Flying Bach (11.+12.7.)

Die Mauern der Laeiszhalle haben schon viel gesehen. Aber Breakdance? Die Berliner Truppe „Flying Steps“  tanzt an

Bach und Breakdance – seit fünf Jahren haben sie mehr gemeinsam als nur den Anfangsbuchstaben. Denn 2010 brachte die fulminante Show „Red Bull Flying Bach“ genau diese beiden scheinbar unvereinbaren Bereiche aus Hochkultur und Jugendbewegung zusammen: Die Berliner Tanztruppe „Flying Steps“ – vierfache Breakdance-Weltmeister – und die Musik von Johann Sebastian Bach, als Emulgator fungierte der Opernregisseur Christoph Hagel.

Aus diesen Zutaten entstand die abendfüllende Show mit einer Tänzerin (Frauen sind in der Szene immer noch unterrepräsentiert) und der Gruppe männlicher Breakdancer, die sich zu Klavier-, Cembalo- und elektronisch verfremdeten Klängen bewegen. Hier wurden Gegensätze endlich einmal konsequent krass kombiniert. Obwohl, so krass nun auch wieder nicht: Die Pirouette wird anstatt auf einem Bein auf dem Kopf gedreht und heißt dann eben Headspin.

Text: Dagmar-Ellen Fischer
Foto: Damiano Levati

Laeiszhalle
Johannes-Brahms-Platz (Neustadt)
11.+12.7., 18 und 21 Uhr

Draußen-Kinos

Mit der Dunkelheit beginnt das Flimmern: Hier sind Hamburgs Freiluftkinos im Juli von B bis Z

Batavia Schiff Wedel

Was: Zwischen Au und Marsch wird auf dem Batavia Schiff die Leinwand ausgerollt. Zum Film gibt’s spektakuläre Sonnenuntergänge, leckere Speisen und kühle Getränke von der Crew.
Wann: 21.7.–27.9.
Beginn: Anbruch der Dunkelheit
Wo: Batavia Schiff, Brooksdamm
Tickets: Eintritt frei
Programm: 7 Verdammt lange Tage (10.–11.7.), … denn sie wissen nicht, was sie tun (17.7.), Wir sind die Neuen (31.7.)
www.batavia-wedel.de

Flexibles Flimmern

Was: Im Rahmen des Hamburger Architektursommers veranstalten die Initiative City-Hof, cobratheater.cobra und Flexibles Flimmern eine Filmvorführung mit Theater und Ausstellung.
Wann: 22.–25.7.
Beginn: ca. 18.30 Uhr (Filmbeginn: ab 20.30 Uhr)
Wo: City-Hof, Klosterwall 6
Tickets: Eintritt frei; reservierungen@flexiblesflimmern.de
Programm: The Human Scale

FreiLuft Kino auf dem Rathausmarkt

Was: Bis zu 15.000 Menschen finden auf dem Rathausmarkt Platz, wo der Verein Kinemathek Hamburg, das Metropolis-Kino und die Stadt kostenlos die Leinwand bespielen.
Wann: 23.7.–2.8.
Beginn: ca. 21.30 Uhr
Wo: Rathausmarkt
Tickets: Eintritt frei
Programm: Absolute Giganten (23.7.), North by Northwest, OmU (24.7.), Blondinen bevorzugt (25.7.), Reifeprüfung (26.7.), Lili Marleen (30.7.), Casablanca, OmU (31.7.)
www.freiluftkino-hamburg.de

Kinonächte Barmbek

Was: Das Funkkopfhörer-Freiluftkino findet auf dem Marktplatz vor Globetrotter statt.
Blockbuster und Arthouse-Filme gucken – und den besonders guten Klang genieße
Wann: bis 5.7.
Beginn: ca. 22 Uhr
Wo: Bert-Kaempfert-Platz
Tickets: 8 Euro
Programm: Mad Max: Fury Road (3.7.), Best Exotic Marigold Hotel 2 (4.7.), Frau Müller muss weg! (5.7.)
www.kinonaechte-barmbek.de

