburg. Begleitet von hvv switch fischen wir sie für einen Moment aus ihrem Alltag und lauschen ihren Geschichten. Diese Woche sind wir Jan begegnet.

Protokoll: Kevin Goonewardena

 

„Ich bin in Drage in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Als ich ungefähr acht Jahre war, hat mich mein Vater auf mein erstes Konzert mitgenommen. Ein Irish Folk-Konzert im Nachbardorf von unserem 250 Seelen Nest. Das war nur ein Trecker mit einem Anhänger als Bühne, unglaublich intim. Die Musiker haben die Leute nur mit ihren Stimmen und Gitarren in ihren Bann gezogen. Ich kannte so was gar nicht. Aus dem Fernsehen kann ich nur große Pop-Konzerte und wusste nicht, dass es da noch andere Abstufungen gibt. Auch wenn ich noch klein war, fühle ich diese Stimmung heute noch und das Gefühl, was sie damals in mir auslöste.

Für mich ist es eines der schönsten Dinge bei der Kunst ein Gefühl zu vermitteln, dass man nicht unbedingt beschreiben können muss. Das möchte ich auch mit meiner eigenen Musik erreichen. Ich möchte, dass die Leute so nah wie möglich an mich rankommen und verstehen, was ich fühle und dass sie das fühlen, was ich als Kind auf diesen intimen Konzerten gefühlt habe.

 

Fernsehshow: Unauthentisch

 

Ich hoffe, ich ermutige die Leute, zu sein wie sie sind, indem ich ihnen zeige dass ich so bin, wie ich mich gebe. Zwischen mir und meiner Kunstfigur gibt es keinen großen Unterschied. Vor drei oder vier Jahren war ich in Köln, beim Vor-Vor-Entscheid des Eurovision Songcontest – quasi der Vorstufe zu der Fernsehsendung, bei der der deutsche Kandidat gekürt wird. Dort fragte mich eine Choreografin, ob ich eine Choreografie hätte und was ich denn auf der Bühne anziehen würde. Ich hatte ein schwarzes T-Shirt an und meinte: ‚Ja das hier, was ich jetzt auch gerade anhabe‘, eine Choreografie hätte ich nicht. Als mir dann eine angeboten wurde – ich sollte Halb-Playback spielen, ohne Gitarre –, habe ich schnell gemerkt, dass ich da nicht reinpasse. Ich bin kein Pop-Star, dessen Natur es mitbringt, unnahbar und unerreichbar zu sein.

 

Ein Kreis schließt sich

 

Auch heute noch liebe ich besonders die kleinen Konzerte. Da bin ich ganz nah am Publikum und kann nachher noch mit den Leuten schnacken. Ich spiele viele Sofa-Konzerte und Gigs in Kneipen, diese kleinen Sachen ohne Barriere zwischen Künstler und Publikum. Das ist für mich der Ursprung der Musik. Dieses Irish Folk-Konzert damals war sowas, wie ein Schlüsselmoment. Später hat sich dann auch ein ein Kreis geschlossen. ich habe irgendwann auf auf einem meiner eigenen Gigs eine Frau kennengelernt. Sie war damals auch auf diesem Folk-Konzert und kannte meinen Vater und mich.”


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Reeperbahn Festival: Sicher, weil getestet

Das Club-Festival geht in die nächste Runde. Die erste Durchführung während der Pandemie im vergangenen Jahr lässt auf einen weiteren Erfolg hoffen

Text: Erik Brandt-Höge

 

Im September 2020 staunten Fans von Live-Kultur nicht schlecht: Die Pandemie war in vollem Gange, aber das Reeperbahn Festival fand statt. Dank eines ordentlichen Sicherheits- und Hygienekonzepts konnte das weltberühmte Club-Festival möglich gemacht werden.

