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Kabinett der Kuriositäten: 1. Internationales Spielbudenfestival

Bereits Ende des 18. Jahrhunderts ließen sich am heutigen Herz der Reeperbahn Gaukler mit ihren hölzernen Buden nieder. Das 1. Internationale Spielbudenfestival ließ diese Zeiten vom 23. bis zum 25. Juli wieder aufleben: Feuerkünstler, Magier und „Gummimenschen“ lockten drei Tage lang nach St. Pauli

Fotos: Jérome Gerull

 

Vergnügen und St. Pauli sind nirgendwo so traditionell verknüpft wie am Platz an der Reeperbahn. Die Corny Littmann-Stiftung holt mit dem erstmals veranstalteten Internationalen Spielbudenfestival vergangenes Flair für ein Wochenende zurück auf den Kiez: Ein buntes Treiben dargeboten von internationalen Künstlern erwartete die Besucher am Wochenende.

Sympathische Freaks und kuriose Gestalten zogen das Publikum mit waghalsiger Artistik, verblüffenden Tricks und zauberhafter Magie in ihren Bann.

 

Eine Galerie der Akteure:

 

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Vol. 2: Eine sommerliche Kulturwoche voller Ideen

Damit die Woche gut im Voraus geplant werden kann, gibt es hier eine Auflistung an Highlights, die diese Woche im Rahmen des Kultursommer Hamburgs stattfinden

 

Der Kultursommer Hamburg bietet über vier Wochen mehr als 1300 Veranstaltungen in der ganzen Stadt verteilt an. Damit da nicht der Überblick verloren wird, haben wir uns durchs Programm gelesen und empfehlen hier tägliche Events in der Vorschau, damit die Woche mit Calls, Kindern und kleinen Katastrophen gut geplant, genossen und vieles mitgenommen werden kann!

 

26. Juli 2021

Das Gängeviertel macht den Montag bunt und laut: Verschiedenste Singer/Songwriter werden Open Air auf der großen Bühne im historischen Wohnquartier spielen. Der spätere Abend steht dann ganz im Zeichen von Drum and Bass. Wem es also die letzten Monate zu leise in der Stadt war, der ist heute im Gängeviertel bestens aufgehoben. Für den Einlass ist ein negativer Corona-Schnelltestest (nicht älter als 48 Stunden) oder ein PCR-Tests (nicht älter als 72 Stunden) zwingend notwendig.

 

27. Juli 2021

Der Dienstag eignet sich perfekt um die MS Artville Kunsttage zu besuchen. Workshops und Get-Togethers mit Künstler*innen und Dozent*innen stehen hier auf dem Programm. Es darf philosophiert, experimentiert und gespielt werden. Am Dienstag ist zum Beispiel das Performance-Kollektiv wirvier am Start und fragt: „Wenn du Superkräfte haben könntest, welche wären das?“ Also nichts wie raus nach Wilhelmsburg und selbst kreativ werden. Eine Anmeldung per Mail an info@msartville.de ist erforderlich. Alle wichtigen Infos und Termine stehen auf der Homepage vom MS Artville.

 

28. Juli 2021

Vom 27. Juli bis zum 12. August zieht die Astra Stube in den Schanzenpark. Der kleine Kultclub von der Sternbrücke wird an zehn Abenden im Schrödingers Open Air zeigen, was die Astra Stube ausmacht. Ein extrem vielfältiges Programm gehört auf jeden Fall dazu. Freuen kann man sich zum Beispiel auf Punk, Pop und Poetry Slam. Aber auch Singer/ Songwriter und Comedy werden nicht fehlen.

Am Dienstag, 28. Juli, kommt jemand ins Schrödingers, der beides vereint: Pensen Paletti, Frontsänger der beiden Hamburger Bands „Das Pack“ und „Monsters of Liedermaching“ ist bekannt für Refrains zum mitgrölen und guten Humor. Um abendfüllend zu unterhalten, braucht er nur seine Gitarre.

 

29. Juli 2021

Das Theaterschiff Hamburg und die Katharinen-Kirche haben sich zusammengetan und mitten im Katharinen-Viertel eine Open Air-Bühne aus der Erde gestampft. Im Rahmen des Kultursommers wird Hamburg also um eine weitere Spielstätte bereichert. Da die beiden Institutionen miteinander harmonieren, soll die Kooperation auch in Zukunft die Altstadt beleben.