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Schanzenkino

Open-Air-Kino bei der Jugendherberge

Was: An zwei Terminen schleppt das B-Movie-Team die mobile Leinwand an den Stintfang – zum Filmegucken gibt’s Grillzeug, Bier und Hafenpanorama.
Wann: 4.+18.7.
Beginn: ca. 22 Uhr
Wo: am Stintfang, am Paula-Karpinski-Platz
Tickets: Eintritt frei
Programm: Attack Of The 50 Foot Woman (4.7.), Village Of The Giants (18.7.)
www.b-movie.de

Schanzenkino

Was: Picknickdecke, Snacks und Getränke nicht vergessen – und ab in den Schanzenpark. Dort zeigt das Open-Air-Kino im 15. Jahr ein wechselndes Programm aus aktuellen Film-Highlights und Klassikern.
Wann: 11.7.–30.8.
Beginn: ca. 21.45 Uhr
Wo: Schanzenpark
Tickets: 8 Euro
Programm: Monsieur Claude und seine Töchter (11.7.), Fifty Shades of Grey (12.7.), Einer nach dem anderen (13.7.), Hin und weg (14.7.), Sin City 2: A Dame to Kill For, OmU (15.7.), Can a Song Save Your Life?, OmU (16.7.), Madame Mallory & der Duft von Curry (17.7), Frau Müller muss weg! (18.7.), Timbuktu, OmU (19.7.), The European Outdoor Film Tour 14/15 (20.7.), Am Sonntag bist du tot (21.7.), The Drop – Bargeld, OmU (22.7.), Der große Trip – Wild (23.7.), My Old Lady – Eine Erbschaft in Paris (24.7.), Ein Sommer in der Provence (25.7.), Victoria (26.7.), Im Labyrinth des Schweigens (27.7.), Die Entdeckung der Unendlichkeit (28.7.), Nightcrawler – Jede Nacht …, OmU (29.7.), Inside Llewyn Davis (30.7.), Die Karte meiner Träume (31.7.)
www.schanzenkino.de

St. Pauli Sommerkino

Was: Mehr als zehn Jahre lang war das 3001 Kino Veranstalter der Filmnächte am Millerntor. Jetzt hat sich der Verein einen anderen Anbieter gesucht. Das gefällt vielen nicht. Uns auch nicht. Trotzdem, das Filmerlebnis im Fußballstadion sollte man nicht verpassen! (Auch wenn jetzt mehr auf Popcorn- statt auf Stadtteilfilme gesetzt wird.)
Wann: bis 15.7.
Beginn: ca. 21.45 Uhr
Wo: Millerntor-Stadion
Tickets: 8 Euro
Programm: Honig im Kopf (3.7.), Inherent Vice (4.7.), Philomena (5.7.), Einer nach dem anderen (6.7.), Fraktus (7.7.), Grand Budapest Hotel, OmU (8.7.), The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben (9.7.), Verstehen Sie die Béliers? (10.7.), Mad Max: Fury Road (11.7.), Der Nanny (12.7.), Frau Müller muss weg! (13.7.), Fack ju Göthe (14.7.), A Most Violent Year, OmU (15.7.)
www.stpauli-sommerkino.de

Zeise Open Air

Was: Im malerischen Innenhof des Altonaer Rathauses zeigt das Zeise Kino Previews, Arthouse- und Oscar-prämierte Filme.
Wann: Täglich 10.7.–29.8.
Beginn: ca. 22 Uhr, ab 27.7. ab 21.30 Uhr
Wo: Altonaer Rathaus
Tickets: 8 Euro
Programm: Taxi Teheran (10.7.), Wild Tales (11.7.), Surffilm Special (12.7.), Desaster (13.7.), A Most Wanted Man (14.7.), Magic In The Moonlight (15.7.), Verstehen Sie die Béliers? (16.7.), The Cut (17.7.), Frau Müller muss weg! (18.7.), Shaun das Schaf – Der Film (19.7.), Whiplash (20.7.), Citizenfour (21.7.), Die Entdeckung der Unendlichkeit (22.7.), Still Alice – Mein Leben ohne Gestern (23.7.), Boyhood (24.7.), Birdman (25.7.), Grand Budapest Hotel (26.7.), 300 Worte Deutsch (27.7.), Selma (28.7.), Honig im Kopf (29.7.), Heute bin ich Samba (30.7.), Ziemlich beste Freunde (31.7.)
www.zeiseopenair.de

