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Top 10 – Das sind unsere Highlights der Altonale21

Poeten im Park, Kunst im Schaufenster, Konzerte und Lesungen: Die Altonale21 verwandelt den Stadtteil in ein Kulturfestival – hier kommt unsere Top 10

Text: Anne Guttmann
Foto: Thomas Panzau

1) Altona macht auf! – 7. Juni

Auch in diesem Jahr wandeln die Bewohner ihre Balkone in kleine Bühnen um. Zu dem Thema „Worauf warten wir“ werden diese zu Sehnsuchtsfenstern, die sich öffnen und zeigen, was den Stadtteil ausmacht und beschäftigt: Wer sind wir? Wie leben wir zusammen? Worauf warten wir, unsere Zukunftspläne umzusetzen? Fragen, die performativ umgesetzt oder auch beantwortet werden.

Altona macht auf!: Unterschiedliche Orte und Uhrzeiten

 

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2) Fremder Reichtum – 12. Juni, 20:30 Uhr

An diesem Abend werden fünf Kurzfilme zum Thema Heimat gezeigt. Sie nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise von Deutschland nach Rio, Ghana, Kanada und Burkina Faso. Alle Filme versuchen, mit unterschiedliche Herangehensweisen das heutzutage wichtige und komplexe Thema auf ihre eigene Art zu präsentieren. Mal geht es um das Finden, mal um das Verlassen oder um die für jeden unterschiedliche Bedeutung von Heimat.

Fremder Reichtum: Christianskirche


 3) Kill Strings – 7. Juni, 17 Uhr

Die Post-Grunge-Band fällt nicht nur durch lauten Sound auf, sondern auch durch ihr soziales Engagement. Anfang des Jahres spielte die Band bereits ein Konert im Uebel und Gefährlich und versprach einen kostenlosen Auftritt für Obdachlose. Dieser wird nun bei der Altonale mit der Unterstützung von Basis & Woge e.V. stattfinden. Auch mit dabei: The Girls & The Ghost und Roods & Reeds.

Kill Strings: Bühne am Festivalzentrum

 

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4) Ebbe und Flut – 31. Mai, 22:30 Uhr

Die Company „But I Fly Dance“ unter der Leitung der Choreografin Fiona Gordon gestaltet gemeinsam mit der Poetry-Slammerin Anna Wessel sowie dem Videokünstler Alex Grimm einen Abend unter dem Motto „Reichtum in Hamburg“. Die Performance thematisiert Armut, um mit Kunst Ungleichheiten zu überwinden.

Ebbe und Flut: Platz der Republik


5) Kunst im Schaufenster – 2. Juni, 15 Uhr

Ganz Altona wird auch in diesem Jahr wieder in eine große Galerie verwandelt. 53 Läden stellen ihre Schaufenster während des Festivals Kunstschaffenden zu Verfügung, damit sie dort ihre Werke präsentieren können: Von Recycling über Ungleichheit in der Gesellschaft bis zu neuen Ideen unserer Zeit – Themen, mit denen sich die Künste auseinandersetzen. Zudem veranstaltet Chrisdian Wittenburg vom Künstlerhaus Frise Rundgänge zu ausgewählten Schaufenstern.

Kunst im Schaufenster: Ottenser Hauptstraße 10


6) Guru Dudus Silent Disco Walking Tours – 2. Juni, 17 Uhr

Eine Gruppe Menschen tanzt wild im selben Takt, bewegt sich plötzlich in eine unvorhersehbare Richtung und lacht gemeinsam laut los. So sieht es aus, wenn der Melbourner Komiker David Naylor als Guru Dudu bei seinen englischsprachigen Führungen den Teilnehmern über Kopfhörer einheizt. Zu Hits der 70er, 80er und 90er Jahre führt er sie durch Altona, erzählt Wissenswertes über den Stadtteil und bringt die Leute in flashmobartigen Aktionen zusammen.

Guru Dudus Silent Disco Walking Tours: Altonaer Museum

 

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7) Literaturnachmittag mit Jubiläum – 15. Juni, 14 Uhr

Im Rahmen der Altonale feiert der Verlag Ellert und Richter sein 40-jähriges Bestehen. Dazu laden sie in ihren Hof, zu einem Nachmittag voller Lesungen begleitet von Gitarrenmusik. Zehn Autoren des Verlags lesen aus ihren Büchern die unterschiedlichsten Geschichten – von Romanen aus der Region über Krimis bis hin zu Ratgebern ist alles dabei.

Literaturnachmittag mit Jubiläum: Borselstraße 16c


8) Poeten im Park – 2. Juni, 12 Uhr

Bei einem geführten Spaziergang durch den Jenischpark kann man den Sommer literarisch genießen. Hier lesen an drei Orten die Autoren Dagrun Hintze, Regina Pichler und Michael Weins aus ihren Büchern. Dazu gibt es bei hinreißendem Elbblick interessante Fakten zum Park von der Moderatorin Friederike Moldenhauer.

Poeten im Park: Baron-Voght-Straße 50

 

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9) Designgift Open Air – 15.-16. Juni

Auf dem Markt präsentieren ausgewählte Aussteller Mode, Schmuck und Dekorationsartikel sowie kulinarische Highlights. Sie alle müssen den von der Altonale festgelegten Richtlinien in Bezug auf Nachhaltigkeit gerecht werden. Kleine Unternehmen mit besonderen Produkten aus Deutschland und darüber hinaus haben hier ihre Plattform.

Designgift Open Air: Bahrenfelder Straße


10) VVisionair – 15.-16. Juni

Zero Waste, alternative Mobilität, Upcycling, eine liebenswerte Gesellschaft – Themen, die eine Dringlichkeit haben und voran getrieben werden sollten. Auf der Christianswiese werden an Infoständen, bei Aktionen und Workshops neue Ideen und Visionen demonstriert, die helfen könnten, dass unsere Gegenwart zukunftstauglich wird.