Am Donnerstag, 29. Juli, kommt die gefeierte Theatergruppe Hidden Shakespeare für ihren einzigen Sommerauftritt zur Theaterschiff Open-Air am Katharinenkirchhof 1. Die Gruppe macht Impro-Thetaer seit fast 30 Jahren. Jeder Abend mit Hidden Shakespeare kann immer mal wieder eine Wendung annehmen, denn auch Ideen aus dem Publikum wird hier gerne mal zum ausgewachsenen Drama und gestalten das Theater. Unterhaltung ist dabei garantiert!

 

30. Juli 2021

Vorhang auf und Bühne frei fürs Wochenende und das Theater Open Air auf dem Rathausmarkt! Abwechslungsreiche Theaterveranstaltungen finden hier vom 30. Juli bis 8. August unter freiem Himmel statt. Mit dabei sind viele Hamburger Theater, die Kinderstücke, Improvisationstheater, Schauspiel und Tanz vorführen.

Den Startschuss macht heute der Kabarettist Frowin. 2002 sorgte seine Oper „Angela“ für internationales Aufsehen – seit 2010 hat er sich als „Kanzlerchauffeur“ in 50 TV-Sendungen, drei Solo- und Duo Programmen immer wieder an der mächtigsten Frau der Welt abgearbeitet. Beim Theater Open Air inszeniert er einen Rückblick, Ausblick und eine Trauerrede für Angela Merkel.

 

31. Juli 2021

Endlich wieder Festival: Am Samstag kommt die La Fête Surprise in den Wilhelmsburg Inselpark. Unter anderem auf der Freilichtbühne, haben die Hamburger Indie-Künstler:innen die Möglichkeit nach langer Zeit wieder vor Publikum zu spielen. Eingeladen werden sie vom Hamburger Independent Label La Pochette Surprise Records. Das Musiklabel ist seit diesem Jahr auf der Elbinsel zu Hause und das Festival im Rahmen des Kultursommers ist daher natürlich eine besondere Herzensangelegenheit. Am Samstag treten unter anderem Future Prawn, Jack Dalton & the Cactus Boys und Dunya auf. Alle Konzerte sind kostenlos. Um Anmeldung unter https://www.lapochettesurprise.de/la-fête-surprise wird gebeten.

 

01. August 2021

Ausklingen lässt sich die Woche immer gut im Winterhuder Stadtpark beim Stadtpark Open Air. Diesen Sonntag wird es funkig: Der Baltic Soul Weekender kommt erstmals und einmalig nach Hamburg. Seit Jahren gehört es zum Besten, was die deutsche Festivallandschaft zu bieten hat. Vor allem die Genre Soul, Funk und Disco aber auch HipHop, Jazz und Reggae sind hier vertreten. Seit 2017 ist das Musikfestival aus der europäischen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken. In Hamburg mit dabei sind Mirko Machine, Crout, Supergid, Dj Saudy und Dan D. Kostenlose Tickets gibt es unter www.stadtparkopenair.de zu ergattern.


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Zeise Open Air: „Nordsee ist Mordsee“

Bald 50 Jahre alt, gehört das Coming of Age-Drama „Nordsee ist Mordsee“ auch heute noch zu den beliebtesten Hamburg-Filmen überhaupt – denn Regisseur Hark Bohm gelang es, die von vorenthaltener Liebe geprägten Lebensverhältnisse der Arbeiterkinder der Nachkriegsjahre glaubhaft zu portraitieren. Die moderne Abenteuer-Geschichte aus Wilhelmsburg wird bei der diesjährigen Open Air-Kino Saison des Zeises im Innenhof des Altonaer Rathauses gezeigt – in Anwesenheit des Regisseurs.

Text: Kevin Goonewardena

 

Der 14-jährige Uwe (gespielt von Bohms späterem Adoptivsohn Uwe Enkelmann) wächst mit seiner Familie in prekären Verhältnissen in einer Hochhaussiedlung in Wilhelmsburg der 1970er Jahre auf. Der Vater trinkt, schlägt ihn und auch die Mutter. 

Als Anführer einer Jugendbande lässt Uwe seinen Frust außerhalb der Familie an anderen ab, Dschingis, ein asiatischer Junge, ist eines der Opfer der Halbstarken. Eines Tages beobachtet Uwe Dschingis dabei, wie dieser ein Floß baut; gleichzeitig fängt Uwes Gang an ihm wegen einbehaltener Beute aus einem geknackten Spielautomaten zu misstrauen. Nach der erneuten Misshandlung durch seinen Vater (in dessen Rolle Bohms Bruder schlüpfte), beschließen Uwe und Dschingis mit dem Floß abzuhauen. Ihre abenteuerliche Reise soll sie bis auf die Elbe führen …

 

Filmisches Denkmal

 

Mit seiner modernen Tom Sawyer und Huckleberry Finn-Geschichte schuf Bohm eine glaubhafte Erzählung der Lebenswirklichkeit ohne Liebe heranwachsender Nachkriegs-Arbeiterkinder, wie Kritiker:innen befanden. 