Reeperbahn Festival-Spielort, das Molotowcocktail; Foto: Robin Schmiedebach

Reeperbahn Festival-Spielort, das Molotowcocktail; Foto: Robin Schmiedebach

Und: Es war ein voller Erfolg. RBF-Geschäftsführer Alexander Schulz: „Wir wollten zeigen und erleben, wie sich ein Festival unter Pandemiebedingungen anfühlt – und zwar für uns als Veranstalter, für das Publikum, die Künstlerinnen und Künstler, als auch die Spielorte selbst, immerhin gab es so eine Situation vorher glücklicherweise noch nie.“ Die Durchführung des RBF 2020 habe gezeigt, dass „der Kulturbetrieb auch in einer Krise nicht nur von großer Wichtigkeit ist, sondern sich dieser immensen Herausforderung mit viel Umsicht und Kreativität gestellt hat“. Es wären „weder unmittelbar, noch in einem längeren Zeitraum nach der Veranstaltung Infektionsketten bekannt“ geworden. Gründe genug, auch in diesem Jahr wieder loszulegen – in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und der Gesundheit aller Beteiligten stets im Blick. Das Musik- und Konferenzangebot ist auch in diesem Jahr wieder reich an Highlights.

 

Von Sting bis Jupiter Jones

 

An rund 35 Spielorten – davon drei Open-Air-Bühnen –, werden Bands und Solo-Künstler aus dem Pop und Rock ebenso präsent sein wie aus dem Punk, Soul, HipHop und Jazz. RBF-Besucher dürfen sich auf Shows von etwa Balbina, Die Höchste Eisenbahn und Jupiter Jones freuen. Ebenso auf internationale Acts à la Tom Odell und William Fitzsimmons. Der wohl größte Name spielt gleich zu Eröffnung: Neben Joy Denalane gibt sich Sting am 22. September im Stage Operettenhaus die Ehre – zu sehen via Stream.

Gewöhnungsbedürftig, aber immerhin: Reeperbahn-Festival-Live-Moment 2020; Foto: Tom Heinke

Gewöhnungsbedürftig, aber immerhin: Reeperbahn Festival-Live-Moment 2020; Foto: Tom Heinke

 

Mehr als Live-Musik

 

Auch Konferenztechnisch verspricht zum Beispiel der Beitrag von Speaker Lyor Cohen (Youtube/Google, Global Head of Music) spannend zu werden, der von dem Vorhaben erzählt, sein Unternehmen zum größten Umsatzträger des globalen Musikmarktes zu machen. Und wer sich ein paar Einblicke in die bunte Welt von „TikTok LIVE“ verschaffen möchte, bekommt diese von Dr. Yasmina Banaszcuk (Head of Content Programming & Strategy at TikTok Germany) und Michael Kümmerle (Head of Music Operations at TikTok Germany).

Reeperbahn Festival, 22. – 25.9.; reeperbahnfestival.com


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2021. Das Magazin ist seit dem 28. August 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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48h Wilhelmsburg: Viel Programm auf der Elbinsel

Vom 3. bis 5. September 2021 gibt es wieder viel Kultur und Musik in Wilhelmsburg, in diesem Jahr Open Air und On Air

Text: Felix Willeke

 

48h Wilhelmsburg ist schon fast ein Klassiker in Hamburg. Seit zwölf Jahren gibt es das Festival zwischen Norder- und Süderelbe. Vom 3. bis 5 September 2021 geht es auf der Elbinsel wieder rund. Es gibt Musik wie die von Die Tüddelband, Filmvorführungen wie von „Django – ein Leben für die Musik“, einen Musiker:innenflohmarkt, Ausstellungen wie das Femlab, reichlich Programm für Kinder und vieles mehr. Doch auch an 48h Wilhelmsburg geht die Corona-Lage nicht spurlos vorbei. Neben Open Air findet das Festival 2021 auch On Air statt. Vor Ort gibt es entlang von vier Spaziergängen, drei Wasserwegen und zwei Fahrradtouren Ausstellungen, Musik, Kunst und Kultur. Hinzu kommen sechs größere Konzertlocations: Dabei wartet „P+R Veddel“ mit Rockmusik auf, am Sportplatz des Vorwärts 98 Ost e.V. gibt es einen Mix aus Punk, Gipsy, HipHop und Swing zu hören und bei „Mozaiksounds im BUND Naturgarten“ kann man am Sonnabend einen Rhythmusworkshop besuchen.