VVisionair: Christianswiese

 

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Szene-Hamburg-juni-2019 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2019. Das Magazin ist seit dem 25. Mai 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Hamburger des Monats – Jana und Petja von Move the North

Hamburg, Kopenhagen, Malmö – drei Städte, ein Festival. Mit „Move the North“ bringen die Initiatoren Jana und Petja Pulkrabek die Menschen grenzübergreifend zusammen – was nicht nur der Kunst guttut.

Interview: Hedda Bültmann

SZENE HAMBURG: Jana und Petja, ihr betreibt gemeinsam die Produktionsfirma Manusart. Was steckt dahinter?

Petja: Wir produzieren Filme, Theaterstücke und Kultur. Jana kümmert sich etwas mehr um den Theaterbereich und meine Leidenschaft liegt vorrangig beim Film.

Und ihr habt eine internationale Plattform initiiert, die im Januar startet …

Jana: Genau, das „Move the North“-Festival. 2019 starten wir mit unserem ersten Cross-Border-Jahresprogramm. Neben Manusarts-Produktionen werden wir viele internationale Kulturprojekte zwischen Hamburg, Kopenhagen und Malmö hin und her schicken.

Petja: Das Festival beinhaltet aber nicht nur Veranstaltungen, sondern ist auch eine Plattform, auf der wir Leute aus den drei Ländern zusammen bringen und schauen, welche Möglichkeiten sich auftun. Wir hoffen, dass über internationale Kooperationen neue Impulse gesetzt werden wie beispielsweise länderübergreifende Trilogien. Sodass sich nicht nur die Kunst zwischen Ländern bewegt, sondern sich auch das Publikum mit uns bewegt, um die einzelnen Teile in den unterschiedlichen Städten zu sehen.

 

Eine Kultur-Achse über die Ostsee

 

Funktioniert Kultur als Brücke zwischen den Ländern?

Petja: Die Idee ist, dass sich Norddeutschland mit Skandinavien kulturell stärker vernetzt. Es finden ja bereits in der Wirtschaft, bei Studiengängen, in der Forschung viele Kooperationen statt. Ein nordeuropäisches Zentrum dynamischen Wachstums wird zwischen den großen Wirtschaftsräumen um Hamburg, Kopenhagen und Malmö kreiert. Aber der Bürger bekommt das gar nicht mit und für mich ist die Kultur ein Weg, das sichtbar zu machen, indem wir eine bewegte Kulturachse über die Ostsee schaffen.

Jana: Dass man zueinanderfindet, neugierig aufeinander ist, über Grenzen hinaus miteinander arbeitet. Aber auch, dass gemeinsame Werte wie zum Beispiel Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit kommuniziert werden. Gerade die nordischen Regionen vereint eine ähnliche Haltung, die über Kultur gut vermittelt werden kann.

Jana, du leitest in Kopenhagen auch das House of International Theatre

Jana: HIT haben wir Anfang 2017 in Kooperation mit dem Kopenhagener Jeremy Thomas-Poulsen gegründet und das ist auch ein Grund, warum dieses Festival entstanden ist. Mit fünf deutsch-dänischen Koproduktionen im ersten Jahr haben wir in Kopenhagen eine feste Adresse für Kultur aus Hamburg etabliert und Manusarts wurde vom The Copenhagen Post für dieses Engagement mit dem dritten Platz als Trailblazer für internationales Theater gekürt. Das Festival ist jetzt der nächste Schritt, um größer zu denken und den Austausch in beide Richtungen zu generieren.

Petja: Es gibt viele Hamburger Künstler, die großes Interesse haben, in Kopenhagen aufzutreten und vice versa. Und von Kopenhagen ist es nur über eine Brücke rüber bis nach Malmö und so ist die Koppelung der drei Länder zustande gekommen. Mit dem geplanten Bau des Fehmarnbelttunnels sollen Hamburg und Kopenhagen zusammengeführt werden, Kultur kann dafür bereits im Vorfeld eine Weiche stellen.

Unterscheidet sich die Kulturszene in Kopenhagen von der in Hamburg?

Jana: In Kopenhagen scheint es so, als wenn Kultur ein Bürgerrecht wäre. Gerade im Sommer findet an allen Ecken Kultur statt, die für alle frei zugängig ist. Wie das Opera und das Jazz Festival, das Filmfestival. Kultur begegnet einem überall, nur wenn man durch die Straßen geht. Hamburg hat viele tolle große internationale Produktionen vom Thalia Theater oder dem Schauspielhaus. Aber dieses einladende, gemütliche zeichnet Kopenhagen aus.

Petja: Stichwort Hygge. Kopenhagen hat einen anderen Zugang zur Kultur.

Petja, du bist Filmemacher. Wie sind dafür die Bedingungen in Hamburg?

Petja: Es ist toll in Hamburg. Die Zusammenarbeit mit der Filmförderung ist immer sehr angenehm, es gibt viele gute Filmleute in Hamburg, es gibt hier viele tolle Teams, eine gute Ausbildung in dem Bereich, die HMS ist eine wirklich sehr gute Filmschule. Hamburg ist schon die Filmstadt. Besser als Berlin (lacht). Es ist hier nicht so überlaufen.

 

Filmtage in Hamburg und Kopenhagen

 

Und was magst du am dänischen Film?

Petja: Das dänische Kino ist sehr besonders mit einer ganz eigenen Filmsprache und einem eigenwilligen, sehr guten Humor. Beim Filmfest in Hamburg werden jedes Jahr dänische Filme gezeigt, aber es gibt noch so viel mehr, die es zu schauen lohnt. Deshalb wollen wir im Rahmen von Move the North Filmtage in Hamburg und Kopenhagen etablieren, in Kooperation mit dem Metropolis Kino und dem Husets Biograf. Es wäre schön, wenn sie regelmäßig stattfinden würden, um das bisherige Angebot zu ergänzen.

Habt ihr Themen, die ihr künstlerisch umsetzen wollt?