Chapel of Love

Das Kunstprojekt feiert die Liebe und den Kiez. Der Oldtimer-Wohnwagen fährt am Tag des Kusses (6.7.) auf St. Pauli vor

Heiraten ist kompliziert. Man braucht Urkunden und Bescheinigungen, muss Fristen einhalten und zerstrittene Familienmitglieder an einen Tisch bekommen … Wie viel einfacher und schöner wäre es da, wenn man seinem Wunsch, „Ja, ich will“ zu sagen, spontan und ohne bürokratischen Aufwand nachgeben könnte? Wenn man aus einer Laune heraus, weil die Sonne scheint, die Nacht so berauschend ist, die Gefühle so stark sind, heiraten könnte. Und zwar alles und jeden: die beste Freundin, seinen WG-Mitbewohner, die Schallplattensammlung, das Haustier, den Lebensabschnittsgefährten …

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Dank vier Mädels und Friedl, einem Oldtimer-Wohnwagen, geht das endlich auch! Die mobile, bunt, schräg und zuckerhübsch gestaltete St. Pauli Chapel of Love tourt durch Hamburg und bietet liebestollen Menschen drei unterschiedliche Zeremonien der (inoffiziellen) Eheschließung: Ganz schlicht, „advanced“ mit Erinnerungsfoto, Konfetti, Brautstrauß oder in der Deluxe-Version mit Hochzeitsdress. „Wir wollten einen verrückten, funkelnden Punkt für und auf St. Pauli schaffen“, erklärt Viva Valli das Kunstprojekt, die außerdem Schlagzeugerin bei The Cheating Hearts ist.

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Das Projekt soll nicht nur die Liebe zelebrieren, sondern auch dem Kiez Gutes tun. Die Spendeneinnahmen gehen an Musik- und Kunstprojekte auf St. Pauli. „Wir lieben den Stadtteil, es ist schön hier, lasst uns das bewahren und zusammen genießen.“ Ja, wir wollen! Am Internationalen Tag des Kusses fährt die mobile Kapelle auf dem Spielbudenplatz vor.

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Text: Julia Braune
Fotos: Frank Egel

St. Pauli Chapel of Love
Spielbudenplatz (St. Pauli)
6.7., 15-21 Uhr

Altonale Straßenfest (3.-5.7.)

Am Wochenende ist Halligalli in den Straßen Altonas: Food Swap, Konzerte, Floh- & Kunstmarkt und vieles mehr

In keinem anderen Stadtteil sind die Straßen so belebt wie in Altona und Ottensen. Drum kommt hier auch schneller als sonstwo in der Hansestadt südliches Flair auf. Beim Altonale-Straßenfest setzen die Macher der Altonale dem Ganzen noch eins drauf. Rund um den Ottenser Marktplatz, die Große Bergstraße und das Altonaer Rathaus stellen Anwohner, Aktivisten, Vereine und Organisationen ihre Projekte vor.

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Es gibt einen Kunstmarkt und den DESIGNgift-Markt, eine Kinder-Meile und einen Kids-Park, eine Modenschau und einen Food Swap, das ist eine Tausch-Community für selbstgemachte Speisen. Nicht zu vergessen die große Kostümversteigerung des Thalia Theaters statt, deren Erlöse der Hamburger Tafel zugutekommen. An welchen Tagen welche Programmpunkte anstehen, kann man auf der Homepape der Altonale herausfinden.

Text: Alessa Pieroth
Fotos: Thomas Panzau

Altonale Straßenfest
Ottensen und rund um die Große Bergstraße
3. bis 5.7.