Der emeritierte Professor für Film und Mitbegründer des Hamburger Filmfests Hark Bohm setzte mit seinem Werk insbesondere dem Stadtteil Wilhelmsburg ein filmisches Denkmal, lange bevor Fatih Akin die Elbinsel durch seinen Film „Soul Kitchen“  von 2009 weit über Hamburg hinaus bekannt machte. 

Mit Akin wiederum hatte Bohm seine letzten Erfolge – zusammen schrieben sie die Drehbücher zur Kino-Adaption des Buches „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf und dem Golden Globe-prämierten „Aus dem Nichts“, für das Hark Bohm auch den Deutschen Filmpreis gewann.

 

 

Viele Drehorte von „Nordsee ist Mordsee“ sind auch heute noch besuchbar – größtenteils wurde der Film im Wilhelmsburger Bahnhofsviertel, rund um die die S-Bahn-Station und das Luna-Einkaufszentrum gedreht. Uwes Familie wohnt im Film beispielsweise in einer Wohnung in der Neuenfelder Straße 86, die Kneipe in der Uwes Mutter im Film arbeitet, befand sich in der Ladenzeile in der heute unter anderem eine Filiale der Kette Schweinske angesiedelt ist.

„Nordsee ist Mordsee“ bildet den filmischen Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe im Rahmen des Kultursommers, die neben Filmen (u.a. auch den diesjährigen Oscar-Gewinner „Nomadsland“, „Der Rausch“, die Klassiker „Der Hauptmann von Köpenick“ und Fatih Akins-Durchbruchfilm „Gegen die Wand“ oder die Kult-Mockumentary „Fraktus – Der Film“), Lesungen (u.a. der Bestseller-Autor:innen Kübra Gümüsay und Johann Scheerer, sowie Benjamin Maack und die Vorstellung der Biografie Dieter Kosslick, der über  20 Jahre die Fäden der Berlinale zog), Poetry Slams und Konzerte beinhaltet. 

 

Von Allem etwas

 

Vor allem Film-Fans kommen erwartungsgemäß auf ihre Kosten: Neben Sneak-Previews, sind bei vielen Vorführungen Gäste anwesend, andere Filme feiern im Rahmen des Programms ihre Hamburg-Premiere – etwa „Fabian – oder der Gang vor die Hunde“, eine Adaption des Klassikers von Erich Kästner mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Auch „Alles ist eins. Ausser der 0“ des ehemaligen Managers der Band Einstürzende Neubauten, Gesellschafter des ersten Punk-Plattenladens Rip Off (heute Ruff Trade in der Feldstraße), Gründer des Freibank Musikverlags und einer gemeinsamen Filmproduktionsfirma mit Fatih Akin, Klaus Maeck, gibt’s im Zeise Open Air zuerst zu sehen. 

Die Doku „Bis die Gestapo kam – das Chinesenviertel auf St. Pauli“ behandelt hingegen eines der dunkelsten Kapitel der NS-Zeit der Hansestadt: Die Auflösung des Chinesenviertels auf St. Pauli durch die Gestapo, welche mit Inhaftierung, Enteignung und dem Tod einiger chinesischer Mitbürger:innen handelte. Unter den Gefangenen war damals auch Chong Tun Lam, der Gründer des 1934 eröffneten Hotels HongKong auf dem Hamburger Berg. Das ehemalige Chinesenviertel ist auch Standort der zuletzt verlegten und des insgesamt 6000. Stolpersteins, mit denen dort an 13 durch die Nazis ermordete chinesische Mitbürger:innen erinnert wird.

zeise.de


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MS Artville: Wie wir leben wollen

Nach der Corona-bedingten Verlegung in den digitalen Raum im letzten Jahr, starten die Macher:innen des MS Artville Festivals für urbane Kunst 2021 endlich wieder auf gewohntem Gelände in Wilhelmsburg durch. Noch mit Handbremse, aber voller Vorfreude, spannender Kunst und einigen Neuerungen

Text: Kevin Goonewardena | Fotos: Andreas Hornoff

 

Vor fast fünfzehn Jahren mit dem 2007 erstmals veranstalteten MS Dockville-Festival begann die all sommerliche Transformation des einst unscheinbaren Geländes gegenüber des architektonisch auffälligen Getreideterminals am Reiherstieg in Wilhelmsburg. Heute sind das Mutterfestival Dockville und deren in den folgenden Jahren entstandenen Geschwister-Veranstaltungen Spektrum, Vogelball, Butterland und Artville fest etablierte Termine für Popkultur-Begeisterte verschiedener Strömungen.