Petja: Ich lass mich immer gerne überraschen, was so auf mich zukommt. Generell mag ich Geschichten, die verbinden, die das Menschliche zeigen. Wir haben zum Beispiel den preisgekrönten Kurzfilm „Occasus“ gemacht, der die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings auf seiner tragischen Odyssee nach Europa zeigt. Momentan arbeite ich an einem Stoff, der sich mit den unfairen Arbeitsbedingungen in der Modeproduktion in Indien auseinandersetzt.

 

Seht hier den Trailer zu „Occasus“

 

Jana: Die Art unserer Produktionen geht tendenziell in Richtung Arthouse. Künstlerisch hochwertig, etwas experimentell, aber unsere Geschichten haben immer eine Struktur. Man muss aufpassen, dass man in der eigenen kreativen Umsetzung das Publikum nicht aus den Augen verliert. Es sollte schon Entertainment bleiben, aber das schließt eine hochwertige Qualität und tiefgründige Themen nicht aus. Mit Move the North wollen wir Kultur transportieren, die bewegt.

Ihr seid ja Geschwister, wie klappt die Zusammenarbeit?

Petja: Jetzt gerade gut (lacht). Wir sind sehr unterschiedlich, aber gerade deshalb ergänzen wir uns auch total gut. Mittlerweile weiß ich ganz genau, was Janas Stärken sind, sie kennt meine und deshalb können wir auch die Arbeitsbereiche bestmöglich aufteilen. Das funktioniert und wir sind auf einem guten Weg unsere Manusarts-Projekte zu etablieren.

Jana: Petja ist der Strategische von uns beiden, ich sehr impulsiv, manchmal eigensinnig. Ich bin eben auch eine Schauspielerin, die auf der Bühne steht, während Petja lieber inszeniert. Manchmal auch mich (lacht).

www.manusarts.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, April 2019. Das Magazin ist seit dem 28. März 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Top 10 – Diese zehn Dinge gibt’s nur im Hamburger Osten

Hamburgs Osten wird oft unterschätzt und bleibt von vielen unentdeckt. Zeit, die Stadtteile zu durchstreifen und neue Lieblingsplätze zu finden.

Text: Luisa Uhlig
Foto (o.). Erik Brandt-Hoege

1) Großtankstelle Brandshof

Bekannt als Oldie Tanke, ist diese, neben eine auf Oldtimer spezialisierte Prüfstelle, auch ein Szene-Treffpunkt – hier rollt am Wochenende das „Alte Blech“ auf den Hof, damit es beäugt und beschnackt wird. Der kleine „Erfrischungsraum“ im 50er-Jahre-Stil, stillt Appetit und bietet eine Möglichkeit zum Fachsimpeln und Austausch. Auf jeden Fall ein Place-to-be für für Autoliebhaber, Fans der 50er Jahre und Neugierige. Mit ganz viel Charme und Stil.

Billhorner Röhrendamm 4 (Rothenburgsort); www.tankstelle-brandshof.de

 

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2) Bäckerei Caglar

Baklava und Kurabiye auf der einen Seite, Kuchen und Milchreis auf der anderen. Diese Bäckerei vereint die deutsche und türkische Küche und das nicht nur bezogen auf süße Spezialitäten: Auch Fladenbrot, Börek und Rührei wandern hier über die Theke. Der Familienbetrieb legt wert auf Hausgemachtes – und mit Glück gibt es noch warme Simit frisch aus dem Ofen. Bei gutem Wetter kann man den Schmaus auch im Außenbereich genießen.

Vierländer Damm 9 (Rothenburgsort); www.caglar-baeckerei.de

 

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Kultur

 

3) Kulturschloss Wandsbek

Das Kulturschloss in Wandsbek bietet ein saucooles, kunterbuntes Programm: Konzerte von Latin bis A-cappella, Bazare, Lesungen, Partys, Qigong , Sport-, Tanz- und Sprachkurse sind nur ein Auszug aus der Vielfalt, die hier jeden Monat stattfindet. Und on top: Das Kulturschloss engagiert sich für Toleranz im Stadtteil sowie für die Integration von Geflüchteten.

Königsreihe 4 (Wandsbek); www.kulturschloss-wandsbek.de

 

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4) Kulturpalast Billstedt

Diese Institution ist in Billstedt nicht wegzudenken. Denn der Kultur Palast verbindet die Menschen über den Stadtteil hinaus und fördert vor allem Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien. Der Zugang zur Kultur ist niedrigschwellig. Zentraler Baustein, um Sprachbarrieren zu überwinden und die Kreativität anzukurbeln ist: Musik. Dazu gibt es zahlreiche Workshops und Projekte. Ein Beispiel ist die „Bambi Galore“, der Musikclub, der eng mit der Hamburger Musikszene verknüpft ist. Mehrmals in der Woche wird die Bühne des Kulturpalastes belebt: Theater für Groß und Klein, Konzerte jeden Genres und Kabarett stehen auf dem Programm.

Öjendorfer Weg 30a (Billstedt); www.kph-hamburg.de


 

Natur

 

5) Jenfelder Moorpark

Es ist März. Zeit, das Sofa zu verlassen, um wieder frische Luft zu schnuppern. Der Moorpark in Jenfeld bietet einige Möglichkeiten, um aus dem Winterschlaf zu erwachen: ein Spielplatz, überdachter Pavillon, große Wiesen, die Kastanienallee am Eingang des Parks sowie ein Grillplatz versprechen ein Rundum-Spaß-im- Grünen-Paket. Ein Wanderweg führt rund um das Jenfelder Moor, einen See, der sich an den Park anschließt.

Ab Jenfelder Allee 49 führt ein Weg in den Park (Jenfeld)

 

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6) Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Ein absolutes Muss an einem Sonntag bei Sonnenschein, ist die Elbinsel Kaltehofe. Dort besticht die Kombination aus Natur, Kultur und Elb-Panorama. Frische Luft schnappen im Naturpark und durch Norddeutschlands größtes sowie modernstes Wassermuseum schlendern – das alles direkt an der Elbe mit Blick auf den Hafen. Ein Highlight vor allem für die Kleinen: der Erlebnispfad im Naturpark, mit Barfußabschnitt für alle Sinne.