 

48h Wilhelmsburg, 2021 auch On-Air

 

Da bei vielen kleineren Orten die Kapazität begrenzt ist, verlagert 48h Wilhelmsburg einen Teil des Festivals zusätzlich On Air: Es wird einige Live-Streams geben, die auf der eigenen Homepage oder bei TIDE zu sehen sind. Eröffnet wird das Festival ebenfalls online: Beim Stream aus der Minibar gibt es am 3.9. Techno von Turtur und die Deichdiele bietet eine digitale Plattenreise. Es gibt also auch in Zeiten der Pandemie in Wilhelmsburg 48 Stunden lang wieder viel zu erleben.

mvde.de/48h-wilhelmsburg


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Die altonale 2021: klein, kompakt und vielfältig

Vom 2. bis 19. September 2021 geht es in Altona um „Systemrelevanz“, so das Motto der altonale 2021

Text: Felix Willeke

 

Vielfältig wie immer, aber dank Corona auch etwas kompakter als gewohnt, das soll sie sein, die Altonale 2021. Unter dem Motto „Systemrelevanz“ gibt es bei dem Festival vom 2. bis 19. September 2021 wieder ein breites Programm. Die Konzentration liegt dabei auf den drei Wochenenden im September:

Emersound sorgt für die Musik bei der Eröffnung der Altonale 2021; Foto: altonale

Emersound sorgt für die Musik bei der Eröffnung der Altonale 2021; Foto: altonale

Am 4. und 5.9. gibt es die Infomeile, am 11. und 12.9. folgt der altonale kunstmarkt und am Abschlusswochenende (17. bis 19. 9.) gibt es dann wieder STAMP – das internationale Festival der Straßenkünste. Los geht es am 2. September mit Illuminationen der Berliner Lichtdesigner Nulight und Musik von Emersound rund um das Festivalzentrum am Altonaer Museum.

 

Systemerelevanz im Fokus

 

Im Verlauf der drei Wochen lädt auch altonale salon seine Besucher wieder zur Auseinandersetzung mit dem Festivalthema ein. Am 11.9. um 15 Uhr gibt es dazu im Altonaer Museum eine Podiumsdiskussion und Gespräche, gefolgt von Kurzfilmen. Neben der kunst altonale im Altonaer Museum spielen auch Literatur und Theater wieder eine Rolle: Gemeinsam mit dem Thalia Theater in der Gaußstraße bringt das Festival beispielsweise zum achten Mal das Format book.beat auf die Bühne (10.9. um 20 Uhr).

Jenobi sorgen für den Beat bei book.beat; Foto: By the sea Photography

Jenobi sorgen für den Beat bei book.beat; Foto: By the sea Photography

Auch die kleine Kunst ist wieder im ganzen Stadtteil zu sehen, bei „Altona macht auf!“ öffnen sich überall die „Sehnsuchtsfenster & Balkontheater“ und feiern unter dem Motto „Gib Altona Dein Gesicht!“ ihren 10. Geburtstag.

 

STAMP ist zurück

 

Zum Abschluss des dreiwöchigen Kulturmarathons dann also STAMP: im Park am Platz der Republik und in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt auf dem EU-Projekt LIBERTY, das sich an junge Künstler zwischen 18 und 30 Jahren richtet. Für alle Veranstaltungen der altonale 2021 – außer für die STAMP-Veranstaltungen – ist eine Anmeldung notwendig. Also egal, ob Literatur, Kunst, Musik, Performance oder Theater, im September führen (fast) alle Wege nach Altona.

altonale.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2021. Das Magazin ist seit dem 28. August 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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arabesques: Das deutsch-französische Kulturfestival

Das deutschfranzösische Kulturfestival arabesques findet 2021 vom 2. September bis zum 10. Dezember statt

Text: Marco Arellano Gomes

 

Statt wie üblich im Januar findet das deutsch-französische Kulturfestival arabesques vom 2. September bis zum 10. Dezember 2021 statt. Zentrales Thema diesmal: „Metamorphosen –  Métamorphoses“. Deutsche und französische Künstler treffen sich in Hamburg und begeben sich in über 50 Veranstaltungen – von Neuer Musik, Film, Debatten bis hin zu Tanz, Chanson und Theater – auf die Spurensuche nach neuen Möglichkeiten, sich künstlerisch auszudrücken.

Yéanzi bei der Arbeit; Foto: Melbye-Konan Gallery

Yéanzi bei der Arbeit; Foto: Melbye-Konan Gallery

Darunter der ivorische Künstlers Yéanzi, dessen zentrales Thema die Identität ist. Er gestaltet menschliche Gesichter aus Kunststoff, den er zum Schmelzen bringt, um ihn dann auf Oberflächen tropfen zu lassen. Vernissage und Ausstellung finden in der Millerntorgalerie (16.9) statt, ein Graffiti-Event in der Galerie Melbye-Konan (17.9).