Längst kommen die Besucher:innen nicht mehr nur aus Hamburg, die Acts sind international. 2019 gelang mit der Verpflichtung des aufstrebenden Superstars Billie Eilish dem Dockville gar ein echter Coup – und dann kam Corona.

 

Die Kunst kommt zurück

 

Nach der, der Pandemie geschuldeten, Pause der Veranstaltungen und einer digitalen Ausgabe des MS Artville im letzten Jahr, ist nun erstmals wieder eine physisches Beisammensein möglich: Zum gemeinsamen Nachdenken über Gegenwart und Zukunft laden die Macher:innen, beteiligte Künstler:innen und Publikum ab dem 17. Juli 2021 auf das Gelände zum MS Artville-Festival für urbane Kunst, auf dem wie gewohnt aus den vorherigen Jahren erhaltene und neu angefertigte Werke unter freiem Himmel zu erleben ist.

Flankiert wird das Ganze von einem Begleitprogramm aus Workshops, Panels, Diskussionsrunden, Musik, auch ein Kinderprogramm ist darunter. Fast ein Festival nennt sich die Post-Lockdown-Ausgabe, für die sich die Verantwortlichen über mehrere Termine und Wochen erstreckende Mini-Festivals unter  Berücksichtigung der geltenden Hygieneregeln konzipiert haben – Fast ein Artville ist ein Teil davon.

 

Spieglein, Spieglein

 

Das wohl  hervorstechendste Werk dort ist der im Stile einer Discokugel umgestaltete alte Saab 900 der Künstlerin Sasha Gold. Why not? Everybody’s darling heißt ihre Arbeit, die auch schon auf Kampnagel die Besucher:innen begeisterte und in einem Video der Rapperin Haiyti zu sehen ist – die auch am Sonntag, 14. August 2021, auf dem Gelände auftreten wird.

 

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„Why not? Everybody’s darling“ der Künstlerin Sasha Gold funkelt in der Sonne auf dem Gelände des MS ARTVILLE

 

Gold, die dem schrottreifen Gefährt mit tausenden Spiegelscherben zu neuem Glanz verhalf, möchte mit der Transformation, die, die Bruchstellen der Scherben sichtbar lässt, auf den Umstand aufmerksam machen, dass weiblich gelesene Personen immer noch hauptsächlich nach ihrem Aussehen bewertet werden. Das Auto selbst, geschlechtslos, aber untrennbar mit der Männerwelt verbunden, bekommt von ihr wiederum eine weibliche Identität zugeordnet. Why not? Everybody’s darling wird sich definitiv ganz vorne unter den  meist fotografierten Arbeiten des Festivals einfinden.

 

Mast und Stäbchen

 

Genau andersrum verhält es sich bei der begehbaren Installation Combi Ticket. Man könnte fast an dem Artwork des belgischen Künstlers Karl Philips vorbeilaufen – es würde jedenfalls nicht verwundern, wenn man es auf den ersten Blick nicht als solches registriert, denn die Arbeit besteht aus Dixi-Toiletten, Absperrzäunen, einem Flutlichtmast, einem Zelt. Also, aus einem für Festivalgelände nicht ungewöhnlichen Mobiliar. Hinter der scheinbar losen Ansammlung steckt jedoch bei genauerer Betrachtung System: Die Zäune stecken die Wege eines Labyrinths ab, als dessen Eingänge die Dixi-Häuschen fungieren.

 

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Dixie-Klos, Flutlicht und dazwischen das Zelt: Der Künstler Karl Philips installiert einen Festival-Moment

 

Das Zelt, aufgestellt am denkbar schlechtesten Schlafplatz: Unter greller Beleuchtung, in der Nähe von Dixies, eingehüllt in den Umgebungslärm, die Zeltenden jedoch nehmen den Platz in Kauf. Dafür wird nicht nur an physische und psychische Grenzen gegangen, sondern auch darüber hinaus: sie werden verschoben – nicht nur hier, auch anderswo.

Wie Philips für sein Werk, bedienen sich auch Vera Drehbusch und Daniel Wrede einem weltweit bekannten Gegenstand; genauer dem Mikado-Spiel beziehungsweise dessen Stäben. Sie fixieren bei ihrer aus riesigen Spielstäben bestehenden Installation den freien Fall des Anfangsmoment des beliebten Spiels und schaffen so ein Werk, das sich stets im Prozess befindet, anstatt in einen abgeschlossenen Zustand aufzugehen.