Kaltehofe Hauptdeich 6-7 (Rothenburgsort); www.wasserkunst-hamburg.de

 

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Shopping

 

7) Ferro-Markt

Pierogi, Kwas, Tworog sind keine Charaktere in einem Fantasyfilm sondern russische Spezialitäten. Genau genommen Teigtaschen, ein Getränk aus gegärtem Brot und russischer Hüttenkäse. Zu finden im Ferro-Markt, denn dort gibt es ausschließlich russische und polnische Lebensmittel. Auch die Deko im Laden sorgt für ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis. Für Kenner der russischen Küche und Neugierige.

Billstedter Hauptstraße 3 (Billstedt)


8) Schneppchen Hamburg

Wie der Name bereits andeutet, können hier echte Schnäppchen erstanden werden. Der Secondhandladen bietet ein großes Sortiment an: von Möbel, über Haushaltsgegenstände, Porzellan, Bücher bis hin zu Klamotten. Der Fokus liegt dabei auf dem Verkauf von großen Möbeln für kleines Geld – und das alles im Vintagestil. Stöbern ist angesagt, für alle, die auf der Suche nach dem nächsten „Schneppchen“ sind.

Wandsbeker Chaussee 189 (Eilbek); www.schneppchen-hamburg.de

 

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Kinder

 

9) Wabe-Kitas

Für die Betreuung der Kinder im Hamburger Osten ist gesorgt. Der Wabe e. V. führt Kitas in ganz Hamburg und verfolgt das Konzept der offenen Pädagogik: Hier wird auf das Entwicklungspotenzial der Kinder vertraut. Die Kinder werden als aktive Gestalter ihrer Umwelt angesehen und können bereits in jungen Jahren ein Selbstverständnis von Zugehörigkeit, Wertschätzung und Mitbestimmung entwickeln.

Kita Dringsheide: Dringsheide 3a (Billstedt), Kita Farmsen: August-Krogmann-Straße 100 (Farmsen-Berne), Kita Trabrennbahn: Max-Herz-Ring 9 (Farmsen-Berne), Kita Elfsaal: Elfsaal 20 (Jenfeld); www.wabe-hamburg.de


10) Schulkinderclub Billbrookdeich

Auch wenn in Billbrook hauptsächlich Industrie zu Hause ist, dürfen die „Kleinen“ im Viertel nicht zu kurz kommen. Die Vereinigung der Hamburger Kitas „Elbkinder“ hat den Schulkinderclub Billbrookdeich gegründet, ein Treffpunkt und Betreuungszentrum für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren. Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Sportkurse, Töpfern, Kickern oder ein Computer- Führerschein – alles möglich.

Billbrookdeich 266 (Billbrook); www.elbkinder-kitas.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, März 2019. Das Magazin ist seit dem 28. Februar 2019 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Top 10 – Die schönsten Märchen zu Weihnachten

Kindertheater – Alle Jahre wieder: In der Adventszeit kommt (fast) niemand an den weihnachtlichen Märchen auf Hamburgs Bühnen vorbei. Wir stellen euch zehn davon vor:

Texte: Sophia Herzog
Beitragsfoto: Ohnsorg Theater/Oliver Fantitsch

1) Das Dschungelbuch

Die berühmte Geschichte um das Findelkind Mowgli bringt Urwald-Feeling statt Schneegestöber nach St. Pauli. Hier wächst der Junge bei einer Familie von Wölfen auf, lernt die Gesetze der Wildnis und erlebt Abenteuer mit seinen Freunden Baloo der Bär und Panther Bagheera, die ihn auch vor dem bösen Tiger Shere Khan beschützen. Ab vier Jahren.

St. Pauli Theater, bis 22.12.18; www.st-pauli-theater.de

2) Das kleine Gespenst

Jede Nacht erwacht das kleine Gespenst zur Geisterstunde, dabei will es eigentlich nichts sehnlicher, als die Welt um seine Burg herum einmal bei Tag zu erkunden. Eines Tages geht sein Wunsch endlich in Erfüllung, doch bei Tageslicht stiftet das Gespenst bei den Erwachsenen ziemliches Chaos. Ab fünf Jahren.

Harburger Theater, bis 23.12.18; www.harburger-theater.de

3) Der kleine Störtebeker

Als Robin Hood der Norddeutschen stahl der berühmte Pirat Störtebeker von den Reichen und gab die Schätze den Armen. Aber wie wird man eigentlich zum Piraten? Das Kinderstück des Schmidt Theater erzählt von den Abenteuer des jungen Störtebeker. Inklusive sprechender Ratten und, natürlich, einem Piratenschatz. Ab sechs Jahren.

Schmidt Theater, bis 20.1.19; www.tivoli.de

Die schönsten Weihnachtsmärchen für Kinder in Hamburg: Der kleine Störtebeker

Foto: Oliver Fantitsch

4) Der Nussknacker

Clara bekommt von ihrem Onkel einen Nussknacker zu Weihnachten geschenkt. Doch dieser knackt nicht einfach nur Walnüsse, sondern verwandelt sich nachts in einen Prinzen, der die Spielzeugsoldaten in die Schlacht gegen den Mäusekönig anführt. Das Weihnachts-Ballett ist eine Wiederaufnahme des Monsun Theaters. Ab drei Jahren.

Monsun Theater, bis 23.12.18; www.monsuntheater.de

Weihnachtsmärchen für Kinder in Hamburg: Der Nussknacker im Monsun Theater Foto: monsun Theater

Foto: Monsun Theater

5) Die Drei ??? Kids – der Weihnachtsdieb

Die drei Detektive aus Rocky Beach haben einen neuen Fall – denn Justus’ Geschenk für seine Tante Mathilde wurde aus seinem Versteck auf dem Schrottplatz gestohlen. Schnell verfestigen sich die Beweise, ausgerechnet gegen den Weihnachtsmann. Können die drei ??? die Bescherung noch retten? Ab acht Jahren.