Lautes Töchterchen

Das Daughterville Festival wird drei: Die Freiluftsause geht am 4.7. mit sattem Programm auf dem Dockville-Gelände an den Start

Wenn 30 junge Hamburger zwischen 14 und 18 Jahren ein Open Air auf die Beine stellen, wird’s laut und bunt. So geschehen bei den ersten beiden Ausgaben des Daughterville Festivals. Und auch bei Runde drei der eintägigen Sause auf dem Dockville-Gelände lässt das Programm Großes erwarten. Musik und Kunst sind auch in diesem Jahr die Hauptdarsteller.

Erstere beispielsweise in Form von Say Yes Dog mit Elektro-Pop aus Berlin, die Schwestern JOCO aus Hamburg mit zweistimmigen Gesängen und Klavier, Tom Thaler & Basil aus Mannheim, die mit Rap und Elektro-Beats dabei sind, oder Max Quintenzirkus, der mit Electro-Swing und “Trötentechno” gute Laune in jedes Gesicht und jedes Bein zaubert.

Kunstvoll wird’s dann, wenn beim U20-Poetry-Slam die besten Jungschreiber aus Hamburg, Reinbek und Berlin mit ihren Wortergüssen gegeneinander antreten oder Nachwuchsartisten der Hamburger Zirkusschule TriBühne ihr Können zeigen. Bunt scheint es also diesmal allemal wieder zu werden. Ob’s auch laut wird? Hingehen und herausfinden.

Text: Theresa Huth

Dockville-Gelände
Alte Schleuse 23 (Wilhelmsburg)
4.7., 13 Uhr

Reisen mit Xavier Rudd

Wer Musik auf der Reise seines Lebens entdeckt, für den ist sie auf immer positiv besetzt. So ist das bei mir und Xavier Rudd

Text: Lena Frommeyer

Nach dem Studium sind mein Freund und ich eine gefühlte Ewigkeit gereist. In Thailand lernten wir ein Pärchen kennen. Sie: Australierin. Er: Neuseeländer. Beide “laid back”, mit Hippie-Klamotten und Sinn für die Natur. Vor unserer Hütte am Strand ließen sie Xavier Rudd aus einer verbeulten Lautsprecherbox singen. Er sang darüber, dass alle Menschen gleich sind und dass man der Sonne folgen soll. Das hört sich freaky an, wenn man diese Zeilen im Kreativbüro in der Sternschanze schreibt. Damals verzauberte uns die Weltmusik.

Wir fuhren mit dem Bulli durch Australien und Neuseeland, besuchten unsere neuen Freunde und ließen dabei oft Xavier Rudd für uns singen und Didgeridoo spielen. Und auch heute, in Hamburg, beim Irgendwas-mit-Medien-Job, brauche ich nur meine Spotify-Playlist mit “Spirit Bird”, Footprint” oder “Come Let Go” anklicken und ich fühle wieder den Fahrtwind im Gesicht und das Gewicht meines Rucksackes auf den Schultern.

Gestern, am 30.6., spielte Xavier Rudd mit seiner Band The United Nations in der Fabrik. Natürlich waren wird dort. Und wir hatten Angst davor entzaubert zu werden, wenn wir den Musiker live sehen. Auch, weil uns das neue Album ehrlicher Weise nicht so liegt, auf dem der Reggae dominiert.

Es kam ganz anders. Es war der Wahnsinn. Die Energie zwischen Band und Publikum war von der ersten Sekunde an enorm. Alte und neue Stücke wechselten sich ab. Xavier segnete und beschwörte seine Zuschauer. Er ließ sich ein Arsenal an Gitarren reichen, spielte Didgeridoo und hüpfte barfuß über die Bühne. Die Background-Sängerinnen rührten zu Tränen. Der Bassist stohl ihnen wiederum mit seinem Hüftschwung die Show. In der ersten Reihe tanzten junge Menschen mit Federschmuck in den Haaren, auf dem oberen Rang silberhaarige Herren mit ungelenken aber begeisterten Bewegungen.