 

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Spiel und Spaß: Mikado der Künstler Vera Drehbusch und Daniel Wrede

 

Es scheint nur konsequent, dass die Arbeit Mikado durch die Künstler so geplant wurde, das es noch weitere Jahre im Rahmen des Festivals die Hamburger Kulturlandschaft bereichern kann.

 

Kunst in Zeiten der Pandemie

 

Für die Auswahl der vertretenen rund 20 internationalen Künstler:innen griff man sowohl auf jene zurück, die bereits für die 2020 Ausgabe eingeplant waren, die dann in Teilen digital stattfand, sprach aber auch neue Künstler.innen an, wie Martina Marschalk vom Organisationsteam verrät. Neben den behördlichen Vorgaben und einer lange Zeit unsicheren Finanzierung, die unter anderem Dank der Hamburger Kulturbehörde gestemmt werden konnte, hatte die Pandemie auch auf andere Bereiche der Festival-Vorbereitung erheblichen Einfluss und stellte die Organisator:innen vor neue Herausforderungen: So konnten bis auf Karl Philips keine:r der internationalen Künstler:innen nach Hamburg reisen, um ihre Werke selbst aufzubauen und instruierten deswegen teilweise per Videocall den Aufbau, nach vorheriger Begehung des Geländes auf die gleiche Art und Weise.

Die Künstlerin Taba geht für ihr zusammen mit ihrer Partnerin Shooki entstandenes Werk With(out) You gar noch einen Schritt weiter: Sie ruft die Besucher.innen dazu auf das über Videocall entstandene Werk zu vollenden und erörtert so nicht nur die Möglichkeiten wie wir trotz Pandemie-Beschränkungen über Ländergrenzen hinweg miteinander arbeiten können, sondern auch, ob es möglich ist Künstler:in zu sein, wenn man das Werk selbst nicht erschaffen hat.

MS Artville Festival: 17. Juli – 14. August 2021


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Kick-Off Kultursommer: „Simsalabim – das ist ein geiles Ding!“

Auf dem Spielbudenplatz feierte Kultursenator Dr. Carsten Brosda zusammen mit Udo Lindenberg, Corny Littmann, Gästen aus der Kulturszene, musikalischen Live-Acts und dem Hamburger Publikum die Eröffnung des Kultursommers Hamburg 2021. SZENE HAMBURG war vor Ort und hat Stimmung und Stimmen festgehalten

Text: Isabel Rauhut | Foto: Andreas Hornoff | Video: Marc Westphal

 

Die Eröffnungsveranstaltung zum Kultursommer Hamburg auf dem Spielbudenplatz bereitete der Vielfalt der Kultur eine Bühne: Neben Ehrenbürger Udo Lindenberg und Theatermacher Corny Littmann, feierten auch der HipHopper Das Bo und die Jungs von Le Fly, Saxophonistin und Sängerin Stephanie Lottermoser, sowie die Alphornbläser:innen der Dresdener Sinfoniker zusammen mit Kultursenator Dr. Carsten Brosda den Neustart der Kultur nach Corona in Hamburg.

Durch den Abend führte Michel Abdollahi  – in Sakko, mit Einstecktuch und bewusst etwas übertrieben gekleidet, denn: „Wir sollten jetzt alle wieder ein bisschen mehr übertreiben“, so der Moderator und animierte das sitzende Publikum zu einem tosenden Applaus für die zahlreichen Größen der Hamburger Kulturszene, die das Kultursommer-Motto „Play out loud“ wörtlich nahmen.

 

„Wir sind entschlossen, wenn es darum geht, uns zu amüsieren!“

Musiker Bernd Begemann

 

Auch der geladene Musiker Bernd Begemann als prägende Figur der Hamburger Indie-Szene, freut sich auf vier Wochen Kultur pur und spricht über die Eröffnungsfeier als „Startschuss zu einer vielleicht wirklich guten Zeit“. Für Udo Lindenberg grenzt der Kultursommer an Zauberei und er freut sich auf „das geile Ding hier“. Lasset die Spiele beginnen!

Weitere Informationen gibt es auf unserem „Kultursommer“-Blog, den wir täglich mit Eindrücken von Veranstaltungen und Highlights im Rahmen des Kultursommers füllen.


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Abfahrt: Mit dem HVV die Hamburger Kultur unterstützen

Ab dem 15. Juli 2021 können Hamburger:innen mit dem Kauf eines HVV-Kulturtickets Künstler:innen beim Neustart unterstützen

Text: Felix Willeke

 

Der Hamburger Kultursommer, der am 15. Juli startet und bis zum 16. August geht, setzt mit mehr als 100 Veranstaltungen in allen sieben Bezirken ein Zeichen für die Hamburger Kulturszene. Hamburger:innen können ab heute die Künstler:innen unterstützen – mit dem HVV-Kulturticket.