Kammerspiele, bis 18.12.18; www.hamburger-kammerspiele.de

6) Hans im Glück

Als Dank für seine harte Arbeit bekommt Hans einen Goldklumpen, als er sich auf den Heimweg macht, um den Geburtstag seiner Mutter zu Hause zu feiern. Doch der Klumpen ist furchtbar schwer und der Weg lang. Ohne zu zögern tauscht er also das Gold gegen ein Pferd, und das Pferd gegen eine Kuh – mit was in den Händen er wohl letztendlich ankommt? Ab drei Jahren.

Hoftheater Ottensen, bis 13.1.19; www.norddeutsches-tourneetheater.de

Hans im Glück: Weihnachtsmärchen im Hoftheater Ottensen in Hamburg Foto: Kindertheater Wackelzahn

Foto: Kindertheater Wackelzahn

7) Max und Moritz

Sie sind wohl die bekanntesten Unruhestifter der Kinderliteratur. Nicht nur die Witwe Bolte oder der Schneider Böck fallen ihrem Unfug zum Opfer, auch Lehrer Lämpel und Onkel Fritz müssen dran glauben – bis die Dorfbewohner genug haben, und einen Plan schmieden. Ausnahmsweise wird mit diesem Kinderstück im Ohnsorg Theater auf Hochdeutsch inszeniert. Ab vier Jahren.

Ohnsorg Theater, bis 27.12.18; www.ohnsorg.de

8) Peter Pan

Vorbei am zweiten Stern rechts und dann immer geradeaus bis zur Morgendämmerung – diesen Weg fliegen Wendy und John Darling zusammen mit Peter Pan bis nach Nimmerland. Für die berühmte Geschichte über die Magie der kindlichen Vorstellungskraft, aber auch über das Erwachsenwerden hat das Theater für Kinder eigens Musik komponiert. Ab sechs Jahren.

Theater für Kinder, bis 27.1.19; kindertheater.alleetheater.de

9) Pippi Langstrumpf

In Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker stellt das Mädchen mit den roten Zöpfen einiges auf den Kopf. Mit ihrem Affen Herr Nilsson, ihrem Pferd Kleiner Onkel und ihren Freunden Tommy und Annika, die direkt nebenan wohnen, nimmt sie es in verrückten Abenteuern mit Einbrechern, Lehrern und Polizisten auf. Ab fünf Jahren.

Altonaer Theater, bis 14.1.19; www.altonaer-theater.de

Weihnachtsmärchen in Hamburg: Pippi Langstrumpf im Altonaer Theater; Foto: G2 Baraniak

Foto: G2 Baraniak

10) Rapunzel

Rapunzel reicht’s: Sie will nicht mehr in dem Turm festsitzen, in den die böse Hexe sie noch als Kind gesteckt hat. Ein Fluchtplan muss her. Gemeinsam mit ihren Freunden der ängstlichen Grille, der schlauen Eule und der frechen Maus Fleder plant sie also ihren Ausbruch. Ab vier Jahren.

Ernst Deutsch Theater, bis 23.12.18; www.ernst-deutsch-theater.de


Noch mehr Tipps für Weihnachtsmärchen findet ihr im SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Dezember 2018. Das Magazin ist seit dem 29. November 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop erhältlich! 


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1 Frage, 1 Antwort – mit Denis Nitschmann

Denis Nitschmann ist Hobbyastronom und ausgebildeter Sozialökonom mit einem Hang zu alkoholischen und kulinarischen Köstlichkeiten. Nach einigen Jahren in England und Georgien betreibt er jetzt die All Bar in Eimsbüttel.

SZENE HAMBURG: Was kann Hamburg richtig gut?

Soviel kulturhistorisches Sediment wurde über die Zeit angespült und setzt sich weiter wunderbar ab. In den verschiedenen Stadtteilen wird es abwechslungsreich gelebt. In selbst gewählten urbanen Räumen entdecken wir uns selbst, dort wo wir sind, werden wir bestätigt.

Eine Ansammlung von Menschen, die massenweise im Großen aneinander vorbeigehen und sich im Kleinen alltäglich liebevoll begegnen. Die Affinität zur Stadt ermutigt uns, einen Raum greifbar, ja fühlbar zu machen, sodass wir diesen entwickeln, in uns tragen und hervorbringen. Jene sind selten umsonst zu erbeuten, werden alltäglich umkämpft und sind fortwährend bedroht. Keine Urbanität kommt ohne Polarität aus und dennoch erlernen wir einen gemeinschaftlichen Umgang.

So können wir unsere individuellen Bedürfnisse in einem gemeinsamen Raum mit einer universellen Kompetenz bereichern – sofern wir ein Leben in der urbanen Gemeinschaft als ein selbst verstandenes Abenteuer genießen. Die Aufgabe einer Großstadt ist es kulturelle Möglichkeiten zu vermitteln, die das Offene und Mögliche widerspiegeln.

Das kann Hamburg richtig gut, aber potenziell, zweifelsohne noch besser.

Foto: Philipp Schmidt

 ALL: Lindenallee 37 (Eimsbüttel), Di-Sa 18 Uhr: www.all-bar.com


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, November 2018. Das Magazin ist seit dem 27. Oktober 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Top 10 – Was ist los in Eppenhude?

Zwischen trendigen Cafés und mondänen Boutiquen finden sich viele Orte, die man in Eppendorf und Winterhude kennen sollte.

1) Für Kaffeeliebhaber: Elbgold

Das Elbgold ist bei Hamburgern so bekannt wie beliebt. Das Café serviert fair gehandelten Kaffee, der frisch aus der Rösterei in der Schanze geliefert wird. Neben dem Heißgetränk gibt es auch Snacks und süße Leckereien wie Bagels und den Cheesecake.