Verschwitzt standen wir danach in einer Traube an Konzertbesuchern an der S-Bahn. Zurück ins urbane, schnelle Leben. Das ist schon ok, wenn man zwischendurch so Luft holen kann.

Betrunkene Briten

Dougie Wallace fotografiert Junggesellenabschiede im englischen Blackpool. Seine Bilder hängen in der Freelens Galerie

Und da denkt man, es sei schon auf der Reeperbahn schlimm mit den Junggesellenabschieden, den betrunkenen Kerlen und aufgedonnerten Mädels mit Heide-Zöpfen, Hasenkostümen oder griechischen Togas. Nix allerdings gegen die englische Küstenstadt Blackpool. Das wird einem bei den Bildern des Schotten Dougie Wallace klar, der gern die Kamera auf das hält, was die widerspenstigsten Gefühle auslöst. Und in Blackpool, der Hochburg der Stags and Hens-Parties, wird er mit Motiven reich beschenkt.

Blockpool Freelens Hamburg

Dougie Wallace: “Stags, Hens and Shoreditch Wildlife”

Soll man sich fremdschämen bei den Ladys, die in der Satin-Toga wackelig Fahrrad fahren? Fassungslos den Kopf schütteln bei dem Nackten, der mit Klarsichtfolie um einen Laternenpfahl gewickelt ist? Oder melancholisch werden bei den schnarchenden Pärchen im Pub, die sich so schick für diesen Abend gemacht haben und jetzt so tragisch abgerockt sind? Wochenende für Wochenende und mit soziologischer Ausdauer ist Dougie Wallace in das Städtchen gereist. Pubs haben an den Wochenenden rund um die Uhr geöffnet, die Drinks sind billig – und das Drama groß sowie großartig unterhaltsam.

Wallaces Bilderserie “Stags, Hens and Shoreditch Wildlife” sind um die Welt gegangen, wurden in der New York Times veröffentlicht, in Büchern herausgebracht und feiern in der Freelens Galerie jetzt ihre Deutschlandpremiere. Sie ist noch bis zum 4. September zu sehen.

Text: Sabine Danek

Freelens Galerie
Steinhöft 5 (Neustadt)
bis 4.9.

Like A Rolling Stone

ByteFM Audio-Kolumne: Einer der wichtigsten Rocksongs aller Zeiten wird 50. Diviam Hoffmann blickt zurück.

Audio Datei

Muddy Waters half, den Stein ins Rollen zu bringen: Sein Song „Rollin’ Stone“ aus dem Jahr 1950 wird nicht nur Vorbild für die Namensfindung einer der erfolgreichsten Rock-Bands der Geschichte: die Rolling Stones, er manifiestiert auch die Figur eines Womanizers, eines Herumtreibers im Rock und Blues.

Fast zur selben Zeit eignet sich auch Bob Dylan das Thema an und schreibt einen seiner wichtigsten Songs, der später zum besten Rocksong aller Zeiten gekürt werden soll: „Like A Rolling Stone“. Der Song entsteht in der Nacht vom 15. auf den 16. Juni 1965, also dieser Tage vor genau 50 Jahren.

Audio & Text: Diviam Hoffmann
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Wer sind ByteFM & Diviam Hoffmann?diviam_hoffmann

ByteFM ist moderiertes Internetradio mit handverlesener Musikauswahl, Sammelbecken für Musiknerds und Auffanglager für Kulturjunkies. Hier leben Journalisten, Musiker, Kenner und Liebhaber gemeinsam ihre Liebe zur Musikkultur jenseits der Mainstream-Hitgarantie. Diviam Hoffmann ist Teil dieses Geklüngels. Sie versuchte sich als Literaturwissenschaftlerin und kollidierte dabei regelmäßig mit dem Studium anderer Fachrichtungen und der Liebe zur Musik. Heute kümmert sie sich nun um das Berliner ByteFM Studio.

Carlos Santana (2.7.)