Dieses kann ab dem 15. Juli zusätzlich zum regulären Angebot über die HVV-App und die hvv switch-App gekauft werden. Der preisliche Extra-Euro geht an den Verein MenscHHamburg, der das Geld an besonders förderungsbedürftige Solokünstler:innen weitergibt. Künstler:innen können sich auf eine Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro auf hvv-switch.de bewerben.

 

Gemeinsam für die Kultur

 

„Wir als HVV möchten dazu beitragen, das Leben wieder zurück in Stadt und Region zu bringen. Wir hoffen, dass in den kommenden Wochen viele unserer Fahrgäste das Kulturticket nutzen werden und unser Vorhaben damit unterstützen“, sagt HVV-Gschäftsführerin Anna Korbutt.

Lars Meier, Vorstand bei MenscHHamburg e.V., ergänzt: „Das macht Hamburg aus, dass wir alle wissen, was wir an unserer großartigen Kulturszene haben und gemeinsam alles dafür tun, den Künstlerinnen und Künstlern durch diese Zeit zu helfen.“

 


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Live und in vielen Farben: Das Reeperbahn Festival 2021 findet statt

Das 16. Reeperbahn Festival findet statt! Vom 22. bis 25. September 2021 gibt es wieder viele Kulturveranstaltungen rund um die Vergnügungsmeile

Text: Felix Willeke

 

Das 16. Reeperbahn Festival darf – auf Basis von aktuellen Corona-Entwicklungen – vom 22. bis 25. September 2021 stattfinden. Natürlich gibt es entsprechende Hygienekonzepte und Auflagen, aber das Line-Up steht zum großen Teil schon fest.

Auf rund 35 Bühnen, darunter die ARTE Concert Stage im Festival Village auf dem Heiligengeistfeld und drei Open-Air-Bühnen auf dem Spielbudenplatz, gibt es im September über 120 bereits bestätigte Live-Acts.

 

Erste Highlights

 

Bisher bestätigt sind unter anderem der österreichische Rapper Mavi Phoenix und die Indie-Kombo Fortuna Ehrenfeld aus Köln. Außerdem haben sich die niederländischen Indie-Elektroniker Weval II angekündigt, wie auch die Songwriter:innen Antje Schomaker und William Fitzsimmons.

2021 gibt es im Rahmen des Reeperbahnfestivals auch wieder Konzerte in der Elbphilharmonie. Neben den  Musikpreisgewinner:innen des ANCHOR Award von 2020, ÄTNA in gemeinsamer Sache mit der NDR Bigband, treten auf der Bühne des Konzerthauses am Hafen auch internationale Künstler:innen aus Südafrika und Australien auf. Der ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Award 2021 findet am 25. September im St. Pauli Theater statt.

Neben dem Besuch des Festivals können Musikfans auch auf die öffentliche Reeperbahn Festival-Streamingplattform zugreifen, wo Livestreams und Konzertaufzeichnungen digital abrufbar sein werden.

Neben dem Publikumsfestival gibt es auch wieder ein Programm für Fachbesucher:innen mit rund 100 Programmpunkten und 300 Sprecher:innen.

 

Seht hier das Musikvideo zu „Fck It Up“ von Mavi Phoenix:


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Statements zum Kultursommer: „Wir sind wieder da!“

Mehr als 100 Hamburger Kulturkonzepte werden vom Senat im Rahmen des Hamburger „Kultursommers“ ge­fördert. Wir haben acht ­Veranstalter gefragt, welchen Stellenwert die Unterstützung für sie beim Kultur-Neustart hat

Protokolle: Erik Brandt-Höge & Marco Arellano Gomes

 

Kim Senger, Waldinsel Records

Das letzte Jahr durchzuhalten, war nicht einfach für die Kulturschaffenden auf und hinter den Bühnen. Umso mehr freue ich mich jetzt über die Förderung im Rahmen des Hamburger „Kultursommers“. Sie ermöglicht es mir, mit insgesamt acht Bands an 16 Orten in Hamburg Laster-Konzerte zu veranstalten – an bekannten, aber auch an unerwarteten Orten. Sobald die Bezirke ihre Genehmigung gegeben haben, werden die Termine auf meiner Website veröffentlicht. Auch außerhalb des „Kultursommers“ gibt es viele Anfragen für Laster-Konzerte. Hoffen wir mal, dass wir die Pandemie bald überstanden haben und Kultur wieder ohne Einschränkungen möglich ist.

waldinsel.com

 