Eppendorfer Baum 26 (Eppendorf); www.elbgold.com

 

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2) Für Schwedenfans: Frau Larsson

Das schwedische Café beglückt seine Gäste mit einem wechselnden Mittagstisch, und nicht nur die berühmten Fleischbällchen stehen hier auf der Karte. Sondern einiges mehr, was die Heimat von Astrid Lindgren zu bieten hat. Zu vorgerückter Stunde wird hier die Fika eingeläutet, die tradi- tionelle und von den Schweden heißgeliebte Kaffeepause mit Kuchen. Schwedenherz, was willst du mehr?!

Peter-Marquard-Straße 13 (Winterhude); www.fraularsson.de

3) Für Kinder: Bauspielplatz

Mitten im Eppendorfer Park liegt der Baui. Ein Ort, der auf 2.000 Quadratmeter ein Tierhaus, ein Tiergehege und eine Blockhütte beherbergt. Aber auch zwei Container voll mit Kinderfahrzeuge, eine Feuerstelle und einen Bauwagen als Fahrradwerkstatt beherbergt. Neben unterschiedlichen Programmpunkten können sich Kinder hier so richtig austoben.

Frickestraße 1 (Eppendorf); www.baui-eppendorf.de

4) Für Ruhesuchende: Garten der Alma de L’aigle

In dieser kleinen Oase wachsen seit 1888 Apfelbäume und bildschöne Rosen. Gründer des Gartens ist die Familie de l’Aigle. Seit den frühen 1990er-Jahren ist das Areal im Besitz der Stiftung Anscharhöhe und wird von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg betreut. Der Park ist öffentlich zugänglich.

Zugang über Lokstedter Weg 102 (Eppendorf)

5) Für Geschichtsinteressierte: Medizinhistorisches Museum

Hier wird die Geschichte der modernen Medizin sichtbar: Zum Beispiel ist der Kampf um sauberes Trinkwasser eng verknüpft mit der Entwicklung der Krankheitsbilder. Die Ausstellung „Aus dem Krieg. Feldpostkarten aus dem Lazarett, 1914-1918“, die am 19.10. eröffnet wird, zeigt Bildpostkarten, die vvon verwundeten Soldaten verfasst wurden. Diese dokumentieren das Leben im Lazarett.

Martinistraße 52 (Eppendorf); www.uke.de

 

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6) Für Kulturinteressierte: Kulturhaus Eppendorf

Das Kulturhaus gibt es seit den späten 80er Jahren. Vom Kabarett über Theater und Konzerten bis hin zu Lesungen bietet diese Stätte regelmäßig an. Darüber hinaus treffen sich hier 40 Kultur-Gruppen um sich auszutauschen.

Julius-Reincke-Stieg 13a (Eppendorf)

7) Für Kabarettfans: Alma Hoppes Lustspielhaus

Das Kabarett-Duo, Jan-Peter Petersen und Nils Loenicker, eröffneten ihr eigenes Kabarett im März 1994. Politische Satire, bissig und ehrlich, kommt hier regelmäßig auf die Bühne. Im Oktober wird „Die Schöne und das Biest“ in einer Comedy-Edition gezeigt.

Ludolfstraße 53 (Eppendorf); www.almahoppe.de

 

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8) Für Naschkatzen: Die Lakritzerie

Lakritz-Liebhaber aufgepasst! Hier findet man internationale Spezialitäten und alles, wofür das Lakritz-Herz schlägt. Zudem bietet die Besitzerin Barbara Matthias auch Pralinen aus deutscher Manufaktur an.

Barmbeker Str. 189 (Winterhude); www.lakritzerie.com

 

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9) Für die gute Einrichtung: Holzconnection

„Möbel nach Maß – für jeden Raum“ – das Motto der Tischlerei seit über 35 Jahren. Statt konformer Massenproduktionen, findet man hier ausschließlich Unikate. Natürlich können auf Wunsch auch individuelle Möbel entworfen und gebaut werden.

Eppendorfer Landstraße 90 (Eppendorf); www.holzconnection.de

10) Für die Freizeit: Porzellanfräulein

In dem Atelier können Talentierte und auch weniger Kreative ihr eigenes Porzellan herstellen. Mit vorgefertigten Schablonen oder frei nach Schnauze kann hier geknetet und geformt werden, egal ob ein Klassiker wie der Becher oder der Händeabdruck vom Nachwuchs. Nach dem Bemalen kommt das Geschirr in den Ofen, um anschließend auf dem Frühstückstisch zu landen oder an der Wand.

Preystraße 8 (Winterhude); www.porzellanfraeulein.de

 

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Beitragsbild: Suse Multhaupt

Die komplette Liste ist zu finden in der Printausgabe SZENE HAMBURG, Oktober 2018.



 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Oktober 2018. Das Magazin ist seit dem 29. September 2018 im Handel und zeitlos im Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


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Ring & Wrestling – Göttersoap in der Staatsoper

Eine Telenovela auf der Opernbühne nennt sich, logisch, „operanovela“. Das neue Serien-Format der Staatsoper „Ring & Wrestling“ startet mit fünf Folgen. SZENE HAMBURG sprach mit dem Regisseur Dominik Günther, selbst ehemaliger Wrestler.

SZENE HAMBURG: Dominik Günther, „Der Ring des Nibelungen“ mit jenem Ring zusammenzubringen, in den die Wrestler steigen, liegt nicht unbedingt auf der Hand. Ist der Begriff Ausgangspunkt für Gemeinsamkeiten?

Dominik Günther: Nein, da gibt es andere. Beides ist martialisch, kraftvoll und nutzt Pathos. Eine Soap dreht sich meist um eine Familie, in diesem Fall sind es die Götter aus Wagners Opern: Wotan, seine Ehefrau Fricka, Wotans Tochter Brünnhilde, die er allerdings mit Erda zeugte, und Donner, ein Security-Mann, der in Brünnhilde verliebt ist. Zu dieser Riege stoßen in jeder Folge neue Gäste, wie man das aus Telenovelas kennt. Freya, zum Beispiel, Frickas Schwester.