 

Ein Festival mit fast 10-jähriger Tradition

 

Musikalisch erfinden Pia Davila, Luise Kautz, Simon Janssen und Valentin Mattka für die Klassik ein neues Format: Die „Liedmovies“ – ohne Schnitt und mit live wechselnden Szenografien gedreht und zu einer Kunstgalerie zusammengefügt, gleichen diese Video-Gemälde einer Art Mini-Museum (2. bis 4.9.). Die in Hamburg lebende Chansonsängerin Véronique Elling und der Akkordeonist Jurij Kandelja gehen in ihrem Programm „Paris Chéri“ den Mythen der Stadt Paris nach – mit Liedern von Édith Piaf, Juliette Gréco und Charles Trenet (5.9.). Das deutsch-französische Kulturfestival arabesques wurde 2012 ins Leben gerufen und findet jedes Jahr statt. Der Name des Festivals stammt aus der arabischen Ornamentkunst, in der kalligrafische und natürliche Formen ein facettenreiches Gesamtbild ergeben.

arabesques-hamburg.de


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Kultur in Harburg: „Sommer im Park“ auf der Freilichtbühne

Vom 20. bis 29. August 2021 gibt es beim „Sommer im Park 2021“ auf der Freilichtbühne in Harburg ein vielfältiges Programm: Von Theater über Poerty Slam bis Livemusik werden viele Genre bedient

Text: Felix Willeke

 

2018 wurde zum ersten Mal auf der Freilichtbühne im Harburger Stadtpark unter dem Motto „Sommer im Park“ gefeiert. Nachdem 2020 das Fest nicht wie geplant stattfinden konnte, geht es 2021 wieder los. Vom 20. bis 29. August 2021 steht viel Kultur auf dem Programm: Neben Livemusik gibt es auch Kabarett. Am Samstag gibt sich zum Beispiel der Musikkabarettist Johannes Kirchberg die Ehre, gefolgt von der 1999 gegründeten Hamburger Rockband „Nine-T-Nine“. Den Abschluss am Sonntag macht „Antigone“ in einer Inszenierung unter der Regie von Lars Henriks mit Nisan Arikan, Imke Frieda Sander und Siddhii Lagrutta.

 

Highlight zum Schluss

 

Nachdem es am Abschlusswochenende unter anderem mit der Coverband „Songs of U2“ und der dänischen Soul-Formation „D/Troit“ noch einmal musikalisch zur Sache geht, wartet am Sonntag der krönende Abschluss: Beim „Harburger Vielfaltsfest 2021“ treffen am 29. August von 13 bis 18 Uhr Menschen aller Kulturen, Generationen, Geschlechter und Hintergründe in entspannter Atmosphäre zusammen.

Dabei gibt es neben jiddischer Musik, arabischen Liedern und russischer Folklore auch die Verleihung des SIKO-Preises, der Einzelpersonen, Institutionen oder Vereine auszeichnet, die sich in der Vergangenheit in vorbildlicher Weise um Sicherheit und Sauberkeit im Bezirk Harburg gekümmert haben.

Sommer im Park: 20. bis 29. August 2021


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Videointerview: Scotch & Water am Morgen

Kultursommer-Reporterin Daphne Sagner trifft die Hamburger Indie-Band Scotch & Water zum idyllischen Schnack in Planten un Blomen. Im Gespräch geht’s um Heimat, Musik und natürlich den Kultursommer

Text: Isabel Rauhut

 

Die Hamburger Indie-Künstler Scotch & Water stehen mit Singles wie „Fear“ und „Floralia“ auf dem Radar der norddeutschen Musikindustrie. Ihr Debütalbum „Sirens“ ist im Mai 2021 erschienen. Am 11. August präsentiert die Band den Langspieler im Rahmen des Kultursommer Hamburgs auf der Bühne des Musikpavillons in Planten und Blomen.

Im Interview spricht Kultursommer-Reporterin Daphne Sagner mit Sängerin Samira Christmann und Gitarrist Hansjakob Wedemeyer über ihre Leidenschaft zur Musik, Hamburg als Heimatstadt und die Möglichkeit beim Kultursommer ein Konzert zu spielen.


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