Johannes Kirchberg, Kulturhaus Süderelbe

Das Kulturhaus Süderelbe freut sich riesig, dass der Hamburger „Kultursommer“ uns einen Wiedereinstieg ins Kulturleben ermöglicht. So können wir ein kleines, feines Festival anbieten und nach Monaten der Kulturlosigkeit unserem Publikum wieder begegnen und die Türen öffnen. Ohne die Unterstützung Hamburgs und der Behörde für Kultur und Bildung wäre es uns schlicht nicht möglich gewesen, ein so vielfältiges Programm zusammenzustellen und auch zu betreuen. Dafür von Herzen unser Dank. Wenn jetzt noch jemand einen heißen Draht zum Wetter hat, damit auch alles unter freiem Himmel stattfinden kann, dann wäre das ganz prima.

kulturhaus-suederelbe.de

 

Dörte Inselmann, Stiftung Kultur Palast Hamburg

Der Lockdown war für uns wie für alle Kulturschaffenden eine harte Durststrecke, insbesondere, weil wir überwiegend mit Kindern und Jugendlichen in prekären Lebenssituationen arbeiten. Umso mehr freuen wir uns jetzt, mithilfe von Neustart Kultur und dem Hamburger „Kultursommer“ sowie vielen weiteren Förderern unseren mittlerweile hamburgweit aktiven Kultur Palast wieder mit Leben zu erfüllen und etwas beizusteuern, dass diese Jugendlichen ihre Poten­ziale entfalten und mehr Bildungsgerechtigkeit erfahren können.

Die ganzen Sommerferien hindurch bieten wir unter dem Motto „Schönste Kulturaussichten“ zahlreiche Tanz-, Musik- und Gesangs-Camps für unterschiedliche Altersstufen an sowie ein vielfältiges Sommerprogramm für die Großen. Gleich nach den Ferien wird die Stadt eine Reise erleben, wie sie noch nie da war: Unser Musical „Planet Billstedt – a paradise for a better life“ sucht mit der jungen Generation nach Antworten auf die Frage „Wie wollen wir leben?“ Gestaltet wird das Stück an vier Standorten in Billstedt und Horn. Eine Reise in die Zukunft voller Ideen zu Klima, Diversität, mehr Grün in der Stadt und kultureller Vielfalt.

kph-hamburg.com

 

Claudia Mohr, Schroedingers

Wir freuen uns auf einen bunten Sommer voller kultureller Vielfalt, zauberschöner Momente mit fröhlichen Gesichtern und Lebensfreude auf und vor der Bühne in unserer wunderschönen grünen Oase unterm Fernsehturm. Kultur, im Besonderen Musik, ist ein fundamentaler Baustein für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gesellschaft.

Durch die strikten Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ist dieser Baustein fast vollständig weggebrochen aus dem Alltag der Menschen. Deswegen freuen wir uns umso mehr, durch jedes Konzert, jeden Künstler und jede Künstlerin – ob DJs, Autoren, Bands oder Komiker –, Stück für Stück ein wenig Leben und Lebendigkeit zurückzugeben und unsere Gäste, Künstler und Künstlerinnen wieder zurück ins Leben und mentale Gleichgewicht zu bringen.

Einen besonderen Dank möchten wir der Hamburger Kulturbehörde und unserem Kultursenator Carsten Brosda aussprechen, die uns Kulturspielstätten durch strukturelle Förderung am Leben erhalten haben und auch mit vielen Förderprogrammen den Neustart überhaupt erst wieder möglich machen.

schroedingers.hamburg

 

Peter Rautenberg, Goldbekhaus

Die Kultur und die Kultschaffenden in Hamburg und anderswo schienen vergessen. Nicht so wichtig, eben nicht systemrelevant. Vergessen werden kann diese Demütigung einer ganzen Branche nicht, aber sie kann verziehen werden. Der Hamburger „Kultursommer“ ist ein erfreulicher Anfang und hilft der Kultur in Hamburg, ihr die Bedeutung zu geben, die sie verdient hat. Kultur ist unverzichtbar, gerade auch in Zeiten einer Pandemie. Jetzt kommen wir zurück, danke Kultur­behörde Hamburg!

goldbekhaus.de

 

Michael Frowin, Theaterschiff Hamburg

Der Kultursommer ist eine weitere großartige Initiative der Stadt Hamburg und ein sehr starkes Signal für den Neustart Kultur. Für uns als Theaterschiff bedeutet das, dass wir nicht nur vier Wochen früher in die nächste Saison starten, sondern auch eine Nachbarschaftsinitiative präsentieren können – gemeinsam mit der Katharinen-Kirche bringen wir verschiedene Künstler:innen und Gruppen auf unserer Bühne zusammen. Wir zeigen ein sehr buntes Sommerprogramm und rufen laut und fröhlich: Wir sind wieder da!

theaterschiff.de

 

Jana und Petja Pulkrabek, Move the North Festival

Wir glauben fest an die grenzüberschreitende Kraft von Kultur. Als Festival und Netzwerk möchten wir durch Austausch und Zusammenarbeit die nordischen Regionen zusammenwachsen lassen und neue Impulse setzen. Mit dem Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark entsteht eine neue Europäische Zukunftsachse und es ist wichtig, die Menschen über Kultur grenzübergreifend zusammenzuführen. Wenn die Wirtschaft der Motor einer Region ist, dann ist die Kultur ihre Seele.