“die klassische Oper mit der Hamburger Subkultur verbinden”

Inhaltlich geht es ja da weiter, wo Wagner aufhört: Den Göttern dämmert’s, dass sie nicht mehr gebraucht werden, doch das wollen sie nicht hinnehmen…

Walhall ist abgebrannt, die Götter sind auf der Flucht, wollen aber ihre Macht unbedingt zurückgewinnen. Dabei soll ihnen ein Held, ein neuer Siegfried helfen. Hier kommen die Wrestler aus der Kultveranstaltung „Rock & Wrestling“ von St. Pauli ins Spiel. Kandidaten wie The One and Only und Pinkzilla bewerben sich, aber auch Haidi Hitler, die große Wagner-Kennerin.

Wird es eine Persiflage auf Wagner-Opern?

Nein, wir nehmen die Arbeit sehr ernst, das Genre wird keineswegs niedergemacht. Mich als Regisseur interessieren dabei verschiedene theatralische Ausdrucksformen. Wrestling hat viel von einer griechischen Tragödie, vom Kampf Gut gegen Böse. Es sind Haltungen, die gegeneinander antreten. Ich wollte die klassische Oper mit der Hamburger Subkultur verbinden.

“Richard Wagner hätte Quadrophonie genutzt”

Was passiert musikalisch oder: Wie viel Wagner bleibt?

Anteilig kann ich das nicht benennen. Der musikalische Leiter Leo Schmidthals, bekannt als Bassist der Band Selig, nimmt Puzzleteile aus Wagner-Kompositionen. Die spielt ein fünfköpfiges Orchester live, verfremdet durch elektronische Musik. Ich bin sicher, auch Richard Wagner hätte Quadrophonie genutzt, wenn er die Chance gehabt hätte – er war Künstler. Außerdem ist Punkrock aus der Westling-Szene zu hören sowie Rezitative aus den Opern, also in beiden Fällen extreme Musik.

Die einen singen göttergleich, die anderen bewegen sich in ihrem Metier, wie verbinden sie sich?

Die Opernsänger entwickelten während der Proben eine Affinität zum Wrestling, sie wollten wissen, wie es möglich ist, jemanden auf den Kopf zu knallen, ohne ihm das Genick zu brechen. Dahinter stecken ja Tricks, eine bestimmte Technik und choreografierte Bewegungsabläufe, wie beim Ballett. Darsteller aus beiden Metiers erzählen Geschichten auf der Bühne, spielen Theater.

Haben Zuschauer ohne Kenntnisse des Wagner-Kosmos den gleichen Genuss?

Ganz sicher, jeder Abend wird spektakulär. Wir erzäh­len keine Story à la Nibelun­gen. Vielleicht haben Wagner­-Kenner manchmal mehr da­ von, weil sie in Pinkzilla den Drachen Fafner oder Facetten von Alberich in Wotan er­kennen, aber andererseits gibt es auch Anspielungen auf die Wrestling­-Szene.

Für seinen „Ring des Nibelungen“ sah Wagner vier Abende vor, Sie planen fünf Folgen von „Ring & Wrestling“ an aufeinander folgenden Samstagabenden; wird erwartet, dass das Publikum dranbleibt?

Zu Beginn erzählt immer jemand, was bisher geschah, man kann also jederzeit ein­steigen.

“Das Publikum ist eingeladen, Position zu beziehen”

Wrestling hat eine große Fangemeinde, und Wagner-Musik Legionen von Anhängern – aber gibt es eine Schnittmenge im Publikum?

Vielleicht jetzt noch nicht. Aber das Publikum über­nimmt bei „Ring & Wrestling“ ja ebenfalls eine Rolle, es spielt die Fans der jeweiligen Helden und ist eingeladen, Position zu beziehen, seine Favoriten anzufeuern. Ich hoffe sehr, dass sich Zuschauer aus beiden Bereichen treffen.

Wird schließlich ein Siegfried-Nachfolger gefunden?

Ich will nicht zu viel ver­raten. Aber: Am Ende ist ein neues Walhall in Sicht!

Interview: Dagmar Ellen Fischer
Beitragsfoto: Frank Egel

Opera stabile, Premiere am 7.9., 15., 22., 29.9. www.staatsoper-hamburg.de


 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, September 2018. Das Magazin ist seit dem 30. August 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich! 


Mehr Hamburger Theater?


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Privattheatertage – “Einfach mal mehr Mut haben”

Die Privattheatertage sind in Hamburg mittlerweile eine feste Größe. Zwölf ausgesuchte Produktionen aus ganz Deutschland sind im Juni zu Gast. Jurymitglied und Schauspielerin Marion Elskis erzählt, warum es in diesem Jahr ein Festival der starken Frauen ist – obwohl nur zwei der Stücke von Regisseurinnen inszeniert wurden.

SZENE HAMBURG: Marion Elskis, Sie stehen bei den Privattheatertagen nicht selber auf der Bühne, sondern saßen in der reisenden Jury. Wie ist das, einmal selbst in die Rolle des Kritikers zu schlüpfen?

Marion Elskis: Wunderbar. Es hat wirklich großen Spaß gemacht, einmal nicht beurteilt zu werden, sondern selber zu beurteilen.

Wie viel Stücke haben Sie sich angesehen?

Ich war in einer von insgesamt drei Jurys, wir haben uns Klassiker beziehungsweise moderne Klassiker angesehen. Das waren insgesamt 24, verteilt in ganz Deutschland. Und wir durften nur vier davon einladen! Da waren wir uns nicht immer in allem einig.

Welche Klassiker haben es zum Festival in Hamburg geschafft?