Der Mexikaner ist eine Legende, das darf man ungestraft behaupten. Für sein Konzert im Stadtpark verlosen wir Tickets

Roter Anzug, goldene Kette und der obligatorische Filzhut, unter dem die schwarzen Locken bis über die Schultern reichen – so stand Carlos Santana bei den Billboard Latin Music Awards 2015 auf der Bühne. Der Mexikaner ist eine Legende, das darf man ungestraft behaupten. Zwischen seinem historischen Auftritt bei Woodstock und dem neuesten Album „Corazón“ (2014) liegen 45 Jahre. Viel Zeit, um die Techniken des Rock’n’Roll mit afro-kubanischen Rhythmen zu verheiraten und dabei eine Botschaft in die Welt hinauszutragen: Es gibt Unterschiede und doch sind wir alle gleich, weil wir eins sind.

Seit seiner Superplatte „Supernatural“ (1999), die eine Flut an Grammys in sein Wohnzimmer spülte, holt Santana sich regelmäßig prominente musikalische Verstärkung ins Tonstudio. Man kann das mögen oder nicht, „Vielfalt“ oder „Featurewahn“ nennen. Auf „Corazón“ sind unter anderem Pitbull, Gloria Estefan und Jazz-Legende Wayne Shorter zu hören. Der Open-Air-Auftritt im Hamburger Stadtpark ist eines von nur drei Deutschland-Konzerten.

Text: Lena Frommeyer
Foto: Rubén Martín

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Plätze auf der Gästeliste für das ausverkaufte (!) Konzert auf der Freilichtbühne im Stadtpark Hamburg. E-Mail mit Vor- und Nachname sowie dem Stichwort „Santana“ bis zum 1.7. (11 Uhr) an online-verlosung@vkfmi.de

Freilichtbühne im Stadtpark
Saarlandstraße / Ecke Jahnring (Barmbek-Nord)
2.7., 19 Uhr

Y’Akoto im Stadtpark (3.7.)

Die gebürtige Hamburgerin vollführt den Spagat zwischen Gute-Laune-Knallern und nachdenklichen Songs. Wir verlosen Tickets

Nach dem ausverkauften Abschlusskonzert ihrer Moody Blues-Tour im Dezember in der Fabrik kehrt Y’Akoto zurück in die Hansestadt, die sie neben Paris und Togos Hauptstadt Lomé ihre Heimat nennt. Und macht hier gleich das ganz große Fass auf. Denn Schauplatz ist dieses Mal die Freilichtbühne im Stadtpark. Zweifelsohne lassen sich ihre Hits wie Without You oder Perfect Timing am besten unter freiem Himmel mit einer gehörigen Portion Sommersonne genießen.

Jedoch geht die Sängerin auf ihrem neuen Album auch auf die ernsten Dinge des Lebens ein. So erzählt sie im Stück Off The Boat vom Tod eines jungen Mannes, der auf einem afrikanischen Flüchtlingsschiff unterwegs ist und nie sein Ziel erreicht. Und in Come Down To The River nähert sie sich leise dem Thema Selbstmord.

Wie die gebürtige Hamburgerin die Schere zwischen Gute-Laune-Knallern und nachdenklichen Stücken hinbekommt, wird sich zeigen. In jedem Fall wird sie auch jetzt das Publikum mit ihrer außergewöhnlichen Stimme, ihrer sympathischen Bühnenpräsenz und ihrer zuckersüßen Art einfangen. Wenn der Groove auch bei den Zuschauern stimmt, steht einer tollen Nacht unterm Sternenhimmel nichts im Weg.

Text: Theresa Huth
Foto: Bob Pixel

SZENE HAMBURG verlost 2×2 Plätze auf der Gästeliste für das Konzert auf der Freilichtbühne im Stadtpark Hamburg. E-Mail mit Vor- und Nachname sowie dem Stichwort „Y’Akoto“ bis zum 2.7. (10 Uhr) an online-verlosung@vkfmi.de

Freilichtbühne im Stadtpark
Saarlandstraße / Ecke Jahnring (Barmbek-Nord)
3.7., 19 Uhr