Der Hamburger „Kultursommer“ ist ein positives Zeichen und ein Bekenntnis an die freie Szene. Wir freuen uns sehr über unsere Kooperation mit Paul Glaser vom English Theatre of Hamburg. Mit „Hamburger Kultur InterNational“ präsentieren Move the North und ETH ein zweiwöchiges Kulturprogramm, das neben einem deutsch-skandinavischen Fokus auch global internationale Brücken nach Hamburg schlägt; in sommerlich entspannter Atmosphäre und kostenfrei. Das ist sehr dänisch!

movethenorth.com

 

Michael Conrad, Alabama Kino (rechts im Bild)

Der Impuls von der Kulturbehörde, mit dem Hamburger „Kultursommer“ auf die Krise der Kulturbranche zu antworten, finden wir richtig, denn es gibt einen riesigen Bedarf für eine solche Anschubhilfe. Wir werden mit dem Writers’ Room Lesungen im Rahmen des Programms „Tears for Ears“ anbieten, das sich mit dem Kino beschäftigt. Dann gibt’s noch eine Lesung aus einem Buch von Kinky Friedman, den Schriftsteller und Musiker aus der alternativen texanischen Country-Szene. Ein weiteres Highlight ist der Film „Domenica“ von Peter Kern über die berühmteste Prostituierte der Stadt, die sich um die Rechte der Prostituierten verdient gemacht hat. Zudem planen wir ein großes Kinderprogramm an den Wochenenden. Das wird richtig schön.

alabama-kino.de

 

Matthias Elwardt, Zeise Open Air

Wir freuen uns, mit dem Zeise Open Air beim „Hamburger Kultursommer“ vertreten zu sein. Es ist großartig, dass die Stadt mit dieser Aktion die Kultur unterstützt, zusammenbringt und fördert. Wir bieten direkt vor unserem Filmprogramm in Kooperation mit der Buchhandlung Christiansen Lesungen sowie ein Kinderprogramm an. Die Lesungen starten um 18 Uhr, das Kinderprogramm um 15 Uhr – unter freiem Himmel im Innenhof des Altonaer Rathaus. Unter anderem sind der Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber („Die Kanditatin“) und Kübra Gümüsay („Sprache und Sein“) mit dabei.

Bei Erfolg – und wenn das Altonaer Rathaus mitspielt – kann man das in Zukunft sicher weitermachen. Das Open-Air Programm bringt frischen Wind in die Literaturszene – und am Abend folgt dann großes Kino.

zeise.de

 

Manja Malz, Metropolis

Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr den wunderschönen, denkmalgeschützten Innenhof des Museum für Hamburgische Geschichte im Rahmen des Sommernachtskinos bespielen zu können. Nach dem großen Publikumszuspruch im letzten Jahr und dem vielfachen Wunsch der Fortsetzung kuratieren wir erneut gemeinsam mit dem 3001 und dem B-Movie zehn Filmabende für das atmosphärisch sehr besondere Ambiente in der Museumskulisse.

Der Fokus liegt diesmal auf Stummfilmproduktionen der deutschen und internationalen Filmgeschichte, die zum großen Teil von Hamburger Musikern und Musikerinnen live vertont werden. Unsere Stummfilmkonzerte passen somit hervorragend zur Idee des Hamburger „Kultursommer“, Künstlern und Künstlerinnen aus Hamburg (wieder) eine große Bühne zu bieten.

Wir hoffen sehr, dass wir mit den Stummfilmnächten zeigen können, dass diese Kunst- und Erzählform auch 90 bis 100 Jahre später noch überraschend modern sein und begeistern kann. Und natürlich freuen wir uns insbesondere auf das Filmschauen in Gemeinschaft – was sicherlich eine Renaissance und eine ganz neue Konzentration erfahren wird.

metropoliskino.de


 SZENE HAMBURG Stadtmagazin, Juli 2021. Das Magazin ist seit dem 26. Juni 2021 im Handel und auch im Online Shop oder als ePaper erhältlich!

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