„Buten vör de Döör“ von Borchert, eine Produktion vom Ohnsorg Theater Hamburg. Außerdem wird „Das Lächeln am Fuße der Leiter“ von Henry Miller aufgeführt, ein Einpersonenstück aus Dresden. Und „Die Liebe der kleinen Mouche“ ist zu Gast, vom Theater Waidspeicher aus Erfurt. Die Hauptrollen sind zwei Puppen, die von Schauspielern gespielt und gesprochen werden – eine ganz zarte, liebevolle Inszenierung. Puppentheater kommt hier immer gut an, letztes Jahr hat ein Stück mit Puppen auch den Publikumspreis gewonnen. Außerdem „Hamlet“ von Shakespeare in einer sehr besonderen Inszenierung vom Forum Theater Stuttgart.

Puppentheater verzaubert, vielleicht weil es die Menschen zurück in die Kindheit versetzt…

Das ist das richtige Wort. Ich war zwei Stunden lang verzaubert, versunken in dieser Geschichte. Ich freue mich aber auf alle Stücke sehr, es ist wirklich ein toller Spielplan geworden.

Warum sind die Privattheatertage so wichtig für Privattheater?

Um darauf aufmerksam weil es in vielen Städten und vor allem in Hamburg Privat­theater mit sehr guten Stü­cken gibt. Für die ist unser Festival natürlich eine wahn­sinnig gute Plattform.

Axel Schneider, der Initiator der Privattheatertage, sagte letztes Jahr bei der Eröffnung, die Theaterhäuser in Hamburg hätten sehr unter der Eröffnung der Elbphilharmonie gelitten. Hat sich daran etwas geändert?

Die Eröffnung der Elb­philharmonie war natürlich ein Publikumsmagnet. Und auch verständlicherweise. Das ist etwas Neues, das macht die Leute neugierig. Und wenn man den Preis für eine Karte in der Elbphilhar­monie bezahlt, bleibt erstmal nicht so viel Geld für andere Kultureinrichtungen. Das ha­ben wir natürlich zu spüren bekommen, aber sicherlich war das bei allen Theater­häusern so, auch bei den staat­lichen. Da gab es denke ich gar keinen Unterschied.

“Es gibt wenig Rollen für ältere Frauen zwischen 40 und 60”

Dieses Jahr wird der Monica-Bleibtreu-Preis zum siebten Mal verliehen. Warum fiel die Wahl bei der Benennung auf Frau Bleibtreu?

Um ihr ein Denkmal zu setzen. Sie war eine tolle Schauspielerin, die leider viel zu früh gestorben ist. Ihr Va­ter hatte ein Theater in Wien, sie war dem Privattheater auch immer sehr verbunden. Das war wahrscheinlich auch ein Grund für diese Wahl.

Braucht es mehr starke Schauspielerinnen wie Monica Bleibtreu?

Es gibt natürlich einige starke Frauen. Es kann aber nie genug geben!

Ihre Jurykollegin Tanja Müller sagte, dass die Privattheatertage dieses Jahr ein Festival der starken Frauen sei. Welche Stücke sind unter diesem Aspekt besonders hervorgestochen?

Das Stück „7 Minuten“. Der Chef einer Firma will in darin die Pause um sieben Mi­nuten verkürzen. Die Frauen des Betriebsrates diskutieren dann darüber, jede mit ihrer eigenen Motivation und Ar­gumentation. Ein sehr gutes Theaterstück mit starken Frauen. Auch interessant ist die Produktion von „Ham­let“. Die Hauptrolle wird von einem Mann gespielt, alle an­deren Rollen von fünf Frauen. Klassische Werke sind ja nicht immer so leicht verständ­lich, aber dieses Stück hat sich sehr modern und aktuell an­ gefühlt. Es ist natürlich auch spannend zu beobachten, wie diese Frauen in verschiedene Rollen schlüpfen, aber das hatte wahrscheinlich auch ei­nen Kostenspargrund. Womit wir wieder bei den Problemen des Privattheaters wären.

Klassische Stücke sind nicht bekannt für ihre progressive Geschlechteraufteilung. Braucht es neues Material, um Frauen in der Theaterwelt zu stärken?

Beides ist wichtig. Sowohl alte Stücke, die mutig neu in­szeniert werden, als auch neue Werke. Die könnten auch gerne frauenlastiger sein, das wäre schön. Ich habe in der Vergangenheit öfter gedacht: „Typisch, jetzt gibt es schon wieder fünf Männerrollen und nur eine Frau.“ Deswegen habe ich mit einer Kollegin zusam­men ein Zweipersonenstück, beide weiblich, geschrieben und in Hamburg und Berlin aufgeführt. Es braucht mehr Stücke dieser Art. Außerdem fällt mir immer wieder auf, wie wenig Rollen es für äl­tere Frauen gibt. Bis zu einem bestimmten Alter ist die Geschlechteraufteilung meistens sehr ausgewogen, aber das An­gebot für Schauspielerinnen zwischen ungefähr 40 und 60 ist sehr dünn.

Wie kann man Frauen in der Theaterbranche noch weiter stärken?

Frauen sollten auch mal öfter den Mut haben, Regie zu führen. Dann würde sich das vielleicht von alleine ergeben, dass es mehr Rollen für Frauen gibt. Ich meine auch, wir haben jetzt bei den Privattheatertagen kaum Re­gisseurinnen. Ich zähle eben mal im Programm nach … Ja, es sind zwei von zwölf Stü­cken. Das ist schon bezeich­nend. Wir Frauen sind außer­ dem immer so selbstkritisch. Dabei sollten wir einfach mal Mut haben und breitbeiniger auftreten!

Interview: Sophia Herzog
Beitragsfoto: Bo Lahola

Privattheatertage, 19.6.-1.7.18, www.privattheatertage.de


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 Dieser Text stammt aus SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juni 2018. Das Magazin ist seit dem 26. Mai 2018 im Handel und zeitlos in unserem Online Shop oder als ePaper erhältlich!